ArtJunk
No. 43—2026

Projektleitung: Jana-Catharina Israel (KIT) und Katharina Klapdor Ben Salem (DJF)

Info: Wir laden euch herzlich ein zum Abschluss der Ausstellung ECHT JETZT. Deutscher Jugendfotopreis 2026. Nach acht Wochen endet die Ausstellung ECHT JETZT im KIT in Düsseldorf. Wir haben gesehen, gesprochen und nachgedacht.  Der 15. November wird zu einem besonderen Aktionstag, um weiter ins Gespräch über Fotografie, Kanon und Teilhabe zu gehen und zu bleiben. UND JETZT? fragt nach der sozialen Verantwortung in der Fotografie: Welche Themen junger Menschen werden durch Fotografie sichtbarer oder bleiben unsichtbar? Welche gesellschaftlichen Rollen nehmen Wettbewerb, Ausstellung und kulturelle Bildung hier ein? Wir antworten mit einem dialogischen Gesprächsformat, einem Talk mit Expert*innen zum Thema und Beiträgen von Spoken-Word-Artists.

KIT Kunst im Tunnel Deutscher Jugendfotopreis ArtJunk

Wolfgang Berndt, Beni Cohen-Or, Maks Dannecker, Patrick Alexander Deventer, Alwin Dorok, Joachim Griess, Anja-Katrin Grimm, Hana Hasilik, Fritz Heerz, H.K. Höcky, Ingrid Hornef, Rity Jansen Heijtmajer, Ute Köngeter, KP Kremer, Walter Kreutzberg, Jo Kuhn, Norbert Müller-Everling, Laszlo Pierlot, Ivo Ringe, Veronika Rodenberg, rooose, Zlatko Šumkovski, Jürgen Wolff – mit Monika Falke, Meinolf Jan Holland, Markus Maier, Tineke Porck, Rob R. Ros, Hans Karl Zeisel

Info: Die Bonner gruppe konkret lädt zu ihrer Gruppenausstellung konkret, was sonst mit sechs beteiligten Gastkünstler*innen ins Künstlerforum ein. Ihr Schwerpunkt ist die Konkrete und die Konkret Konstruktive Kunst. Der Titel der Ausstellung bezieht sich darauf, starre Vorstellungen Konkreter Kunst aufzubrechen, weiterzuentwickeln und auch andere Spielarten mitzunehmen. Wesentliche Ziele sind die Erarbeitung von gruppenbezogenen Projekten und ein Netzwerk Konkreter Kunst aufzubauen. Zu den Gruppenausstellungen werden daher regelmäßig Gastkünstler*innen aus dem europäischen Raum eingeladen. konkret, was sonst bemüht sich, die vielseitigen Facetten der Konkreten und Konkret Konstruktiven Kunst zu präsentieren: Gezeigt werden Arbeiten von 29 verschiedenen Künstler*innen, die sich unter anderem in Malerei, Installationen, Collagen, Fotografie und Computerkunst sowie in Arbeiten aus Plexiglas und Paraffinwachs mit den verschiedenen Erscheinungen auseinandersetzen. (…) Viele der beteiligten Künstler*innen werden anwesend sein.

Künstlerforum Bonn gruppe konkret ArtJunk

Jenny Bewer, Raika Er, Suse Itzel, Simone Karl, Jay Ritchie

Info: Gewalt gegen Frauen, Kinder, queere und trans* Personen sowie gegen andere marginalisierte Gruppen ist eine globale Realität, die tief in sozialen Strukturen, Normen und Machtverhältnissen verankert ist. Mit Fotografie, Film, Installation und textbasierte Werken machen Jenny Bewer, Raika Er, Suse Itzel, Simone Karl & Jay Ritchie diese Gewalt sichtbar und schaffen einen Raum für Austausch und Reflexion, der auch Möglichkeiten von Solidarität und Heilung aufscheinen lässt.

