ArtJunk
No. 43—2026

Christian Naujoks

Info: Christian Naujoks’ künstlerische Arbeit bewegt sich zwischen Musik, bildender Kunst und künstlerischer Forschung. Er entwickelt Arbeiten, die den Vorgang des Hörens in seiner Fragilität adressieren und Körper und Klang als prozessuales Ereignis erfahrbar machen. Dabei versteht der Künstler Komposition als ein erweitertes Arbeitsfeld, in dem sich räumliche und soziale Vorgänge in unterschiedlichen Medien und Situationen entfalten. Seine interdisziplinäre Arbeitsweise umfasst Soundinstallationen, Film, grafische und textuelle Notationen, skulpturale Arbeiten, Musikstücke sowie partizipative und performative Setzungen. (…)

Kunstverein Bielefeld Christian Naujoks ArtJunk

Victoria Tarak (Direktorin, Kunstverein Bielefeld)

Info: Christian Naujoks’ künstlerische Arbeit bewegt sich zwischen Musik, bildender Kunst und künstlerischer Forschung. Er entwickelt Arbeiten, die den Vorgang des Hörens in seiner Fragilität adressieren und Körper und Klang als prozessuales Ereignis erfahrbar machen. Dabei versteht der Künstler Komposition als ein erweitertes Arbeitsfeld, in dem sich räumliche und soziale Vorgänge in unterschiedlichen Medien und Situationen entfalten. Seine interdisziplinäre Arbeitsweise umfasst Soundinstallationen, Film, grafische und textuelle Notationen, skulpturale Arbeiten, Musikstücke sowie partizipative und performative Setzungen. (…)

Kunstverein Bielefeld Christian Naujoks ArtJunk

Joseph Beuys, Guerilla Girls, Robert Rauschenberg, Chris Reinecke, Ulrike Rosenbach, Richard Serra, Andy Warhol, Annette Wehrmann u.a.

Info: Das Ludwig Forum für Internationale Kunst versteht sich seit seiner Gründung 1991 als eine andere Art Museum – als ein Forum, in dem Kunst im Austausch mit der Öffentlichkeit verhandelt wird. Ausgehend von der eigenen Institutionsgeschichte und dem Anspruch des Aachener Sammlerpaars Irene und Peter Ludwig für die Öffentlichkeit zu sammeln, befragt die Ausstellung public/public Veränderungen im Verhältnis von Kunst und Öffentlichkeit durch die Linse transatlantischer Beziehungen seit den 1960er Jahren. Wie richten sich Künstler*innen, die Kunst und ihre Institutionen an die Öffentlichkeit? Was sind ihre Diskurs- und Dialogräume? Angetrieben von gesellschaftlichen Umbrüchen kommt es seit den 1960er Jahre nicht nur zu einer zunehmenden Entgrenzung und Vervielfältigung künstlerischer Ausdrucks- und Aktionsformen –Happening, Performance-, Video- und Klangkunst –, sondern auch zu einem offensichtlichen Wandel im Verhältnis zum Publikum, dem öffentlichen Raum und den Medien. (…) Parallel eröffnet die Ausstellung Iván Argote. Hier Zusammen.

Ludwig Forum Aachen Peter Thomann TH Aachen Festival der Neuen Kunst ArtJunk

Iván Argote

Info: Was bedeutet es, miteinander in Dialog zu treten und sich anderen Menschen gegenüber zu formulieren? Wie entsteht Gemeinschaft, im Kleinen oder im Großen? Auf spielerische und humorvolle Weise thematisiert der kolumbianische Künstler Iván Argote die Reibungsflächen menschlichen Miteinanders. Seine interaktiven Projekte, Performances, Videoarbeiten und Protestaktionen schaffen Foren zur Aushandlung von Gemeinschaft, zwischen individuellem Ausdruck und der Bereitschaft zur Verständigung. Mit einer raumgreifenden, neuen Arbeit transformiert der Künstler ab Ende November 2026 die Mittelhalle des Ludwig Forums in einen interaktiven Raum. Ab dem Frühjahr 2027 bietet Argote zudem eine Aachener Version von Activissime an – einer Reihe von Protestworkshops, die der Künstler seit 15 Jahren weltweit realisiert: Dabei lernen Kinder im Alter von 6-10 Jahren auszudrücken, welche Veränderungen sie sich für eine Welt der Zukunft wünschen. (…) Parallel eröffnet die Ausstellung public/public. Zum Verhältnis von Kunst und Öffentlichkeit.

