ArtJunk
No. 39—2026

Westfälischer Kunstverein

Westfälischer Kunstverein Münster ArtJunk

Rothenburg 30
48143 Münster

Mi–So: 11–19 Uhr

T +49 (0) 251-394 96 30

E

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Exhibitions

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Écris-toi!, schreib dich!

Performancereihe

Info: »Es ist unerlässlich, dass die Frau sich schreibt,« – heißt es in dem Essay Das Lachen der Medusa (1975) der französischen Philosophin Hélène Cixous. Damit formuliert sie nicht nur einen an Frauen adressierten Auftrag – sich selbst durch das Schreiben hervorzubringen, sich zu zeigen – sondern letztlich auch eine provokante Behauptung: Das Schreiben erklärt Cixous zur »Möglichkeit selbst«, ja, zur »Vorbotin einer Umgestaltung der sozialen und kulturellen Strukturierungen«. Es ist ein Bekenntnis zur politischen wie körperlichen Dimension des Schreibens im Ausgang von weiblichem Begehren. Écris-toi!, schreib dich! ist eine Performance-Reihe, für die Künstler*innen mit der Produktion neuer Texte und Performances beauftragt werden, die Sprache, Stimme und Körper als Mittel einer ästhetischen wie politischen Artikulation nutzen. Eintritt frei!

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Œuvre (working title)

Sanna Helena Berger

Info: Œuvre (working title) ist Sanna Helena Bergers erste institutionelle Einzelausstellung, in der sie dem Format Retrospektive als Besiegelung einer Künstlerinnen-Biographie widerspricht. Gegen diese Konvention argumentiert Berger, dass die ausschließlich rückschauende Betrachtung des Gesamtwerkes einer Künstlerin am Ende deren Handlungsfähigkeit für zwischenzeitliche Bedeutungsproduktion (Nachträglichkeit) ausschließt. Diese Interpretation einer archivarischen Geste blickt zugleich zurück und nach vorn. Berger lässt den üblicherweise temporären Platzhalter Arbeitstitel als namengebendes Echo ihrer Philosophie stehen: Ein Lebenswerk ist ein nichtlinearer Prozess. So wird die Ausstellung zu einem Ort, an dem die Vorsilbe re- als deiktische Methode fungiert, die sowohl fertigen als auch liegengelassenen Arbeiten neue, oder überarbeitete Lesarten der bereits existierenden eröffnet. Ein kritisches Hinwenden, bei dem Berger versucht, Werke mit einem reflexiven, kritischen Blick zu erinnern (re-member), erneut zu befragen (re-visit) und neu zusammenzufügen (re-assemble). So wird die Rekontextualisierung zu einer formalen Methode, die den kuratorischen Gestus der Ausstellung bestimmt.

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RADAR: Eda Aslan. It was their dust that we breathed in

Eda Aslan

Info: Eda Aslan befasst sich mit Prozessen, welche museale Bestände und die Museumsinfrastruktur betreffen. Ausrangierte Materialien von vergangenen Ausstellungen dienen der Neuanfertigung von funktionalen Bauteilen wie einer Garderobe, Türkeilen oder Wertmarken für Schließfächer. Damit rückt Eda Aslan das physische und zirkuläre Recycling des institutionellen Gedächtnisses ins Zentrum und richtet ihren künstlerischen Blick auf das institutionelle Verwalten. (…)

Westfälischer Kunstverein Eda Aslan ArtJunk

Events

Œuvre (working title)

Fr. — 16. Oktober 2026 18:00 Uhr

Sanna Helena Berger

Info: Œuvre (working title) ist Sanna Helena Bergers erste institutionelle Einzelausstellung, in der sie dem Format Retrospektive als Besiegelung einer Künstlerinnen-Biographie widerspricht. Gegen diese Konvention argumentiert Berger, dass die ausschließlich rückschauende Betrachtung des Gesamtwerkes einer Künstlerin am Ende deren Handlungsfähigkeit für zwischenzeitliche Bedeutungsproduktion (Nachträglichkeit) ausschließt. Diese Interpretation einer archivarischen Geste blickt zugleich zurück und nach vorn. Berger lässt den üblicherweise temporären Platzhalter Arbeitstitel als namengebendes Echo ihrer Philosophie stehen: Ein Lebenswerk ist ein nichtlinearer Prozess. So wird die Ausstellung zu einem Ort, an dem die Vorsilbe re- als deiktische Methode fungiert, die sowohl fertigen als auch liegengelassenen Arbeiten neue, oder überarbeitete Lesarten der bereits existierenden eröffnet. Ein kritisches Hinwenden, bei dem Berger versucht, Werke mit einem reflexiven, kritischen Blick zu erinnern (re-member), erneut zu befragen (re-visit) und neu zusammenzufügen (re-assemble). So wird die Rekontextualisierung zu einer formalen Methode, die den kuratorischen Gestus der Ausstellung bestimmt. (…) Eröffnung mit einer Einführung von Theresa Roessler / 19:30 Uhr: Performance Finale. Langsam, schwer. von Sanna Helena Berger (auf Englisch) gemeinsam mit Angelina Petrović (Querflöte) / Parallel eröffnet die Ausstellung RADAR: Eda Aslan. It was their dust that we breathed in.

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RADAR: Eda Aslan. It was their dust that we breathed in

Fr. — 16. Oktober 2026 18:00 Uhr

Eda Aslan

Info: Eda Aslan befasst sich mit Prozessen, welche museale Bestände und die Museumsinfrastruktur betreffen. Ausrangierte Materialien von vergangenen Ausstellungen dienen der Neuanfertigung von funktionalen Bauteilen wie einer Garderobe, Türkeilen oder Wertmarken für Schließfächer. Damit rückt Eda Aslan das physische und zirkuläre Recycling des institutionellen Gedächtnisses ins Zentrum und richtet ihren künstlerischen Blick auf das institutionelle Verwalten. (…) Parallel eröffnet die Ausstellung Sanna Helena Berger. Œuvre (working title).

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Kuratorinführung: Sanna Helena Berger. Œuvre (working title)

Mi. — 18. November 2026 18:00 Uhr

Theresa Roessler (Kuratorin, Westfälischer Kunstverein)

Info: Œuvre (working title) ist Sanna Helena Bergers erste institutionelle Einzelausstellung, in der sie dem Format Retrospektive als Besiegelung einer Künstlerinnen-Biographie widerspricht. Gegen diese Konvention argumentiert Berger, dass die ausschließlich rückschauende Betrachtung des Gesamtwerkes einer Künstlerin am Ende deren Handlungsfähigkeit für zwischenzeitliche Bedeutungsproduktion (Nachträglichkeit) ausschließt. Diese Interpretation einer archivarischen Geste blickt zugleich zurück und nach vorn.

Westfälischer Kunstverein Sanna Helena Berger ArtJunk