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No. 42—2021

Prof. Michael F. Zimmermann (Kunstgeschichte, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt)

Info: Vortrag von Prof. Michael F. Zimmermann im Rahmen der aktuellen Ausstellung Georges Braque. Erfinder des Kubismus. Die Ausstellung ist an diesem Abend von 18 bis 19 Uhr zusätzlich geöffnet. Teilnahme mit einem gültigen Eintrittsticket zur Ausstellung / limitierte Sitzplätze / zur Anmeldung →

Kunstsammlung Nordrhein Westfalen NRW Düsseldorf Georges Braque K20 K21 ArtJunk

Prof. Dr. Alf Christophersen (Evangelische Theologie, Bergische Universität Wuppertal)

Info: Begleitend zur aktuellen Ausstellung Aus der Zeit gerissen. Joseph Beuys: Aktionen – fotografiert von Ute Klophaus 1965–1986, Sammlung Lothar Schirmer hält Prof. Dr. Alf Christophersen einen Vortrag zu Beuys trifft Iphigenie – und schreibt Theatergeschichte. Alf Christophersen ist Professor für Systematische Theologie an der Bergischen Universität Wuppertal und Verfasser der in diesem Jahr im Schirmer/Mosel Verlag erschienenen Publikation Die Kunst des Unsichtbaren. Ethik – Beuys – Ästhetik. Seine Forschungsschwerpunkte sind Ästhetik, Friedens- und Konfliktforschung sowie Politische Theologie und Ethik. Eintritt frei / Tickets vorab an der Kasse oder online → 

Dr. Sarah Czirr, Prof. Dr. Jürgen Wiener, Prof. Timo Skrandies, Dr. Tiziana Caianiello (Institut für Kunstgeschichte, HHU Düsseldorf), Peter Brötzmann (Künstler/Musiker), Dr. Roland Mönig (Museumsdirektor, Von der Heydt-Museum), Wolfgang Schmidtke (Musiker), Beat Wismer (Kunsthistoriker), Nicola L. Hein (Musiker), Dr. Harald Kisiedu (Institut für Musik, Hochschule Osnabrück)

Info: Am 25. Oktober 2021 findet eine Tagung des Instituts für Kunstgeschichte (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) im Von der Heydt-Museum Wuppertal statt. Seit den 1960er-Jahren prägt Peter Brötzmann die internationale Szene des Free Jazz und der improvisierten Musik maßgeblich. Parallel zu seinem musikalischen Schaffen war er durchgängig als bildender Künstler tätig. Sein 80. Geburtstag bietet längstens den Anlass, in unterschiedlichen Formaten eine wissenschaftliche Perspektive auf diese herausragende ,Doppelbegabung‘ zu eröffnen: Ein Forschungs- und Lehrprojekt widmet sich der wechselseitigen Beeinflussung dieser Gattungen und fragt nach Parallelen und Unterschieden in den künstlerischen Konzepten und Ausdrucksformen auch am Beispiel Peter Brötzmanns. Die Ergebnisse der Forschungen werden im Rahmen der Tagung vorgestellt. Ein Podiumsgespräch mit Peter Brötzmann bildet Abschluss und Höhepunkt dieser Tagung um 19 Uhr. Eintritt frei / Anmeldung unter czirr@hhu.de →

Tagung Von der Heydt Museum Wuppertal Broetzmann ArtJunk

Dr. Gabriele Mackert (Sammlungsleitung Kunst 18.–21. Jahrhundert, Hessisches Landesmuseum Darmstadt), Dr. Franziska Koch (Heidelberg Centrum für Transkulturelle Studien, Universität Heidelberg), Dr. Sarah Hübscher (IAEB der TU Dortmund, Kuratorin im Museum Ostwall im Dortmunder U), Benjamin Dodenhoff (Peter und Irene Ludwig Stiftung), Giovanna-Beatrice Carlesso (Universität Stuttgart), Johannes Stüttgen (Künstler, Autor)

