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No. 26—2026

Ludwig Forum für Internationale Kunst

Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen ArtJunk

Jülicher Str. 97–109
52070 Aachen

Di–So: 10–17 Uhr
Do: 10–20 Uhr (außer an Feiertagen)

T +49 (0) 241-180 71 04

F +49 (0) 241-180 71 01

E

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Exhibitions

Zeitbild, Provokation, Kunst: Peter Ludwig zum 100. Geburtstag

Carlos Alberto Rodríguez Cárdenas, Zlatka Dabova, Donna Dennis, Juris Dimiters, Li Fan, Sighard Gille, Ralph Ladell Goings, Zhang Guilin, Li Hongren, Jörg Immendorff, Roy Lichtenstein, Kim MacConnel, Wolfgang Mattheuer, A. R. Penck, Viktor Pivovarov, Sandra Ramos, Lazaro Saavedra, Eduard Štejnberg, Stoimen Stoilov, José Toirac, Andy Warhol, Wladimir Grigorjewitsch Weisberg, Nina Ivanova Žilinskaja – kuratiert von Sonja Benzner & Mailin Haberland

Info: Am 9. Juli 2025 jährt sich der Geburtstag des Unternehmers, Kunstsammlers und Mäzen Peter Ludwig zum hundertsten Mal. Gemeinsam mit seiner Frau Irene Ludwig (geb. Monheim, 1927–2010) hat er von Aachen aus eine der bedeutendsten Kunstsammlungen weltweit aufgebaut. Peter Ludwig (1925–1996) war einer der einflussreichsten Kunstsammler der Welt. Der gebürtige Koblenzer, der Vater Jurist, die Mutter stammte aus der Industriellenfamilie Klöckner, studierte ab 1946 Kunstgeschichte, Archäologie sowie Vor- und Frühgeschichte in Mainz. Dort lernte er Irene Monheim (1927–2010), die Tochter des gleichnamigen Aachener Schokoladenfabrikanten kennen, die dieselben Fächer studierte. Die beiden verband eine große Liebe zur Kunst und ein profundes Wissen um die Kunstgeschichte und die Entwicklung der Kunst bis zur Gegenwart. Prägend war für Peter Ludwig die Begegnung mit dem Werk von Pablo Picasso, über dessen Menschenbild er 1950 promovierte. Nach der Heirat 1951 trat er 1952 in die Geschäftsführung des Unternehmens der Familie Monheim in Aachen ein. Das Leben des Ehepaares entspann sich von da an zwischen zwei Polen: Kunst und Kakao. (…)

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Body Matters. Körperlichkeit in der Videokunst der 1970er Jahre

Marina Abramović & Ulay, John Baldessari, Ron Hays, Joan Jonas, Hakudō Kobayashi, Robert Morris, Bruce Nauman, Jacques-Louis Nyst, Ulrike Rosenbach

Info: Ende der 1960er Jahre wurden Video und Film zu gängigen ästhetischen Ausdrucksformen der zeitgenössischen Kunst. Das Videoarchiv des Ludwig Forums umfasst rund 200 Arbeiten aus der künstlerisch bedeutsamen Phase der 1960er und 1970er Jahre. Viele davon sind substanziell für die Geschichte des künstlerischen Bewegtbildes. Die Videokunst der 1970er Jahre war eine Pionierphase, geprägt von der Verfügbarkeit tragbarer Video- und Filmkameras. Sie nutzte das Medium, um sich von etablierten Kunstformen und dem Fernsehen abzugrenzen. Zentrale Themen waren Körperlichkeit, Identität, feministische Kritik, die Reflexion des Mediums selbst sowie soziokulturelle Analysen. Zu ihren ästhetischen Mitteln zählen Spiegelungen, Lichtbrechungen, technische Manipulationen sowie spielerische Momente, Ironie und Humor. (…)

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Wenn ein Bild uns trifft. Fotografien aus der Sammlung

