
WAS STEHT AN!? Die neue Kunstwoche verspricht spannend zu werden – hier einige Highlights: Los geht’s am Dienstag, den 28. April, mit der ersten ‘Mack Lecture’ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, bei der der Journalist Niklas Maak über das Werk von ZERO-Künstler Heinz Mack (*1931) spricht. Parallel eröffnen in Köln die Gruppenausstellungen ‘Soft Storage’ in der Gaa Gallery sowie ‘I Was The New World’ im Glasmoog. Am Mittwoch, den 29. April, richtet sich der Blick nach Bonn: Das Kunstmuseum zeigt die erste institutionelle Werkschau der japanischen Künstlerin Aki Inomata (*1983) in Deutschland, die Beziehungen zwischen Mensch, Tier und Technologie erforscht. Zeitgleich wird eine neue Rauminstallation der deutschen Filmemacherin und Künstlerin Hito Steyerl (*1966) enthüllt. Am Samstag, den 2. Mai, eröffnet im Rahmen der Ruhrfestspiele die Ausstellung des isländischen Künstlers Ragnar Kjartansson (*1976) in der Kunsthalle Recklinghausen, während im Neuen Aachener Kunstverein die Soloschau ‘Ich bin wie du’ der brasilianischen Künstlerin Elen Braga (*1984) startet, deren textile Arbeiten Fragen von Identität und Körper verhandeln (s. Titelbild). Das Finale macht am Sonntag, den 3. Mai, eine Ausstellung von Ulrike Rosenbach (*1943) in der Galerie Gisela Clement, die sich seit den 1970er-Jahren mit Rollenbildern und feministischen Fragestellungen auseinandersetzt. Viel Spaß beim Besuch! 😊 WEITERE OPENINGS: Clemens Sels Museum (Angelika March-Rintelen), Temporary Gallery (Nie Pastille), Nexus Nails (Lillith Sachsenhauser)…
Alle Termine dieser WocheNicola Bläs, Elias Bodemer, Thilo Brämer, Konstantin Butz, Andreas Langfeld, Heike Ander, Elsa Ebeling, Miri Ian Gossing, Lina Sieckmann, Thea Kleinhempel, Henry Knickenberg, Felix Prangenberg, Thea Mantwill, Yiran Qi, Arne Schmitt, Andrzej Steinbach, Oliver Sieber, Katja Stuke, Emily Winkelsträter, Johannes Wohnseifer
Info: Die Ausstellung I WAS THE NEW WORLD widmet sich Momenten, Situationen und Räumen, die mit ganz unterschiedlichen sub-, pop- und gegenkulturellen Kontexten verbunden sind. Sie rücken Orte und Praktiken in den Fokus, die durch spontane Assoziation, persönliche Erinnerung, kollektive Geschichte, praktische Aneignung, spekulative Neuformulierung und vielfältige Prozesse der Transformation und Transgression geprägt sind. Idee und Konzept zu I WAS THE NEW WORLD entstanden in dem gleichnamigen Seminar von Konstantin Butz und Andreas Langfeld und wurden zusammen mit den teilnehmenden Studierenden und Heike Ander weiterentwickelt.

Aki Inomata
Info: Aki Inomata (*1983 Tokio, lebt und arbeitet in Tokio) versteht ihre Werke als Brücke des Mit-Werdens zwischen Menschen und anderen Lebewesen. Dazu kooperiert sie mit verschiedenen nicht-menschlichen Organismen. Nach Ausstellungen im MoMA, New York, dem Musée d’arts de Nantes und dem National Museum of Modern Art, Kyoto, werden INOMATAS Arbeiten nun erstmals in einem Museum in Deutschland präsentiert. Dafür wird die Künstlerin mit drei Werkserien aus den vergangenen Jahren einen Sammlungsraum des Kunstmuseums bespielen: In ihrer 2009 begonnenen Serie Why Not Hand Over a »Shelter« to Hermit Crabs? bietet die Künstlerin Einsiedlerkrebsen 3D-gedruckte Schneckenhäuser an, auf deren Oberseite sie Gebäude verschiedenster Städte ergänzt. Sie erinnert uns mit dieser Serie nicht nur an die Verbindung und das Mit-Werden von Mensch, Tier und Technologie, sondern stellt auch Fragen nach Umweltveränderungen, der Bedeutung von Heimat und Nationalität sowie den Folgen von Vertreibung und Flucht. (…) Parallel eröffnet die Ausstellung ZOOM IN: Hito Steyerl. Animal Spirits.

Elen Braga
Info: Der NAK Neuer Aachener Kunstverein freut sich mit Ich bin wie du die erste institutionelle Einzelausstellung der brasilianischen Künstlerin Elen Braga präsentieren zu dürfen. Als multidisziplinär arbeitende bildende Künstlerin ist Braga in den Bereichen Installation, Skulptur, Performance und öffentlicher Raum tätig. Ihre zumeist großformatigen Installationen sind häufig mit performativen Elementen verbunden, die sich zumeist auf die Verwendung ihres eigenen Bildes beziehen. Dabei stellt sie sich bewusst der Herausforderung, mit neuen Materialien und Techniken zu arbeiten, darunter Textil, Keramik und Metall. In ihrer künstlerischen Praxis setzt sie sich mit Themen wie Kraft, Resilienz und Identität auseinander, oft durch selbst auferlegte Aufgaben und intensive, arbeitsaufwendige Prozesse. Braga greift mythologische Erzählungen auf, um zu untersuchen, wie diese in zeitgenössischen Verhaltensweisen und Überzeugungen fortwirken. (…) Anlässlich der Vernissage wird es zwei musikalische Performances der Künstlerin zusammen mit den beiden Künstlern STIEGLITZ und William Lutgens geben. Das weitere musikalische Rahmenprogramm des Abends bestreitet pilot.radio.fm. / Begrüßung und Einführung durch Johanna Roderburg (Vorstand, NAK) und Maurice Funken (Direktor, NAK).

