ArtJunk
No. 44—2026

Anna Virnich

Info: When is an image a sculpture? This intersection between the compositional structure of painting and the physicality of the object is central to the work of Anna Virnich. Her works echo the structure of painting – window-like rectangular compositions that hang at eye level on the wall. Yet these fabric assemblages sit far closer to sculpture. Her pieces are assembled on the floor and the wall, so the artist’s own body, and by extension the viewer’s, has a direct encounter with them. It makes sense that she compares these collage-like works to dioramas: scenes or landscapes created from layers that form a whole. In the latest series, these compositions also reflect the influence of nature on the artist, who has moved from Berlin to the Norwegian countryside. Virnich’s works are defined by their materiality – an amalgam of textiles with different textures, colors and opacities. Her early fascination with time-based media, alongside her interest in how fabrics move and affect form, remains present in her deeply haptic methods. The carefully sourced fabrics are all treated the same, sitting in piles around her studio waiting to be activated at the right moment – like actors in the wings ready to make their entrance. (…)

DREI Anna Virnich ArtJunk

Emmélie Lempert

Info: Emmélie Lemperts Arbeiten bewegen sich zwischenTextilkunst, Skulptur und Malerei. Verbindende The-men sind Körpertransformationen, weibliche Identitätskonstrukte und surreale Mutationen zwischenMenschen und tierisch anmutenden Wesen. stay, stray, stay, der Ausstellungstitel, verweist auf das Bleiben und das Abweichen von Zuständen, auf einen rhythmischen Prozess der Veränderung, des Sich-Entfernens, Zurückkommens und Offenbleibens. Darin befinden sich Lemperts Körperwesen. Hinter den Glasplatten scheinen ihre Textilobjekte zu schweben. Sie erinnern an vielarmige Kraken, an historische Kostüme und alienartige Frauenkörper. Ohne starke Farben, Kontraste oder oberflächliche Aufschreie wirken die Arbeiten, als würden sie flüstern und sich dabei magisch wie ein Schattenspiel ohne Schatten entfalten. Lemperts Sprache besteht aus Wörtern wie zarte, organische Gebilde, ihre Grammatik steht hell in hell, und Nähte, Knitter und Falten erschließen die Sinnzusammenhänge. Sie näht jedes Kleidungsstück selbst. Es sind Teile, die man meistens direkt auf der Haut spürt, wie Unterwäsche, Shapewear, Handschuhe oder Nachtwäsche. »Sie tragen bereits Vorstellungen davon in sich, wie ein Körper geformt, bedeckt, diszipliniert oder präsentiert werden soll.« Die Stücke wurden getragen, benutzt und teils etwas verdreckt. Schmutz, Dehnung, Risse und Erdpartikel bleiben zurück. (…)

buvac contemporary Emmélie Lempert ArtJunk

Emma Lydssan

Info: Vom 26. November 2026 bis 23. Januar 2027 zeigt GLASMOOG die Ausstellung Nimmer Nimmerland von Emma Lydssan, der diesjährigen Preisträgerin des Chargesheimer-Stipendiums für Medienkunst der Stadt Köln. Emma Lydssan, die diesjährige Preistägerin des Chargesheimer-Stipendiums der Stadt Köln, studierte Fotografie und Medien an der HSBI in Bielefeld und seit 2022 Photographic Studies an der Fachhochschule Dortmund. In ihrer mehrteiligen fotografischen Arbeit Nimmer Nimmerland portraitiert Emma Lydssan zwischen Inszenierung und Authentizität einen Konflikt, der soziale Normen hinterfragt, und thematisiert, wie wir uns innerhalb einer zunehmend standardisierten Gesellschaft bewegen. Aus der Perspektive einer jungen Generation entsteht eine inszenierte Bildwelt, die soziale Maskierung beleuchtet und die Spannung zwischen äußerer Darstellung und innerer Erfahrung sichtbar macht. (…) Grußwort von Derya Karadag (Bürgermeisterin, Stadt Köln).

Glasmoog Emma Lydssan ArtJunk

Philip Emde

Info: Doppeleröffnung von Franz Schmidt. was bleibt (in der Fuhrwerkswaage) und Philip Emde. .Jocko.. Mountain View Gallery (an der Außenwand). Die Mountain View Gallery ist 24/7 und von der Bergstraße aus zu sehen. Zur Eröffnung spricht Gian Marco Hölk.

Fuhrwerkswaage Philip Emde ArtJunk

Franz Schmidt

Info: Doppeleröffnung von Franz Schmidt. was bleibt (in der Fuhrwerkswaage) und Philip Emde. .Jocko.. Mountain View Gallery (an der Außenwand). Die Mountain View Gallery ist 24/7 und von der Bergstraße aus zu sehen. Zur Eröffnung spricht Gian Marco Hölk.

