
POESIE IN BEWEGUNG! Am Samstag, den 14. März, eröffnet im Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal die Ausstellung ‘Emotion in Motion’ mit Werken der Bildhauerin, Aktionskünstlerin und Filmemacherin Rebecca Horn (1944–2024). Die umfassende Einzelschau vereint großformatige Installationen und kinetische Skulpturen aus vier Jahrzehnten und zählt zu den ersten größeren Präsentationen ihres Werks seit dem Tod der Künstlerin. Horn gilt international als eine der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen der Gegenwart. Bekannt wurde sie in den späten 1960er-Jahren mit ihren sogenannten Körperextensionen – Objekte, die den menschlichen Körper erweitern und die sie in Performances aktivierte. Ausgangspunkt dieser Arbeiten war ein längerer Krankenhausaufenthalt während ihres Kunststudiums in Hamburg, der Horn nachhaltig prägte und ihr Interesse an Fragilität, Isolation und den Grenzen menschlicher Existenz weckte. 1972 nahm sie als jüngste Künstlerin an der von Harald Szeemann kuratierten Documenta 5 teil und stellte später mehrfach erneut bei der Kasseler Großausstellung aus. Internationale Bekanntheit erlangte sie spätestens 1993 mit einer großen Retrospektive im New Yorker Guggenheim Museum, als erste weibliche Künstlerin überhaupt. Horns poetische Skulpturen und Rauminstallationen entfalten ihre Wirkung besonders im Zusammenspiel mit Architektur und Umgebung. Umso passender wirkt der Ort der Ausstellung: der weitläufige Skulpturenpark Waldfrieden, den der britische Bildhauer Tony Cragg seit 2008 betreibt und der mit seinen Ausstellungshallen und Parkanlagen zu den schönsten Kunstorten der Region zählt. Can’t wait! 😊
www.skulpturenpark-waldfrieden.deStudierende der HBK Essen
Info: Es ist wieder so weit, die HBK Essen öffnet ihre Tore und lädt zur Abschlussausstellung ihrer Studierenden ein. Dieses Semester ist in zweierlei Hinsicht etwas Besonderes: Zum ersten Mal findet die Ausstellung am neuen Campus City.Nord in den Räumen der TRUDI Kultur Kathedrale statt und zeitgleich feiert die Hochschule den bisher größten Abschlussjahrgang in der Geschichte der HBK Essen. Freut euch auf zahlreiche beeindruckende Werke aus Kunst, Design und Games! Der Eintritt ist wie immer frei. (…) Öffnungszeiten: Freitag, 20. März, 19–22 Uhr / Samstag, 21. März, 12–18 Uhr / Sonntag, 22. März, 10–18 Uhr / Ort: HBK Essen, Campus City.Nord, Pferdemarkt 3, 45127 Essen.

Rebekka Ana Aimée, Banu Alpsü, Frederic Bahr, Stefan Bauer, Simon Ertel, Mirjam Falkensteiner, Viktoria Feierabend, Nico Flies, Magdalena Frauenberg, Zoé Cathérine García, Sonja Heim, Elisabeth Heil, Maxi Lorenz, Agata Milizia, Niels Plata, Linda Skellington, Ruben Benjamin Smulczynski, Min-Hae Sohn, Kim Stolz, Kendra Witzel, Naomi Xila-Xulis u.a.
Info: Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Sammlung Philara in Flingern, freuen wir uns mit HEIMSPIEL das Jubiläumsjahr zu eröffnen. Die Gruppenausstellung zeigt Arbeiten von Künstler*innen, die in den letzten zehn Jahren in der Sammlung Philara gearbeitet haben. Ob im Aufbau, am Empfang, als Guide oder in der Security – die Mitarbeitenden haben die Sammlung, ihre Ausrichtung und ganz besonders das Besuchserlebnis maßgeblich mitgestaltet. Die Ausstellung vereint verschiedene Medien, wie Malerei, Installation und Keramik, sowie künstlerische Ansätze, die die Vielfalt und die Fülle an verschiedenen Perspektiven sowie das Engagement das die Künstler*innen konstant beitragen, widerspiegeln. (…) Parallel eröffnet die Ausstellung Stefan Brüggemann. echoes / 16:30 Uhr: Kurze Eröffnungsrede / Poffertjes (süß & herzhaft) von Bulle Bistro & Drinks von Weinbar by Bulle / DJs: Linda & Sonja.

