
PROPHEZEIUNGEN: Werde ich glücklich? Wird ein Krieg ausbrechen? Was bringt die Zukunft? Fragen wie diese beschäftigen die Menschheit seit Jahrtausenden und genau ihnen widmet sich die neue Ausstellung ‘PROPHEZEIUNGEN – Wer deutet die Zeichen der Zeit?’ im Diözesanmuseum Paderborn. Noch bis zum 31. Januar 2027 untersucht die dritte Ausgabe der Reihe ‘CONNECT #’, wem wir eigentlich zutrauen, Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit zu geben: der Religion, der Wissenschaft, der Kunst oder inzwischen vielleicht auch der KI? Dabei treffen historische Objekte, Skulpturen, Gemälde und Handschriften aus Spätantike, Mittelalter und Barock auf zeitgenössische Werke der Künstler*innen Christoph Brech, Claudia Brieske, Barbara Dombrowski, Thomas Duttenhoefer, Helmut Kirchlechner und Michael Triegel. So begegnet etwa Duttenhoefers mythische Seherin ‘Kassandra’, dargestellt als expressive Eisenskulptur, den Fotografien von Barbara Dombrowski, die auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam machen. Besonders ungewöhnlich wird es im eigens vom storyLab kiU der Fachhochschule Dortmund entwickelten immersiven Bereich. Eine begehbare ‘sibyllinische Höhle’ lässt Prophezeiungen aus unterschiedlichen Zeiten und Räumen miteinander verschmelzen. Besuchende werden selbst Teil der Installation, können mit ihr interagieren und eigene Fragen hinterlassen. Damit wird das Museum zum Resonanzraum für ein Thema, das zwischen Orakel und Algorithmus, Glauben und Wissenschaft, Hoffnung und Angst erstaunlich aktuell geblieben ist. In diesem Sinne, viel Spaß beim Deuten der Zeichen! 😉 Mehr Infos hier:
www.dioezesanmuseum-paderborn.deMohammad Alfaraj, Laura Arena, Farhad Farzali, Clara Gott, Eszter Katalin, Thijs Kelder, Gabriela Kobus, Mahbuba Maqsoodi, Elias von Martial, Nikolas Müller, Sara Sasani, Takashi Sonoda, Fatemeh Takht-Keshian, Dmitry Zakharov – kuratiert von Leila Cheraghi & Willi Andrick
Info: Between Borders versammelt im Kunsthafen, Bayenstr. 28, 50678 Köln, vierzehn künstlerische Positionen und beschäftigt sich mit unsichtbaren Grenzen, die keine Landkarte verzeichnet. Es geht um Trennlinien in Sprache und Herkunft, um Zugehörigkeit und Ausschluss, aber auch um die Frage, an welchen Stellen solche Grenzen durchlässig werden oder sich verschieben lassen. Die beteiligten Künstler*innen bringen unterschiedliche geografische, biografische und künstlerische Perspektiven zusammen. (…) Zur Eröffnung wird der im Verlag sirren als limitierte Edition erscheinende Katalog Between Borders. Über unsichtbare Grenzen in der Kunst präsentiert – mit Textbeiträgen von Laura Arena, Willi Andrick, Leila Cheraghi und Musa Deli: drei Hefte, 60 mehrfarbige Seiten mit über 20 Fotografien. Der Katalog kann hier → bereits vorbestellt werden. Ort: Kunsthafen, Bayenstr. 28, 50678 Köln / Eröffnung mit Gebärdensprachdolmetscher.

Alexander Steig
Info: Für die Kunst-Station Sankt Peter Köln hat Alexander Steig eine ortspezifische 2-Kanal Closed-Circuit Videoinszenierung entwickelt. In Fels und/oder Stein (1x∞) fokussieren zwei Videokameras ausgewählte Bereiche innerhalb des Kirchenraumes – Rubens‘ Gemälde Kreuzigung Petri und das Mauerwerk des Gebäudes – und übertragen die jeweiligen Bildausschnitte live in den Turmraum. Ein weit geöffnetes Augenpaar blickt aus einem Kontrollmonitor auf eine weite Landschaft, die sich als Videoprojektion in einem großen Querformat auf der gegenüberliegenden Wand ausbreitet. Mit Betreten des Turmraums begeben sich die Betrachtenden mitten in diese mediale Installation und werden Teil des Kreislaufes von Betrachten und Betrachtet-werden. (…) Begrüßung durch P. Stephan Kessler SJ (Kunst-Station Sankt Peter Köln) / Einführung durch Friederike Schuler (Mitglied, Kunstbeirat der Kunst-Station / Kuratorin der Ausstellung) / Orgelimprovisation von Michael Veltman.

Meisterwerke von 1400 bis 1800 aus dem Nationalmuseum Luxemburg
Info: 30 Meisterwerke aus dem Nationalmuseum für Geschichte und Kunst, Luxemburg (MNAHA) treten in Dialog mit 19 Highlights der Sammlung Rau für UNICEF – und sind in dieser Fülle erstmals außerhalb des europäischen Nachbarlandes zu sehen. Bildgewaltig erzählen sie Geschichten und Geschichte von der Antike bis zum Barock. Fast filmisch zieht das Leben Christi in szenischen Bildern an uns vorbei – in mittelalterlichen Handschriftenminiaturen, auf kostbaren Elfenbeintafeln und großen Altären. Mit Humanismus und Gegenreformation verdichtet sich das Erzählen auf den entscheidenden Augenblick: Mimik und Gestik der Figuren sprechen unmittelbar unsere Gefühle an, wecken Mitgefühl, Mitleid oder rauschhafte Freude wie im Titelmotiv Bacchus, Venus und Amor von Rosso Fiorentino. Im dramatischen Licht der Barockmalerei gewinnen Götter, Helden und Heilige monumentale Präsenz. Von Troja über Judäa bis zum Olymp entfaltet sich ein vielstimmiger Bilderreigen – voller Leidenschaft, Lust und Leid. (…) Eröffnung der Ausstellung im Rahmen des Museumsfests, dem Rheinischen Lesefest Käpt’n Book und vielen weitere Programmpunkten / Zur Eröffnung sprechen Dr. Julia Wallner (Direktorin, Arp Museum), Dr. Susanne Blöcker (Kuratorin, Arp Museum), Peter-Matthias Gaede (stellv. Vorstandsmitglied, UNICEF Deutschland), Tania Brugnoni (Direktorin, Luxemburger Nationalmuseum, MNAHA) / zum vollständigen Programm →