Ludwig Forum Aachen Iván Argote ArtJunk

Sumin Shin

Info: Verbrannte und beschädigte Holzbalken werden zwischen den Wänden des Wachhauses verkeilt. Auf ihnen stehen runde, farbige Keramikkugeln. Die Kugeln befinden sich in einem scheinbar fragilen Gleichgewicht und vermitteln den Eindruck, jederzeit herunterfallen und zerbrechen zu können. Eingebettet in die historische Architektur des Wachhauses thematisiert Sumin Shin in Ihrer Installation Unsicherheit, innere Anspannung und gesellschaftliche Instabilität. Sumin Shin studiert seit 2025 bei Prof.in Yeşim Akdeniz an der Kunstakademie Düsseldorf. Die Wachhaus-Ausstellungsreihe ist eine Kooperation mit der Kunstakademie Düsseldorf, in deren Rahmen Studierende im zweimonatigen Rhythmus jeweils eine neue Installation vor Ort realisieren. Nach einem Zyklus von sechs Präsentationen wird ein Beitrag im Folgejahre im Rahmen einer Preisverleihung ausgezeichnet. Ort: Wachhaus, Raketenstation.

Stiftung Insel Hombroich Sumin Shin ArtJunk

Berit Schneidereit, Sigmar Polke / Hans Peter Adamski, Anatol, Volker Anding, Bernd & Hilla Becher, Krimhild Becker, Sybille Berke, Joseph Beuys, Bernhard Blume, Victor Bonato, Rudolf Bonvie, Joachim Brohm, Bernd Damke, Thea Djordjadze, Felix Droese, Bogomir Ecker, Carolin Eidner, Robert Elfgen, Ulrich Erben, Luka Fineisen, Lutz Fritsch, Johannes Geccelli, Christian Gieraths, Bruno Goller, Dirk Gottfriedt, Karl Otto Götz u.a.

Info: Jeden letzten Sonntag im Monat bieten wir Ihnen um 15 Uhr eine kostenfreie Führung durch unsere aktuellen Ausstellungen im Kunsthaus NRW in Aachen-Kornelimünster. Unsere Kunsthistorikerin Gabriele Teuteberg führt Sie dabei etwa 60 Minuten durch Sammlungspräsentation, Wechselausstellung oder Skulpturengarten des Kunsthauses. Die Teilnahme ist auf maximal 25 Personen beschränkt, eine Anmeldung ist nicht nötig, wir treffen uns im Foyer.

Kunsthaus NRW Berit Schneidereit Entangled Lines Sigmar Polke ArtJunk

Lee Ufan

Info: Der südkoreanische Künstler Lee Ufan (*1936, lebt in Kamakura, Japan) wird mit dem 32. Wolfgang-Hahn Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig ausgezeichnet. In seiner Kunst begegnen sich konträre Kräfte wie Leere und Spannung, Stille und Energie. Als Mitbegründer der aus Japan stammenden minimalistisch arbeitenden Mono-ha-Bewegung (Schule der Dinge), einem Kollektiv von Künstler*innen in Tokio zwischen 1968 und 1975, sucht er bis heute nach einer harmonischen Neuordnung der Dinge. Seit den 1970er-Jahren prägt vor allem seine reduzierte Malerei die internationale Kunstszene. (…) Preisverleihung und Eröffnung um 18:30 Uhr.

Museum Ludwig Lee Ufan ArtJunk

Pallavi Paul

Info: In THE NEAR SIDE setzt sich Pallavi Paul mit Trauer, Verlust und der Frage auseinander, wie Vergangenes in der Gegenwart fortbesteht. Die Ausstellung verbindet Fotografien mit einer Videoinstallation und bewegt sich zwischen Stillstand und Bewegung, Abwesenheit und Präsenz. Im Zentrum der fotografischen Arbeiten stehen präparierte Vögel. Ihre Körper haben aufgehört zu leben und scheinen dennoch in Gesten des Fliegens, der Aufmerksamkeit, des Innehaltens oder der Ruhe festgehalten. Sie befinden sich in einem eigentümlichen Zwischenzustand: Der Tod ist sichtbar, zugleich bewahrt die Präparation eine körperliche Präsenz über das Leben hinaus. Paul fotografiert die Vögel mit einer Ruhe und kompositorischen Präzision, die an die Bildsprache alter Ölgemälde erinnert. Dunkle Bildräume, gezielt gesetztes Licht und die Aufmerksamkeit für Körper, Texturen und Oberflächen verleihen den Aufnahmen eine beinahe andächtige Wirkung. Darin klingt eine lange Bildtradition an, in der Bilder zu Orten des Erinnerns werden und das Tote, Abwesende oder Verschwindende festhalten. (…)

CO3 Pallavi Paul ArtJunk

Taslima Ahmed, Hikari Ono, Matthew Peers – in collaboration with Super Super Markt

Braunsfelder Both Directions at Once ArtJunk