Info: Yayoi Kusama gilt als die bekannteste, vielseitigste und international erfolgreichste Künstlerin Japans. Nachdem ihr Werk in Deutschland erstmals 1968 im Städtischen Museum Mönchengladbach in einer Einzelausstellung gewürdigt wurde, fand die erste umfassende Überblicksausstellung erst 2002 im Kunstverein Braunschweig statt – sie markierte den Beginn der Kusama Obsession in Deutschland. Mit sich wiederholenden Punkten, Netzen und Spiegelräumen schafft Kusama immersive Bildwelten, in denen sich Raum und Wahrnehmung ins Grenzenlose auszudehnen scheinen und die eine ganze Epoche metaphorisch vorweggenommen haben: die Ära der Dot.Coms. Karola Kraus leitete von 1991 bis 1995 den Kunstraum Daxer in München. Danach organisierte sie für Katharina Sieverding Einzelausstellungen in internationalen Institutionen. 1999 übernahm Kraus die Leitung des Kunstvereins Braunschweig. Von 2006 bis 2010 war sie Direktorin der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden und von 2010 bis 2025 Generaldirektorin des mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien. 2022 kuratierte sie den Österreichischen Pavillon der 59. Biennale in Venedig. Sie ist Vizepräsidentin der Roswitha Haftmann Stiftung. (…) Kosten 5 € / 3 € ermäßigt / Mitglieder der Freunde kostenfrei / Treffpunkt: Museum Ludwig, Kinosaal.
Info: Awareness etabliert sich in bestimmten Bereichen immer mehr als eine Antidiskriminierungssstrategie – allerdings liegt der Fokus meist auf den Besuchenden von Veranstaltungen. Im Studienprojekt Backstage Awareness hat sich Fee-Noa Wendsche (keine) mit der Frage auseinandergesetzt, welche Awareness-Bedarfe marginalisierte Musiker*innen haben. Dafür hat Fee-Noa Wendsche Interviews im Bereich der Neuen Musik geführt und so erste Hinweise darauf erhalten, wie Awareness für Musiker*innen umgesetzt werden könnte und was Betroffenen dabei besonders relevant erscheint. In dem Vortrag wird es um die Hintergründe sowie die Ergebnisse der Interviews gehen. Was ist überhaupt Awareness? Warum kann es relevant sein, in der Neuen Musik Awareness einzusetzen? Welche Einsdrücke lieferten die Interviews? Was bedeutet dies für die Awareness-Praxis in anderen Bereichen? Als Abschluss wird es eine freiwillige Frage- und Diskussionsrunde geben. Nach dem Vortrag gibt es die Möglichkeit zu einem Get-together mit Getränken, die an der Salon des Amateurs Bar erhältlich sind. Dabei laden wir zu einem Community-Austausch mit Clubbetreibenden, DJ-Kollektiven sowie Menschen aus verschiedenen Bereichen von Kunst, Club und Kultur ein. (…) Ort: Salon des Amateurs, Grabbelplatz 4, 40213 Düsseldorf / Eintritt frei, Spenden willkommen / Anmeldung per E-Mail an awareness@about-repetition.com →
Info: Die ukrainische Menschenrechtsanwältin und Friedensnobelpreisträgerin Oleksandra Matviichuk spricht im Rahmen des asphalt Festivals über Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit in Zeiten des Krieges. Im Anschluss diskutiert sie mit der Sängerin und Menschenrechtsaktivistin Christina Daletska über die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf Kultur und kulturelles Erbe in der Ukraine. Vortrag auf Englisch mit deutschen und ukrainischen Übertiteln / Gespräch auf Englisch mit deutscher Liveübersetzung / Anmeldung unter anmeldung@asphalt-festival.de →
Eine Speisefolge in vier Stationen mit Vorträgen von Künstler Arpad Dobriban
Info: Am Sonntag, 5. Juli 2026, um 14 Uhr lädt der Künstler Arpad Dobriban im Rahmen der Ausstellung Ecologies in Motion zu Feuer Wasser Erde Luft. Transformation durch die Elemente in den Malkastenpark ein. Die kommentierten Kochveranstaltungen sind seit Jahrzehnten ein zentraler Bestandteil von Dobribans künstlerischer Praxis. Ausgehend von seiner Auseinandersetzung mit Lebensmitteln, Geschmack und der Beziehung zwischen Mensch und Natur verbindet er kulinarische Erfahrung mit künstlerischer Forschung. Begleitende Vorträge machen die Speisefolge zu einer Reise durch die Elemente, bei der geistige Reflexion und sinnliche Erfahrung aufeinandertreffen. Die Teilnahmegebühr beträgt 20 € / Die Plätze sind begrenzt / Anmeldung bis Freitag, 27. Juni 2026, unter dobriban@me.com →
Dr. Helen Westgeest (Leiden University)
Info: This lecture focuses on photographs in which Yayoi Kusama poses as part of her artworks. This manner of posing differs from most artist portraits, which show artists in front of or next to their artworks. Kusama’s portrait photos are closely connected to her vision of the human being as part of networks. The accumulations that characterize her artistic oeuvre not only align with artistic strategies of repetition in modern art but also evoke associations with current views on networks that consist not only of people but also of interactions with matter and the natural environment. (…) This lecture will be held in English! Meeting place: Cinema at the Museum Ludwig / Free for members of the Friends / Guests: 5 € / Students: 3 €.
