ArtJunk
No. 37—2026

Matthias Aberle, Andy Benger, blue sugar boundaries, Bodo Berheide, Meltem Er, Valerie Feldhaus, Kati Heck, Josef Kirschner und Anja Stahl, Konsortium, Wir sollten eine Gruppe gründen (mit Studierenden der Bergischen Universität Wuppertal, der Hochschule Düsseldorf und der Universität Duisburg Essen), Babu Noella mit Ubuntu, mackerinnenanstalt, Oqbo / raum für bild wort und ton, Cornelia Schleime, 6PACK

Info: Mit dem 13. September endet unsere Ausstellung merry company – Formen von Gemeinschaft. Wir laden ein letztes Mal dazu ein, Teil von merry company zu werden. Wir möchten gemeinsam Essen, mit Babu Noella afrikanische Kopftücher binden und vielem mehr!

Kunsthalle Barmen Cornelia Schleime et al ArtJunk

Mohammad Alfaraj, Laura Arena, Farhad Farzali, Clara Gott, Eszter Katalin, Thijs Kelder, Gabriela Kobus, Mahbuba Maqsoodi, Elias von Martial, Nikolas Müller, Sara Sasani, Takashi Sonoda, Fatemeh Takht-Keshian, Dmitry Zakharov – kuratiert von Leila Cheraghi & Willi Andrick

Info: Between Borders versammelt vierzehn künstlerische Positionen und beschäftigt sich mit unsichtbaren Grenzen, die keine Landkarte verzeichnet. Es geht um Trennlinien in Sprache und Herkunft, um Zugehörigkeit und Ausschluss, aber auch um die Frage, an welchen Stellen solche Grenzen durchlässig werden oder sich verschieben lassen. Die beteiligten Künstler*innen bringen unterschiedliche geografische, biografische und künstlerische Perspektiven zusammen. Ort: Kunsthafen, Bayenstr. 28, 50678 Köln.

CO3 The Line Between Borders ArtJunk

Workshop Living Library: Lebensgeschichten auf Augenhöhe

Info: Empathie kann schwierig sein, ohne zu wissen, wie es ist, in den Schuhen eines anderen zu gehen. Die Living Library ermöglicht es, verschiedene Lebensgeschichten zu erzählen und hören und die Perspektive auf unsere Mitmenschen zu erweitern. Sie bringt Menschen miteinander ins Gespräch, die sich im Alltag zu diesen Themen oftmals nicht im direkten Dialog begegnen würden. Dies geschieht, indem sich in einer Living Library Menschen als lebende Bücher zur Verfügung stellen, um in kleinen Gruppen einen Teil ihrer Lebensgeschichte zu erzählen und Fragen dazu zu beantworten. Der Eintritt ist im Museumseintritt enthalten, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Kunstmuseum Bonn Candice Breitz ArtJunk

Claudia van Koolwijk, Stefan Demary – mit Adolph Schroedter (1805–1875) aus dem Malkasten-Archiv

Info: Herzliche Einladung zur Finissage der Ausstellung reMember. Claudia van Koolwijk / Stefan Demaryund Adolph Schroedter (1805–1875) aus dem Malkasten-Archiv. Christoph Westermeier (1. Vorsitzender KVM) führt um 19 Uhr ein letztes Mal durch die Ausstellung. (…) Was passiert mit Werken nach dem Ableben der Künstler*innen? Wie geht man mit deren Nachlässen um? Mit der Ausstellung reMember stellt der Künstlerverein Malkasten Fragen zum Nachwirken künstlerischer Werke und rückt drei Künstlerpersönlichkeiten in den Fokus, deren Œuvres auf unterschiedliche Art und Weise bewahrt werden: Claudia van Koolwijk und Stefan Demary sowie aus dem Malkasten-Archiv Adolph Schroedter. Claudia van Koolwijk und Stefan Demary verfolgten zwar unterschiedliche künstlerische Ansätze, dennoch verbindet sie viel. Van Koolwijk und Demary gehörten einer Generation an und prägten ab den 1980er Jahren mit ihren Arbeiten die Düsseldorfer Kunstszene: die Fotokünstlerin Claudia van Koolwijk mit ihren ungewöhnlich inszenierten Porträts, der Konzeptkünstler Stefan Demary mit seiner subtilen Manipulation von Alltagsgegenständen und -situationen. Ort: Malkastenforum.

