
INFLUENCED BY KUNIGUNDE! Wer nach den Ostertagen sakrale Kunst einmal anders erleben möchte, für den bietet die neu eröffnete Ausstellung im Diözesanmuseum Paderborn die perfekte Gelegenheit. Mit ‘Influenced by Kunigunde’ rückt das Haus eine der bedeutendsten Frauenfiguren des Mittelalters in den Fokus und schafft dabei einen spannenden Dialog zwischen damals und heute. Kunigunde von Luxemburg (um 980–1033) war Königin und Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches, die nach ihrer Heiligsprechung im Jahr 1200 bis heute als machtvolle und populäre Frau ihrer Zeit verehrt wird. Herzstück der Ausstellung ist die kostbare Reliquienbüste Kunigundes (s. Titelbild) – ein Schlüsselwerk der über 12.000 Exponate umfassenden Sammlung des Hauses. Als ältestes Diözesanmuseum im deutschsprachigen Raum bewahrt es eine der wichtigsten Sammlungen mittelalterlicher bis barocker Kunst in Deutschland. Doch was hat die sagenumwobene Kaiserin uns heute noch zu sagen? Genau hier setzt das Frauenkollektiv StudioEINZ an, das die Ausstellung konzipiert hat: Zwischen 3D-Druck, Graffiti, Installation, Collage und interaktiven Formaten wird Kunigunde zur Projektionsfläche für aktuelle Fragen nach Macht, Weiblichkeit, Wissen und gesellschaftlicher Sichtbarkeit. So trifft Sakral- auf Gegenwartskunst und eine urbane Bildsprache. Genau dieser Spagat macht die Ausstellung so sehenswert und zeigt, auf welch erfrischende Art und Weise alten Schätzen neu begegnet werden kann. Viel Spaß beim Besuch! 😊 Weitere Infos hier:
www.dioezesanmuseum-paderborn.deInfo: Möglichkeit bezeichnet einen Zustand des Noch-Nicht. Sie ist keine feste Größe, sondern eine dynamische Konstellation aus Bewegung; ein Gefüge von Potenzialen, Kräften und Beziehungen. Im Moment ihres Erscheinens verdichtet sie sich zur Entscheidung für eine bestimmte Form aus einer Vielzahl denkbarer Varianten. Vor diesem Hintergrund lassen sich die Arbeiten von Kirstin Arndt lesen. Ihre künstlerische Praxis richtet sich auf die Untersuchung von Material, Struktur sowie der architektonischen und räumlichen Situation, wobei die Idee einer Form den Ausgangspunkt bildet. Durch Proben und Versuche geht sie mit diesen Bedingungen um. Sie erscheinen dabei nicht als feststehende Gegebenheiten, sondern als Instanzen, Faktoren, durch die sich eine Form bilden kann. Wie wenig Linie braucht es, damit Fläche entsteht?, ist eine Frage zu sein, die vielen ihrer Studien und Arbeiten zugrunde liegt. Zudem berührt diese Frage den Übergang zwischen den Disziplinen, in denen Arndt ausgebildet wurde. Elemente der Malerei – Linie, Fläche und Farbe – werden aus der Ebene gelöst und in räumliche Situationen überführt. Linien erscheinen als Fäden, Drähte oder Holzstäbe; Flächen als gespannte, gefaltete oder geschnittene Materialien. (…)

Info: In our new exhibition, a fairly comprehensive group of late Nadelman figurines are juxtaposed with three of Fischli and Weiss’s Car sculptures. The Car Sculptures predate the Hostesses. They exist as smooth white plaster sculptures and, even earlier, cast in black rubber, for which one of the sculptures shown here served as a model for the mold. As depictions of ordinary cars, they were introduced into Fischli and Weiss’s oeuvre as representations of the then everyday present. Sanded down and nondescript, their features recall something familiar though faint, ghosts of the ubiquitous. They occupy a particular go-between of figuration, as they depicted something realistic but, as machines, were not figurative as such, echoing the machines in the modernist canon, whose representations were an exception to the rule of non-figuration.

Liza Lacroix
Info: Galerie Gisela Capitain is pleased to announce She was abandoned by her parents and survived illness twice. She was an art star, but is now making feature films. She was happily married – now she is happily dating a man half her age. by Liza Lacroix. This marks the artist’s fourth exhibition with the gallery. (…) Location: Sankt-Apern-Str. 26, 50667 Cologne / At the same time a solo exhibtion by Wade Guyton will open at Galerie Gisela Capitain, Kapelle Gereonskloster, Gereonskloster 12 & Albertusstr. 9–11, 50667 Cologne.