Herbert Albert, Wolfgang von Contzen, Peter Helm, Heiner Ix, Irmel Kamp, Hans-Martin Küsters, Hans Laven, Daniel Poensgen, Wilhelm Schürmann

Info: Was bedeutet es, von einem Bild getroffen zu werden? Eine physische Begegnung, eine emotionale Berührung? Vielleicht auch eine durchdringende Erkenntnis oder Verletzung, oft plötzlich und unerwartet. Und berühren Fotografien uns anders als andere Kunstwerke? Anhand dieser Fragen setzt die Ausstellung im Grafischen Kabinett des Ludwig Forum zu einer kleinen Fingerübung in Sachen Fotografiebetrachtung an. Die Auswahl aus dem Sammlungsbestand folgt dabei nicht nur thematischen Linien auf der Grenze zwischen Dokumentation und künstlerischem Anspruch, sondern auch der Freude am Wiederentdecken von Werken, die aufgrund ihrer hohen Lichtempfindlichkeit lange im Depot verborgen lagen und deren besondere Kraft sich erst bei der genauen Betrachtung in intimer Zweisamkeit vollständig entfaltet.

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Earth, Moon, Sun

Nam June Paik

Info: Die dreiteilige Multimonitorinstallation Earth, Moon, Sun (1990) des Videokünstlers Nam June Paik (1932–2006) zählt zu den zentralen Werken der Aachener Bestände der Sammlung von Peter und Irene Ludwig. Eindrücklich demonstriert sie, wie Paik, der von 1958 bis 1963 im Rheinland lebte, den Einsatz neuer Technologien als Kunstform in seinem Werk vorantrieb. Zugleich spiegelt sie sein großes Interesse für den Weltraum, das Planetensystem, sowie die Raumfahrt, das sein gesamtes Schaffen durchzog. 1991 von Peter Ludwig als erstes Werk des Künstlers in seiner Sammlung von der Düsseldorfer Galerie Hans Mayer erworben, hatte es seit der Museumseröffnung lange Zeit einen prominenten Platz im Lichtturm des Ludwig Forum inne.

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Centaur – Mensch und Pferd. Eine Filminstallation

Yalda Afsah, Marianne Halter & Mario Marchisella

Info: Während diesen Sommer mit der Reit-WM in Aachen der Pferdesport gefeiert wird, präsentiert das Ludwig Forum eine thematisch korrespondierende Filminstallation. Unter dem Titel Centaur (dt. Kentaur / Zentaur), ein Mischwesen der griechischen Mythologie aus Pferd und Mensch, werden zwei Kurzfilme auf einer großen Projektionsfläche in der zentralen Ausstellungshalle des Museums gezeigt, die auf sehr unterschiedliche Art und Weise um das Thema Mensch und Pferd kreisen. Titelgebend ist der gleichnamige Film Centaur (2020) der deutsch-iranischen Künstlerin und Filmemacherin Yalda Afsah (*1983), die sich eindringlich mit den komplexen Strukturen von Mensch-Tier-Beziehungen beschäftigt. Zwischen Fürsorge und Kontrolle, Identifikation und Manipulation gibt der Film intensive, dokumentarische Einblicke in den Mikrokosmos der Pferdedressur. (…) Auf humorvoll-poetische Weise nähern sich das Schweizer Künstlerduo Marianne Halter (*1970) und Mario Marchisella (*1972) dem Thema in Pferde über Wiese (2014). Der Kurzfilm zeigt einen halsbrecherischen Ritt auf einem Fahrrad: Ein Mann in schwarzem Anzug fährt einen Hügel hinunter, begleitet von Hufgetrappel und Pferdewiehern, die aus einer ans Rad gebundenen Lautsprecherbox ertönen.

