ArtJunk
No. 18—2026

Paula Erstmann (Künstlerin), Jennifer Cierlitza (Kuratorin, Kunstverein Siegen)

Info: Kulinarische Intervention von Paula Erstmann und Kuratorinnenführung mit Jennifer Cierlitza im Rahmen der aktuellen Ausstellung  _ _ _STADT. Paula Erstmann arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Kulinarik und sozialer Praxis. In ihren Performances und partizipativen Formaten nutzt sie Lebensmittel als künstlerisches Material, um soziale, kulturelle und ökologische Zusammenhänge sinnlich erfahrbar zu machen.
Im Zentrum steht das gemeinsame Essen als ästhetische und gesellschaftliche Handlung – als Raum für Begegnung, Austausch und Fürsorge. Durch kollektive Kochsituationen und ortsspezifische Arbeiten verbindet Erstmann Alltag und Kunst und untersucht, wie über Geschmack, Geruch und Rituale Erinnerungen und Gemeinschaft entstehen. Ort: ehem. Karstadt-Gebäude, 2. UG, Kölner Str. 1, 57072 Siegen / Eingang: Dicker Turm.

Kunstverein Siegen Stadt ArtJunk

Matthias Schaufler

Info: In the latest batch of paintings exhibited with JUBG in Brussels – on view from April 24, 2026 – Schaufler reveals the bedside table drawer where he keeps the keys to his memoirs. The works on display, in total seven oils on canvas and a drawing, contain previously unseen, and slightly disguised references to the artist‘s life, to the studies he carried over the past forty years, which gradually condensed into a corpus of surprising quality and unmistakable style. Among the medium-format works present in the exhibition, some have interacted with others rhythmically, since the compositional phases, providing sparks and flashes within the group. The lime green tights in Ludwig (2026) trace the lines of a decadent eroticism that has existed in Schaufler‘s painting since 2006 – formally linked to his investigations on the figura, which still don’t seem to have reached the end of the day. An overflowing breast and the arched eyebrows in Louise with Rosie (2026) evoke and conceal references to the utter gracefulness of the nieces of Jules Mazarine – and to the anti-Sadian imagery that affects them, since they were the most fortunate and free-spirited girls of eighteenth-century Europe. Aristocratic and triumphant heroines, to this date exiled from the short-sighted legacy of feminist narratives. (…) – Francesca Lacatena. (…) Opening with long form musical interventions feat. Peter Hammill by Luke Calzonetti / Location: Av. Charles Quint 293, 1083 Brussels, Belgium.

JUBG Matthias Schaufler ArtJunk

SpätiSpäti

Info: Der Kunstverein Siegen öffnet mit _ _ _STADT einen Ort, der so nie als Kunstraum gedacht war: das leerstehende Karstadt-Gebäude. Wo einst Käufer*innen und Waren über Rolltreppen wanderten, Schaufenster verführten und Konsum den Takt vorgab, entsteht nun temporär ein Raum für eine künstlerische und architektonische Auseinandersetzung: Ein ehemaliges Kaufhaus – in Siegen wie in vielen anderen Städten zum Sinnbild des innerstädtischen Strukturwandels geworden – wird zum Experimentierfeld. (…) Ort: ehem. Karstadt-Gebäude, 2. UG, Kölner Str. 1, 57072 Siegen / Eingang: Dicker Turm.

Kunstverein Siegen Stadt ArtJunk

Programmauftakt 2026

Info: Dort, wo das erlernte Vokabular an seine Grenzen stößt, wo es zerbröselt und sich seine Unübersetzbarkeit wie Uneindeutigkeit eingestehen muss, setzt The Puzzle’s Pulled Apart an. Das einjährige Forschungs-, Ausstellungs- und Diskursprogramm widmet sich den Ambivalenzen von Sprache. Denn als Instrument des Ausschlusses und der Unterdrückung kann Sprache gleichwohl neue Weisen hervorbringen, die Welt zu bewohnen, zu übersetzen und auszudrücken. (…) Herzliche Einladung zur Auftaktveranstaltung des neuen Jahresprogramms The Puzzle’s Pulled Apart mit einer Begrüßung von Tobias Viehoff (Vorsitzender des Vorstands) und einem Grußwort von Angela Stähler (Bürgermeisterin der Stadt Münster), gefolgt von einer inhaltlichen Einführung zum Jahreskonzept sowie den geplanten Ausstellungsprojekten von Theresa Roessler (Direktorin und Kuratorin) und Vivien Kämpf (Assistenzkuratorin). Es finden zwei Performances von Sanna Helena Berger und Adrienne Herr im Rahmen der neuen Reihe Écris-toi!, schreib dich! und eine kulinarische Intervention der Künstlerinnen Paula Erstmann und Jasmine Parsley statt.

