Info: Für die Kunst-Station Sankt Peter Köln hat Alexander Steig eine ortspezifische 2-Kanal Closed-Circuit Videoinszenierung entwickelt. In Fels und/oder Stein (1x∞) fokussieren zwei Videokameras ausgewählte Bereiche innerhalb des Kirchenraumes – Rubens‘ Gemälde Kreuzigung Petri und das Mauerwerk des Gebäudes – und übertragen die jeweiligen Bildausschnitte live in den Turmraum. Ein weit geöffnetes Augenpaar blickt aus einem Kontrollmonitor auf eine weite Landschaft, die sich als Videoprojektion in einem großen Querformat auf der gegenüberliegenden Wand ausbreitet. Mit Betreten des Turmraums begeben sich die Betrachtenden mitten in diese mediale Installation und werden Teil des Kreislaufes von Betrachten und Betrachtet-werden. (…) Begrüßung durch P. Stephan Kessler SJ (Kunst-Station Sankt Peter Köln) / Einführung durch Friederike Schuler
(Mitglied, Kunstbeirat der Kunst-Station / Kuratorin der Ausstellung) / Orgelimprovisation von Michael Veltman.
Anna Schütten – eingeladen von Doris Frohnapfel
Linda Nasdalack & Hannah Senn
Info: In einer kollaborativen Arbeit erforscht das Künstlerinnenduo Linda Nasdalack und Hannah Senn ihre tiefgreifende, amorphe Verbindung durch Geh- und Atemmeditationen auf dem vulkanischen Terrain des aktiven Vesuvs. Der Vulkan und die Körper der Künstlerinnen werden dabei als lebendige, miteinander räsonierende Entitäten verstanden, die kontinuierlich Energie in ihren jeweils eigenen Rhythmen freisetzen. Die Spannung zwischen Ruhe und Zerstörung gestaltet Formen zwischenmenschlicher sowie mehr-als-menschlicher Beziehungen. Gehen, Aufsteigen, Atmen, Erschöpfung und Momente des Innehaltens bilden den Kern der Arbeit. Im Zentrum steht dabei verkörpertes Wissen, das aus physischer Erfahrung hervorgeht. Durch den Einsatz eines Geophons werden die sonst unhörbaren Vibrationen und unterirdischen Bewegungen des Vulkans innerhalb der Installation hörbar. (…)
Arno Beck, Julius Brauckmann, Roman Lang, Anna Nero, Victoria Pidust, Sabrina Podemski, Denise Werth, Lars Wolter – kuratiert von Cáitlin Hennen
Info: zeitguised versammelt künstlerische Positionen, die den visuellen Zustand der Gegenwart untersuchen. Zeit erscheint hier nicht als lineare Abfolge, sondern als ästhetisches Gefüge aus Überlagerungen, Brüchen und Übersetzungen. Digitale Bildlogiken, analoge Verfahren und raumbezogene Setzungen begegnen einander als unterschiedliche Strategien, um Gegenwart sichtbar zu machen. Die gezeigten Arbeiten verhandeln Wahrnehmung zwischen Präzision und Störung, Materialität und Immaterialität, Konstruktion und Geste. Statt eindeutige Narrative zu formulieren, zeichnen sie ein offenes Bild zeitgenössischer Bildpraktiken. Sichtbar wird eine Gegenwart, in der digitale Codierung und künstlerische Setzung ineinandergreifen, fragmentarisch, vieldeutig und permanent in Bewegung. Im Ausstellungstitel verdichten sich zeitgenössische Fragestellungen zu Bildlichkeit und Wahrnehmung. Der Begriff zeitguised geht zurück auf das 2001 gegründete Studio ZEITGUISED, das die Synthese von digitaler Formgebung, Materialität und non-linearer Bildproduktion verankert hat. (…) Die Ausstellung wird durch die Stadt Bonn unterstützt. Mehr Infos: www.zeitguised.com →
Janice Orth & Hella Frowein-Hagenah
Info: Ist Gefälligkeit und schöne Form nur Gegenentwurf zur Krise? Wo liegt der Kipppunkt, wenn durch fluide Sehgewohnheiten Reduzierung und Fragmentierung zunehmen? Linien durchziehen den Saal als offene Strukturen und metaphorische Netze, als Dichtigkeiten ohne Raster, als Körper und Zeichen, als Abstraktionsgradmesser, als Wegnahmegewinn, als wirksame Materialien, als gestörte Perfektion, als Momentaufnahme. Haptisch, beglückend, barock und monochrom begegnen sich die Künstlerinnen Janice Orth und Hella Frowein-Hagenah mit Ihren Werken und nutzen die SAALZEIT für Veränderungen und Annäherung. (…) Zur Eröffnung sprechen Maren Hoch (Leiterin, Atelierhaus Aachen) und Dr. Dirk Tölke.
