ArtJunk
No. 48—2022

Alina Fuchte, Vera Pues, Aurel Dahlgrün, MUZU, Thomas Huy  & Marlon Red, Angelina Kalke, Birgit Mühlram, Inner Circle, Maximilian Kisters, Bloodflowers, Harez Latif B2B Marvin Richter u.a.

Info: Zum 16. Mal findet das über die Grenzen Düsseldorfs bekannt gewordene Event rund um Kunst und Musik im Kunstpalast statt. Dieses Mal steigt nach langer Coronapause auch endlich wieder die legendäre Party! Der Kunstpalast übergibt die Regie an Studierende der Heinrich-Heine-Universität, des Instituts für Kunstgeschichte. Gemeinsam haben die Student*innen für die Veranstaltung am 10. Dezember 2022 das Programm entwickelt. Neben den beiden Ausstellungen Christo und Jeanne Claude sowie Evelyn Richter wird mit Wonderwalls. Arts and Toys wieder auch einmal eine Ausstellung des NRW-Forums als Teil der Veranstaltung seine Türen öffnen. Das Besondere: Während Sparda’s JUNGE NACHT, sind in den Ausstellungen studentische Kunstvermittler*innen unterwegs, die zu den Werken befragt werden können. In lockerer Atmosphäre kann man sich bis in die Nacht über Kunst austauschen. Der Abend bietet darüber hinaus vielfältige Beiträge von aufstrebenden Nachwuchskünstler*innen aus der regionalen Szene: Musik, Poetry, Musiktheater und Tanz. Kosten 5 € / zum vollständigen Programm →

Kunstpalast Spardas Junge Nacht ArtJunk

Claus Richter (Künstler)

Info: Der Kölner Künstler Claus Richter liebt Weihnachten. Nicht das reale Weihnachten voller Stress, Einkaufshysterie und Familienstreit, sondern das in so vielen Geschichten, Filmen und Werbungen erzählte magische Weihnachten voller Lichterglanz, Wunder und Verzauberung. Seit vielen Jahren recherchiert Richter über die Geschichte des Festes und referiert regelmäßig über all die erfundenen Bilder die unsere Idee eines idealen Weihnachtens bilden. Vor einiger Zeit begann der Künstler, selber kleine Weihnachtsrevuen zu inszenieren, die seitdem in der Vorweihnachtszeit an verschiedenen Orten wie dem Kölnischen Kunstverein und dem Friedricianum in Kassel zu sehen waren. Dieses Jahr gastiert Claus Richter mit seiner neuesten Aufführung im Schloss Moyland. Er wird eine knapp einstündige Aufführung darbieten, in der sich Puppenspiele, weihnachtliche Geschichten am Kamin, gespielte Scherze, Besinnliches und auch Albernes zu einer ganz eigenen Weihnachtserzählung verbinden werden. Kosten 7,50 € (Eintritt Weihnachtsmarkt) / Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt.

Museum Schloss Moyland Claus Richter ArtJunk

Klaas Kuitenbrouwer & Wietske Nutma (Het Nieuwe Instituut, Rotterdam), Marianne Ramsay-Sonneck & Georg Reinhardt (Club Real), Paula Erstmann (Künstlerin)

Info: Einen ganzen Tag lang erforscht die Temporary Gallery verschiedene Zugänge zu den Rechten der Natur an sich selbst und der politischen Teilhabe von mehr-als-menschlichen Lebewesen. 11–13 Uhr: Workshop Zoöp Teil I. Mapping the site – Welche Lebewesen bewohnen den Ort? / 13–14 Uhr: Mittagessen von & mit Paula Erstmann / 14–17:30 Uhr: Workshop Zoöp Teil II. Diskussion und Rollenspiel – wie lassen sich die Interessen aller Entitäten institutionell berücksichtigen? / 17:30–18 Uhr: Kaffeepause / 18–19 Uhr: Lecture Performance Club Real Jenseits der Natur – Ökosysteme als Organismendemokratien / 19–20 Uhr: Input Rechte der Natur: Input aus juristischer Perspektive / Abschlussdiskussion mit Klaas Kuitenbrouwer, Wietske Nutma & Club Real / ab 20 Uhr: Dinner und Drinks von & mit Paula Erstmann / die Veranstaltungen können einzeln besucht werden / alternierend auf Englisch und Deutsch / Anmeldung für den Workshop bis zum 8. Dezember 2022 (bitte Lebensmittelallergien angeben) unter ns@temporarygallery.org →