Fuhrwerkswaage Franz Schmidt ArtJunk

Shirana Shahbazi

Info: Zur Eröffnung der Ausstellung Shirana Shahbazi. All at Once. An Interplay with Li Tavor, am Sonntag, den 15. November 2026, um 11.30 Uhr, sind Sie und Ihre Familien sehr herzlich willkommen. Shirana Shahbazi arbeitet als Fotografin, die ihre Bilder in den Raum erweitert. Ausgangspunkt ist stets das analoge Bild, das sie durch verschiedene Eingriffe wie Mehrfachbelichtung, Filter, Drehen des Untergrunds und überlagerte Projektionen schichtet. Alle Bearbeitungen sind analog und häufig ist es nicht klar wie ein Bild überhaupt gemacht wurde. Im Museum Kurhaus Kleve schafft Shahbazi ortsspezifische Installationen mit Petersburger Hängung, raumfüllender Videoinstallation und Wandmalereien. Die Künstlerinnen Shirana Shahbazi und Li Tavor sind zur Eröffnung anwesend. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Hammer Mumienverein

Info: Warum gründeten Hammer Bürger im Jahr 1886 einen Verein, um eine altägyptische Mumie zu kaufen? Die Studio-Ausstellung erzählt die faszinierende Geschichte des Hammer Mumienvereins neu und wirft zugleich einen kritischen Blick auf die Begeisterung für das Alte Ägypten und koloniale Sammlungsgeschichten. Die Geschichte des sogenannten Hammer Mumienvereins zählt heute zu den vielfach überlieferten Erzählungen der Stadt Hamm: Im Jahr 1886 schlossen sich 20 Bürger der Stadt zu einem Verein zusammen, dessen erklärtes Ziel der Ankauf einer altägyptischen Mumie war. Die Finanzierung erfolgte über den Verkauf sogenannter Mumienaktien, von denen ein Exemplar bis heute in der Sammlung des Gustav-Lübcke-Museums erhalten ist. Noch im Gründungsjahr gelang der Erwerb und die Mumie wurde nach Hamm überführt. Bereits 1887 löste sich der Mumienverein auf und übergab die Mumie an den Museumsverein der Stadt. (…) Zur Eröffnung sprechen Marc Herter (Oberbürgermeister, Stadt Hamm), Vertretung der Botschaft der Republik Sudan, Thomas Schmäschke (Direktor, Gustav-Lübcke-Museum), Dorothee Kandzi (1. Vorsitzende, Museumsverein Hamm), Angelika Lohwasser (Professorin am Institut für Ägyptologie und Koptologie, Universität Münster) und Jalina Tschernig (Kuratorin der Ausstellungen). Anschließend freuen wir uns, Sie zu einem Bierkonzert mit kleinem Imbiss zu begrüßen.

Gustav-Lübcke-Museum Institut für Ägyptologie Koptologie Universität Münster ArtJunk

Unser Ausstellungsklassiker geht in die dritte Runde und wieder heißt es: Bühne frei für die Kinder unserer Stadt!

Info: Die Villa Kinderbunt zeigt Werke von Grundschulkindern aus ganz Gelsenkirchen – dieses Mal unter dem Titel Da bewegt sich was! Einige Werke erzählen von Geschwindigkeit, andere richten den Blick auf kleine Veränderungen oder auf Augenblicke, die sonst leicht übersehen werden. Gemeinsam offenbaren sie, dass Bewegung weit mehr bedeutet als das Unterwegssein von einem Ort zum anderen. Sie kann Menschen inspirieren, neue Wege eröffnen und dazu anregen, Gewohntes mit anderen Augen zu betrachten. Besonders freut uns, dass die diesjährige Villa Kinderbunt viele spannende Bezüge zu unserer deutschlandweit einzigartigen kinetischen Sammlung schafft. Denn auch hier spielt Bewegung eine wichtige Rolle, wenn kinetische Kunstwerke sich durch Motoren, Licht oder den Standort der Betrachtenden verändern. Die Villa Kinderbunt lädt Kinder ein, das Museum aktiv mitzugestalten. Sie prägen mit ihren Arbeiten die Ausstellung und entdecken das Museum als einen Ort, an dem ihre Sicht auf die Welt zählt.

Kunstmuseum Gelsenkirchen Villa Kinderbunt ArtJunk

Ayaka Terajima

Info: RizzutoGallery is pleased to present Packed Space under the Moon, Japanese artist Ayaka Terajima’s first solo exhibition in Düsseldorf. Her practice, centred primarily on unglazed ceramic sculpture, brings together an archaic Japanese imaginary and the contemporary culture of consumption, exploring the relationship between tradition, matter and transformation. Born in 1987 in Aichi, a region of central Japan renowned for its longstanding ceramic tradition, Ayaka Terajima trained between Tokyo and Munich, where she currently lives and works. In her works, discarded plastic objects and packaging become moulds and matrices for the creation of unglazed ceramic sculptures that appear as remnants of ancient civilisations, mysterious artefacts, anthropomorphic creatures from a future world or idols from unknown cultures. Her use of recycled clay and her decision to leave the porous surfaces uncovered, without the glossy coating of glaze, are among the most distinctive features of her sculptural practice. These choices give her works a tactile, uncanny and timeless appearance.

RizzutoGallery Ayaka Terajima ArtJunk

Sienna Maria Baumann

Info: Herzliche Einladung zur Präsentation der neuen Arbeit im Schaukasten auf dem Vorplatz am Dienstag, 3. November 2026, um 19 Uhr. Ort: Schaukasten, rund um die Uhr frei zugänglich.

Künstlerverein Malkasten Sienna Maria Baumann ArtJunk