
LISTEN UP! Am Samstag, den 23. Mai, eröffnet im Ludwig Forum Aachen die große Überblicksschau ‘The Emergence of Sound’ der deutschen Klangkünstlerin und Komponistin Christina Kubisch (*1948). Seit über fünfzig Jahren bewegt sich Kubisch an den Schnittstellen von Musik, Installation, Performance und Medienkunst und gilt heute als Pionierin der Klangkunst im deutschsprachigen Raum. Ihr Werk wurde vielfach prämiert und international ausgestellt – u.a. mehrmals auf der Biennale von Venedig und der documenta in Kassel. Das Ludwig Forum versammelt nun Arbeiten aus den 1970er-Jahren bis heute und präsentiert neben historischen Klanginstallationen, intermedialen Performances und nie zuvor gezeigtem Archivmaterial auch neue ortsbezogene Werke, die eigens für die Ausstellung in Aachen entwickelt wurden. Im Zentrum steht dabei immer die Frage, wie Klang unsere Wahrnehmung von Raum und Umwelt beeinflusst. Besonders bekannt ist Kubisch für ihre sogenannten ‘Electrical Walks’: Stadtspaziergänge mit speziellen Kopfhörern, die elektromagnetische Signale aus der Umgebung hörbar machen und so ein verborgenes akustisches Paralleluniversum offenlegen. Auch die Ausstellung selbst versteht Klang nicht nur als musikalisches Element, sondern als soziokulturelle und physische Erfahrung. So findet zur Eröffnung am Samstag um 19:30 Uhr auch eine Wiederaufführung und Erweiterung von Kubischs Performance ‘Emergency Solos’ statt. In diesem Sinne: Sound an, Lauscher auf und viel Spaß beim Besuch! 😊 Weitere Infos hier:
www.ludwigforum.deJon Rafman
Info: Jon Rafman (*1981 Montreal) gehört zu den bedeutendsten Künstlern, die sich mit dem digitalen Zeitalter auseinandersetzen. Seine Videos, Filme und immersiven Installationen untersuchen, wie die digitale Kultur Begehren, Identität und Erfahrung neu prägt. Rafmans künstlerische Praxis verbindet virtuos erzählte Geschichten mit digital erzeugten Bildwelten, in denen Gegensätze wie Aufrichtigkeit und Ironie, Schönheit und Groteske, Verbundenheit und Entfremdung nebeneinander existieren. Dabei greift er auf Internet-Subkulturen, virtuelle Welten und KI-generierte Bilder zurück. Rafman schafft künstliche Realitäten, die zugleich verführerisch und verunsichernd wirken. Main Stream Media in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ist die erste Einzelausstellung des Künstlers in einem deutschen Museum. In immersiven, raumfüllenden Installationen gibt sie einen Überblick über Rafmans Schaffen seit 2008. (…) Zur Eröffnung sprechen Susanne Gaensheimer (Direktorin, Kunstsammlung NRW), Leopold Freiherr von Diergardt (Vorstandsvorsitzender, Freunde der Kunstsammlung NRW), Bettina Böhm (Gründerin, LEAP Art Foundation), Karen Archey und Doris Krystof (Kuratorinnen, Kunstsammlung NRW) / K21 Rave: Im Rahmen des Eröffnungswochenendes findet am Samstag, den 30. Mai, der K21 Rave mit Jen Cardini und DJ Fuckoff statt. Jetzt Tickets sichern, die Plätze sind begrenzt und nur online erhältlich →

Nadine Karl, Mira Siering
Info: Am Samstag, den 30. Mai 2026, lädt das Kuratorium der Simultanhalle zur Eröffnung von wittern ein und freut sich auf viele interessierte Besucher*innen in den Sommermonaten. Mit einer interdisziplinären Rückverzauberung des Ortes, der Hinterfragung verlorener Zukunftsversprechen und der Erforschung sozialer Gefüge greift die Ausstellung Themen wie Gemeinschaft, Verfall und neue soziale Rituale in unserer Gesellschaft auf. Die Künstlerinnen Mira Siering und Nadine Karl machen das Gelände für die Ausstellung über einen Zeitraum von drei Monaten installativ erfahrbar: Sie verschränken skulpturale, landschaftliche und architektonische Ansätze und entwickeln künstlerische und fiktive Räume im gegenseitigen Dialog ihrer künstlerischen Praxis, des Ortes selbst, seiner Nachbarschaft und der witterungsbedingten Veränderung. Die Gegenüberstellung der dauerhaften Arbeiten wird durch performative Interventionen der Künstler*innen Darcy Neven, Philip Nürnberger und Mohamed Moe Sabbah am Performance-Tag, den 20. Juni 2026, erweitert. (…) Öffnungszeiten: Eröffnung am Samstag, 30. Mai, 16–22 Uhr / Performance-Tag am Samstag, 20. Juni, 17–22 Uhr / Closing am Samstag, 29. August, 14–18 Uhr / weitere Öffnungszeiten nach Vereinbarung.

