ArtJunk
No. 48—2022

Beat Wismer (Kunsthistoriker)

Info: Als Piet Mondrian 1940 in New York ankommt, wird er mit höchstem Respekt begrüßt. Seine formal und farblich reduzierten Werke der vorangegangenen zwei Jahrzehnte gelten als ikonische Realisierungen einer puristischen Moderne. Gut zwanzig Jahre nach Mondrians Tod wendet sich Barnett Newman mit der Reihe seiner riesigen Bilder Who’s Afraid of Red, Yellow and Blue gegen Mondrians Dogmatik. Der Vortrag konzentriert sich auf das weitläufige Erbe Mondrians, von den künstlerischen Nachfolger*innen über die Auswirkungen auf die gebaute Umwelt bis hin zu Kunst, Design und Mode in der Postmoderne. Im Rahmen des KPMG-Kunstabends / Treffpunkt: Trinkaus Auditorium.

Kunstsammlung NRW K20 Piet Mondrian ArtJunk

Programm zum KPMG-Kunstabend 

Info: Wir möchten Sie sehr herzlich zu unserem KPMG-Kunstabend am 7. Dezember 2022 in die Kunstsammlung einladen. Bei freiem Eintritt haben Sie die Gelegenheit von 16 bis 22 Uhr die Ausstellungen Der Mucha – Ein Anfangsverdacht im K20 und K21 und die Mondrian-Ausstellung im K20 zu besuchen. Unsere aktuellen Sammlungspräsentationen sind ebenfalls geöffnet. So können Sie beispielsweise im K21 das Gefühl erleben, nur von den Strömen der Winde getragen um die Welt zu fliegen. Das Open Source VR-Set von Tomás Saraceno macht es möglich: AEROCENE: FREE THE AIR. Orbit-s For a Post-Fossil Fuel Era (2022) simuliert das Fliegen ganz ohne fossile Brennstoffe, Emissionen, Solarpanels oder Lithiumbatterien. 18 & 19 Uhr: Themenführungen zu den Ausstellungs- oder Sammlungspräsentationen von K20 und K21 / Anmeldung vor Ort möglich / 20–22 Uhr: Vortrag von Beat Wismer, ehemaliger Direktor des Kunstpalast Düsseldorf. Who’s afraid of Red, Yellow and Blue: Mondrians Erbe im K20.

Kunstsammlung NRW K20 K21 Mondrian Mucha ArtJunk

Programm zum KPMG-Kunstabend

Info: Wir möchten Sie sehr herzlich zu unserem KPMG-Kunstabend am 7. Dezember 2022 in die Kunstsammlung einladen. Bei freiem Eintritt haben Sie die Gelegenheit von 16 bis 22 Uhr die Ausstellungen Der Mucha – Ein Anfangsverdacht im K20 und K21 und die Mondrian-Ausstellung im K20 zu besuchen. Unsere aktuellen Sammlungspräsentationen sind ebenfalls geöffnet. So können Sie beispielsweise im K21 das Gefühl erleben, nur von den Strömen der Winde getragen um die Welt zu fliegen. Das Open Source VR-Set von Tomás Saraceno macht es möglich: AEROCENE: FREE THE AIR. Orbit-s For a Post-Fossil Fuel Era (2022) simuliert das Fliegen ganz ohne fossile Brennstoffe, Emissionen, Solarpanels oder Lithiumbatterien. 18 & 19 Uhr: Themenführungen zu den Ausstellungs- oder Sammlungspräsentationen von K20 und K21 / Anmeldung vor Ort möglich / 20–22 Uhr: Vortrag von Beat Wismer, ehemaliger Direktor des Kunstpalast Düsseldorf. Who’s afraid of Red, Yellow and Blue: Mondrians Erbe im K20.

