
BURN & BLOOM! Gleich an zwei Standorten eröffnet die Galerie Parrotta Contemporary Art dieses Wochenende ihre große Sommerausstellung ‘Burn and Bloom’: Am Freitag, den 5. Juni, um 18 Uhr in Köln und am Sonntag, den 7. Juni, auf Burg Lede in Bonn. Die Gruppenschau versammelt Beiträge von zehn internationalen Künstler*innen, die sich mit Pflanzen als kulturellen und politischen Bedeutungsträgern beschäftigen. Darunter die russisch-österreichische Künstlerin Anna Jermolaewa (*1970), die 2024 den Österreichischen Pavillon auf der Biennale von Venedig bespielte und deren florale Installation ‘Penultimate’ nun in Köln zu sehen ist (s. Titelbild). Das Werk greift Blumen und Pflanzen auf, die zu Symbolen demokratischer Protestbewegungen wurden – von der portugiesischen Nelkenrevolution bis zur ukrainischen Orangenen Revolution. Was auf den ersten Blick wie ein botanisches Stillleben erscheint, erzählt von politischem Wandel und dem Wunsch nach Freiheit. Daneben werden weitere Werke zum Verhältnis von Natur und Gesellschaft präsentiert, wie etwa Arbeiten des 2020 verstorbenen Österreichers Lois Weinberger, der Künstlerin Isabell Kamp und des Bildhauers Joscha Bender. Von der Galerie in Köln erstreckt sich ‘Burn and Bloom’ bis in den weitläufigen Park der Burg Lede mit Skulpturen und Installationen unter freiem Himmel. Zur Bonner Eröffnung am Sonntag um 15 Uhr ist Anna Jermolaewa für einen Artist Talk zu Gast – weitere Veranstaltungen wie eine Dinner Performance von Arpad Dobriban und ein Open-Air-Kino zu Lois Weinberger begleiten die Ausstellung durch den Sommer. In diesem Sinne: Raus ins Grüne und viel Spaß beim Besuch! 😊 Weitere Infos:
www.parrotta.deAbsolvent*innen des Fachbereichs Design der HSD – Hochschule Düsseldorf
Info: New Design from Düsseldorf ist eine regelmäßige Plattform für junge Designer*innen, in der herausragende Abschlussarbeiten eines akademischen Jahres gezeigt werden, die den Status quo der Designausbildung in Düsseldorf widerspiegelt. Die aus 300 Abschlussarbeiten ausgewählten Projekte zeigen auf innovative Weise und unter Einsatz exzellenter handwerklicher Fertigkeiten Konzepte, Ideen und Lösungen zu aktuellen gesellschaftlichen Diskursen. Sie sind weit mehr als eine akademische Pflichtaufgabe, sondern stehen exemplarisch für eigenständige Haltungen und Positionen junger Nachwuchs-Designer*innen. Dabei wird die Rolle von Design in einer sich beständig wandelnden Gesellschaft und der Einsatz künstlerisch-gestalterischen Methoden immer wieder hinterfragt, neu definiert und interpretiert, um Antworten auf gesellschaftliche Fragen zu finden, Diskurse anzustoßen oder neue Denkräume zu schaffen. Sie sind New Design from Düsseldorf.

Nils Ben Brahim
Info: We are pleased to announce Decameron, the first solo exhibition by Nils Ben Brahim with the gallery. Nils Ben Brahim (b. 1999 Berlin) lives and works in Berlin, Germany. He graduated from the Berlin University of the Arts in 2025 as a Meisterschüler of Thomas Zipp. Recent solo exhibitions include Die Lücke, die der Teufel lässt at Eigen + Art Lab, Berlin (2026); Uno di voi at Castiglioni, Milan (2025); All Dogs Go to Heaven at Berlin University of the Arts, Berlin (2025); Hundstage in der Hasenheide at Miettinen Collection, Berlin (2024); It’s Memories That We Steal at Eigen + Art Lab, Berlin (2024); In den Seilen at Galerie Thomas Fuchs, Stuttgart (2023); and Kayfabe at Peter-Weiss-Haus, Rostock (2022). Further group exhibitions include One Art Collection, Berlin (2026); Miettinen Collection, Berlin (2025); Studio Hanniball, Berlin (2022); and P7 Gallery, Berlin (2021). In 2023, he received a scholarship from the German Academic Scholarship Foundation.