Künstlerverein Malkasten Claudia van Koolwijk ArtJunk

Tobias Abel

Info: Das Atelier von Tobias Abel mit seinem grau gestrichenen Holzdielenboden und den reinweißen Wänden wirkt wie eine Zelle. Auch die Inneneinrichtung beschränkt sich auf ein Minimum: Tisch, Stuhl, Bücherregal, eine einfach gestaltete Kommode aus Tischlerplatte. Im ersten, nur mit Tisch und Rechner ausgestatteten Raum werden analoge und digitale Projekte platziert, zum ersten Mal in den Raum eingefügt. Der zweite, ebenso spartanische Raum dient als Lager mit Archiv aus Katalogen, Sammelordnern, Schachteln. Die Ökonomie der Atelierräume und die dort spürbare Arbeitsdisziplin sind Bedingung für die Entstehung von Abels Œuvre. In seiner meisterlich-handwerklichen Arbeit scheint es vorrangig um Form, Dimension und Farbsystematik zu gehen. Bei näherer Anschauung zeigt sich eine weitere Ebene. Die gemalten Flächen wirken mal strukturiert, mal opak, mal metallisch. Der Farbauftrag und die Malmethode sind sichtbar. Die Konstruktion (Dimension) in Licht und Raum wird so zum Träger einer Haut. Abels Vorgehen verweist damit auf die poetische Tradition der Malerei. Die sorgfältige Entstehung (in der Zeit) und die asketische Präsentation (im Raum) stimulieren aber gleichzeitig ein Reset der sinnlichen Wahrnehmung im aktuellen Kontext. Durch die räumliche Trennung von Haut und Form in den Räumen von Fünfundvierzigsekunden ergibt sich eine Didaktik der Wahrnehmung. Der Künstler Tobias Abel erinnert an den Maler Fra Angelico: die Klosterzelle als Atelier, um das Motiv in die Fläche hineinzubeten. (…)

Fünfundvierzigsekunden 45" Köln Tobias Abel ArtJunk

Swinda Oelke (Künstlerin)

Info: Swinda Oelke (*1995 in Düsseldorf, GE, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main, DE und Lissabon, PT) studierte an der Kunstakademie Düsseldorf, DE und schloss im Jahr 2022 als Meisterschülerin von Prof.in Franka Hörnschemeyer ab. Zuvor studierte sie an der Royal Danish Academy of Fine Arts in Kopenhagen, DK und nimmt zurzeit am Maumaus Independent Study Programme in Lissabon, PT teil. Swinda Oelke war Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der Konrad-Krieger-Stiftung, der Staff-Stiftung/Stadt Lemgo sowie der Metro-Stiftung. 2022 wurde ihre Arbeit mit dem Absolvent*innenpreis der Kunstakademie Düsseldorf ausgezeichnet. 2023 war sie Artist in Residence in der Villa Filanda Antonini, Treviso, IT. Zuletzt waren ihre Arbeiten unter anderem im MMIII Kunstverein Mönchengladbach, im Museum Schloss Moyland, im Museum Insel Hombroich sowie im Friedberger Kunstverein zu sehen. Ab September 2026 wird sie im Rahmen von Borderland Residencies am Residency-Programm im IKOB-Museum, Eupen, BE teilnehmen. (…) Mit einem Künstlerinnengespräch um 16 Uhr.

Westfälischer Kunstverein Swinda Oelke ArtJunk

Laura Aberham, Isabelle Borges, Philipp Naujoks, Sophia Schama

Info: Die Werke von Laura Aberham, Isabelle Borges, Philipp Naujoks und Sophia Schama vereinen unterschiedliche Positionen zeitgenössischer abstrakter Malerei. Trotz individueller künstlerischer Ansätze verbindet sie die Auseinandersetzung mit Farbe, Raum, Material und Wahrnehmung. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen gestischer Dynamik, geometrischer Struktur, räumlicher Tiefe und experimentellen Verfahren. Dabei entstehen Bildwelten, die nicht konkrete Darstellungen zeigen, sondern Offenheit schaffen und den Blick auf Stimmungen, Prozesse und Assoziationen lenken. Die Ausstellung lädt dazu ein, abstrakte Malerei als vielschichtigen Erfahrungsraum zu erleben, in dem Bewegung, Struktur und individuelle Wahrnehmung miteinander in einen Dialog treten. (…) Parallel werden im Showroom Werke von Andreas Zagler gezeigt.