Kunstsammlung NRW K20 K21 Mondrian Mucha ArtJunk

Klaas Kuitenbrouwer & Wietske Nutma (Het Nieuwe Instituut, Rotterdam), Marianne Ramsay-Sonneck & Georg Reinhardt (Club Real), Paula Erstmann (Künstlerin)

Info: Einen ganzen Tag lang erforscht die Temporary Gallery verschiedene Zugänge zu den Rechten der Natur an sich selbst und der politischen Teilhabe von mehr-als-menschlichen Lebewesen. 11–13 Uhr: Workshop Zoöp Teil I. Mapping the site – Welche Lebewesen bewohnen den Ort? / 13–14 Uhr: Mittagessen von & mit Paula Erstmann / 14–17:30 Uhr: Workshop Zoöp Teil II. Diskussion und Rollenspiel – wie lassen sich die Interessen aller Entitäten institutionell berücksichtigen? / 17:30–18 Uhr: Kaffeepause / 18–19 Uhr: Lecture Performance Club Real Jenseits der Natur – Ökosysteme als Organismendemokratien / 19–20 Uhr: Input Rechte der Natur: Input aus juristischer Perspektive / Abschlussdiskussion mit Klaas Kuitenbrouwer, Wietske Nutma & Club Real / ab 20 Uhr: Dinner und Drinks von & mit Paula Erstmann / die Veranstaltungen können einzeln besucht werden / alternierend auf Englisch und Deutsch / Anmeldung für den Workshop bis zum 8. Dezember 2022 (bitte Lebensmittelallergien angeben) unter ns@temporarygallery.org →

Temporary Gallery Workshop Rechte von Ökosystemen ArtJunk

Dr. Andreas Weber (Biologe, Philosoph)

Info: Lange galten Pflanzen als essbare Objekte, ohne Wahrnehmung und Ausdrucksfähigkeit. Heute wissen wir, dass Bäume und Blumen miteinander sprechen und ihre Bedürfnisse ausdrücken. Pilze machen uns vor, dass Leben heißt, seine Form zu wandeln und zu wachsen, indem wir uns gegenseitig durchdringen. Wir steuern auf eine Revolution in unserem Bild vom Leben zu. Selbst die fremdesten Wesen sind uns ähnlicher, als wir lange zuließen. Mit allen teilen wir die subjektive Erfahrung, wie es ist, am Leben zu sein – verbunden in einem gewaltigen, von Fühlen und Erleben vibrierenden Stoffwechsel. Der Biologe und Philosoph Dr. Andreas Weber, 55, ergründet Lebendigkeit als subjektive und poetische Erfahrung. Er lehrt in Berlin am Bard College sowie an der Universität Pollenzo, Italien. Auf Deutsch erschienen zuletzt: Indigenialität (Nicolai, 2018) und Warum Kompromisse schließen (Duden-Verlag, 2020). Treffpunkt: Filmforum / Kinosaal, Museum Ludwig / Eintritt 4 € / 2 € ermäßigt / Mitglieder frei.

Museum Ludwig Andreas Weber ArtJunk

Dr. Kea Wienand (Kunsthistorikerin, Dozentin, Institut für Kunst und visuelle Kultur, Carl von Ossietzky Universität, Oldenburg)

Info: Postkoloniale Ansätze fordern seit den 1990er Jahren, Darstellungen von kultureller Differenz kritisch zu reflektieren und auf ihre Verwicklungen in Machtstrukturen zu befragen. Selten werden in diesem Kontext künstlerische Arbeiten aus der Bundesrepublik Deutschland analysiert, die zeitlich vor diesem postcolonial turn entstanden. Der Vortrag nimmt sich dieser Leerstelle an und bespricht Arbeiten von Ulrike Rosenbach und Wolf Vostell. Diskutiert wird, wie sie kulturelle Differenz verhandeln, welche Ziele dabei verfolgt und welche Effekte erzeugt wurden, die vielleicht nicht intendiert waren. Treffpunkt: Filmforum / Kinosaal, Museum Ludwig / Eintritt 4 € / 2 € ermäßigt / Mitglieder frei.

