ArtJunk
No. 20—2022

This Week

Frenetic Youth

BLOOM

Lukas Schmenger

Info: »Begeben Sie sich jedes Jahr zum Malen an den gleichen Ort, stellen Sie den gleichen Baum dar.« Der Symbolist Odilon Redon beherzigt den Rat des Malerkollegen Jean-Baptiste Camille Corot, als er in seinem Tagebuch den Stellenwert der Zeichnung und der Studie preist. Auch der Künstler Lukas Schmenger wäre davon bestimmt überzeugt. Seit dem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf fokussiert er seine Arbeit auf die Umsetzung der physischen Erscheinung des menschlichen und pflanzlichen Körpers. BLOOM freut sich, eine Soloausstellung des in Köln lebenden und arbeitenden Künstlers Lukas Schmenger zu präsentieren. Für die Schau wird eine Auswahl neuer Arbeiten zusammengestellt, die sich über die Gattungsgrenzen von Skulptur, Malerei, Grafik und Zeichnung hinweg entwickelt haben. In der Serie Ohne Titel (Frenetic Youth) (2022), die in der Ausstellung zum ersten Mal gezeigt wird, zeichnen sich charakteristische Züge seiner Kunst exemplarisch ab.

Bloom Lukas Schmenger ArtJunk

INSIDE THE WORLD OF HELEN LEVITT

Galerie Thomas Zander

Helen Levitt

Info: Helen Levitt (1913–2009) began photographing street scenes in her native city of New York in the late 1930s. Her photographs capture the life of the urban setting and especially of the children playing in the streets. In the mid 1930s, Levitt met Henri Cartier-Bresson and Walker Evans and she helped Evans make prints for his famous show American Photographs in 1938. She showed him her early black and white photographs of children with their improvised games and chalk drawings and he described the lyrical style of her work as anti-journalistic. Helen Levitt took her camera to the city’s poorer neighborhoods, like Spanish Harlem and the Lower East Side, where people treated their streets as their living rooms and where she showed an unerring sense and empathy for the mystery and wry humor of everyday life.

Galerie Thomas Zander Helen Levitt ArtJunk

Blade Memory II

Dortmunder Kunstverein

Uri Aran, Oded Avramovsky, Marianne Berenhaut, Max Ernst, Avner Ben Gal, Noa Glazer, George Grosz, I. S. Kalter, Talia Keinan, Martin Kippenberger, Harel Luz, Roy Menachem Markovich, Lee Nevo, Tchelet Ram, Ariel Schlesinger, Shay-Lee Uziel – kuratiert von Naama Arad, Eran Nave und I. S. Kalter

Info: Blade Memory ist eine künstlerkuratierte Ausstellung in zwei eigenständigen Kapiteln: Das erste war 2021 im CCA Tel Aviv-Yafo zu sehen und wir freuen uns nun, Blade Memory II in den neuen Räumlichkeiten des Dortmunder Kunstvereins zu präsentieren. Blade Memory beschwört eine schmerzende Erinnerung, eine Erinnerung, die erdolcht. Die Ausstellung befragt die Rolle von Künstler*innen, deren Gegenwart von der Enttäuschung geprägt ist, die Professionalisierung, Corporate Branding und seine Architekturen im individuellen Gefühl der Selbstwirksamkeit hinterlassen. Seit den 1970er Jahren und verstärkt seit der New Economy Ära der 1990er Jahre hat sich die Welt beschleunigt: Verdichtete Innenstädte lassen kaum Raum für individuellen Ausdruck, die Zeitökonomie der Digitalisierung erhöht die globale Effektivität und schafft damit nicht weniger sondern mehr Arbeit für die Einen und keine für die Anderen. Begrüßung durch Dr. Matthias Wiese (stellv. Vorsitzender, Dortmunder Kunstverein) und Einführung mit Rebekka Seubert (Künstlerische Leiterin, Dortmunder Kunstverein). Neue Adresse: Dortmunder Kunstverein, Rheinische Str. 1, 44137 Dortmund / Anmeldung unter visit@dortmunder-kunstverein.de →

Dortmunder Kunstverein Lee Nevo ArtJunk
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Upcoming

La rue – Eine communale Roadshow

FFT Düsseldorf

Gintersdorfer/Klaßen (Theater- & Performance-Gruppe)

Info: »Gemeinsames Denken, gemeinsames Essen, vorbehaltloses Abhängen. Spontanes situatives Zusammenkommen der verschiedenen Disziplinen. Musikmachen, sich Musik vorspielen und tanzen. Das Entstehende nach außen, auf Bühnen oder in den Stadtraum tragen.« So beschreibt Ted Gaier die kommunitäre Praxis, die Gintersdorfer/Klaßen während des ersten Teils von PLACE INTERNATIONALE im September 2021 entwickelt haben. Für La rue – Eine communale Roadshow kommt nun ein großes Ginterdorfer/Klaßen-Staraufgebot zusammen. Es verwandelt die Songs und das Bewegungsmaterial, die Erfahrungen und Diskussionen aus dem letzten Jahr in eine performative Songshow, die auf den Plätzen im und um das KAP1 gezeigt wird. Im Rahmen von PLACE INTERNATIONALE / Eintritt frei.

