ArtJunk
No. 49—2021

This Week

Electro. Von Kraftwerk bis Techno

KUNSTPALAST

Kraftwerk, Jacob Khrist, Jean Michel Jarre, Andreas Gursky, Peter Keene u.a.

Info: In über 500 teils interaktiven Exponaten werden multiperspektivisch die unter dem Begriff elektroni­sche Musik gebündelten Musikrichtungen beleuchtet. Gezeigt werden Instrumente, selbstgebaute Klangerzeuger, Fotografien, Audioeinspielungen, Videos und Grafik­design. Das Spektrum der Schau reicht von den ersten zukunftweisenden elektroni­schen Musikinstrumenten aus dem frühen 20. Jahrhundert bis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der zeitgenössischen elektronischen Klangproduktion. Neue Musikströmungen wie Detroit Techno, Chicago House und Hip-Hop aus den 1980er Jahren finden ebenso ihren akustischen und fotokünstlerischen Widerhall wie die in 1990er Jahren aufkommende Rave-Kultur. Die spektakuläre Inszenierung des Gesamtwerks des 1970 von Ralf Hütter und Florian Schneider in Düsseldorf gegründeten Multimedia-Projekts Kraftwerk bildet einen Höhepunkt der Ausstellung im Kunstpalast. Zur Timeslot-Buchung →

Kunstpalast Kraftwerk Electro Techno ArtJunk

6 Friedberg-Chicago

Dortmunder Kunstverein

James Gregory Atkinson

Info: 6 Friedberg-Chicago, die erste institutionelle Einzelausstellung des deutsch-amerikanischen Künstlers James Gregory Atkinson, beleuchtet auf persönlicher, gesellschaftlicher und politischer Ebene einen Teil afroamerikanisch-deutscher Geschichte. In der Ausstellung präsentiert der Künstler seinen neuen gleichnamigen Film, der in den Ray Barracks, einer ehemaligen US Army Base in Friedberg, gedreht wurde. Er entstand u.a. in Zusammenarbeit mit dem Tänzer und Choreografen Josh Johnson sowie mit der Harfenistin und Sängerin Ahya Simone. Die Ausstellung präsentiert außerdem ein nichtlineares Archiv, das sich mit der Geschichte Schwarzer Soldaten in Deutschland und deren Nachkommen auseinandersetzt und das Atkinson gemeinsam mit Eric Otieno (Soziologe und Politikwissenschaftler) und Mearg Negusse (Kunsthistorikerin) erarbeitete.

Dortmunder Kunstverein James Gregory Atkinson ArtJunk

Vom Leben in Industrielandschaften II – Den Strukturwandel im Blick

Leopold-Hoesch-Museum

Bernd und Hilla Becher, Prunella Clough, Alice Creischer, Dieter Dressler, Günther Friedrich, Eberhard Göschel, Adolf Erbslöh, Olaf Karnik und Volker Zander, Per Kirkeby, Thomas Kläber, Aglaia Konrad, Carl Lohse, Antje Majewski, Wolfgang Mattheuer, Stephan Mörsch, Olaf Nicolai, Natacha Nisic, Silke Schatz, Carl Schütz, Wilhelm Schürmann, Franz W. Seiwert, Fritz Tröger, Karl Zerbe, Zwetan Zonew u.a.

Info: Vom Leben in Industrielandschaften – Den Strukturwandel im Blick ist der zweite Teil eines Ausstellungsprojekts, das im Herbst/Winter 2019/2020 mit der Ausstellung Vom Leben in Industrielandschaften – Eine fotografische Bestandsaufnahme begonnen hat. In dieser Präsentation ging es darum, sich mittels der indexikalischen und konzeptuellen Qualitäten von Fotografie den Erscheinungsformen industriell geprägter Landschaften zu nähern. Ausgangsmotiv des zweiteiligen Ausstellungsprojekts ist das für die Sammlung des Leopold-Hoesch-Museums ikonische Gemälde Das Lendersdorfer Walzwerk (1838) von Carl Schütz – ein typisches Beispiel für das ausgeprägte Selbstbewusstsein und die Art der Selbstdarstellung von Industriellenfamilien zur Zeit der frühen Industrialisierung. Bis heute ist die Landschaft um Düren, zwischen Garzweiler und den Stauseen der Eifel, durch ihre industrielle Nutzung geprägt. Das Projekt ist eine Aufforderung, sich mit dieser Landschaft auseinanderzusetzen, mit den widersprüchlichen und komplexen Räumen, die sich zwischen Tagebau, Hochspannungsmasten, Papierfabriken, Zuckerrübenäckern und dem nahen Kernkraftwerk Tihange öffnen.

