Info: Die Fotografin Eva Rubinstein (*1933, Buenos Aires) gehört zu den außergewöhnlichen Persönlichkeiten der internationalen Fotografie. Als Tochter des berühmten Pianisten Artur Rubinstein und der polnischen Balletttänzerin Aniela Rubinstein, geborene Młynarska, wuchs sie in einem von Kunst, Musik und kulturellem Austausch geprägten Umfeld auf. Ihr Lebensweg führte sie von Paris über Kalifornien nach New York und spiegelt die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche des 20. Jahrhunderts wider. Die Ausstellung Proof of Life zeigt einen umfassenden Einblick in ihr fotografisches Werk. Rubinsteins Bilder richten den Blick auf das Unspektakuläre: auf Menschen, Räume, Licht und die Spuren, die Zeit und Erinnerung hinterlassen. Ihre Fotografien erzählen nicht von großen Ereignissen, sondern von den leisen Momenten dazwischen – von Nähe, Abwesenheit und der Fragilität menschlicher Erfahrung. Ort: Stiftung Schloss und Park Benrath, Museum für Gartenkunst – Ostflügel, Benrather Schloßallee 106, 40597 Düsseldorf / Ausstellungseröffnung mit Filmscreening in Anwesenheit von Regisseurin Renate Aller.
Jochen Gerz, Nan Goldin, Alexej von Jawlensky, Paula Modersohn-Becker, August Macke, Gabriele Münter, Adrian Paci, Otto Piene, Takako Saito, Karl Schmidt-Rottluff, Wolfgang Tillmans, Wolf Vostell, Billie Zangewa u.a.
Info: In der neuen Sammlungspräsentation des Museum Ostwall im Dortmunder U geht es darum, miteinander zu sprechen: Wie kommen wir als Gesellschaft ins Gespräch bei Themen, bei denen unsere Meinungen weit auseinander gehen? Welchen Wert messen wir dem persönlichen Gespräch in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft bei? Das Museum Ostwall zeigt Kunstwerke aus seiner Sammlung, die zwischenmenschliche Kommunikation zum Thema haben. Die Werke laden dazu ein, die eigene Perspektive auf ein gesellschaftliches Thema zu formulieren, im Gespräch mit anderen zu hinterfragen, sie zu schärfen oder zu überdenken.
Rosalie Becher, Joscha Bender, Renate Bertelmann, Anna und Bernhard Blume, Esra Gülmen, Georg Herold, Lucia Kempkes, Janis Löhrer, Alex Grein, Lydia Schouten, Clare Strand, Susa Templin u.a.
Info: Die Bonner Galerien Andreae, Gisela Clement und Parrotta Contemporary Art laden 2026 zu ihrem zweiten gemeinsamen Galerienwochenende (ACP) ein. Die zweite Edition des jährlich rotierenden Zusammentreffens findet von 11. bis 26. Juli 2026 in der Galerie Gisela Clement in Bonn statt. (…) Präsentiert werden unterschiedlichste künstlerische Positionen, darunter einige die mit Witz, Humor und Absurdität spielen, während andere Erfahrungen von Verletzlichkeit und Widerstandskraft reflektieren. Im Zusammenspiel entsteht ein vielschichtiger Dialog zwischen Leichtigkeit und Ernst, zwischen humorvoller Brechung und existenzieller Reflexion. So individuell die Ausrichtungen der Galerien sind, so feiern sie ihre gemeinsame Schnittmenge in der Auseinandersetzung mit aktuellen Themen der zeitgenössischen Kunst, indem sie sich vernetzen und zugleich ein starkes Zeichen für die kulturelle Bedeutung und den gesellschaftlichen Beitrag ihrer Arbeit in Bonn setzen. Ort:Galerie Gisela Clement, Lotharstr. 104, 53115 Bonn →
Evelyn Möcking
Info: Fluides Gestein. Himmlische Funken ist eine Ausstellung der Künstlerin Evelyn Möcking im Mineralien-Museum Essen-Kupferdreh, in der Glas- sowie Plexiglasobjekte, 3D-Skulpturen und Soundcollagen vereint werden. Die Arbeiten treten in direkten Dialog mit der Sammlung, reagieren auf Objekte, verschieben Wahrnehmungen und erweitern die Ausstellungsinhalte. Das Projekt knüpft an Sigmar Polkes Athanor-Installation von 1986 an und erforscht Materialität, Prozess und Transformation zeitgenössisch. (…) Teil von Sigmar Polke. Athanor NOW →, ein internationales, dezentrales und interdisziplinäres Forschungs- und Vermittlungsprojekt, initiiert von der Anna Polke-Stiftung. 40 Jahre nach der gefeierten Präsentation von Sigmar Polkes Athanor-Installation im Deutschen Pavillon der Venedig Biennale 1986 aktiviert Sigmar Polke. Athanor NOW in vielfältigen Formaten die ikonisch gewordene Werkkonstellation aus aktuellen künstlerischen und wissenschaftlichen Perspektiven. Im Fokus stehen dabei produktions- und rezeptionsästhetische Fragestellungen sowie Themen wie Ökologie, Alchemie, Material, Politik und Technologie. Ort: Mineralien-Museum, Kupferdreher Str. 141–143, 45257 Essen.