Westfälischer Kunstverein The Puzzles Pulled Apart ArtJunk

HSD – Hochschule Düsseldorf, Yasmin Ashegh Toosi (Schülerin), Lina Brittner (Studentin), Regina Herdt (Kunstvermittlerin), Dominik Bönisch (wiss. Mitarbeiter, HSD), Marie Donike (Künstlerin), Johannes Specks (Künstler), Holger Otten (Kurator, Ludwig Forum Aachen)

Info: Am Sonntag, 11. Januar 2026, lädt das Ludwig Forum Aachen zur ersten großen Veranstaltung anlässlich der aktuellen Ausstellung Shu Lea Cheang. KI$$ KI$$ ein: Der Aktionstag Fast Forward – Willkommen im Jahr 2030 bietet ein umfangreiches Programm, das ausgehend von den einzelnen Arbeiten der Ausstellung entwickelt wurde. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können in Workshops eigene Zukunftsvisionen entwickeln, digitale Foto-Stories erstellen, über den Umgang mit künstlicher Intelligenz diskutieren oder an einer Kuratorenführung teilnehmen. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. Programm: 11–16 Uhr: Spekulative Zukunft – Mixed Reality and Visualization (MIREVI), Hochschule Düsseldorf / 11–13 Uhr: Offener Kunstdialog P2P mit Yasmin Ashegh Toosi (Schülerin) und Lina Brittner (Studentin) / 12–14 Uhr: Workshop für Jugendliche – Fast Forward – Foto-Stories mit iPads und Smartphones mit Regina Herdt (Kunstvermittlerin) / 13–14 Uhr: KI-Slop – mit Dominik Bönisch (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Hochschule Düsseldorf) / 14–16 Uhr: Kulinarische Intervention mit Marie Donike (Künstlerin) und Johannes Specks (Künstler) / 15–16 Uhr: Kuratorenführung mit Holger Otten.

Ludwig Forum Aachen Shu Lea Cheang ArtJunk

Im Rahmen der aktuellen Ausstellung Rosa Aiello. A Good Reputation

Info: guesting ist eine neue Veranstaltungsreihe am Westfälischen Kunstverein, die im März 2025 von Mannan Atasoy, Berfîn Arslan und Alma Mariama Camera initiiert wurde. Ausgehend von den im Kunstverein präsentierten künstlerischen Positionen entwickeln Mannan, Berfîn und Alma künstlerische Interventionen, die die Ausstellungen vermitteln, befragen und neu kontextualisieren. guesting setzt sich dabei über mehrere Termine hinweg mit dem Konzept des Gastseins sowie dem Verhältnis zwischen Gastgeber*in und Gast innerhalb institutioneller Strukturen auseinander. Dabei steht der Austausch von Gedanken und Erfahrungen mit Besucher*innen im Mittelpunkt.

Westfälischer Kunstverein Rosa Aiello ArtJunk

Peggy Ahwesh, Rosa Aiello & Pitt Wenninger, Yvo Cho, Olga Hohmann & Courtesy, Maria Renee Morales Garcia, Nikima Jagudajev, Erasmia Kadinopoulou, Laura Langer, Sarah Lehnerer, Becket MWN, Franziska Schmitz, Pauline Stopp, Eve Tagny, Momo Weiss, zhaoyuefan