Achim Mohné
Info: Achim Mohné gehört zu den festen Größen der deutschen Medienkunst. Diese Einzelausstellung stellt erstmals die kameralose fotografische Bildproduktion des ausgebildeten Fotografen und Künstlers in den Fokus. Sie schlägt einen Bogen von frühen Arbeiten der 1990er-Jahre bis hin zu ästhetischen Bildkompositionen aus Performances mit Scannern. Viele der Werke, Fotokopien und Fotogramme, sind erstmals ausgestellt. Sie erscheinen wie fotografische Aufnahmen und befragen, wie elektronische und digitale Informationen in flächige Bildimaginationen umgewandelt werden. Der Begriff der Technoimagination stammt von dem Medienphilosophen Vilém Flusser (1920–1991), intellektueller Pate einiger Werkserien des Künstlers. Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Neuinterpretation des Märchens Rotkäppchen (Der Wolf vom Königsforst und das Mädchen), die durch KI generiert und mit Filmbildern collagiert wurde. Es entstehen eine analoge und eine virtuelle Installation sowohl für den Innen- und Außenraum.(…) Zur Eröffnung sprechen Norbert Dyhringer (Stellv. Vorsitzender, Neue Galerie Gladbeck e.V.), Peter Rademacher (1. Stellv. Bürgermeister, Stadt Gladbeck), Dr. Sabine Maria Schmidt (Kuratorin, Leitung, Neue Galerie Gladbeck) und Clemens Krümmel (Kunsthistoriker, Berlin).

Juan Pérez Agirregoikoa, Claire Fontaine, Jeremy Deller, Milli Gandini, Nicolás Guagnini, Käthe Kollwitz, Lee Lozano, Anna Malagrida & Mathieu Pernot, Irène Mélix, Gustav Metzger, Małgorzata Mirga-Tas, Jean-Luc Moulène, Mariuccia Secol, Selma Selman, Takis, Nicole Wermers
Info: Die internationale Gruppenausstellung Radikale Hoffnung beleuchtet die Verbindungen zwischen Kunst und Arbeitskampf von der frühen Moderne bis in die Gegenwart. Künstler*innen aus unterschiedlichen Regionen und Zeiten nähern sich dem Thema – dokumentarisch, poetisch, kritisch, radikal, solidarisch und aus eigener Betroffenheit. Anfang des 20. Jahrhunderts rückt die Kunst den Kampf der arbeitenden Klasse gegen soziale Missstände in den Fokus. In den 1960er Jahren gehen Künstler*innen weiter und beteiligen sich selbst an Streiks, getragen vom demokratischen Aufbruch der Nachkriegszeit. Bis heute prägt das Streikrecht das öffentliche Leben und erzeugt eindrucksvolle Bilder des Stillstands, die auch in der Kunst sichtbar werden. Gleichzeitig erschweren die globale Arbeitsteilung und die Vereinzelung von Arbeit im Plattformkapitalismus klassische Formen des Arbeitskampfs und bringen neue Formen des Widerstands hervor. (…) Zur Eröffnung sprechen Manfred Leichtweis (Erster Bürgermeister, Stadt Gelsenkirchen), Prof. Monika Brandmeier (Künstlerin, Vorstandssprecherin, Stiftung Kunstfonds), Julia Höner und Friederike Sigler (Kuratorinnen der Ausstellung, Kunstmuseum Gelsenkirchen).