LHM Leopold-Hoesch-Museum Düren Industrie Carl Schütz ArtJunk
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Upcoming

Picasso the Foreigner: The Remarkable Odyssey of His Acrobats Group

Museum Ludwig

Annie Cohen-Solal (Autorin, Kuratorin)

Info: Vortrag in der Reihe KunstBewusst: Über Picasso scheint alles gesagt zu sein. Kein anderes Œuvre hat derart viel Leidenschaft, Debatte und Streit hervorgerufen. Aber wer weiß schon, welche Schwierigkeiten das junge spanische Genie überwinden musste, als es im Jahr 1900, zur Weltausstellung, zum ersten Mal nach Paris kam, ohne ein Wort Französisch zu sprechen? Wie hat Picasso seinen Weg in die moderne Metropole gefunden, einen Ort, der die Dreyfus-Affäre noch nicht verkraftet hatte? Wie hat er in Paris seine ersten Freundschaften geknüpft, seine ersten Erfolge organisiert? Weshalb wurde 1940 sein Antrag auf Einbürgerung abgewiesen? Und wie ist es ihm zumute gewesen, als sein Werk in der ganzen Welt gefeiert wurde, aber in den Museen seines Gastlandes bis 1947 unsichtbar blieb? Das sind einige Fragen, die in dem Vortrag angesprochen und beantwortet werden. Anmeldung erforderlich →

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Blind Rhythm

NKR – Neuer Kunstraum

Idee und Umsetzung: Thomas Klein / Perkussion: Frauke Berg, Tom Blankenberg, Tina Bordihn, Frank Buscher, Stefan Doetsch, Heiko Guericke, Timo Hein, Michael Jacob, Franz Klee, Maxime Koblinsky, Anja Lautermann, Torsten Mauss, Shunsuke Oshio, Thilo Schölpen, Jovan Stojsin / Blech: Maxim Bosch, Luise Klee, Jasper Wild

Info: In Blind Rhythm wird das Klangbild einer Strassenkreuzung in Düsseldorf-Bilk als Ausgangspunkt für eine Komposition mit vorwiegend perkussionsbasierter Instrumentierung genutzt. Die Orientierungssignale für Blinde bilden die Rhythmusgrundlage für die 14 Audiospuren, in denen unterschiedliche Klänge in Form von Samples über MP3-Player in einem synchronisierten Gesamtgefüge abgespielt werden. Am letzten Ausstellungstag wird die Komposition live vorgetragen.

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Bettina Pousttchi. Fluidity

Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Bettina Pousttchi

Info: Bettina Pousttchis international mit großem Erfolg präsentierten Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Skulptur, Architektur und Fotografie. Als Auftaktausstellung im Themenjahr 2022 Wegweiserinnenfolgen wir ihren vielfältigen Hinweisen, wohin wir uns auf der Suche nach Orientierung wenden sollen. In der Ausstellung werden Skulpturen, Reliefs und Installationen aus den letzten 8 Jahren gezeigt, wobei der Titel Fluidity auf die wandelbare, fließende Form ihrer Werke verweist. Allzu vertrautes Stadtmobiliar wie Baumschutzbügel, Straßenpfosten oder Leitplanken deformiert sie mechanisch, beschichtet sie mit Farbe oder poliert sie auf Hochglanz. Derart transformiert erhalten die vorgefundenen Objekte eine innovative und häufig dynamische Ästhetik. Zu Gruppen arrangiert werden aus den abstrakten Formen wie etwa den Squeezers oder den Vertical Highways Figuren, die miteinander kommunizieren und interagieren. Die digitale Eröffnung wird auf dem Museumsblog → und den Social-Media-Kanälen des Museums stattfinden: Facebook → / Instagram → / Twitter →

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