Christoph Blawert – kuratiert von Julika Bosch
Info: Anlässlich der Art Düsseldorf eröffnet im Ausstellungsraum VAW – Vitrine am Wasserturm auf dem Areal Böhler eine neue Ausstellung mit dem Künstler Christoph Blawert (*1981 Offenburg). Kuratorisch verantwortet wird die Schau von Julika Bosch. Die Präsentation ist Ergebnis eines Open Calls, den die Art Düsseldorf an eingeladene Galerien richtete. Aus den eingereichten Bewerbungen ging die Produzentengalerie Hamburg als Gewinnerin hervor. In enger Zusammenarbeit mit Kuratorin Julika Bosch wird Blawert eine ortsspezifische Arbeit für die Vitrine entwickeln, die den besonderen Charakter des Ausstellungsorts aufgreift. Christoph Blawert ist bekannt für seine raumgreifenden Installationen, die gezielt mit ihrem architektonischen und institutionellen Kontext in Dialog treten. Zu seinen vielbeachteten Arbeiten zählen die radikale Neugestaltung der Eingangshalle der Kunsthalle Recklinghausen mit Tick Tacks Fancy Museumshop sowie die Installation In Heaven Everything is Fine im Tick Tack Antwerpen – eine Gesamtinstallation, die von einer Hunkemöller-Lingerie-Box inspiriert wurde. Die Ausstellung ist zugleich Ausdruck einer wachsenden Verbindung zwischen der Art Düsseldorf und dem Areal Böhler – zwei Orte, die gemeinsam zeitgenössischer Kunst in Düsseldorf Raum und Resonanz geben. (…)

Bernhard Fuchs
Info: Bernhard Fuchs (geb. 1971 in Haslach a.d. Mühl, Österreich) gehört zur etablierten Generation der Düsseldorfer Fotoschule. Sein Werk steht einzigartig in der Tradition der deutschen wie auch amerikanischen Dokumentarfotografie. Fuchs fokussiert seinen Blick immer wieder auf ein Sujet: auf das Mühlenviertel in Oberösterreich, wo er aufgewachsen ist. Seit Anfang der 1990er Jahre entstehen hier Serien, die die Landschaft und die Menschen dieser Region auf besondere Weise, unmittelbar und zugleich distanziert, zeigen. Mit Heustock hat der Künstler eine neue Werkserie abgeschlossen, die in den Jahren 2018 bis 2024 ebenfalls in der Region Oberösterreich entstanden ist. Als Heustock wird der Vorrat an Heu bezeichnet, der zumeist auf dem Heuboden in der Scheune trocknet, lagert und die Grundlage für eine Viehhaltung bildet. (…) Fuchs thematisiert in seiner Serie Heustock überkommene landwirtschaftliche Speicher- und Produktionsprozesse ebenso wie das Medium der Fotografie selbst. Die Kunstmuseen Krefeld präsentieren erstmals die neue Fotoserie Heustock in Haus Esters mit rund 30 Motiven. Ort: Haus Esters. (…) Parallel eröffnet in Haus Lange die Ausstellung Acaye Kerunen. Apoi.

Adam Pendleton – kuratiert von Dr. Nadim Samman
Info: Die Langen Foundation präsentiert eine Einzelausstellung des renommierten US-amerikanischen Künstlers Adam Pendleton unter dem Titel Can I Be?. Als zentrale Figur der zeitgenössischen amerikanischen Kunst ist Pendleton weithin bekannt für seine Gemälde, die die Grenzen der Abstraktion neu definiert haben. Indem er traditionell getrennte Ideen und Prozesse bewusst miteinander in Beziehung setzt, eröffnet sein Werk neue Räume des Sehens und Denkens. Im Jahr 2008 definierte Pendleton seine Arbeitsweise als Black Dada, eine kritische Auseinandersetzung, mit der er das Verhältnis von Blackness, Abstraktion und der historischen Avantgarde untersucht. Diese ortsspezifische Ausstellung bringt Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Videoarbeiten in einen Dialog mit der einzigartigen Architektur von Tadao Ando. Im Wechselspiel von Medien und Räumen entfaltet die Ausstellung eine Reflexion über die anhaltende Kraft der Abstraktion angesichts der Komplexität des 21. Jahrhunderts.