Programm im Rahmen der Morsbroicher Kunsttage
Info: Anlässlich seines 75-jährigen Bestehens veranstaltet das Museum Morsbroich vom 8. bis 10. Mai 2026 die Morsbroicher Kunsttage rund um Schloss Morsbroich. Das Jubiläum steht ganz im Zeichen der zeitgenössischen Kunst und bietet ein vielfältiges Programm für ein breites Publikum. Die Veranstaltungen sind an allen Tagen kostenfrei zugänglich. Seit seiner Gründung im Jahr 1951 als erstes neu eröffnetes Museum mit programmatisch zeitgenössischer Ausrichtung in der jungen Bundesrepublik verfolgt das Museum Morsbroich das Ziel, junge und zukunftsweisende Kunst zu präsentieren, öffentlich zur Diskussion zu stellen und ihr einen geschützten institutionellen Raum zu bieten. Dieses Selbstverständnis prägt auch das Jubiläumsprogramm. (…) 19:30 Uhr: Eröffnung einer Ausstellung der belgischen Bildhauerin Katleen Vinck im Kunstverein Leverkusen / Im Anschluss findet im Skulpturenpark ein Poetry Slam des Jugendkunstklubs Klub M statt.

Sainte Maria – curated by Erkan Demiroglu
Info: Sainte Maria is a Russian-born international illustrator and artist (b. 1990) currently based in Düsseldorf. Her hand-painted illustrations which capture objects and sceneries in a recognizable style, have earned her worldwide acclaim. Fascinated by avant-garde movements and captivated by the world of fashion and design, she found her niche in illustration after completing her Master degree in graphic design (2014). Since then, she has been passionate about transforming everything around her into works of art, from packaging and shoes to everyday moments.

Jan Albers, Pidder Auberger, Banz & Bowinkel, Tim Berresheim, Martin Brand, Andreas Breunig, Heinrich Campendonk, Natalie Czech, Paul Czerlitzki, Louisa Clement, Frauke Dannert, Katja Davar, Michael Dekker, Thomas Demand, Jan Dibbets, Peter Doig, Tatjana Doll, Carolin Eidner, Robert Elfgen, Angela Fette, Christian Freudenberger, Katharina Fritsch, Sabrina Fritsch, Winfred Gaul, Isa Genzken, Dominique Gonzalez-Foerster, Ludger Gerdes, Martin Gerwers, Alex Grein, Andreas Gursky, Fabian Heitzhausen, Georg Herold, Gerhard Hoehme, Benjamin Houlihan, Thomas Huber, Uschi Huber, Alfonso Hüppi, Magdalena Jetelová, Heike Kabisch, Markus Karstieß, Anna K.E., Hubert Kicol, Karin Kneffel, Sarah Kürten, Gereon Krebber, Konsortium, Dieter Krieg, Milan Kunc, Vera Lossau, Bettina Marx, Ewald Mataré, Florian Meisenberg, Ulrike Möschel, Albert Oehlen, Martin Pfeifle, Sigmar Polke, Lorenzo Pompa, Thomas Rentmeister, Gerhard Richter, Lex Rütten & Jana Kerima Stolzer, Thomas Ruff, Leunora Salihu, Heiko Schäfer, Morgaine Schäfer, Evamaria Schaller, Agnes Scherer, Klaus Schmitt, Berit Schneidereit, Felix Schramm, Ludwig Gabriel Schrieber, Fritz Schwegler, Ulrike Schulze, Thomas Schütte, Corinne Wasmuth, Thomas Virnich, Anna Vogel, Cornelius Völker, Günther Uecker, Timm Ullrichs u.a.
Info: Nach dem ersten Teil Klassenverhältnisse. Lehrende, Lernende, Künstler*innen im Sommer 2025 setzen wir das Ausstellungsprojekt 2026 mit neuen Kunstwerken und Schwerpunkten fort. Die neue Ausstellung nimmt die klassischen Gattungen der Kunst an den Hochschulen zum roten Faden – Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Kunst auf Papier, Druckgrafik, Film, Video, Performance sowie all die Mischformen und Erweiterungen zeitgenössischer Kunstproduktion. Neben Fragen der handwerklichen Ausbildung treten Aspekte, die schwieriger zu fassen sind: Wie vermittelt sich so etwas wie Haltung, konzeptuelles Denken, oder gar – man denke an Professor Sigmar Polke – Humor? Klassenverhältnisse – die zweite Staffel. Kunstlehre von 1946 bis 2026 ist das größte Ausstellungsprojekt des Jahres und erstreckt sich über sämtliche Ausstellungsräume des Kunsthaus NRW bis in den Garten. (…) Zur Eröffnung sprechen Dr. Michael Reitemeyer (Referatsleitung Kultur, Ministerium für Kultur- und Wissenschaft, Land NRW) und Dr. Marcel Schumacher (Kurator der Ausstellung, Kunsthaus NRW Kornelimünster) / die Ausstellungsräume sind von 12 bis 18 Uhr geöffnet / für Getränke und Snacks ist gesorgt.