Lucas Aal, Miriam Bornewasser, Diana Derii, Ole Christian Dreihaupt, Michael Driesch, Paul Derichs, Beate Gärtner, Maria Golowin, Hu Xinyue, Lena Maria Hugger, Pius K., Jule Kupper, Haegang Lee, Nuah Lee, Lucien Liebecke, Qingsong Meng, Sophia Müller-Alheim, Hyejin Park, Sojeong Park, Kaya Pfaff, Julia Priss, Julia Reisinger, Zoé Marie Rossmannek, Insa Schülting, Shannon Sinclair, Jakob Stählin, Bela Stöttner, Qunyuan Wang, Naomi Xila-Xulis, Zahra Yacoub, You Xiangyuan, Mio Zając, Yusif Zakhovy, Zazie – Klasse Danica Dakic (Kunstakademie Düsseldorf)
Info: Wie kann eine künstlerische Reise in die ewige Stadt Rom heute gedacht werden? Welche Handlungs- und Imaginationsräume können angesichts der heutigen globalen Herausforderungen dabei erkundet werden? Wem gehört die Antike, wie sind Norden und Süden historisch konstituiert, wie erleben und denken wir heute das Verhältnis von Natur und Kultur? Künstler*innen der Klasse Dakić für Film und Video der Kunstakademie Düsseldorf begaben sich für die Ausstellung auf eine reale oder imaginäre Reise nach Rom. Mit unterschiedlichen Medien loten sie Handlungs- und Imaginationsräume aus. (…) ROM. ROM? ROM! versteht sich als künstlerisches Forschungsprojekt, als Gefüge von örtlichen und zeitlichen Überlagerungen, das durch die Auseinandersetzung mit historischen Referenzen einen neuen Blick auf aktuelle Fragestellungen eröffnet und Raum für experimentelle, kollaborative und prozessuale Arbeitsweisen schafft. Die Kombination aus Weiter- und Neuentwicklungen von Arbeiten spiegelt die Vielschichtigkeit der beteiligten Künstler*innen wider – ihre Fähigkeit, raumdurchdringend zu denken und sich immer wieder neu zu verorten. Der Forschungscharakter der Ausstellung erlaubt es, Fragen aufzuwerfen, statt Antworten zu liefern.

Nadine Karl, Majo Caporaletti
Info: Die Vitrine wird in der Ausstellung present is fragile von Nadine Karl und Majo Caporaletti als liminaler Ort zwischen Vergangenheit und Zukunft sowie zwischen Realität und Fiktion verstanden. Einerseits ist sie ein Ort, an dem vergangene Erinnerungen der Künstlerinnen während ihrer gemeinsamen Zeit in der chilenischen Wüste gegenwärtig sind, da sie in den Werken nachhallen. Erinnerung wird so in der Gegenwart erfahrbar und für die Zukunft gespeichert, wie auch sonst in Vitrinen üblich, die kostbare Artefakte, häufig vergangener Generationen zeigen. In Analogie zu solchen Fundstücken verweisen Karls im Sand liegende Glasobjekte auf die Verbindung von Objekt, Mensch und Natur. Andererseits wird die Vitrine als Ort inszeniert, welcher nicht genau definiert werden kann und zwischen dem Plausiblen und dem Traumhaften oszilliert, eine Schwelle markiert. In Caporalettis Malerei überlagern sich Szenen wie in einem (Alb-)Traum und erinnern daran wie nah Realität und das Imaginäre beieinander liegen. Ort: Vitrine im Hentrichhaus.

Joscha Bender, Arpad Dobriban, Martine Feipel & Jean Bechameil, Anna Jermolaewa, Isabell Kamp, Kim-Camille Kreuz, Yann Mingard, Stephan Reusse, Lois Weinberger
Info: Die Ausstellung versammelt Werke von neun Künstlerinnen und Künstlern, die sich in Auseinandersetzung mit der Pflanzenwelt zugleich mit der Spannung zwischen Zerstörung und Neubeginn, Vergänglichkeit und Widerstandskraft, Wachstum und Starre auseinandersetzen. Schönheit und Vergänglichkeit, Liebe und Tod – kein Lebewesen verkörpert diese Ambivalenz mehr als die Blume. Im Zentrum steht die florale Installation von Anna Jermolaeva – ein Werk, das die Blume nicht nur als ästhetisches, sondern als politisches und symbolisches Motiv begreift. Ihre Blumen sind Überlebenskünstlerinnen, stiller Protest und Hoffnung zugleich. Die Angst, eine ungebändigte Natur drohe, uns zu überwuchern, unsere Ordnung zu stören und mit Unübersichtlichkeit zu konfrontieren, führt zu einem erbitterten Kampf gegen den Wildwuchs. (…)

Achim Mohné
Info: Achim Mohné gehört zu den festen Größen der deutschen Medienkunst. Diese Einzelausstellung stellt erstmals die kameralose fotografische Bildproduktion des ausgebildeten Fotografen und Künstlers in den Fokus. Sie schlägt einen Bogen von frühen Arbeiten der 1990er-Jahre bis hin zu ästhetischen Bildkompositionen aus Performances mit Scannern. Viele der Werke, Fotokopien und Fotogramme, sind erstmals ausgestellt. Sie erscheinen wie fotografische Aufnahmen und befragen, wie elektronische und digitale Informationen in flächige Bildimaginationen umgewandelt werden. Der Begriff der Technoimagination stammt von dem Medienphilosophen Vilém Flusser (1920–1991), intellektueller Pate einiger Werkserien des Künstlers. Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Neuinterpretation des Märchens Rotkäppchen (Der Wolf vom Königsforst und das Mädchen), die durch KI generiert und mit Filmbildern collagiert wurde. Es entstehen eine analoge und eine virtuelle Installation sowohl für den Innen- und Außenraum.(…) Zur Eröffnung sprechen Norbert Dyhringer (Stellv. Vorsitzender, Neue Galerie Gladbeck e.V.), Peter Rademacher (1. Stellv. Bürgermeister, Stadt Gladbeck), Dr. Sabine Maria Schmidt (Kuratorin, Leitung, Neue Galerie Gladbeck) und Clemens Krümmel (Kunsthistoriker, Berlin).