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The Emergence of Sound

Christina Kubisch

Info: Mit The Emergence of Sound präsentiert das Ludwig Forum Aachen eine umfassende Überblicksausstellung der Klangkünstlerin und Komponistin Christina Kubisch (*1948 in Bremen, lebt und arbeitet in Berlin). Seit über fünf Jahrzehnten arbeitet Kubisch entlang der Grenzbereiche von Komposition, Installation und Performance bis hin zu intermedialen Videosituationen. In ihren künstlerischen Erforschungen sind Klang und Geräusch nicht lediglich Produkte physikalischer Prozesse oder rein musikalisches Material. Vielmehr versteht Kubisch sie als kulturelle und natürliche Triebkräfte, mit welchen sie weit gespannte relationale Felder um ästhetische, raumbezogene, technische, naturwissenschaftliche, infrastrukturelle und gesellschaftliche Themen bearbeitet.

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Social Mapping 2026

Ein bundesweites Projekt von Oscar Murillo

Info: Anlässlich der aktuellen Ausstellung Kollektive Osmose von Oscar Murillo im DAS MINSK in Potsdam (14. März – 9. August 2026) laden wir Sie herzlich in das Ludwig Forum zu einer kollektiven Zeichensession ein, deren Ergebnis Teil eines gemeinschaftlichen Kunstwerks wird. Unter dem Titel Social Mapping initiiert Murillo diese Sessions seit 2024 als Hommage an den Gemeinschaftsgeist, der durch das Zeichnen und Markieren zum Ausdruck kommt. Während der Ausstellungslaufzeit in Potsdam findet das Projekt bundesweit in unterschiedlichen statt. Teilnehmer*innen können frei auf einer unbeschriebenen Leinwand mit Füllern, Bleistiften, Wachsmalstiften und Kugelschreibern zeichnen und kritzeln. Am Ende der Session werden die Leinwände an DAS MINSK in Potsdam geschickt, wo sie mit Material aus der ganzen Welt zusammengeführt werden. Im Ludwig Forum findet das Projekt vom 23.–28. Juni 2026 statt. Teilnehmer*innen jeden Alters sind herzlich willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos, Leinwand und Zeichenmaterialien werden zur Verfügung gestellt.

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17. Kinder-Förderpreis KUNST: In bester Gesellschaft … mit Ebersbach, Graves, Gronemeyer, Jesdinsky, Koons und Richter

Kinder der Aachener-Modell-Kurse, Hartwig Ebersbach, Nancy Graves, Ellen Gronemeyer, Bertram Jesdinsky, Jeff Koons, Gerhard Richter

Info: Mehr als 200 Kinder aus der Stadt und StädteRegion Aachen haben in den letzten Monaten mit unterschiedlichen Materialien experimentiert, Ideen gesammelt, gemalt und gestaltet. All das, was zum Thema In bester Gesellschaft … mit Ebersbach, Graves, Gronemeyer, Jesdinsky, Koons und Richter in den Grundschulkursen des Aachener Modells entstanden ist, präsentiert sich in einer vielseitigen Ausstellung. Zusammen mit sechs ausgewählten Sammlungsexponaten bilden die Kunstwerke der Kinder einen eigenen, fantasievollen Kosmos, der über die ganzen Sommerferien hinweg im Ludwig Forum zu sehen sein wird. Denn die Kunstwerke der Sammlung möchten etwas Neues erleben, einmal anders betrachtet werden und eine Umgebung finden, in der sie noch nie zuvor gezeigt wurden!