Carl Grossberg
Info: Die Ausstellung des Von der Heydt-Museums feiert die Wiederentdeckung eines der herausragenden Maler der Neuen Sachlichkeit: Carl Grossberg (1894–1940). Sein umfangreiches Werk, das in einem Zeitraum von nur knapp 20 Jahren entstanden ist, widmet sich fast ausschließlich den Themen Architektur und Industrie. Mit seiner formalen Klarheit und Strenge ist es Ausdruck eines neuen, fotografischen Sehens und spiegelt den technischen Fortschritt im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Dabei regen die reduzierten Kompositionen dazu an, den industriellen Fortschritt und seine Wirkungen auf den Menschen kritisch zu hinterfragen. Die Ausstellung, die erste Retrospektive seit über 30 Jahren, betrachtet Carl Grossbergs Schaffen umfassend neu und präsentiert eine Reihe von bisher unbekannten Arbeiten. Dabei zeigt sich, wie aktuell Grossbergs Werke sind, in künstlerischer wie in gesellschaftlicher Hinsicht. Insbesondere die vieldeutig lesbaren Traumbilder, einzigartig in der Kunst der 1920er und 1930er Jahre, weisen ihn als hoch sensiblen Intellektuellen aus. (…) Zur Eröffnung sprechen Heiner Fragemann (Bürgermeister, Stadt Wuppertal), Ina Brandes MdL (Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen), Dr. Marc Kanzler (Vorstandsvorsitzender, Dr. Werner Jackstädt-Stiftung), Axel Jütz (Vorstandsvorsitzender, Sparkasse Wuppertal) und Dr. Roland Mönig (Direktor, Von der Heydt-Museum).

Tohé Commaret, Sarah-Anais Desbenoit, Pol Taburet
Info: Der Dorothea von Stetten-Kunstpreis wird seit 1984 alle zwei Jahre im Kunstmuseum Bonn vergeben. Seit 2014 richtet sich der mit 10.000 Euro dotierte Preis an junge Künstler*innen aus den Nachbarländern Deutschlands, um internationale Vernetzung und Sichtbarkeit zu fördern. Im Jahr 2026 werden erstmals Künstler: innen aus Frankreich ausgezeichnet. Die diesjährigen Finalist*innen Tohé Commaret (*1992), Sarah-Anais Desbenoit (*1992) und Pol Taburet (*1997) vereint ihre selbstbewusste visuelle Ästhetik, in der sie bekannte Medien wie Malerei und Kino neu denken. Unter zehn Nominierten wurden sie von der Jury, bestehend aus Liberty Adrien (KW Institute for Contemporary Art, Berlin), Anna Fricke (Museum Folkwang, Essen), Elisabeth Kihlström (Preisträgerin 2024), Viktor Neumann (Bonner Kunstverein) und Friederike Voßkamp (Museum August Macke Haus, Bonn), ausgewählt. (…) Eröffnung und Preisverleihung mit Künstler*innengespräch.

Akwasi Bediako Afrane, Ana Alenso, Arman, César Baldaccini, Karimah Ashadu, Kader Attia, Nancy Holt, Allan Kaprow, Krištof Kintera, HA Schult, Tejal Shah, Klaus Staeck
Info: Was passiert mit dem Müll einer globalisierten Konsumgesellschaft – und wer trägt die Folgen? Die Sonderausstellung Müll. Eine Ausstellung über die globalen Wege des Abfalls widmet sich den weltweiten Routen von Abfall und ihren sozialen, ökologischen und politischen Auswirkungen. Gezeigt werden rund 50 internationale Kunstwerke des 20. und 21. Jahrhunderts, darunter zwei eigens für die Ausstellung entwickelte Auftragsarbeiten. Ausgehend von der Sammlung des Museum Ostwall, die früh künstlerische Auseinandersetzungen mit Müll und Konsum in globalen wie regionalen Kontexten aufgriff, bringt die Ausstellung historische Positionen seit den 1960er-Jahren in einen Dialog mit zeitgenössischer Kunst. Künstler*innen untersuchen Müll als materielles Überbleibsel von Wohlstand, als verdrängtes Nebenprodukt moderner Lebensweisen und als Ausdruck globaler Ungleichheiten. (…) Zur Eröffnung legt die DJ medea auf (Resident-DJ, Tresor.West, Dortmund) / Einlass ab 18:30 Uhr / Ort: Ebenen 6 & 7, Dortmunder U.

Enya Burger & Teresa Linhard – kuratiert von Jessica Aydin
Info: Die beiden Absolventinnen der Kunstakademie Düsseldorf bewegen sich in ihren Werken auf unterschiedliche Weise zwischen Fakt und Fiktion, Mythologie und Wissenschaft. Ihre Kunst lässt uns Räume erkennen, die ein Dazwischen sind – und beide gehen dafür teils Jahrhunderte zurück. So untersucht Enya Burger mithilfe von wuchtigen, an ein Labor erinnernden Metallkonstruktionen sowohl das Wachsen des Schleimpilzes, als auch den Mythos seiner Entstehung im 16. Jahrhundert. Tatsächlich nutzt sie einen Schleimpilz als zentrales künstlerisches Medium. Dieser Organismus, der komplexe Netzwerke bildet, veranschaulicht das Zusammenspiel von natürlichen und digitalen Systemen sowie Konzepte wie Intelligenz und Anpassungsfähigkeit. Teresa Linhard schafft zarte textile Dokumentationen, die in Folge ihrer intensiven, fast archäologischen Studien von Textil und Druckgrafiken aus der ganzen Welt entstehen. Auf diesen untersucht sie kulturelle und politische Botschaften und arbeitet historische Ereignisse heraus. Aber auch über Generationen entstandene Vorstellungen und Anpassungen tauchen in den Stickereien auf, die nachträglich unser Bild von fremden Ländern beeinflusst haben.
