ArtJunk
No. 10—2024

This Week

Veritas Vermibus. Truth to the Worms

Sies + Höke

Emma Adler

Info: Worms are masters of camouflage. They often live covertly–underground, inside humans–and oscillate in their natural function between benefit and detriment. In the exhibition Veritas Vermibus, they act as a key to the truth. – Excerpt: Nadia Ismail (…) Emma Adler explores the ontological conflicts, ambiguities and irritations embodied in the increasingly obsolete border zones between digital and physical realities. Responding to our rampant post-factual age, her immersive multimedia installations open playful visual and sonic experiences borne from artistic research which critically investigates our understanding of authenticity and the politics of perception encompassing various levels of reality. Media representation, conspiracy theories and the aesthetics of video games inform Adler’s oeuvre, which, rather than providing any particular counter-narrative, endeavours to prompt our personal and collective reconsideration of the reliability of perception as an instrument of knowledge in a digitalised world. Location: Caprii, Orangeriestr. 6, 40213 Düsseldorf.

Sies und Hoeke Caprii Emma Adler ArtJunk

City of Saints and Mad Men

Galerie Anke Schmidt

Christoph Dettmeier

Info: Die Idee zu Christoph Dettmeiers Ausstellung City of Saints and Mad Men ist in Bezug auf einen Aufenthalt in der süditalienischen Hafenstadt Taranto entstanden. Ähnlich wie viele deutsche Städte wurde Taranto im 2.Weltkrieg als Marinestützpunkt flächendeckend bombardiert und zerstört. Lediglich die marode Altstadtinsel zeugt noch sichtbar von der Stadtgeschichte, die bis weit vor die Antike reicht. Dieses Trauma und die Omnipräsenz des größten europäischen Stahlwerks mit verheerenden Auswirkungen auf Stadt, Umwelt und Mensch haben Taranto gehindert, im Manierismus musealisierter Selbstgefälligkeit zu verfallen, der in Süditalien sonst zu dominieren scheint. Nach intensiver künstlerischer Auseinandersetzung mit Themen zur deutschen Vergangenheit, insbesondere Faschismus, Shoa, Ruinenwerte und transgenerationelle Traumata, hat Dettmeier in Taranto die Möglichkeit gefunden, ähnliche Untersuchungen auf einem Terrain zu betreiben, das nicht deutsch, sondern das archaische mit seinen Ritualen und Mythologien verwachsene Salento ist. Dabei kann er auf die Vielfalt seiner kreativen Möglichkeiten zugreifen: Zeichnung, Foto, Video, Objekte und Installationen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Collage. Nicht nur klassisch sichtbar, sondern als Methode, die Ausstellung im Raum mit einer Vielzahl kontextualer Möglichkeiten zu bespielen. (…) Eröffnung in Anwesenheit des Künstlers.

Galerie Anke Schmidt Christoph Dettmeier ArtJunk

Painters of Modern Life

Zander Galerie

Lewis Baltz, Jeff Wall

Info: Zander Galerie Cologne is delighted to present selected works by Lewis Baltz and Jeff Wall in the exhibition Painters of Modern Life. It unfolds a dialogue between the work of these highly influential artists that sheds new light on their respective practices. Lewis Baltz’s work was instrumental in establishing conceptual photography as an equal artistic medium. With his cinematographic compositions, Jeff Wall is considered a pioneer of staged photography. (…) Introduction by Stefan Gronert (Deputy Director, Curator for Photography and Media Art, Sprengel Museum Hanover).

Zander Galerie Lewis Baltz ArtJunk
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Upcoming