Temporary Gallery Workshop Rechte von Ökosystemen ArtJunk

KONSORTIUM

Info: Das Künstlerkollektiv KONSORTIUM lädt zur Performance Dem Ende der modernen Kunst in den Zwirnersaal des Schlosses ein. Für die Performance hat KONSORTIUM eine fiktive Reinszenierung eines beuysschen Happenings entwickelt: In einem Transformationsprozess werden Schokoladenhasen eingeschmolzen und in eine neue Form gegossen. Die neu entstandene Arbeit vervollständigt anschließend die bestehende Installation. Im Anschluss an die Performance findet eine Kuratorenführung mit Dr. Alexander Grönert durch die Sammlungspräsentation zu Joseph Beuys statt. Nur Museumseintritt.

Museum Schloss Moyland KONSORTIUM ArtJunk

Alina Fuchte, Vera Pues, Aurel Dahlgrün, MUZU, Thomas Huy  & Marlon Red, Angelina Kalke, Birgit Mühlram, Inner Circle, Maximilian Kisters, Bloodflowers, Harez Latif B2B Marvin Richter u.a.

Info: Zum 16. Mal findet das über die Grenzen Düsseldorfs bekannt gewordene Event rund um Kunst und Musik im Kunstpalast statt. Dieses Mal steigt nach langer Coronapause auch endlich wieder die legendäre Party! Der Kunstpalast übergibt die Regie an Studierende der Heinrich-Heine-Universität, des Instituts für Kunstgeschichte. Gemeinsam haben die Student*innen für die Veranstaltung am 10. Dezember 2022 das Programm entwickelt. Neben den beiden Ausstellungen Christo und Jeanne Claude sowie Evelyn Richter wird mit Wonderwalls. Arts and Toys wieder auch einmal eine Ausstellung des NRW-Forums als Teil der Veranstaltung seine Türen öffnen. Das Besondere: Während Sparda’s JUNGE NACHT, sind in den Ausstellungen studentische Kunstvermittler*innen unterwegs, die zu den Werken befragt werden können. In lockerer Atmosphäre kann man sich bis in die Nacht über Kunst austauschen. Der Abend bietet darüber hinaus vielfältige Beiträge von aufstrebenden Nachwuchskünstler*innen aus der regionalen Szene: Musik, Poetry, Musiktheater und Tanz. Kosten 5 € / zum vollständigen Programm →

Kunstpalast Spardas Junge Nacht ArtJunk

Heads & Voices: Judith Evers (Gesprochene Worte), Ilona Ottenbreit (Malerei), Eva Freitag (Cello), Florian Tippe (Sound) – Benefizveranstaltung für Frauen in Afghanistan mit Suraya Pakzad (Aktivistin)

Info: Anlässlich des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2022 zeigt das Künster*innenkollektiv Heads & Voices am 23. November mit The Voice of Women eine experimentelle Performance aus Sprache, Malerei, Cello und elektronischem Sound. Diese vier Ebenen interagieren direkt und intuitiv miteinander und lassen einen magischen Raum entstehen, der das Publikum zu eigenen Gedanken und Bildern anregt. Portraitiert werden fünf Frauen aus unterschiedlichen Ländern und Zusammenhängen, die so mutig sind, ihr Leben für Gleichberechtigung, Respekt und Freiheit einzusetzen. Es sind die Gesichter von Malala Yousafzai, Rebecca Lolosoli, Olga Karach, Masih Alinejad und als letztes das Portrait von Suraya Pakzad. Einige dieser Frauen schaffen in ihren Ländern Zufluchtsorte für Frauen, die vor sexuellem Missbrauch fliehen. Sie alle unterstützen Frauen, die Gewalt ausgesetzt sind und kämpfen gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit. Einleitend wird Frau Pakzad, bekannte Aktivistin für Frauenrechte in Afghanistan, die kurz nach der Machtübernahme der Taliban 2021 nach Deutschland geflohen ist, über die dramatische Situation der Frauen in Afghanistan im live Stream sprechen.