Galerie Pfab Laura Aberham ArtJunk

Shannon Bool

Info: Mit der Ausstellung Magnificent Transmutations von Shannon Bool startet die Kunst-Station Sankt Peter Köln im Rahmen der DC Open und parallel zur Wiedereröffnung der Kölner Oper in die Herbstsaison 2026. Die szenische Präsentation der Künstlerin Shannon Bool umfasst mehrere Objekte, die miteinander in Beziehung treten: Ein figürlicher Bildteppich, Grandiose Magnificent Borderline, wird mit einer Straßenlaterne, Gaslight (name TBD), und Keramiken, Untitled, kombiniert. Die Künstlerin wählt für ihre handwerklich anspruchsvollen Werke das breite Hauptschiff und die Taufkapelle der gotischen Kirche aus, die auch Werke von Peter Paul Rubens, Gerhard Richter und Eduardo Chillida zeigt. Auf der Tapisserie sind elegant gekleidete Frauengestalten im Stil des Pariser Maison Lanvin der 2015er Jahre zu sehen, die in die Hochhausarchitektur von New York, den JP Morgan Chase Tower in Manhattan, im wahrsten Sinne des Wortes verwoben sind. Der Jacquard-Teppich – bei dieser Technik wird das Motiv direkt in das Gewebe eingewebt und nicht aufgedruckt – betont dieses Ineinandergreifen von Modegeschichte, futuristischer Architektur und gesellschaftlicher Bedeutung von Gestaltung. (…) Zur Finissage findet ein Gespräch mit der Künstlerin in der Kunst-Station Sankt Peter statt.

Kunst Station Sankt Peter Köln Shannon Bool ArtJunk

Enya Burger, Abie Franklin, Daniel Hölzl, Nino Maaskola

Info: Was heißt es, an der Schwelle zu stehen, in der Schwebe, noch nicht hinübergekippt? Verge, bei PAW, entfaltet sich entlang jener Naht, an der ein Zustand nachgibt, während der nächste noch unentschieden bleibt. Vier künstlerische Positionen versammeln sich an dieser Kante, zwischen Festem und Flüssigem, Boden und Luft, Funktion und ihrem Verlust, und die Ausstellung verweilt im Augenblick vor dem Kippen. An der Grenze zu sein heißt nicht einfach, sich ihr zu nähern, sondern in ihrer Instabilität zu bleiben. Und doch ist es gerade dieses Nicht-Überschreiten, in dem die Materie eine Wirkmächtigkeit gewinnt, die ihr im Sinne von Jane Bennett eigen ist. Sie neigt sich, gleitet, zögert und beginnt zu antworten, während die Grenze selbst aufhört, eine trennende Linie zu sein, und zu einem Raum wird, den die Ungewissheit verdichtet, einem Ort, den man bewohnen kann, statt ihn zu überschreiten. (…) – Text: Livia Klein

PAW Gallery Verge ArtJunk

Aljoscha, Daniel Hölzl & Abie Franklin, Sofía Magdits Espinoza, Sophie Utikal, Finnegan Shannon

Info: Der Familientag im August findet im Rahmen unserer Ausstellung Kunsthalle unterwegs: Beneath the Surface, Beyond the Trees am Suitbertus-See statt. Bei der Familienführung mit Praxis (ab 4 Jahren), von 12:30 bis 14 Uhr, finden wir in Zusammenarbeit mit Imkerin Silke Wodarz heraus, wer sich alles am See begegnet. Der Familientag ist auch die letzte Gelegenheit die Ausstellung am Suitbertus-See zu sehen, die an diesem Tag endet! Ort: Suitbertus-See, SAC Düsseldorf-Kaiserswerth 1909 e.V., Weg nach den Hingbenden 19, 40489 Düsseldorf / 14:30–16 Uhr: Öffentliche Führung.

Kunsthalle Düsseldorf Daniel Hölzl Abie Franklin ArtJunk