Info: Anlässlich des 100. Geburtstages von Joseph Beuys wird in Aachen im Rahmen des Jubiläumsprogramms ein zweitägiges Symposium durchgeführt, eine Kooperation des Ludwig Forum Aachen und dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte, RWTH Aachen University. Thema und Ausgangspunkt des Symposiums ist Joseph Beuysʼ Aktion beim Festival der Neuen Kunst am 20. Juli 1964 im Audimax der RWTH Aachen. Die Veranstaltung endete mit einem Eklat und musste vorzeitig abgebrochen werden: Ein verärgerter Student hatte Beuys mit einer gezielten Rechten die Nase blutig geschlagen. Die Fotografien der Ereignisse sind heute Teil des kollektiven Gedächtnisses, auch wenn kaum noch jemand die Zusammenhänge kennt. Das Symposium im Rahmen von Beuys 2021 in Aachen soll die wechselseitige Verbindung zwischen Joseph Beuys und der Fluxus-Bewegung in der Nachfolge des Aachener Ereignisses beleuchten. Dabei werden die nun über fünfzig Jahre zurückliegenden Begebenheiten zu ihrer Bedeutung für unsere gegenwärtige Kunst, Politik und Gesellschaft kritisch befragt und Werke zeitgenössischer Künstler*innen einbezogen. Eintritt frei / Anmeldung nicht erforderlich.

Ludwig Forum Aachen Joseph Beuys Festival ArtJunk

Dr. Annette Lagler, Myriam Kroll (Ludwig Forum Aachen), Prof. Dr. Alexander Markschies (Lehrstuhl für Kunstgeschichte, RWTH Aachen University), Dr. Adam C. Oellers (Stellv. Museumsdirektor a. D., Städtische Museen in Aachen)

Info: Anlässlich des 100. Geburtstages von Joseph Beuys wird in Aachen im Rahmen des Jubiläumsprogramms ein zweitägiges Symposium durchgeführt, eine Kooperation des Ludwig Forum Aachen und dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte, RWTH Aachen University. Thema und Ausgangspunkt des Symposiums ist Joseph Beuysʼ Aktion beim Festival der Neuen Kunst am 20. Juli 1964 im Audimax der RWTH Aachen. Die Veranstaltung endete mit einem Eklat und musste vorzeitig abgebrochen werden: Ein verärgerter Student hatte Beuys mit einer gezielten Rechten die Nase blutig geschlagen. Die Fotografien der Ereignisse sind heute Teil des kollektiven Gedächtnisses, auch wenn kaum noch jemand die Zusammenhänge kennt. Das Symposium im Rahmen von Beuys 2021 in Aachen soll die wechselseitige Verbindung zwischen Joseph Beuys und der Fluxus-Bewegung in der Nachfolge des Aachener Ereignisses beleuchten. Dabei werden die nun über fünfzig Jahre zurückliegenden Begebenheiten zu ihrer Bedeutung für unsere gegenwärtige Kunst, Politik und Gesellschaft kritisch befragt und Werke zeitgenössischer Künstler*innen einbezogen. Eintritt frei / Anmeldung nicht erforderlich.

Ludwig Forum Aachen Joseph Beuys Festival ArtJunk

Gary Kuehn (Künstler), Magdalena Kröner (Kunstkritikerin, Autorin)

Info: Gary Kuehn gibt in einem Vortrag und einem anschließenden Gespräch mit Magdalena Kröner umfassende Einblicke in sein Werk aus Skulpturen, Gemälden, Collagen und Zeichnungen. Anlässlich der diesjährigen Schenkung seines Werkes Wedge Piece (1969) von Häusler Contemporary München an die Kunststiftung im Museum Ludwig diskutiert Gary Kuehn seine Anfänge in der Kunst: In den 1960ern und 70ern experimentiert der Künstler mit verschiedenen Materialien und lotet den Raum zwischen Expressionismus und Minimalismus aus. (…) Online-Veranstaltung via Zoom / Anmeldung an anmeldung@gesellschaft-museum-ludwig.de → unter Angabe des Stichworts Kunst im Kontext.

Museum Ludwig Kunst im Kontext Gary Kuehn ArtJunk

Vorträge und Dialoge von und mit Nikola Dietrich (Direktorin, Kölnischer Kunstverein), Änne Söll (Kunsthistorikerin, Ruhr-Uni Bochum), Michael Annoff (Kurator, FH Potsdam), Maximiliane Baumgartner (Künstlerin), Gürsoy Doğtas (Kurator, Kunsthistoriker, Universität für angewandte Kunst, Wien). Pary El-Qalqili (Regisseurin), Stephanie Marchal, Kunsthistorikerin (Ruhr-Uni Bochum), Chus Martìnez (Kuratorin, Institutsleiterin IAGN, Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNZ, Basel), Viktor Neumann (freier Kurator), Brigitte Sölch (Architektur- und Kunsthistorikerin, Uni Heidelberg), Nadine Oberste-Hetbleck (Kunsthistorikerin, Uni Köln / Direktorin, Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung – ZADIK), Christine Peters (NRW Kunststiftung), Bahareh Sharifi (Diversity Arts Culture, Berlin)