Herlinde Koelbl
Info: Das Kunstmuseum Bonn präsentiert erstmals die neueste Werkserie der international renommierten Fotografin und Dokumentarfilmerin Herlinde Koelbl (*1939). Die Ausstellung versammelt Porträts und Gesprächsaufzeichnungen von mehr als 40 an Krebs erkrankten Menschen und widmet sich einer der häufigsten Erkrankungen unserer Zeit. Mit ihrem neuen Projekt bricht Koelbl gesellschaftliche Tabus und eröffnet einen eindringlichen künstlerischen Blick auf Krankheit, Verletzlichkeit und Hoffnung. Ausgangspunkt der Arbeit ist ihre eigene Krebserkrankung in den Jahren 2019/20. Während ihrer Behandlung beschäftigten sie insbesondere die Markierungen der Strahlentherapie – sogenannte Radiotherapie-Fadenkreuze, die der präzisen Ausrichtung der Bestrahlung dienen. Die Künstlerin erkannte darin eine überraschende Verbindung zu ihrem früheren Projekt Targets, für das sie Schießziele und Fadenkreuze beim Militär fotografiert hatte: Dort stehen sie für das Töten, in der Krebstherapie für das Überleben.
Hamid Zénati
Franz Marc
Info: Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen präsentiert die erste umfassende Ausstellung des Expressionisten und Mitbegründers des Blauen Reiter Franz Marc (1880–1916) und damit die erste umfangreiche Einzelausstellung zu seinem Werk in einem deutschen Museum seit über 20 Jahren. Leuchtende Farben, berührende Themen und weltberühmte Tierbilder – was macht die Kunst von Franz Marc (1880–1916) bis heute so faszinierend? Die Ausstellung Franz Marc. Die Suche nach einer besseren Welt in Düsseldorf lädt dazu ein, Leben und Werk dieses herausragenden Künstlers neu zu entdecken. Bis zum 24. Januar 2027 bietet sich die einmalige Gelegenheit, Meisterwerke aus allen Schaffensphasen Franz Marcs im K20 zu erleben. Dank der Unterstützung zahlreicher nationaler und internationaler öffentlicher wie privater Leihgeber*innen konnten über 120 Gemälde und Arbeiten auf Papier zusammengeführt werden. Die Ausstellung zeichnet das nur wenige Jahre währende, aber außerordentlich produktive Schaffen des Künstlers in seiner ganzen Vielfalt nach – von den frühen Arbeiten bis zu den späten, wegweisenden, zunehmend abstrakten Kompositionen. Zu den Höhepunkten zählen Marcs ikonische Tierbilder und eindrucksvolle Naturdarstellungen, die zu den berühmtesten Werken der klassischen Moderne gehören.
Joe Goode
Info: Zander Galerie is pleased to present an exhibition of large-scale oil paintings and works on paper by Joe Goode, spanning over three decades of the artist’s sustained engagement with the sky as both subject and site of intervention. Bringing together works from 1969 to 2002, the exhibition traces Goode’s exploration of transparency across a range of cloud paintings alongside later skyscapes that register environmental change. Since the late 1960s, Goode has taken a blade to freshly painted skies, slicing away sections of canvas to expose a second, contrasting layer beneath. In his single panels and triptychs, some extending to more than 3.5 meters (twelve feet) in width, these acts of physical destruction reveal another painted layer or the raw support of the painting. In the earlier Photo Cloud works, trompe l’oeil Polaroids are painted as if drifting across pastel skies, doubling the act of representation. (…)
Tina Barney
Info: Zander Galerie is delighted to announce Tina Barney. Silver Shadows, the acclaimed American photographer’s first exhibition with the gallery, following the announcement of her representation this spring.nFor more than four decades, Tina Barney has been a defining figure in contemporary photography. Born in 1945, Barney has photographed the world she knows most intimately—her own family and close friends—creating complex images that blur the boundaries between observation and direction. She is renowned for the scale and intricacy of her color photographs examining family dynamics of generational privilege in the extraordinary environments in New England and New York. Silver Shadows brings together two distinct bodies of black and white photographs alongside the short film Family Portraits. Barney’s earliest images, made in Rhode Island in 1977, reveal an intimate approach: the fragmentary and tightly cropped prints withhold the gaze of their subjects. Instead, formal clothing and stilted posture become markers of social identity, anticipating themes that would define Barney’s practice. (…) Introduction by the artist at 4 pm.
Renate Behla
Info: Die Düsseldorfer Künstlerin Renate Behla (geboren in Dresden) schafft zeichnend seit 35 Jahren ihren sehr eigenen, rätselhaften Bildkosmos. Hier ist eine individuelle Kombinatorik am Werk – mit metaphorisch aufgeladenen Dingen und Zeichen, die sich aus Mythen, Geschichten, Philosophie und Etymologie, teils auch aus den Urgründen des kollektiven Bildgedächtnisses speisen. In einer sehr reduzierten Bildsprache formuliert, bewegen sich Renate Behlas Werke zwischen Wirklichkeit und Imaginärem. Die Künstlerin schafft zeichnend einen geistigen Raum der Ambivalenzen, in dem alles mehrere (Be)Deutungen haben kann und auch Unsagbares ins Sichtbare gelangt. Dabei weisen die Motive über das rein Persönliche hinaus. Wer den Arbeiten begegnet, spürt ihre existentielle Dringlichkeit.