ArtJunk
No. 43—2021

This Week

Attempts to be Many

Sammlung Philara

Nara Bak, Jana Buch, Donja Nasseri, Anys Reimann, Arisa Purkpong, Theresa Weber

Info: Attempts to be Many navigiert durch eine Reihe komplexer Fragen rund um Identität und Gemeinschaft. Die Gruppenausstellung führt damit Positionen jüngerer Künstlerinnen zusammen, deren Auseinandersetzungen sich entlang der Pluralität von Identitäten bilden – unter der Verwendung von Collagetechniken korrigieren sie  historische Annahmen und ermöglichen darüber hinaus das Neuformulieren von Körpererzählungen und erlernten Narrativen. Dabei entstehen Additionen, Umformulierungen, Rekontextualisierungen zu Bildern, Symbolen und Beschreibungen einer Dominanzgesellschaft.

Sammlung Philara Attempts to be Many ArtJunk

Resonances of DiStances Vol. 4: Takako Saito

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Takako Saito

Info: Takako Saito ist eine Künstlerin mit vielen Talenten. Sie wurde 1929 in der Stadt Sabae in der Präfektur Fukui in eine wohlhabende Familie hineingeboren. Schon früh verließ sie Japan, um ein Leben außerhalb der eng gesteckten Grenzen der japanischen Gesellschaft zu führen. Ihre Sehnsucht nach Freiheit von Konventionen führte sie in verschiedene Länder wie England, Italien und die USA, wo sie ihren Lebensunterhalt unter anderem als Lehrerin, Bauarbeiterin, Köchin, Babysitterin und Verkäuferin verdiente. 1979 beendete sie ihr Nomadenleben und ließ sich in Düsseldorf nieder, wo sie bis heute lebt und arbeitet. Ihr Wohnatelier am Stadtrand ist ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk, das ihre vielfältigen Lebenserfahrungen und ihre enorme, andauernde Gestaltungskraft in sich vereint. (…)

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Original & Kontext: Die Sammlung analog + digital

Museum Kurhaus Kleve

Jan Andriesse, Lucas Blalock, Joos van Cleve, Katharina Fritsch, Melchior Geldorp, Fritz Getlinger, Gerard van Honthorst, Robert Indiana, Alex Katz, Jacob Koninck, Michael Krebber, Mark Leckey, Claes Molenaers, Heinrich Nauen, Johan Thorn Prikker, Cy Twombly, Wallerant Vaillant, Andy Warhol, Werner Wefers u.a.

Info: Die Tätigkeitsfelder des Sammelns, Bewahrens, Erforschens und Vermittelns sowie des raumbezogenen Ausstellens der Bestände zählen seit jeher zu den zentralen Aufgaben eines Kunstmuseums. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung aller Lebensbereiche haben sich darüber hinaus neue Formate des Informationsaustauschs entwickelt, die das MKK seinem Publikum gern in exemplarischen Konstellationen vorstellen möchte. Wichtig dabei bleibt, dass die Begegnung mit den Originalen unverzichtbar ist, dass aber die Zugänge zu den Kontexten der jeweiligen Werke um ein Vielfaches vor, während und nach dem Museumsbesuch erweitert werden können. Bringen Sie bitte Ihr Smartphone mit und vertiefen Sie sich in das dichte Referenzgewebe unserer Online-Sammlung oder lassen Sie sich faszinieren von lange nicht gesehenen Schätzen und neuesten Dauerleihgaben (…)

Museum Kurhaus Kleve Sammlung Mark Leckey ArtJunk
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Upcoming

Das doppelte Bild

Mouches Volantes

Evelina Velkaite

Info: Im Jahr 2020 entsteht ein größerer Zyklus, der auf eine Reise durch Indien und in die indische Stadt Varanasi am Ganges zurückgeht, dort wo die hinduistische Verbrennungssrituale stattfinden und die höchste Betriebsamkeit herrscht, Stille und Lärm ungebremst aufeinandertreffen. So lebhaft und farbig diese Darstellungen auch sind, es geht um Spiritualität und Transzendierung des Lebens. Das Vorkommnis entleerter Partien, welche von Schleiern aus Farbe umfasst sind. Das Ausfasern der expressiven Bewegung, und damit auch ein Malen gegen die Routine – es scheint als wäre jeder Berg, jeder Baum, jeder Weg ein Wunderwerk, das sich Evelina Velkaite mit Farben überhaupt zum ersten Mal aneignet. – Thomas Hirsch

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Subtractions

Galerie Anke Schmidt

Rey Akdogan

Info: Rey Akdogan schafft subtile Eingriffe in die räumlichen, zeitlichen und materiellen Bedingungen einer gegebenen Umgebung durch einen dezenten Einsatz von wiederverwendeten Industrie- und Ausstellungsmaterialien. In neueren Arbeiten wurden – entgegen ihrem Verwendungszweck – Materialien aus dem Bühnenbild, der kommerziellen Fotografie und der industriellen Fertigung verwendet: Theaterbeleuchtungsgele, Verpackungsmaterial, Filmfolie, Neutraldichtefilter, PVC-Vorhänge und Leuchtstoffstäbe. Vereint durch ihre buchstäbliche und bildliche Filterfähigkeit werden diese Materialien konventionell zu Zwecken eingesetzt, die versuchen, sie durch den Akt des Gebrauchs unsichtbar zu machen – sie werden eher durchschaut als angeschaut.

Galerie Anke Schmidt Rey Akdogan ArtJunk

witness to the (digital) world

NAK Neuer Aachener Kunstverein

Fleckstein / Dworczyk

Info: Der NAK Neuer Aachener Kunstverein freut sich gemeinsam mit der STAWAG im Rahmen der Ausstellungsreihe Junge Kunst Euregio die erste institutionelle Ausstellung des Künstlerduos Fleckstein / Dworczyk präsentieren zu dürfen. Fleckstein und Dworczyk inszenieren unter dem Titel witness to the (digital) world multimediale Arbeiten ortsspezifisch für die Räumlichkeiten des Kunstvereins. Dabei thematisieren sie die Einheit und Untrennbarkeit von gegenwärtigen technologischen Entwicklungen mit unseren Lebensrealitäten und reflektieren Phänomene einer Kultur des Digitalen. Über Screenshots, manipulierte Benutzeroberflächen digitaler Anwendungen sowie künstlich generierte Stimmen und Körperbilder nähern sich die Künstler dialogisch den Motiven, Elementen und Details des (digitalen) Alltags. (…) Begrüßung: Dr. Werner Dohmen (Vorstandsvorsitzender, NAK) / Einführung: Maurice Funken (Direktor, NAK).

NAK Neuer Aachener Kunstverein Fleckstein Dworczyk ArtJunk
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