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Events

17. Kinder-Förderpreis KUNST: In bester Gesellschaft … mit Ebersbach, Graves, Gronemeyer, Jesdinsky, Koons und Richter

So. — 28. Juni 2026 12:00 Uhr

Kinder der Aachener-Modell-Kurse, Hartwig Ebersbach, Nancy Graves, Ellen Gronemeyer, Bertram Jesdinsky, Jeff Koons, Gerhard Richter

Info: Mehr als 200 Kinder aus der Stadt und StädteRegion Aachen haben in den letzten Monaten mit unterschiedlichen Materialien experimentiert, Ideen gesammelt, gemalt und gestaltet. All das, was zum Thema In bester Gesellschaft … mit Ebersbach, Graves, Gronemeyer, Jesdinsky, Koons und Richter in den Grundschulkursen des Aachener Modells entstanden ist, präsentiert sich in einer vielseitigen Ausstellung. Zusammen mit sechs ausgewählten Sammlungsexponaten bilden die Kunstwerke der Kinder einen eigenen, fantasievollen Kosmos, der über die ganzen Sommerferien hinweg im Ludwig Forum zu sehen sein wird. Denn die Kunstwerke der Sammlung möchten etwas Neues erleben, einmal anders betrachtet werden und eine Umgebung finden, in der sie noch nie zuvor gezeigt wurden! (…) Begrüßung durch Heinrich Brötz (Dezernent für Bildung und Kultur, Schule, Jugend der Stadt Aachen) und Rebekka Seubert (Direktorin, Ludwig Forum Aachen) / Preisverleihung durch Tanja Wansel (Stiftungsmanagerin, Bürgerstiftung der Sparkasse Aachen) / Wir freuen uns auf ein buntes Fest mit Programm, Eis und einer Kunstaktion – und das alles in bester Gesellschaft!

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Kuratorinnenführung: Christina Kubisch. The Emergence of Sound

Do. — 2. Juli 2026 18:00 Uhr

Miriam Schmidt (Kuratorin, Ludwig Forum Aachen)

Info: Miriam Schmidt führt durch die von ihr kuratierte Ausstellung The Emergence of Sound von Klangkünstlerin und Komponistin Christina Kubisch (*1948 in Bremen). The Emergence of Sound (dt. Das Werden des Klangs) ist zugleich Titel und Leitmotiv dieser Überblicksausstellung. Sie präsentiert Klang als Phänomen, das sich in der Anordnung von Körper, Material, Signal und Bewegung immer neu bildet und in ihrem Zusammenspiel erfahrbar wird. Klang ist dabei immer auch Handlung: Er vergegenwärtigt sich in einem flexiblen sensorischen Prozess, der die hier gezeigten Arbeiten miteinander verbindet. The Emergence of Sound vereint ausgewählte Werke von 1975 bis 2026 und gibt einen umfangreichen Einblick in die Pionierarbeit der Künstlerin im Feld der Klangkunst. Der Schwerpunkt liegt dabei auf frühen Performances, elektromagnetischen Forschungen und ihrem partizipativen Arbeitsansatz. (…) Keine Anmeldung erforderlich / Treffpunkt: Museumskasse / Kosten 3 € zzgl. Museumseintritt.

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Offener Kunstdialog P2P

Sa. — 18. Juli 2026 14:00—16:00 Uhr

Mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen für Jugendliche und junge Erwachsene

Info: Im Offenen Kunstdialog P2P geht es um einen lockeren Austausch: gemeinsames Hinsehen, spontane Gedanken, unterschiedliche Perspektiven. Jede und jeder ist dazu eingeladen, sich in der Ausstellung Christina Kubisch. The Emergence of Sound zu bewegen und zu schauen, welche Kunstwerke nachhallen. (…) Treffpunkt: Museumskasse / Anmeldung unter museumsdienst@mail.aachen.de →

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Offener Kunstdialog P2P

Sa. — 19. September 2026 14:00—16:00 Uhr

Mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen für Jugendliche und junge Erwachsene

Info: Im Offenen Kunstdialog P2P geht es um einen lockeren Austausch: gemeinsames Hinsehen, spontane Gedanken, unterschiedliche Perspektiven. Jede und jeder ist dazu eingeladen, sich in der Ausstellung Christina Kubisch. The Emergence of Sound zu bewegen und zu schauen, welche Kunstwerke nachhallen. (…) Treffpunkt: Museumskasse / Anmeldung unter museumsdienst@mail.aachen.de →

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