
RUNDGANG 2026! Zum Ende des Wintersemesters öffnet die Kunstakademie Düsseldorf von Mittwoch bis Sonntag (4.–8. Februar) wieder ihre Türen für den alljährlichen Rundgang. Zwischen 10 und 20 Uhr lässt sich täglich ein Blick auf aktuelle Arbeiten der Studierenden werfen und ein Gefühl dafür bekommen, wohin sich die nächste Generation von Künstler*innen bewegt. Wem es nach mehr Kunst dürstet, sollte sich zu den zahlreichen Eröffnungen aufmachen, die diese Woche stattfinden. Bereits ab Montag, den 2. Februar, zeigt das von Andreas Gursky und Moritz Wegwerth initiierte Projektbüro DFI erstmals das vollständige fotografische Archiv von Imi Knoebels (*1940) Werkreihe ‘Projektion’ – ein eindrucksvoller Einblick in die frühe experimentelle Phase des renommierten Malers und Bildhauers. Nur einen Katzensprung entfernt, startet am Freitag, den 6. Februar, die erste Ausstellung der neuen Direktorin Gloria Hasnay im Kunstverein Düsseldorf. Der Londoner Künstler Solomon Garçon (*1991) verwandelt den Ausstellungsraum in ein Setting zwischen Performance, Musik und Reality-TV – inklusive ‘Watch Party’ am Eröffnungsabend. Can’t wait! 😊 OPENINGS: Kunstakademie Düsseldorf (Rundgang 2026), Art Karlsruhe 2026 (5.–8. Feb.), Arp Museum Bahnhof Rolandseck (Günther Uecker), MGKSiegen (’25 Jahre, 25 Werke’), Schloss Moyland (‘In the Picture’), Museum Ludwig (Marie Watt), DFI (Imi Knoebel), Malkasten (Brigitte Dümling), Kunstverein Düsseldorf (Solomon Garçon), Bilker Bunker (Martin Klimas), Beck & Eggeling (Chris Reinecke), noir blanche (Horst Wackerbarth), Gisela Capitain (John Stezaker), Parrotta (Stephan Reusse), Norbert Arns (Katharina Immekus), Labor (Yves Bélorgey, Robert Haiss), Glasmoog (‘Heumarkt 1926’), ICA Cologne (Mey Semtati)…
Alle Termine dieser WocheFrancis Bacon, Bernd und Hilla Becher, Anna Boghiguian, Miriam Cahn, Mariana Castillo Deball, Lucian Freud, Rupprecht Geiger, Hans Haacke, Hans Hartung, Lena Henke, Candida Höfer, Maria Lassnig, Giorgio Morandi, Otto Piene, Sigmar Polke, Charlotte Posenenske, Bridget Riley, August Sander, Emil Schumacher, Antoni Tàpies, Diana Thater, Sung Tieu, Niele Toroni, Cy Twombly, Fritz Winter
Info: Anlässlich seines Jubiläums präsentiert das MGKSiegen mit der Ausstellung 25 Jahre, 25 Werke die Entwicklung des Museums anhand von 25 ausgewählten Arbeiten. Die Werke sind beispielhaft für die Bedeutung und die künstlerischen Schwerpunkte innerhalb der beiden Sammlungen – der Sammlung Lambrecht-Schadeberg mit den Rubenspreisträger*innen der Stadt Siegen und der Sammlung Gegenwartskunst. Bedeutende Malereien des 20. Jahrhunderts treffen auf herausragende Fotografien und installative Arbeiten von den 1960er Jahren bis heute. Formale und konzeptuelle Ansätze verbinden sich dabei mit gesellschaftlichen, politischen und globalen Perspektiven der Gegenwartskunst. Die Werke spiegeln die Ausstellungsgeschichte wider, offenbaren regionale Anknüpfungspunkte und verdeutlichen das große private und öffentliche Engagement, das seit 25 Jahren hinter dem internationalen Kunstmuseum steht.

