
SEASON’S GREETINGS! Bevor wir uns in die Winterpause verabschieden, sagen wir vor allem eines: DANKE. Für euren Support, euer Feedback, euer Weiterempfehlen – und für einen ArtJunk-Meilenstein, den wir selbst kaum fassen konnten: über eine Million Instagram Views in nur einem Monat. Das motiviert enorm und zeigt, wie groß das Interesse an Kunst, Kontext und kritischer Einordnung ist. Rückblickend war 2025 jedoch alles andere als ein leichtes Kunstjahr. Schwache Verkäufe, Galerieschließungen und spürbare Zurückhaltung prägten die Stimmung am Markt. Erst im November zeichnete sich ein vorsichtiger Aufschwung ab: Neue Rekorde bei den Herbstauktionen in New York – darunter $236,4 Mio. für Gustav Klimts ‘Bildnis Elisabeth Lederer’ und $54,7 Mio. für Frida Kahlos Selbstporträt ‘El sueño (La cama)’ – ließen den Handel kurz aufatmen. Parallel dazu gerieten Museen und Institutionen weltweit unter Druck. Steigende Kosten, wachsende Erwartungen des Publikums und eine veränderte politische Landschaft stellen den Kulturbetrieb vor große Herausforderungen. Besonders drastisch zeigt sich das in den USA, wo Donald Trump per Dekret in die Arbeit von Museen eingreift, Fördermittel streicht und Museumsleitungen zum Rücktritt drängt. Aber auch in Deutschland ist die Lage angespannt. Debatten um politische Einflussnahme und massive Kürzungen werfen Fragen nach der Unabhängigkeit und Zukunft kultureller Arbeit auf. Was 2025 trotz allem gezeigt hat: Kunst ist widerstandsfähig. Sie findet neue Wege, Räume und Öffentlichkeiten. Genau darin liegt ihre Kraft – und unser Antrieb, auch 2026 genau hinzuschauen und dranzubleiben. Danke, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen. In diesem Sinne, unsere allerbesten Wünsche für die Feiertage. Wir melden uns hier am 12. Januar wieder – gleiche Stelle, gleiche Welle! 😉
Alle Termine dieser WocheAmelie Buchinger (Medien- und Kulturwissenschaftlerin, Forschungszentrum für Technoästhetik, Akademie der Bildenden Künste München)
Info: Die Auseinandersetzung mit der Sonne ist seit den frühesten dokumentierten Kulturen ein zentrales Thema für die Kunst und Philosophie und findet aktuell im Kontext von Klimawandel und Energiewende nicht nur im Alltag neue Beachtung: Unter dem Stichwort Solarität diskutieren Theoretiker*innen Perspektiven auf die vielfältigen menschlichen und mehr-als-menschlichen Beziehungen zur Sonne in der Gegenwart und nahen Zukunft. Der Vortrag der Medien- und Kulturwissenschaftlerin Amelie Buchinger greift dieses aktuelle Interesse an solaren Themen auf und fragt, welche Imaginationen solarer Zukünfte in Kunst, Theorie und Gesellschaft gegenwärtig zirkulieren. Stehen wir wirklich am Beginn eines neuen Zeitalters der Sonne?

HSD – Hochschule Düsseldorf, Yasmin Ashegh Toosi (Schülerin), Lina Brittner (Studentin), Regina Herdt (Kunstvermittlerin), Dominik Bönisch (wiss. Mitarbeiter, HSD), Marie Donike (Künstlerin), Johannes Specks (Künstler), Holger Otten (Kurator, Ludwig Forum Aachen)
Info: Am Sonntag, 11. Januar 2026, lädt das Ludwig Forum Aachen zur ersten großen Veranstaltung anlässlich der aktuellen Ausstellung Shu Lea Cheang. KI$$ KI$$ ein: Der Aktionstag Fast Forward – Willkommen im Jahr 2030 bietet ein umfangreiches Programm, das ausgehend von den einzelnen Arbeiten der Ausstellung entwickelt wurde. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können in Workshops eigene Zukunftsvisionen entwickeln, digitale Foto-Stories erstellen, über den Umgang mit künstlicher Intelligenz diskutieren oder an einer Kuratorenführung teilnehmen. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. Programm: 11–16 Uhr: Spekulative Zukunft – Mixed Reality and Visualization (MIREVI), Hochschule Düsseldorf / 11–13 Uhr: Offener Kunstdialog P2P mit Yasmin Ashegh Toosi (Schülerin) und Lina Brittner (Studentin) / 12–14 Uhr: Workshop für Jugendliche – Fast Forward – Foto-Stories mit iPads und Smartphones mit Regina Herdt (Kunstvermittlerin) / 13–14 Uhr: KI-Slop – mit Dominik Bönisch (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Hochschule Düsseldorf) / 14–16 Uhr: Kulinarische Intervention mit Marie Donike (Künstlerin) und Johannes Specks (Künstler) / 15–16 Uhr: Kuratorenführung mit Holger Otten.