Adrián Balseca
Info: Anlässlich seiner ersten institutionellen Einzelausstellung in Deutschland präsentiert der ecuadorianische Künstler Adrián Balseca eine raumgreifende Installation, in der zwei seiner zentralen Werk- und Forschungszyklen erstmals in einer ortsspezifischen Inszenierung aufeinandertreffen. Verbunden durch persönliche und kollektive Geschichten untersuchen die beiden Arbeiten Elogio a la Oscuridad (Ode an die Dunkelheit) (2011–2024) und The Skin of Labour (2016) die Beziehungen zwischen Körper und Landschaft sowie zwischen Gesundheit und Territorium. Die Installation eröffnet einen vielschichtigen Dialog über die Zusammenhänge von Rohstoffausbeutung, industrieller Moderne und Bildtechnologien als wichtige Instrumente westlicher Macht. Balseca verweist exemplarisch auf die berühmte erste Röntgenaufnahme von 1895. Dargestellt ist die Hand Anna Bertha Ludwigs, die ihr Ehemann Wilhelm Conrad Röntgen samt Eheringen ablichtete. Ihr Ausspruch Ich habe meinen Tod gesehen! verweist auf die Ambivalenz der Röntgentechnologie zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit sowie zwischen Leben und Tod. Das Röntgenbild ist eng mit der extraktiven Rohstoffgeschichte verbunden, da die ersten Röntgenbilder auf dem fluoreszierenden Stoff Bariumplatinocyanid basierten. Die Originalplatte befindet sich heute im Labor des Instituts für Physik der Universität Würzburg. (…) Zur Eröffnung sprechen Verena Schloemer (Kulturausschussvorsitzende, Stadt Düren), Markus Mascher (Stellv. Direktor, Leopold-Hoesch-Museum) und Lisa Oord (Kuratorin der Ausstellung) / Parallel eröffnet die Gruppenausstellung Performing Landscapes.

Richard Paul Lohse – mit Werken von Josef Albers, Günter Fruhtrunk, Rupprecht Geiger, Camille Graeser, Gotthard Graubner, Donald Judd, Verena Loewensberg, François Morellet, Bridget Riley, Jan Schoonhoven, Günther Uecker, Victor Vasarely
Info: Das Josef Albers Museum im Museumszentrum Quadrat präsentiert eine umfassende Einzelausstellung des Malers, Grafikers und Theoretikers Richard Paul Lohse (1902–88). Im Jahr 1976 war ihm die erste Einzelausstellung im frisch eröffneten Quadrat gewidmet und sein Werk Drei horizontale Teilungen (1949/72) stellt den ersten Ankauf des Bottroper Museums und damit den Grundstein der Kunstsammlung jenseits von Josef Albers dar. Bei der aktuellen Ausstellung handelt es sich um die erste große Retrospektive von Lohse, einem der Hauptvertreter*innen der konstruktiv-konkreten Kunst, seit mehr als 20 Jahren. Sie erzählt eine wesentliche Episode der Bottroper Museumsgeschichte und verhandelt aktuelle Fragen nach gesellschaftlichen Utopien und sozialer Gleichheit. (…) Zur Eröffnung sprechen Matthias Buschfeld (Oberbürgermeister, Stadt Bottrop), Dr. Linda Walther (Direktorin, Josef Albers Museum Quadrat), Simone Münchow (Vorständin, Kulturstiftung der Sparkasse Bottrop) und Dr. Johannes von der Gathen (Vorstand, Museumsverein) / Festvortrag von Andreas Heinrich / Parallel eröffnet in der Moderne Galerie die Ausstellung 50 Jahre Quadrat / Die Ausstellungen sind an diesem Tag ab 11 Uhr kostenfrei geöffnet / 11:30–13:30 & 15–17 Uhr: Kunstgespräche in den Ausstellungen / 11–14 & 15–17 Uhr: Offener Collageworkshop / 11:30–16:30 Uhr: Kulinarische Intervention A Tribute to Toast von Marie Donike & Johannes Specks.
