ArtJunk
No. 03—2022

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen | K20 Grabbeplatz

Kunstsammlung Nordrhein Westfalen NRW Düsseldorf K20 Grabbeplatz ArtJunk

Grabbeplatz 5
40213 Düsseldorf

Di–Fr: 10–18 Uhr
Sa–So & feiertags: 11–18 Uhr

T +49 (0) 211-83 81 204

F +49 (0) 211-83 81 201

E

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Exhibitions

Georges Braque. Erfinder des Kubismus

Georges Braque

Info: Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen würdigt den in Deutschland bislang zu wenig beachteten Georges Braque als bahnbrechenden Künstler der französischen Avantgarde. Die Ausstellung konzentriert sich auf die wichtigsten Jahre seines Schaffens, auf das besonders spannende und ereignisreiche Frühwerk zwischen 1906 und 1914. (…)

Lynette Yiadom-Boakye. Fliegen im Verbund mit der Nacht

Lynette Yiadom-Boakye

Info: Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zeigt die erste umfangreiche Ausstellung in Deutschland von Lynette Yiadom-Boakye (*1977), einer in London geborenen Malerin und Schriftstellerin mit ghanaischen Wurzeln. Ihr zentrales Thema ist der Mensch: Mit Öl oder Kohle und Pastellstift porträtiert sie Frauen und Männer, vereinzelt ruhend, träumend, tanzend, schauend oder mit einem Gegenüber agierend. Es sind jedoch keine realen, sondern zusammengesetzte Figuren, deren Erscheinungen sich aus verschiedenen Quellen speisen. Lynette Yiadom-Boakye zeigt ausschließlich Schwarze Menschen und enthüllt damit schlaglichtartig deren weitgehendes Fehlen in den Darstellungen der europäischen Kunstgeschichte, mit der sie sich intensiv auseinandergesetzt hat.

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OPEN SPACE. Nichts als Zukunft

Workshops / Lectures / Talks u.a.

Info: Für den zweiten OPEN SPACE wird die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen erneut eine Ausstellungshalle in einen überdachten öffentlichen Raum verwandeln. Unter dem Titel Nichts als Zukunft steht das Anthropozän im Fokus, ein naturwissenschaftlicher Begriff für das jetzige Erdzeitalter, in dem der Mensch selbst zur Naturgewalt geworden ist. In einem kooperativen Prozess mit lokalen und internationalen Partnerinnen und Partnern wird ein transdisziplinäres Programm entwickelt, das den OPEN SPACE zu einem Verhandlungsraum für Fragen zur Gegenwart und Zukunft unseres Planeten macht.

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The Skin of ALL

Lygia Pape

Info: Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen widmet der brasilianischen Modernistin Lygia Pape (1927 – 2004) die erste Einzelausstellung in Deutschland. Unter dem Titel The Skin of ALL wird das vielseitige, grenzüberschreitende Werk der Künstlerin vorgestellt, das sie auf der Basis von ihrer unbändigen Experimentierfreude über fünf Jahrzehnte fortwährend weiterentwickelte. Es umfasst neben abstrakt-geometrischen Gemälden, Zeichnungen, Reliefs, unikale Holzschnitte, zwei Ballettkompositionen, Skulpturen, Gedichte genauso wie experimentelle Filme, immersive Rauminstallationen oder kollektive Performances und Erkundungen des öffentlichen Raums.

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Events

Ist Natur natürlich? Naturlandschaft versus Kulturlandschaft – Kunstgespräch

Mi — 19. Januar 2022 18:00—19:00 Uhr

Annette Hohenlohe (Kunsthistorikerin), Peter Knappmann (Landschaftsbauer)

Info: In den Kunstgesprächen wird die komplexe Beziehung des Menschen zu seiner Lebenswelt diskutiert, wie sie sich in den Werken der Sammlung im K20 widerspiegelt. Vor Werken von Bonnard, Matisse und Feininger diskutieren Kunsthistorikerin Annette Hohenlohe und Landschaftsbauer Peter Knappmann über Natur vor dem Hintergrund von Klimawandel, Globalisierung und tradierten Wunschvorstellungen. Ort: OPEN SPACE / Teilnahme kostenlos / Anmeldung erforderlich →