Info: if you don’t know where you’re going, you can’t be lost präsentiert Jahresgaben von insgesamt 17 Künstler*innen: Peggy Ahwesh, Rosa Aiello & Pitt Wenninger, Yvo Cho, Olga Hohmann & Courtesy, Maria Renee Morales Garcia, Nikima Jagudajev, Erasmia Kadinopoulou, Laura Langer, Sarah Lehnerer, Becket MWN, Franziska Schmitz, Pauline Stopp, Eve Tagny, Momo Weiss, zhaoyuefan – darunter künstlerische Positionen, die im Westfälischen Kunstverein zuletzt ausstellten oder im Rahmen von Veranstaltungen agierten, aber auch jene, auf die das kuratorische Team erst kürzlich aufmerksam wurde und besser kennenlernen möchte. Ergänzt wird das Programm der Jahresgaben 2025 durch ausgewählte künstlerische Arbeiten aus dem Archiv des Westfälischen Kunstvereins. Diese Arbeiten erzählen von der langjährigen Geschichte des Vereins, seinen Künstler*innen und seiner Rolle als Ort der Förderung, Produktion, Ausstellung und Vermittlung zeitgenössischer Kunst. (…) Mit einer kulinarischen Intervention von Jasmine Parsley.

Westfälischer Kunstverein Münster zhaoyuefan ArtJunk

Lila Steinkampf (Künstlerin)

Info: Das Künstler*innenduo Jacent (Jade Fourès-Varnier, *1984 in Paris; Vincent de Hoÿm, *1984 in Narbonne) schafft großangelegte Installationen, die vom häuslichen Leben inspiriert sind, und empfängt die Besucher*innen dabei als Gäste. Seit Beginn ihrer Zusammenarbeit im Jahr 2014 steht die Verschmelzung von Kunst und Leben im Zentrum ihrer Praxis. Sie haben eine malerische Arbeitsweise entwickelt, die sich über Möbel, Wände, Böden, Lampen und weitere Oberflächen erstreckt. Mit der Ausstellung Ranch realisiert das Duo erstmals eine institutionelle Einzelausstellung in Deutschland. Die großformatigen, immersiven Installationen machen den White Cube zu einem einladenden Raum und integrieren autobiografische, ländliche sowie gesellschaftliche Bezüge. Humor und Heiterkeit verbinden sich mit einer unterschwelligen Reflexion über Arbeit, Alltag und soziale Strukturen. Auf diese Weise wird der Ausstellungsraum zu einem Ort des Aufenthalts, der durch ein umfangreiches Begleitprogramm wie Vorträge, gemeinsame Abendessen und künstlerisch-praktische Workshops belebt wird.

Kunstverein Siegen Jacent ArtJunk

Eve Tagny

Info: guesting ist eine neue Veranstaltungsreihe am Westfälischen Kunstverein, die im März 2025 von Mannan Atasoy, Berfîn Arslan und Alma Mariama Camera initiiert wurde. Ausgehend von den im Kunstverein präsentierten künstlerischen Positionen entwickeln Mannan, Berfîn und Alma künstlerische Interventionen, die die Ausstellungen vermitteln, befragen und neu kontextualisieren. guesting setzt sich dabei über mehrere Termine hinweg mit dem Konzept des Gastseins sowie dem Verhältnis zwischen Gastgeber*in und Gast innerhalb institutioneller Strukturen auseinander. Dabei steht der Austausch von Gedanken und Erfahrungen mit Besucher*innen im Mittelpunkt.

Westfälischer Kunstverein Eve Tagny ArtJunk

Judith Milz, Francisco Correia (Künstler*innen)

Info: Podiumsdiskussion Kunst im öffentlichen Raum mit künstlerischen Interventionen von Judith Milz und Francisco Correia in Kooperation mit dem IKOB – Museum für Zeitgenössische Kunst in Eupen und Art au Centre in Lüttich
in Englischer Sprache mit deutschen Zwischenübersetzungen
auf dem Hoeschplatz. (…) Very Contemporary ist ein Netzwerk zeitgenössischer Kunstinstitutionen in der Euregio Maas-Rhein. Die Partner*innen von Very Contemporary stehen über die Sprache der zeitgenössischen Kunst miteinander in Beziehung. Die Grenzregion von Belgien, den Niederlanden und Deutschland ist ihr gemeinsames Spielfeld.

Leopold Hoesch Museum Very Contemporary ArtJunk