Only Lovers Left

Kunsthalle Düsseldorf

Margarete Jakschik, Friedrich Kunath

Info: In der ersten gemeinsamen Ausstellung von Margarete Jakschik und Friedrich Kunath wird die Kunsthalle Düsseldorf zu einem Ort der Weltversunkenheit, Reflexion und Melancholie. Unter dem Titel Only Lovers Left – eine Anspielung auf Jim Jarmuschs Film Only Lovers Left Alive aus dem Jahr 2013 – zeigt die Ausstellung Fotografien, Gemälde und Installationen der beiden Künstler*innen. Dabei werden sowohl ihre unterschiedlichen ästhetischen Positionen als auch ihre Gemeinsamkeiten in den Mittelpunkt gerückt. Kunath wurde in der ehemaligen ostdeutschen Stadt Chemnitz geboren und wuchs in Ost-Berlin auf, während Jakschik in Polen geboren wurde und im Alter von sechs Jahren nach Deutschland zog. Gemeinsam wanderte das Paar 2007 Richtung Westen nach Los Angeles aus. In ihren Reisen ins Innere und Äußere greifen Jakschik und Kunath das Vermächtnis der deutschen Romantik auf und enträtseln dabei deren konzeptionelle Ironie und klischeebehaftete Sehnsuchtsmotive: Einsame Gestalten, traumhafte Sonnenuntergänge und verschlungene Wege finden sich in ihren melancholischen Kompositionen, kombiniert mit einer eindeutig amerikanischen Bildsprache und ständigen Referenzen an die Popkultur. (…)

Kunsthalle Duesseldorf Margarete Jakschik ArtJunk

THE WORLD

Lucas Hirsch

Taslima Ahmed, Eliza Ballesteros, Maximiliane Baumgartner, Beth Collar, Magdalena Frauenberg, Matthias Groebel, HC, Klara Kayser, Konrad Klapheck, Harmony Korine, Stanislava Kovalcikova, Sarah Księska, Sarah Kürten, Anita Leisz, Mira Mann, Meuser, Simon Mielke, Lukas Müller, David Ostrowski, Lukas Schmenger, Moreno Schweikle, Philip Seibel, Jonas Wendelin, Alex Wissel – eingeladen von ArtJunk

Info: Ganz herzlich laden wir zur Eröffnung der Ausstellung THE WORLD bei Lucas Hirsch in Düsseldorf ein. THE WORLD ist die erste Ausgabe eines neuen und in loser Folge stattfindenden Ausstellungsprojekts von ArtJunk. Die Gruppenschau versammelt Arbeiten von 24 internationalen Künstler*innen und steht in der Tradition verschiedener Pop-Up-Shows, die wir Anfang der 2010er Jahre als dialogisches Get-Together zusammen mit Freunden, Kommilitonen und Weggefährten auf die Beine gestellt haben. Höchste Zeit den künstlerischen Austausch diverser Positionen über die Grenzen des Rheinlands hinweg, quer durch Kontinente und Kulturen für ein gemeinsames Hier und Jetzt wieder aufleben zu lassen!

ArtJunk Lucas Hirsch THE WORLD Kunst Ausstellung Exhibition Düsseldorf

Hilma af Klint und Wassily Kandinsky. Träume von der Zukunft

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen | K20 Grabbeplatz

Hilma af Klint, Wassily Kandinsky

Info: Zwei große Namen gelten als Leitsterne der westlichen Abstraktion: Auf der einen Seite Wassily Kandinsky (1866–1944), der russische Maler, Mitbegründer des Blauen Reiter in München und Lehrer am Bauhaus in Weimar und Dessau. Zum anderen Hilma af Klint (1862–1944), die schwedische Künstlerin, deren visionäres Werk erst kürzlich wiederentdeckt wurde und die seitdem ein großes Publikum begeistert. Mit der Ausstellung in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen werden die Werke von af Klint und Kandinksy zum ersten Mal in einer umfassenden Ausstellung vereint. Geboten wird damit die einzigartige Möglichkeit die Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Notizen vergleichend zu betrachten und nachzuvollziehen. Af Klint und Kandinsky, die fast gleichzeitig lebten, ist dabei gemeinsam, dass sie mit der Abstraktion viel mehr als einen neuen Malstil erfinden wollten. Beide träumten von einer Zukunft, zu der die Kunst den Weg weisen sollte. (…) Zur Eröffnung sprechen Susanne Gaensheimer (Direktorin, Kunstsammlung NRW), Ina Brandes (Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW), Leopold Freiherr von Diergardt (Vorstandsvorsitzender, Freunde der Kunstsammlung NRW), Julia Voss und Daniel Birnbaum (Kurator*innen).

Kunstsammlung NRW K20 Klint Kandinsky ArtJunk
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