Anna Wondrak (Leiterin, Künstler*innenarchiv, Stiftung Kunstfonds)
Info: Herzliche Einladung zum Vortrag von Anna Wondrak, Leiterin des Künstler*innenarchiv der Stiftung Kunstfonds, anlässlich der Ausstellung reMember. Claudia van Koolwijk & Stefan Demary und Adolph Schroedter (1805–1875) aus dem Malkasten-Archiv am Dienstag, 14. Juli 2026, um 19 Uhr.
Christina Kubisch (Künstlerin), Prof. Dr. Anna Schürmer (Medientheoretikerin, Freie Universität Berlin)
Info: Anlässlich des Auftakts von Christina Kubischs Electrical Walks in Aachen, laden wir herzlich zu zwei Impulsvorträgen von Christina Kubisch und Prof. Dr. Anna Schürmer (Medientheoretikerin Freie Universität Berlin) ein. Im Anschluss findet ein Künstlerinnengespräch statt moderiert von Rebekka Seubert.
Dr. Julia Kernbach (Universität Siegen), Prof. Jana Müller (Folkwang Universität der Künste Essen), Prof. Adrian Sauer (Hochschule Bielefeld), Melina Lehmacher & Philip Zietmann (Künstler*innen) u.a.
Info: Nordrhein-Westfalen hat eine besondere Dichte an Kunsthochschulen, die überregional beachtete Photograph*innen ausbilden. Das LaB K (Landesbüro für Bildende Kunst/Kunsthaus NRW) und die SK Stiftung Kultur widmen sich mit einem Fachtag der Kunstvermittlung und Lehre von Photographie. In Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops sollen nicht nur die unterschiedlichen Standorte und ihre Bildproduktionsfaktoren berücksichtigt werden, sondern auch insbesondere die Vermittlung photographischer Perspektiven und Modelle an Kinder, Jugendliche und Studierende. Zielgruppe sind Lehrende, Lernende und Interessierte die sich im weitesten Sinne von dem Fachtag angesprochen fühlen. Hier geht es zur kostenfreien Anmeldung →
Prof. Dr. Karen van den Berg (Kunsthistorikerin)
Info: Im Rahmen des HLHE Dialog – Nach der Kunst: Acaye Kerunen. Der Vortrag widmet sich dem Wechselspiel zwischen Kulturpolitik und Kunstpraxis. Van den Berg zeichnet die Entwicklung und Wirkung gesellschaftlich intervenierender und aktivistischer Kunst seit den 1970er Jahren am Beispiel von Joseph Beuys, Hans Haacke, ruangrupa und Acaye Kerunen nach. Die Referentin ist Stiftungsprofessorin für Museale Praxis – Theorie und Vermittlung an der Ruhr Universität Bochum. Eintritt frei! Ort: Haus Esters.
Dr. Ina Dinter (Leiterin, Kunstmuseum Villa Zanders)
Info: Bühnenartige Kompositionen, eine von Masken dominierte Staffage, Tanzmotive und narrative Stillleben finden sich in James Ensors Werk zahlreich. In Tanz-, Theater- und Maskenbildern synthetisiert der Künstler konträre Welten wie das belgische Puppentheater, bekannt für seinen derben Witz, mit den elegant-zurückhaltenden Liebespaaren Jean-Antoine Watteaus. Er kombiniert Anregungen aus der bildenden Kunst mit solchen aus Populärkultur, Literatur und Alltag. Ensors Malerei ist seine Bühne und die Inszenierung sein Kompositionsprinzip. Das Interesse an Musik und Theater kulminiert in einer von ihm komponierten Ballett-Pantomime – hier wird er wortwörtlich zum Puppenspieler. Dr. Ina Dinter leitet seit 2024 das Kunstmuseum Villa Zanders. 2015 promovierte sie mit der Untersuchung von James Ensors wenig erforschtem Spätwerk. Sie ordnet seine Werkgruppen kunst- und kulturhistorisch ein und zeichnet Ensor als scharfsinnigen Ironiker und Wegbereiter der Moderne, dessen komplexe Bildstrategien eine innovative Auseinandersetzung mit Fragen von Originalität, Serialität und künstlerischer Selbstinszenierung markieren. Ihre Arbeit eröffnet neue Perspektiven auf Ensor als Person und ordnet seine frühe sowie mittlere Schaffensphase neu ein. Zugleich macht sie seine prägende Rolle als Wegbereiter der europäischen Kunst des 20. Jahrhunderts deutlich. (…) 3 € zzgl. Eintritt / ohne Anmeldung.