Marina Abramović, Joseph Beuys
Info: Die Führung mit der Kuratorin der Ausstellung und Künstlerischen Direktorin Dr. Antje-Britt Mählmann bietet letztmals die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen dieser erfolgreichen Ausstellung zu werfen und aus erster Hand über das Ausstellungskonzept, die präsentierten Werke und die beteiligten Künstler*innen zu erfahren. Die Führung eröffnet außerdem einen faszinierenden Einblick in die Performancekunst: Was genau ist Performancekunst? Welche Ausdrucksformen umfasst sie, und wie unterscheidet sie sich von anderen Kunstformen? Es werden grundlegende Fragen beantwortet und neue Perspektiven eröffnet. Zum Abschluss lädt ein Freigetränk an der Bar Mezzogiorno dazu ein, den Nachmittag in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen. (…) Nur Museumseintritt / Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung per Mail unter besucherservice@moyland.de → oder telefonisch unter +49 (0) 2824-951 060 / Bitte holen Sie Ihre Karten bis 15 Minuten vor Führungsbeginn an der Kasse ab, damit frei gewordene Plätze noch besetzt werden können.

João Maria Gusmão
Info: In the wake of 2026, Sies + Höke is pleased to present a two-fold exhibition by João Maria Gusmão, divided between the gallery’s third floor and its apartment showroom. Distilled from the alchemical and conceptual compost of the artist’s cultivated idiocy, here lies a double conundrum about the end of the world. On the third floor of the gallery, Gusmão unveils Day for Night, a suite of ultra large-format darkroom polaroids (20 × 24 in. RA4 reversal prints) that engage with the cinematic device once used by classical filmmakers to depict nighttime in broad daylight. This technique consisted of a simulated colour and density rendering produced through a combination of underexposure and colour filters in camera—a photochemical workaround enabling directors to include in their movies night scenes otherwise impossible to shoot. (…) Following Day for Night comes Clownwork and a Pale Horse, a 16 mm film program featuring two new films by the artist alongside a selection of recent work. The mood changes as the medium turns animated. True to its formula—no formula—each film summons its own distinct cinematic experiment. Together, they compose a broad overview of the artist’s experimental thought, practice, and aesthetic: analogue means sublimated by analogue concepts; sympathetic magic verges on oracular materialism; augury; spell and counter-spell; metonymies to ponder the disquiet of our time and the thereafter. (…)

Sabrina Fritsch, Fischli/Weiss, Katja Davar, Attila Csörgö, Studierende Design Interaktiver Medien BUW (Prof. Kristian Wolf), Studierende Architektur BUW (Prof. Holger Hoffmann), Theo Jansen, Thomas Rentmeister u.a.
Info: Die Kunsthalle Barmen befindet sich seit 2024 in einer Phase der Neuausrichtung. Mit der Übernahme durch die Fakultät für Design und Kunst der Bergischen Universität Wuppertal entsteht ein Ort, an dem Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft aufeinandertreffen. Im Rahmen des universitären Transferprojekts wird die Kunsthalle zu einer Wuppertaler Wunderkammer, in der interdisziplinäre Zusammenarbeit zum zentralen Prinzip wird. Vor diesem Hintergrund führt die Ausstellung effort + flow – Mathematik und Kunst im Austausch diesen Ansatz konsequent fort. Sie entsteht in Kooperation mit dem DFG-geförderten Sonderforschungsbereich Port-Hamiltonian Systems, der an der Schnittstelle von Mathematik, Ingenieurwesen und Physik grundlegende Modelle für Energieflüsse und dynamische Wechselwirkungen erforscht. Erstmals werden diese theoretischen Konzepte in Beziehung zu künstlerischen Arbeiten gesetzt und zugleich als Impulse für gestalterische und künstlerische Forschung genutzt. Im Zentrum stehen Werke, die Prinzipien mathematischer Modellbildung reflektieren: Energie, die in Objekten und Umwelten zirkuliert; Kräfte, die sich koppeln und rückkoppeln; Felder, die sich organisieren, schwingen oder Gleichgewichte suchen; Schnittstellen, an denen Systeme aufeinandertreffen. (…)

Laura Aberham, Isabelle Borges, Lars Breuer, Julia Bünnagel, Astrid Busch, Ann-Kristin Hamm, Sophie Heinrich, Alfonso Hüppi, Simone Lucas, Sabine Meier, Taiyoh Mori, Ulrike Möschel, Kazuki Nakahara, Philipp Naujoks, Steven Pippin, Berthold Reiß, Sophia Schama, Nora Schattauer, Helmut Schweizer, Markus Vater, Matthias Wollgast
Info: Anlässlich unseres Jubiläums laden wir Sie herzlich zu unserer eintägigen Jubiläumsausstellung ein. Alle Künstler*innen der Galerie zeigen jeweils zwei bis drei Werke. Zusätzlich ist eine Installation von Ulrike Möschel zu sehen, die sich auf eine Präsentation bezieht, die sie vor 20 Jahren kurz vor der Galerieröffnung in den ersten Räumen in der Orangeriestraße 6 zeigte. Im Showroom läuft eine Videoarbeit von Markus Vater. Um 19 Uhr präsentieren Kazuki Nakahara und Ayaka Azechi eine Performance mit Tanz und Zeichnung. Darauf folgt eine Soundperformance von Julia Bünnagel. Im Anschluss an die Performances feiern wir gemeinsam weiter – mit Musik, Snacks und Getränken. Wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch! (…) Programm: 19 Uhr: Performance von Kazuki Nakahara & Ayaka Azechi / Soundperformance von Julia Bünnagel / im Anschluss Musik, Snacks und Getränke.