Kunstmuseum Bonn Heads and Voices ArtJunk

Agata Milizia (Konzept, Bühne, Kostüm), I. G. Braga (Texte), Marion Sherwood (Darstellerin), Alicia Echandía (Bühnenmalereien)

Info: Lazybones ist ein Projekt von Agata Milizia, das im Jahr 2022 entwickelt wurde. Die Performance basiert auf kurzen Texten und Gedichten, die sie zwischen 2018 und 2021 unter dem Pseudonym I. G. Braga geschrieben hat. In den Tagen nach der Lecture-Performance, vom 9. bis zum 11. Dezember, werden die Installation und das Buch zu sehen sein. Im Rahmen der Projektreihe zu Gast – guest performance / Eröffnung mit Lecture-Performance.

NKR Neuer Kunstraum Agata Milizia ArtJunk

Kathrin Dröppelmann, Ada Kopaz, Mayuko Kudo, Pedro Ramirez, Tama Ruß, Hye Young Sin

Info: Schade lässt sich ja nicht mehr steigern. Wir könnten »sehr schade« sagen, so wie wir »sehr schön« sagen könnten, aber während wir auch »schöner« sagen können, können wir das mit »schade« nicht. Schade ist als Begriff schon ein Endpunkt, ihm fehlt nichts mehr zur Vollendung, wir müssen ihm nichts hinzufügen, ihn ergänzen. Er definiert auch, glaube ich, nichts, er kommentiert nur. Schade Marmelade. Ich sehe. Das Gesehene entmutigt mich. Hat Kunst Angst und steht daneben? Marmelade konserviert. – Ein tragischer Loop. Im Rahmen der Projektreihe zu Gast – guest performance / Eröffnung mit Sound Performances von Hye Young Sin (solo) und Pedro Ramirez (solo).

NKR Neuer Kunstraum Schade Marmelade ArtJunk

Planeta – kuratiert von Ania Kołyszko

Info: Mouches Volantes ist sehr erfreut, Planetas erste Einzelausstellung in Deutschland mit dem Titel Dark Eros Orchestra zu präsentieren. Die ukrainische Künstlerin hat eine interaktive, raumgreifende, interaktive (Klang-)Installation geschaffen, die aus eigens für den Ausstellungsort entwickelten Skulpturen besteht. Die Bewegung der Ausstellungsstücke, die durch die Interaktion der Gäste mit den Objekten entsteht, bringt Klänge und damit eine akustische Kooperation von Subjekten und Objekten hervor. Die Künstlerin Planeta verfolgt einen transmedialen Ansatz, der sich aus performativen, installativen, theatralen, akustischen und anderen sensuellen Elementen zusammensetzt. Ihre künstlerische Praxis basiert auf der Behauptung einer symbiotischen Verbindung zwischen allen terrestrischen und außerterrestrischen Dingen. Diese Theorie verflechtet sie mit Praktiken der queeren Erotik sowie des Schamanismus. Planeta lebt und arbeitet zwischen Kyiv und Warschau. Am Eröffnungsabend wird die Präsentation außerdem von der Performerin und Musikerin Antonina Nowacka aus Warschau begleitet, die das Publikum auf informell-magische Weise in die Ausstellung einführt, indem sie zeigt, wie die Exponate aktiviert werden können.

Mouches Volantes Planeta ArtJunk

Angharad Williams (Künstlerin) – in Kollaboration mit Richard Sides (Künstler)

Info: Anlässlich ihrer Einzelausstellung im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf zeigt Angharad Williams an zwei Tagen ihre neue Performance Eraser, die sie in Zusammenarbeit mit Richard Sides entwickelt. Ausgangspunkt für das Skript bildet der gleichnamige Prosatext, der im Rahmen der Ausstellung publiziert wird. Darin durchläuft die Protagonistin verschiedene Transformationsprozesse, in der psychische und physische Übertragungen mit elementaren Kräften stattfinden – unter anderem mit einer Forelle und einer Elster – welche die Vorstellung eines stabilen Selbst unterlaufen. Der Wunsch, sich diesen Kräften hinzugeben, lässt hier Sinnlichkeit in eine dysfunktionale Perversion umschlagen, welche die Mechanismen von Macht, Unterwerfung und Hierarchie sichtbar werden lassen, die dem menschlichen Blick auf die Welt eingeschrieben sind. Die Art und Weise, wie der Kapitalismus Subjekt-Objekt-Beziehungen vor allem über Besitztum definiert, schränkt unsere Fähigkeit ein, andere Formen zwischenmenschlicher und speziesübergreifender Begegnungen zu imaginieren. (…) Die Performance wird in englischer Sprache stattfinden.

Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen Düsseldorf Angharad Williams ArtJunk