Künstler*innenhaus Dortmund Jay Ritchie ArtJunk

Aneta Kajzer & Ilse Henin

Info: Die Werke von Aneta Kajzer und Ilse Henin treten in dieser Ausstellung in einen überraschend engen Dialog – über Generationen hinweg und trotz ihrer unterschiedlichen künstlerischen Ausgangspunkte. Beide Künstlerinnen entwickeln Bildwelten, in denen sich die Grenzen zwischen Mensch, Tier, Natur und Landschaft auflösen. Figuren, organische Formen und hybride Wesen erscheinen in einem Zustand ständiger Verwandlung und eröffnen Bildräume, die sich eindeutigen Zuschreibungen entziehen. Während Ilse Henin bereits seit den 1970er Jahren Fragen nach ökologischen Zusammenhängen, feministischen Perspektiven und dem Verhältnis von Mensch und Umwelt in eine poetisch-symbolische Bildsprache übersetzt, entfaltet Aneta Kajzer diese Themen in einer zeitgenössischen, intuitiven Malerei zwischen Abstraktion und Figuration. Gemeinsam machen ihre Arbeiten sichtbar, wie eng alles Lebendige miteinander verwoben ist – und wie Malerei und Zeichnung Erfahrungsräume schaffen können, in denen sich Wirklichkeit, Erinnerung und Imagination auf neue Weise begegnen.

Pfab Ilse Henin ArtJunk

Joep Braams, Heinke Haberland, Jianan Ning, Anna Sokolova

Info: Joep Braams creates artworks on paper in which nature and human structures converge. Using a minimalist visual language, I play with the relationship between the natural and the man-made. His almost archaeological astronomy enters into dialogue with the art of the remote of Heinke Haberland. Her subjective objects arise from secluded places, from behind the lids. Jump – into imagination and out of illusion. Savour the essence of ennightenment. We do not fail to see because of darkness, but because we are dazzled. Jianan Ning explores the significance of man-made systems through materials, images and spatial situations. Amidst the disappearance of old orders and the chaos that precedes the emergence of something new, I seek to capture an almost ecstatic creative energy. Anna Sokolova shows her personal art museum in the form of a computer game. KINBURN is the form of re-existence of my site-specific installations in a digital world that is created in the image and likeness of the Kinburn Spit. The real Kinburn Spit is a nature reserve, the virtual KINBURN is a reserve of my works.

the pool Heinke Haberland ArtJunk

Barbara & Michael Leisgen / Céline Vahsen

Info: Zum Ende der Ausstellungen Shiftings von Céline Vahsen und Pink Depression von Barbara und Michael Leisgen laden wir herzlich ein zu einem besonderen Finissageprogramm. 15 Uhr: Führung durch die Ausstellung mit IKOB-Direktor Frank-Thorsten Moll auf Deutsch / 16 Uhr: Führung durch die Ausstellung mit IKOB-Direktor Frank-Thorsten Moll auf Englisch / 17 Uhr: Vorstellung des Bulletins zur Ausstellung von Céline Vahsen / Der Eintritt ist frei. Alle sind willkommen! Die Künstler*innen werden anwesend sein.

IKOB Céline Vahsen ArtJunk

Finissage der Ausstellung Eberhard Havekost. Benutzeroberflächen. Arbeiten 1994–2019 mit DJ Joblomov

Info: Zur Finissage der Ausstellung Eberhard Havekost. Benutzeroberflächen. Arbeiten 1994–2019 ist DJ Joblomov noch einmal zu Gast im Museum Kurhaus Kleve. DJ Joblomov hat zusammen mit Eberhard Havekost alias DJ special E in Berlin aufgelegt und lädt zum Ende der Ausstellung zu einer Party für alle ein. Ohne sich auf einen bestimmten Stil festlegen zu wollen, reicht die Musik von Rock bis Bossa Nova und beschwingt jedes Tanzbein! Die Party beginnt um 20 Uhr und findet in der Lounge und Wunderkammer des Museums statt. Let’s dance!