Museum Ludwig Daniela Ortiz ArtJunk

Dr. Katja Schlenker (Kuratorin, Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf) und Prof. Dr. Winfrid Halder (Leiter, Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf) stellen Leben und Werk Paul Dessaus anhand von Bildern, Texten und Musikbeispielen vor

Info: Als Paul Dessau, dessen Leben kaum auf nur einen Nenner zu bringen ist, im Jahr 1974 80 Jahre alt wurde, erhielt er zahlreiche Ehrungen, u.a.  zum zweiten Mal den Nationalpreis 1. Klasse der DDR. Am anschaulichsten im wörtlichen Sinne aber war wohl der 270 Seiten starke, großformatige Fotoband, der Dessau pünktlich zum runden Geburtstag als Komponisten, Dirigenten, Lehrer, aber auch Privatperson zeigte – und dessen noch immer eindrucksvolle Schwarz-Weiß-Aufnahmen von der Fotografin Evelyn Richter stammten. Richter hatte sich in ihrem fotografischen Werk nicht zuletzt auf sensible Porträts von Künstlerinnen und Künstlern spezialisiert. Ort: Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Deutsch-osteuropäisches Forum Düsseldorf, Bismarckstr. 90, 40210 Düsseldorf.

Kunstpalast Evelyn Richter ArtJunk

Patrizia Dander (Leiterin, Abteilung Wissenschaft, Kunstsammlung NRW, Düsseldorf)

Info: Bereits während ihres Studiums begann Kerstin Brätsch die Arbeit an der Serie der Psychic-Malereien: Bilder, die nach Besuchen bei Wahrsagerinnen entstanden und teils ungegenständliche Formen zeigen, teils an abstrahierte Köpfe oder gar Portraits erinnern. In dieser Werkserie begründet die Künstlerin ihre Auseinandersetzung mit dem für die Malerei so essenziellen Verhältnis von Subjektivität und Ausdruck, von Innerlichkeit und Oberfläche. Entlang ihrer nachfolgenden Werkserien, die diese Fragen wie durch ein Prisma auffächern, zeichnet der Vortrag von Patrizia Dander die ebenso kluge und ernstgemeinte wie intuitive und humorvolle Arbeitsweise Kerstin Brätschs nach. Patrizia Dander war zuletzt leitende Kuratorin am Museum Brandhorst in München, wo sie 2017 die Einzelausstellung Kerstin Brätsch. Innovation kuratierte. Anfang November hat sie die Leitung der Abteilung Wissenschaft an der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf übernommen.

Ludwig Forum Aachen Kerstin Brätsch Patrizia Dander ArtJunk

Agata Milizia (Konzept, Bühne, Kostüm), I. G. Braga (Texte), Marion Sherwood (Darstellerin), Alicia Echandía (Bühnenmalereien)

Info: Lazybones ist ein Projekt von Agata Milizia, das im Jahr 2022 entwickelt wurde. Die Performance basiert auf kurzen Texten und Gedichten, die sie zwischen 2018 und 2021 unter dem Pseudonym I. G. Braga geschrieben hat. In den Tagen nach der Lecture-Performance, vom 9. bis zum 11. Dezember, werden die Installation und das Buch zu sehen sein. Im Rahmen der Projektreihe zu Gast – guest performance / Eröffnung mit Lecture-Performance.

NKR Neuer Kunstraum Agata Milizia ArtJunk

Waleria Dorogova (Kuratorin, Kunstmuseen Krefeld)

Info: Die Sonia Delaunay-Forscherin und Mitkuratorin der Ausstellung in Haus Lange spricht über die Freundschaft und Zusammenarbeit der Avantgarde- Künstlerin und des Textilunternehmers.

Kunstmuseen Krefeld Haus Lange Sonia Delaunay ArtJunk