ArtJunk
No. 50—2025

 

 

This Week

METAATEM

Kunstmuseum Bonn

Kerstin Brätsch

Info: Für die Ausstellung verwandelt Kerstin Brätsch das Kunstmuseum Bonn in einen lebendigen malerischen Organismus. Zentraler Ausgangspunkt ist dabei der Bezug zwischen Malerei und Körper auf physischer, psychischer und sozialer Ebene. Wie ein Portal zu einer anderen Welt durchschreiten die Besuchenden eine Art Labyrinth aus Farbe, Licht und Klängen oder treten vor eine suggestive Tapete mit gespiegelten Motiven, die an die Tintenklecks-Tests des Psychiaters Hermann Rorschach erinnern. Ähnlich dem Mimikry-Prinzip bei Tieren, bei dem sie zum Schutz vor Bedrohungen Muster aus der Umgebung nachahmen, greift die Künstlerin Elemente aus ihren eigenen Werken auf und lässt sie immer wieder in neuer Gestalt und Materialität erscheinen. So versteinert sie ihren eigenen Pinselstrich, indem sie ihn zuerst digitalisiert und dann in plastische Objekte aus Zement überführt. Zugleich arbeitet sie regelmäßig mit anderen Künstler*innen oder Handwerker*innen zusammen und bezieht Faktoren wie Licht und Zufall als gleichberechtigte Elemente in den künstlerischen Prozess ein. (…)

Kunstmuseum Bonn Kerstin Brätsch ArtJunk

Mother-Burn

wildpalms

Mario Asef & Kirstin Burckhardt

Info: Mother-Burn is the second video of a trilogy by the artist-couple Asef‑Burckhardt. It was filmed on-site in the burned remains of a redwood tree grove in the ecologically avant‑garde architecture project The Sea Ranch in Northern California. Based on extensive periods of research there, Asef‑Burckhardt present their videos, drawings, paintings, performances, sound pieces, photographs and poems created on site and in Berlin. Consisting of multimedia works, their project is continuously expanding and shown in changing settings at international exhibition venues.​ Against the acute backdrop of the global environmental crisis, new anthropological questions such as What must architecture connect today? and What must love achieve today? are raised and artistically explored in close relation to the real topography of The Sea Ranch. Situated north of San Francisco, The Sea Ranch is a roughly 10‑mile strip of coastline with clustered residential buildings integrated into the sharp cliffs of the Pacific. (…)

wildpalms Mario Asef Kirstin Burckhardt ArtJunk

Jeder Strich ein lauter Raum

IKOB – Museum für Zeitgenössische Kunst

Ronny Delrue

Info: Ronny Delrue zählt zu den renommiertesten Künstlern der zeitgenössischen Kunstszene. In den letzten fünf Jahren begeisterte er unter anderem mit großen Einzelausstellungen im S.M.A.K. Gent (2018–2019) und in CENTRALE for Contemporary Art Brussels (2019). Nun zeigt die Ausstellung Jeder Strich ein lauter Raum Delrue erstmals konsequent als Zeichner – und nicht wie gewohnt als Maler. Die außergewöhnliche Ausstellungsszenografie rückt die Zeichnung ins Zentrum und lädt ein, die politische Dimension des Zeichnens neu zu entdecken: Nicht als stillen Akt der Verinnerlichung, sondern als laute, sichtbare Vergewisserung von Menschlichkeit. Jeder Strich wird zum Raum für Widerstand, Empathie und gesellschaftliche Reflexion. (…) Zur Eröffnung der beiden Ausstellungen von Ronny Delrue und Jungwoon Kim sprechen ab 15 Uhr Paul Falkenberg (Präsident, IKOB), Gregor Freches (Minister für Kultur, Sport, Tourismus und Medien für Ostbelgien), Ronny Delrue (Künstler), Frank-Thorsten Moll (Direktor, IKOB) und Brenda Guesnet (Kuratorin, IKOB).

IKOB Ronny Delrue ArtJunk
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Upcoming

ex ovo machina

Künstlerverein Malkasten

Lili Voigt

Info: Die klassische Redewendung ex ovo omnia (aus dem Ei stammt alles) verweist auf das Ei als Ursprung allen Lebens. Der Titel ex ovo machina verdreht dieses Prinzip bewusst: Aus dem Ei, Symbol für Geburt und organische Entwicklung, tritt nicht Leben hervor, sondern Maschine. Das Werk ist als klassisch komponiertes Stillleben angelegt. Es zeigt eine geöffnete Eierschale – umgeben von Spuren des Verfalls, bewohnt von einer technischen Konstruktion. Was ursprünglich für Wachstum stand, wird zur Trägerform einer künstlichen Übernahme. ex ovo machina beschreibt diesen Bruch mit dem natürlichen Zyklus: den Moment, in dem Technik den Platz des Lebendigen einnimmt – eine subtile, aber unumkehrbare Verschiebung des Ursprungsbegriffs. Der Videoloop verstärkt diese Spannung: Die Endlosschleife lässt den Eingriff in den Lebenszyklus als dauerhaft und unumkehrbar erscheinen. Lili Voigt hat eine fotografische Ausbildung absolviert und ihr Studium mit einem Diplom für Audiovisuelle Medien an der Kunsthochschule für Medien (KHM) in Köln abgeschlossen. Seitdem ist sie kontinuierlich als Medienkünstlerin tätig. Ort: Rotunde im Hentrichhaus.

Malkasten Lili Voigt ArtJunk

Klasse Doll

Galerie Droste

Studierende der Klasse Tatjana Doll (Kunstakademie Karlsruhe)

Info: The opening will be our X-MAS Special Event, so there will be Mulled Wine and Christmas Cookies and some Christmas Surprises as well.

Galerie Droste Klasse Tatjana Doll ArtJunk

one, two, three

Ruttkowski;68

Thomas Wachholz

Info: Thomas Wachholz (b. 1984 Cologne) presents his third solo exhibition one, two, three with Ruttkowski;68 in Bochum. His practice revolves around the matchstick and its box as medium and motif, exploring repetition, rhythmic sequences, and the dynamics of relationships. Through overlays, fragments, and oversized forms, he creates sculptural compositions that reframe perception and human connections. Beginning with the simple trick of two matches burning together like a kiss, Wachholz translates this ephemeral image into bronze. Surface traces, edges, and irregularities become markers of industrial culture, yet his works retain a poetic lightness. The weight of the material seems to dissolve into the density of his compositions, whose parts extend into space like drawings transformed into objects. His sculptures appear like puzzles that resist a final resolution, shifting into new constellations as viewers move around them. They recall a musical rhythm, in which repetitions and variations function like jazz riffs. (…)

Ruttkowski:68 Thomas Wachholz ArtJunk
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