Künstlerverein Malkasten


Jacobistr. 6a
40211 Düsseldorf
Hentrichhaus
Mo–So: 12-21 Uhr
Jacobihaus
Di: 19–21 Uhr
Malkastenforum
Di: 17–21 Uhr
Do–So: 11–17 Uhr
Malkastenpark
Mo–So: 10–20 Uhr
Lido im Malkasten (Bar)
Mo–Sa: 12–23 Uhr
So: 12–21 Uhr
T +49 (0) 211-35 64 71
Exhibitions
Man in Window
Fee Mai
Info: Man in Window ist eine poetische Auseinandersetzung von Fee Mai mit Bewegung, Momenten des Erkennens und der Verarbeitung von Information. Ausgangspunkt der Arbeit ist eine analoge Fotografie, die mittels Negativscan digitalisiert und in einem weiteren Schritt zu einem digitalen Siebdruck weiterentwickelt wurde. Im Verlauf dieses Übersetzungsprozesses werden Informationen schrittweise reduziert. Während das analoge Foto eine scheinbar präzise Abbildung von Realität liefert, führt die Aufsplittung in CMYK zu einem groben, ungenauen Halbtonraster. Erst das Zusammenspiel der einzelnen Farbebenen setzt das Bild erneut zusammen – jedoch nicht als scharfe Reproduktion, sondern als distanzierte Annäherung an das ursprüngliche Motiv. Mit zunehmendem Abstand zur Arbeit wird das Motiv klarer lesbar. Der Vorplatz erlaubt eine freie Bewegung und lädt dazu ein, Wahrnehmung und Bildschärfe aus unterschiedlichen Distanzen zu erforschen. Ort: Schaukasten auf dem Vorplatz, rund um die Uhr frei zugänglich.

self-monitoring
Lea Klein
Info: Digitale Räume, in denen Sichtbarkeit, Vergleich und Bewertung allgegenwärtig sind, haben heute immer mehr Einfluss auf die Selbstwahrnehmung. Das eigene Verhalten wird kontinuierlich angepasst, Identität wird nicht nur gelebt, sondern fortlaufend optimiert und nach außen hin kuratiert. Die Arbeit self-monitoring setzt sich damit auseinander, wie sich gesellschaftliche Machtstrukturen im digitalen Zeitalter auf das Selbst übertragen. Überwachung ist nicht mehr nur zentral organisiert, sondern verinnerlicht. Wir betreiben sie bei uns selbst. Es entsteht ein System gegenseitiger Beobachtung, in dem das Individuum zugleich Beobachtender und Beobachteter ist. Ort: Fahnen auf dem Vorplatz, rund um die Uhr frei zugänglich.

Dionysisches Denken. Die Kunst der Feste
Selva Amelia Balta, Fabian Friese, Fort, Dominik Geis, Jody Korbach, Kaya Pfaff, Lorenzo Pompa, Katja Tönnissen, Alex Wissel
Info: Seit seiner Gründung 1848 spielt das gesellige Zusammenkommen eine wichtige Rolle im Künstlerverein Malkasten. Aufwendig gestaltete Festumzüge und Künstlerfeste im Malkastenpark gehörten ebenso dazu wie die seit 1852 stattfindenden Maskenbälle an Karnevalssamstag, die so genannten Malkasten-Redouten. Bis heute gilt der Malkasten als dionysischer Begegnungsort, an dem fantasievoll, ironisch und ausgelassen gefeiert werden kann – und das weit über die Grenzen Düsseldorfs hinaus. Die Ausstellung Dionysisches Denken. Die Kunst der Feste blickt anhand selten gezeigter Funde aus dem Archiv zurück auf diese Tradition und zeigt zugleich aktuelle künstlerische Positionen, die sie in ein neues Licht stellen. Das freie Spiel unterschiedlicher Medien – von Rauminstallationen, Gemälden, Videoarbeiten und Fotografien – spiegelt die Diversität und die Aufbruchsstimmung, für die der Malkasten 2026 steht. Und im Dialog der Zeiten entsteht ein bunter Parcours, der seinerseits zum Feiern der Kunst und Künste einlädt. Willkommen im Dionysischen Denken! Ort: Malkastenforum.

BIRD
Saskia Tamara Kaiser – Performer*innen: Uwe Michael Biedermann & Lara Nevada
Info: In BIRD geht es Saskia Tamara Kaiser um die Melancholie, Kontrolle und Durchdringung von Intimität durch digitale Bildregime. In einem nahezu abstrakten, schneeweißen Raum summt eine Frau, während sie zwischen körperlicher Präsenz und dem endlosen Scrollen durch Social-Media-Reels oszilliert. Das Auftreten eines Mannes, der ihr einen metallischen Kopfkäfig anlegt und ein Smartphone an die Stelle ihres Mundes setzt, markiert einen Moment der externalisierten Kontrolle. Die Sichtbarkeit der filmenden Person destabilisiert zusätzlich die Grenzen zwischen Subjekt, Objekt und Beobachtung. Dadurch möchte Kaiser die weibliche Sichtbarkeit, Selbstüberwachung und die geschlechtsspezifische Asymmetrie der Blickmacht offenlegen. Ort: Rotunde im Hentrichhaus.

Blasse Ausstellungsgäste im besten Alter sehen sich weisse Artefakte an (Whitecube-Effect)
Maxim von Schirach
Info: Mit der Installation in der Vitrine im Hentrichhaus zeigt Maxim von Schirach fünf Objekte: Ein Relief lehnt an der Wand, vier Objekte stehen auf dem Boden. Das Relief erinnert an Schilder. Licht und Schatten bestimmen seine Wirkung, nicht alle Linien sind parallel. Wenn man davor steht, kann man sich fragen, von welcher Seite aus man es eigentlich betrachtet. Die Bodenarbeiten lassen an Vogelhäuser denken, wobei die flachen Dächer der Häuser wiederum wie Rampen wirken. Sie lassen sich zusammen oder einzeln betrachten. Alles ist abstrahiert und in seiner Formensprache reduziert. Die Objekte sind weiß, wie die Vitrine selbst, der Ausstellungstitel spiegelt das wieder. Gleichberechtigt stehen die Elemente kontrastlos nebeneinander. Die Installation lässt sich nur von außen wahrnehmen. Die Arbeiten sind auf diese Situation bezogen. Ort: Vitrine im Hentrichhaus.

Zwischenzeichen
Florian Fausch
Ort: Jacobihaus.

Kiss and Fly
Paul Schwer
Ort: Lido im Malkasten (Bar).



Events
Zwischenzeichen
Florian Fausch
Info: Herzliche Einladung zur Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, 24. März 2026, um 19 Uhr. Thomas Kalau, stellvertretender Generalkonsul der Schweiz, wird ein Grußwort zur Eröffnung sprechen. Ort: Jacobihaus.



Kiss and Fly
Paul Schwer
Info: Herzliche Einladung zur Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, 31. März 2026, um 19 Uhr. Ort: Lido im Malkasten (Bar).