Günther Uecker
Info: Die Ausstellung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck ist die erste nach dem Tod des Künstlers Günther Uecker (Wendorf 1930–2025 Düsseldorf) und dabei die letzte, an der er noch selbst mitgewirkt hat. Sie würdigt den international bekannten Künstler, der mit seinen ikonischen Nagelbildern und -reliefs Kunstgeschichte schrieb und als prägende Persönlichkeit der Künstlergruppe ZERO die Kunst der Nachkriegszeit revolutionierte. Uecker war dem Künstlerbahnhof Rolandseck eng verbunden: Das Nagelrelief Bett zum Aufwachen (1965) befindet sich noch heute in der Museumssammlung. Der performative Film Die Treppe (1964) zeigt Uecker, wie er Bahnhofsvorplatz und -gebäude Nagel für Nagel erobert. Insgesamt werden 55 Werke aus sieben Jahrzehnten gezeigt – von frühen Nagelobjekten über kinetische Installationen bis zu späten Serien, die Ueckers spirituelle Haltung und sein humanistisches Weltbild spiegeln. Im Zentrum stehen Arbeiten, die der Verletzlichkeit der Welt gewidmet sind – Ausdruck eines Lebenswerks, das Frieden, Empathie und menschliche Verantwortung reflektiert. (…) Zur Eröffnung sprechen um 11 Uhr: Dr. Julia Wallner (Direktorin, Arp Museum Bahnhof Rolandseck), Prof. Dr. Jürgen Hardeck (Kulturstaatssekretär, Land Rheinland-Pfalz / Vorstand, Arp Museum Bahnhof Rolandseck), Jutta Mattern (Kuratorin, Arp Museum Bahnhof Rolandseck) und Jacob Uecker (Uecker Archiv).

Ellen Auerbach, Kirsten Becken, Elina Brotherus, Madame d´Ora, Rudolf Dührkoop, Fritz Getlinger, Wilhelm von Gloeden, Ute Klophaus, El Lissitzky, René Magritte, Willy Maywald, Man Ray, August Sander, Georg Schedele, Nadine Schwickart, Katharina Sieverding, Wols u.a. – kuratiert von Reggy Havekes-van Creij
Info: Die Ausstellung fügt sich in den Fotografieschwerpunkt der letzten Jahre, mit besonderem Fokus auf Mode- und Porträtfotografie. Sie lädt dazu ein, in die Vielschichtigkeit der Fotoporträts aus der Museumssammlung einzutreten, von den Anfängen bis zur Gegenwart. Auf der einen Seite stehen die Repräsentationsporträts der Jahre 1860 bis in die zwanziger Jahre. Sie zeigen Menschen in der Pose ihrer Zeit. Diese Selbstentwürfe zeigen das Bedürfnis des Bürgertums, der führenden gesellschaftlichen Kraft der Zeit, nach Repräsentation im Bild. Diese Bilder sind nicht nur Zeugnisse individueller Identität, sondern zugleich Dokumente gesellschaftlicher Ordnung, Ausdruck von Status und Selbstverständnis. Sie verweisen damit auch auf den gesellschaftlichen Kontext ihrer Entstehung, der sich im Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert spürbar verändert. Ihr Wert liegt in der Nähe zur Realität, im Anspruch auf Authentizität, im Charakter des Sichtbaren als Beleg des Gewesenen. (…) Zur Eröffnung sprechen Dr. Antje-Britt Mählmann (Künstlerische Direktorin, Stiftung Museum Schloss Moyland) und Drs. Reggy Havekes-van Creij (Kuratorin der Ausstellung, Stiftung Museum Schloss Moyland), Musik von Clean Pete Loes und Renée Wijnhoven / Der Eintritt ist ab 13:30 Uhr frei.