Info: Der Kölnische Kunstverein und der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf präsentieren gemeinsam reboot: – ein kollaborativer, zyklischer, antirassistischer und queer-feministischer Dialog zwischen performativen und forschungsbasierten Praktiken. 100 Jahre ist es her, dass Frauen an den staatlichen Kunstakademien zugelassen wurden und damit ein Meilenstein innerhalb des langen Professionalisierungskampfes von Künstlerinnen in Deutschland getan wurde. Weiblichkeit fungiert dabei bis in die Gegenwart als eine von vielen, häufig miteinander verschränkten, hierarchisierenden und ausschließenden Kategorien, die seit jeher auch in transnationalen Kunstinstitutionen etabliert und konstruiert werden. (…) Eintritt frei / keine Voranmeldung erforderlich.

Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen Düsseldorf Kölnischer Kunstverein reboot ArtJunk

Golo Föllmer (Medien- und Musikwissenschaftler), Kirsten Reese und Anne Wellmer (Klangkünstlerinnen), Felix Kruis (Kunstwissenschaftler) und Julian Kämper (Musikwissenschaftler, Dramaturg, Journalist)

Info: Im Zentrum der interdisziplinären Auftaktveranstaltung des Sound Cinema Düsseldorf 2021 steht das Thema der Sonotopien. Dabei soll der Diskurs um die Verbindungen von elektroakustischer Musik zu Raum, Räumlichkeit und (Aufführungs-)Ort durch den Vortrag Klang, Musik, Reflexion, Interferenz, Verbindung: Multiple Dimensionen in der Raummusik des 20. Jahrhunderts des Medien- und Musikwissenschaftlers Golo Föllmer sowie einen Artist-Talk mit den Klangkünstlerinnen Kirsten Reese und Anne Wellmer zum Thema SOUND-MAPPING. Die sonische Vermessung der Um/Welt genauer erschlossen werden. Den Abschluss bildet das 3D-Kopfhörerstück Kreis: Gehörte Zeit ODER Conan der Zerstörer von Felix Kruis und Julian Kemper, das sich mit den räumlichen Bedingungen der Rotunde des NRW-Forums auseinandersetzt und eigens dafür konzipiert wurde.

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Hubert Brieden (Historiker und Autor)

Info: Nur einmal war das Gemälde Guernica in Deutschland im Original zu sehen. 1955/56 in München, Köln und Hamburg im Rahmen der Ausstellung Picasso 1900–1955. Erstmals nach der NS-Diktatur war es möglich, das Schaffen diese berühmten Künstlers umfassend kennen zu lernen, dessen Werke die Nazis als entartete Kunst stigmatisiert hatten. Mehr als 300.000 Menschen besuchten die Ausstellung. Besonders vor dem Bild mit dem Namen einer baskischen Kleinstadt drängelten sich die Kunstinteressierten, waren fasziniert, entsetzt oder fühlten sich in ihren Vorurteilen bestätigt. Mit dieser Ausstellung habe Picasso wieder die deutsche Bühne betreten, heißt es. Doch gilt das auch für die Hauptattraktion? War Guernica jemals von der deutschen Bühne verschwunden? Was war aus den Angehörigen der deutschen Luftwaffe geworden, die für das Flächenbombardement verantwortlich waren und es für einen vollen Erfolg hielten?

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Prof. Dr. Andreas Kilcher (Literatur- und Kulturwissenschaft, ETH Zürich)

Info: Üblicherweise wird das Judentum als buchzentriert und bilderkritisch verstanden. Doch ist diese Gegenüberstellung verkürzt und problematisch. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich nicht nur, dass Bilder im Judentum sehr wohl eine eigene Dignität erhalten. Deutlich wird auch, dass Bilder in einem vielgestaltigen Verhältnis zur Schrift stehen. Das wird in der jüdischen Moderne um 1900 besonders virulent. Fast gleichzeitig mit der Entwicklung des Begriffs jüdische Literatur wurde auch der Begriff jüdische Kunst stark gemacht. Tatsächlich stehen in der jüdischen Moderne Bild und Schrift Seite an Seite. Beispiele für produktive Nachbarschaften der beiden künstlerischen Formen sind etwa auf der Seite der Kunst Ephraim Moses Lilien und Hermann Struck, auf der Seite der Literatur Else Lasker-Schüler und Franz Kafka.

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