Tobias Abel
Info: Das Atelier von Tobias Abel mit seinem grau gestrichenen Holzdielenboden und den reinweißen Wänden wirkt wie eine Zelle. Auch die Inneneinrichtung beschränkt sich auf ein Minimum: Tisch, Stuhl, Bücherregal, eine einfach gestaltete Kommode aus Tischlerplatte. Im ersten, nur mit Tisch und Rechner ausgestatteten Raum werden analoge und digitale Projekte platziert, zum ersten Mal in den Raum eingefügt. Der zweite, ebenso spartanische Raum dient als Lager mit Archiv aus Katalogen, Sammelordnern, Schachteln. Die Ökonomie der Atelierräume und die dort spürbare Arbeitsdisziplin sind Bedingung für die Entstehung von Abels Œuvre. In seiner meisterlich-handwerklichen Arbeit scheint es vorrangig um Form, Dimension und Farbsystematik zu gehen. Bei näherer Anschauung zeigt sich eine weitere Ebene. Die gemalten Flächen wirken mal strukturiert, mal opak, mal metallisch. Der Farbauftrag und die Malmethode sind sichtbar. Die Konstruktion (Dimension) in Licht und Raum wird so zum Träger einer Haut. Abels Vorgehen verweist damit auf die poetische Tradition der Malerei. Die sorgfältige Entstehung (in der Zeit) und die asketische Präsentation (im Raum) stimulieren aber gleichzeitig ein Reset der sinnlichen Wahrnehmung im aktuellen Kontext. Durch die räumliche Trennung von Haut und Form in den Räumen von Fünfundvierzigsekunden ergibt sich eine Didaktik der Wahrnehmung. Der Künstler Tobias Abel erinnert an den Maler Fra Angelico: die Klosterzelle als Atelier, um das Motiv in die Fläche hineinzubeten. (…)

Lothar Baumgarten, Johannes Bendzulla, Katja Davar, Elger Esser, Valerie Fiona Feldhaus, Franz Gertsch, Marie Grothe, Christoph Knecht, Silke Leverkühne, Rita McBride, Giuseppe Penone, Anja Schubert, Tom Seidel, Tatjana Valsang
Info: Der Künstlerverein Malkasten besitzt mit seinem Park ein einzigartiges Refugium und hochrangiges Gartendenkmal mitten in Düsseldorf, dessen Ursprünge bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurückgehen. Die Ausstellung Garten der Möglichkeiten erzählt anhand von historischen Dokumenten und Bildern von der Geschichte dieses Parks – und schlägt eine Brücke in die Gegenwart und zu unserem Naturverständnis heute. Es geht um Mensch und Natur, um Natur und Landschaft, um Landschaft und Garten, und es kommen unterschiedliche Medien in der Ausstellung ins Spiel. Ort: Malkastenforum.

Lise Gujer, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff u.a.
Info: Die Ausstellung Kunst Hand Werk Brücke rückt erstmals das Kunsthandwerk der Künstlergruppe Die Brücke in den Fokus. Neben ihren expressionistischen Arbeiten machten sie unterschiedliche Formen des Kunsthandwerks für sich brauchbar. Sie fertigten Möbel, Gebrauchsgegenstände, Briefpapiere, Glasmalereien, Schmuck und Entwürfe für Wohntextilien, um ihre Vorstellung einer Lebensweise, in der Kunst und Leben untrennbar miteinander verbunden sind, zu realisieren. Als Inspirationsquelle diente ihnen dabei volkstümliche Handwerkstradition und außereuropäische Kunst. Welche fundamentale Bedeutung das Kunsthandwerk für das Schaffen der Brücke-Künstler hat, zeigen die Kunstmuseen Krefeld mit dieser Ausstellung in Haus Lange – dort wo die expressionistischen Werke des Bauherrn und Sammlers Hermann Lange schon in den 1920er Jahren beheimatet waren. (…) Ort: Haus Lange / Parallel eröffnet in Haus Esters Slavs and Tatars: Handdschob / Die Kurator*innen und Künstler*innen der Ausstellung Handdschob werden anwesend sein / Es sprechen Dr. Katharine Leiska (Kulturbeauftragte, Stadt Krefeld), Dr. Michael Reitemeyer (Leitung, Abteilung Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen), Samuel Fickinger (Referent, Rudolf-August Oetker-Stiftung), Katia Baudin (Direktorin, Kunstmuseen Krefeld) und Ann-Kathrin Hörrlein (Kuratorin, der Ausstellung) / 14 Uhr: Lesung von Egana Djabbarova, Haus Esters / 14:30 Uhr: Gespräch von Slavs and Tatars mit Katia Baudin (Englisch), Haus Esters / 15:30 Uhr: Performance von Nadia Markiewicz, Haus Esters.