Gregor Schneider
Info: Die Kunsthalle Düsseldorf zeigt mit Haus u r 2026 eine umfassende Ausstellung des international renommierten Künstlers Gregor Schneider. Im Zentrum steht sein seit den 1980er-Jahren fortgeführter Werkkomplex Haus u r, der zu den einflussreichsten raumbezogenen Arbeiten der Gegenwartskunst zählt. Spätestens seit Schneider im Jahr 2001 für Totes Haus u r im Deutschen Pavillon auf der Biennale von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde, ist das Haus u r international bekannt. Seither wurden Räume aus diesem fortlaufenden Werk in zahlreichen bedeutenden Museen weltweit gezeigt.
Kasper Bosmans – curated by Jonas Schenk
Samuel Baah Kortey, Monai de Paula Antunes, Rubén D’Hérs, Diana Ejaita, Jessica Ekomane, Sajan Mani, Tuli Mekondjo, Elia Nurvista, Pınar Öğrenci, Chaveli Sifre, Raul Walch, Sergio Zevallos – kuratiert von Dr. Elena Agudio & Mistura Allison
Info:What Lies Below Is Another Above beginnt mit einer einfachen Unmöglichkeit: Was unter uns liegt, ist niemals einfach nur darunter. Jeder Untergrund ist bereits eine andere Oberfläche. Orte sind durchzogen von sich verschiebenden Zeitlichkeiten, vergessenen Infrastrukturen, verschütteten Gesten und unabgeschlossenen Geschichten, die die Gegenwart weiterhin bewohnen. Welten gehen ineinander über. Unerwartet tauchen sie wieder auf, in Landschaften und Materialien, in Körpern, Erinnerungen und Formen der Beziehung. Eine Oberfläche kann eine andere Geografie verbergen; was sedimentiert oder erschöpft erscheint, kann darunter noch immer in Bewegung sein. In What Lies Below Is Another Above treten die künstlerischen Praktiken der Villa Romana Fellows der Jahre 2023 bis 2025 in Recklinghausen miteinander in Beziehung. (…) Zur Eröffnung sprechen Axel Tschersich (Bürgermeister, Stadt Recklinghausen), Dr. Nico Anklam (Direktor, Museen der Stadt Recklinghausen), Dr. Elena Agudio (Direktorin, Villa Romana) und Mistura Allison (Kuratorin, Projektkoordinatorin, Villa Romana).
Mach das Museum zu deinem Raum – Ab 20. September unter der Kuppel für alle kostenfrei
Info: Die K21 Sparda Lounge ist dein Ort zum Lesen, Hören, Entspannen und Mitgestalten. Bau mit den soften Möbeln deine eigene Stadt, lausche auf Kopfhörern Playlists von Künstler*innen, entdecke internationale Magazine zu Kunst, Musik, Mode und Gegenwartskultur, lade ein Handy auf und genieße den Blick über Düsseldorf und in den Himmel. Und es gibt noch mehr: Mit Formaten wie K21 Guests, der K21 Silent Reading Party und K21 Yoga wird die Lounge regelmäßig zum Treffpunkt für Gespräche, gemeinsames Lesen, Bewegung und neue Perspektiven.
Info:Unfinished Paradise nimmt die Bundesgartenschau 2031 in Wuppertal zum Anlass, das Verhältnis von Mensch, Natur und Gestaltung neu zu befragen. Ausgehend vom Paradies als historischem Bild gestalteter Natur zeigt die Ausstellung Natur nicht als unberührte Gegenwelt, sondern als lebendiges und verletzliches Gefüge. In den Arbeiten der eingeladenen Künstler*innen erscheint sie als etwas, das wächst, sich entzieht, Spuren trägt und von menschlichen Eingriffen tief verändert ist.