Selva Amelia Balta, Fabian Friese, Fort, Dominik Geis, Jody Korbach, Kaya Pfaff, Lorenzo Pompa, Katja Tönnissen, Alex Wissel
Info: Herzliche Einladung zur Eröffnung der Ausstellung Dionysisches Denken. Die Kunst der Feste am Karnevalssamstag, 14. Februar 2026, um 15 Uhr. Seit seiner Gründung 1848 spielt das gesellige Zusammenkommen eine wichtige Rolle im Künstlerverein Malkasten. Aufwendig gestaltete Festumzüge und Künstlerfeste im Malkastenpark gehörten ebenso dazu wie die seit 1852 stattfindenden Maskenbälle an Karnevalssamstag, die so genannten Malkasten-Redouten. Bis heute gilt der Malkasten als dionysischer Begegnungsort, an dem fantasievoll, ironisch und ausgelassen gefeiert werden kann – und das weit über die Grenzen Düsseldorfs hinaus. Die Ausstellung Dionysisches Denken. Die Kunst der Feste blickt anhand selten gezeigter Funde aus dem Archiv zurück auf diese Tradition und zeigt zugleich aktuelle künstlerische Positionen, die sie in ein neues Licht stellen. Das freie Spiel unterschiedlicher Medien – von Rauminstallationen, Gemälden, Videoarbeiten und Fotografien – spiegelt die Diversität und die Aufbruchsstimmung, für die der Malkasten 2026 steht. Und im Dialog der Zeiten entsteht ein bunter Parcours, der seinerseits zum Feiern der Kunst und Künste einlädt. Willkommen im Dionysischen Denken! Ort: Malkastenforum.

Karnevalsfest – initiiert von Alex Wissel
Info: Der Künstlerverein Malkasten wird zur fünften Jahreszeit ein lebendiges, tickendes Multiversum, initiiert von Alex Wissel, unter der Regie der Vielen und von Dir. Zeitläufe drehen sich, ein Tag und eine Nacht, gleichzeitig, gegensätzlich, in allen Häusern. Welche Zeit, welche Reihenfolge und wo sind wir als ich und Du als Gruppe? Wie viele Menschen bin ich eigentlich und wie viele Orte gibt es für uns? Komm ich durch, komm ich doch. Internationale Künstlerinnen und Künstler agieren lokal, zeit- und grenzenlos von Dir für uns. Vor Ort, im Haus, im Multiversum der Räume und Zeiten. Zwölf Stunden der vielfältigen Realitäten in verschiedenen Galaxien, vom Valentinstag zum Tulpensonntag, überraschend und ohne doppelten Boden. Vom 14. Februar 2026 von 16 Uhr bis 4 Uhr morgens (…) Einlass mit Kostüm / Eintritt 15 € / Tickets erhältlich unter folgendem Link →

Javkhlan Ariunbold, Anne Bourse, Die Welttraumforscher, Rosanna Graf, Jean Katambayi Mukendi, Rasha Omar, Fion Pellacini, The Nap Room (Bompas & Parr) – kuratiert von Rebekka Seubert
Info: Die Andere Seite der Nacht widmet sich dem Träumen als Gegenwelt. Während Begriffsdefinitionen, die seit der Aufklärung westliches Denken prägten, im digitalen und postfaktischen Zeitalter einem rasanten Wandel unterliegen, scheinen auch die Dichotomien von Licht und Dunkel, Realität und Fiktion, Wachsein und Träumen zu erodieren. Die Ausstellung ist eine Einladung, den archaischen Moment des Schlafs, der ein Drittel der menschlichen Lebenszeit ausmacht, als persönlichen und gesellschaftlichen Wert neu zu verhandeln. Die Andere Seite der Nacht ergründet das widerständige Potenzial des Traums, das Körper und Gefühlswelt in der Dunkelheit zusammenbringt: Eine Praxis des sich Entziehens und Verbindens, bei der man sich dem Unbekannten, dem schwer Steuerbaren des Unterbewusstseins hingibt. (…) Zur Eröffnung sprechen Marion Edelhoff (Vorsitzende), Jörg Stüdemann (Stadtdirektor und Kulturdezernent) und Rebekka Seubert (Künstlerische Leiterin) / Einige der Künstler*innen sind anwesend / 20 Uhr: DJ-Set von Lip71 / Drinks an der Wendy vs Tinkerbell Bar / Pizza an Adrianos Pizzamobil.