Museum Kurhaus Kleve Eberhard Havekost ArtJunk

Janice Orth & Hella Frowein-Hagenah

Info: Ist Gefälligkeit und schöne Form nur Gegenentwurf zur Krise? Wo liegt der Kipppunkt, wenn durch fluide Sehgewohnheiten Reduzierung und Fragmentierung zunehmen? Linien durchziehen den Saal als offene Strukturen und metaphorische Netze, als Dichtigkeiten ohne Raster, als Körper und Zeichen, als Abstraktionsgradmesser, als Wegnahmegewinn, als wirksame Materialien, als gestörte Perfektion, als Momentaufnahme. Haptisch, beglückend, barock und monochrom begegnen sich die Künstlerinnen Janice Orth und Hella Frowein-Hagenah mit Ihren Werken und nutzen die SAALZEIT für Veränderungen und Annäherung. (…) Zur Finissage bieten die Künstlerinnen Janice Orth und Hella Frowein-Hagenah persönliche Einblicke in und eine exklusive Führung durch ihre Ausstellung. Die Ausstellung ist an diesem Tag von 12 bis 16 Uhr geöffnet / die Künstlerinnen sind anwesend / 13 Uhr: Künstlerinnenführung.

Atelierhaus Aachen Janice Orth Hella Frowein-Hagenah ArtJunk

Montika Kham-on – kuratiert von Anna-Catharina Gebbers

Info: Anlässlich der DC Open widmet der GHB Space der Künstlerin und Filmemacherin Montika Kham-on (*1999, Samut Prakan, Thailand) die erste europäische Einzelausstellung ihrer Filmkunstwerke. Die 27-jährige Künstlerin gehört zu den profiliertesten jungen Positionen der internationalen Videokunst. Ihre Werke waren in Ausstellungen und Filmprogrammen in Asien, Europa und Lateinamerika zu sehen, unter anderem im ArtScience Museum Singapur und bei der Transmediale Berlin. Mit der Ausstellung im GHB Space erhält ihr Werk nun erstmals eine Einzelausstellung in Europa. Montika Kham-ons unverwechselbare filmische Sprache verbindet eine cineastische Traumlogik mit sinnlicher Unmittelbarkeit. Daraus entstehen hypnotische Werke, die sich zwischen Film, Installation und räumlicher Erfahrung bewegen und ihre Wirkung aus der Verdichtung von Atmosphäre, Wahrnehmung und körperlicher Präsenz entfalten. Traum, Erinnerung, Atmosphäre und Körperlichkeit werden bei ihr zu gleichwertigen Trägern von Erzählung und Erkenntnis. (…) Die Ausstellung wurde von Anna-Catharina Gebbers, Kuratorin am Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, Berlin, kuratiert.

GHB Space Montika Kham-on ArtJunk

Iris Helena Hamers

Info: »We said no tech in the bedroom at night!« my mom shouts, snatching my phone from my hands and replacing it with a minimalist book, roughly the size of an iPad. On its plastic cover, the title shines: ~*^-._3N3RGY_4NG3L_.-^*~. Frustrated yet curious, I pick up the object and bring it closer to my eyes. I am surprised by its weight. It is far heavier than it should be. When I peer inside, 3D images unfold like a diorama, rising from the pages like a theatre stage. The pictures, almost larger than life, swallow me whole. Pulled into the image-portal like Alice into the rabbit hole, my gaze travels further and further, entering an ecosystem that reminds me of an archive of life. A collection of coincidences that are not mine, yet could just as easily be stored deep within my hard drive. Facemasks, aesthetic soaps, anonymous figures, and memes, all their life spilling out from the pages. Absorbed into the eternal stew of images, some I recognize and others I fear to conceptualize, I find myself in a world where the novelty of photons suddenly becomes familiar and ordinary as my iris catches their meaning, as if everything I see becomes the thing it is. I cleanse my eye and lick my finger to turn another page, hungry for more and hoping to step into the next chapter. – Text: Morgane Billuart