Symposium: Kunst und Freiheit. Unter Druck

Kunstmuseum Bonn

Claudia Roth (Staatsministerin für Kultur und Medien, Schirmfrau von Kunst und Freiheit. Unter Druck), Prof. Dr. Stephan Berg (Intendant, Kunstmuseum Bonn), Albert Weis (Vorstand, Deutscher Künstlerbund), Prof. Dr. Christoph Zuschlag (Kunsthistoriker, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn), Dr. Dorothea Schöne (Direktorin, Kunsthaus Dahlem, Berlin), Prof. Dr. Julia Voss (Kuratorin, Deutsches Historisches Museum, Berlin), Prof. Olaf Nicolai (Künstler, Professor für Bildhauerei, Akademie der Bildenden Künste München), Sara Nabil (Künstlerin), Henrike Naumann (Künstlerin), Eric Otieno Sumba (Soziologe, Politikwissenschaftler, Autor), Elke aus dem Moore (Akademiedirektorin, Schloss Solitude, Stuttgart), Marita Muukkonen & Ivor Stodolsky (Mitgründer*innen, ARTISTS AT RISK, Helsinki), Moderation: Elke Gruhn (Direktorin, Nassauischer Kunstverein, Wiesbaden)

Info: Ein Symposium des Deutschen Künstlerbundes in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bonn. Wie steht es derzeit mit der Freiheit in unserer Gesellschaft, ist sie eine unabdingbare Grundvoraussetzung für künstlerisches Arbeiten und Handeln? Eröffnet die Autonomie der Kunst Wirkungsmöglichkeiten und setzt Reflexionen frei oder wird sie zwischen Anfeindungen und Ausschluss zerschlissen? Das Symposium Kunst und Freiheit. Unter Druck schaut auf den demokratischen Neubeginn der Bundesrepublik Deutschland zurück und schlägt zugleich eine Brücke ins Jetzt. Der Blick richtet sich auf die historischen und aktuellen Fundamente, auf denen künstlerische Freiheit gebaut ist. (…) Anmeldung erforderlich →

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Hombroich : Raketenfestival

Stiftung Insel Hombroich

Oskar Gottlieb Blarr, Sofia Jernberg, Akio Suzuki, Susanna Gartmayer, A Rocket in Dub, Arpad Dobriban, Rolf Julius, Natascha Sadr Haghighian, Callshop Radio Düsseldorf (Aiko Okamoto, Waltraud Blischke)

Info: Am 28. und 29. Mai 2022 findet auf der Raketenstation Hombroich erstmals das Hombroich : Raketenfestival statt. Zwölf musikalische Beiträge internationaler wie lokaler Künstlerinnen und Künstler zeigen aktuelle Formen von experimenteller, elektronischer und improvisierter Musik, Klang- und Radiokunst. Das Festival verbindet Musik, Natur und Architektur zu einem sinnlichen Erlebnis. Karl-Heinrich Müller, der Gründer der Raketenstation, sah diesen Ort als einen offenen Versuch, um über Musik und Kunst zu neuen Lebensformen zu finden. Daran anknüpfend soll das nichtkommerzielle Festival neue Perspektiven auf unser gegenwärtiges und künftiges Zusammensein ermöglichen. Programm 16 Uhr: Konzert Neue Musik – ein Erfahrungsbericht – Oskar Gottlieb Blarr / 17 Uhr: Konzert – Sofia Jernberg / 18 Uhr: Klangspaziergang – Akio Suzuki / 19 Uhr: Konzert – Susanna Gartmayer / 20 Uhr: Konzert – A Rocket in Dub / 16–19 Uhr: Essbare Botschaft – Arpad Dobriban / 16–21 Uhr: Installation – Rolf Julius / Installation – Natascha Sadr Haghighian / 17–21 Uhr: Internet Radiostation – Callshop Radio Düsseldorf / Eintritt frei / Ort: Raketenstation Hombroich 4.

Stiftung Insel Hombroich Raketenfestival ArtJunk
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