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»Wahrheiten der Welt«

Mi — 19. Januar 2022 19:00—20:30 Uhr

Es lesen: Mercy Dorcas Otieno, Jean Paul Baeck, Moderation: Ute Wegmann

Info: Autor*innen wie Etel Adnan, Albert Camus, E. M. Forster, Bernie Krause, Audre Lorde, Andri Snær Magnason, Marion Poschmann, Frederik Sjörberg, Yoko Tamada u.a. erzählen, jeweils in ihrer Zeit, auf sehr unterschiedliche Weise vom Reichtum der Natur, von düsteren Aussichten und Hoffnungen sowie von der Schwierigkeit, vielschichtige Zusammenhänge des Lebens in Worte zu fassen. Ausgewählt wurden die Texte von Noreen Maria Akhtar, Barbara Dörffler, Michael Hollstein und Maria Müller-Schareck, die sich erstmals in einer Ideenwerkstatt zur Vorbereitung des OPEN SPACE begegneten. Ihre Auswahl ist subjektiv; sie spiegelt die individuellen Perspektiven, Vorlieben, Interessen wider und zeigt, dass es viele Wege gibt, über natürliche Phänomene, über unsere Umwelt und unsere Verbindungen zum Leben zu schreiben. Ort: OPEN SPACE / Teilnahme kostenlos / Anmeldung erforderlich →

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Vögel in Düsseldorf – Stadtpaziergang

Sa — 22. Januar 2022 14:00—15:30 Uhr

Jürgen Schumann (Autor), Tobias Krause (Autor), Konzept: Eva Busch (Kuratorin, Kulturarbeiterin), Noreen Maria Akhtar (Kunstvermittlerin)

Info: Ein Stadtpaziergang in der Reihe Leaving the Space – Grüße von jenseits des Anthropozäns. Welche Vogelarten leben eigentlich mit uns in Düsseldorf – wo und unter welchen Bedingungen? Gemeinsam mit den beiden Autoren des Buchs Die Vogelwelt von Düsseldorf und Umgebung lernen wir die Stadt als geteilten Lebensraum wahrnehmen, der sich durch Klimaveränderungen und andere menschengemachte Einflüsse im Wandel befindet. Wie könnte dieses Zusammenleben gerechter gestaltet werden? Treffpunkt: OPEN SPACE / Teilnahme kostenlos / Anmeldung erforderlich →

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Künstlerische Haltungen und Strategien – Kunstgespräch

Mi — 26. Januar 2022 18:00—19:00 Uhr

Bettina Meyer (Künstlerin), Judith Uhrmacher (Pastorin)

Info: In den Kunstgesprächen wird die komplexe Beziehung des Menschen zu seiner Lebenswelt diskutiert, wie sie sich in den Werken der Sammlung im K20 widerspiegelt. Künstlerin Bettina Meyer und Pastorin Judith Uhrmacher nähern sich über die Werke der Sammlung den Haltungen und Lebensentwürfen der Künstler*innen an. Lassen sich Prinzipien oder Strategien erkennen, die sich in der Kunst, etwa von Josef Beuys, Helen Frankenthaler oder Wassily Kandinsky, wiederfinden? Ort: OPEN SPACE / Teilnahme kostenlos / Anmeldung erforderlich →

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Shifting Identities – eine Neupositionierung in der Postmigration

Mi — 26. Januar 2022 19:00—20:30 Uhr

Karima Benbrahim und Gäste

Info: In einer Gesellschaft dienen kollektive Identitätskonstruktionen meist der Selbstidealisierung, welches ein gefährliches Anderes schafft. In welcher Weise sind Kunst und Kultur durch Fremdzuschreibungen in Macht- und Gewaltdynamiken involviert? In welcher Weise können Selbstbeschreibungen und neue Identitäten gesellschaftskritisch vorgenommen werden? Ort: OPEN SPACE / Teilnahme kostenlos / Anmeldung erforderlich →

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Voguing – Tanzworkshop

Sa — 29. Januar 2022 12:00—13:30 Uhr

Ray Milan

Info: In diesem offenen Tanz-Workshop werden die 5 Grundelemente des Voguing vermittelt. Aus ihnen entstehen dann Choreografien, die im Workshop ausgearbeitet werden. Hierbei soll die  Verbindung zum eigenen Gefühl und dem eigenen Ausdruck erweckt werden. Ziel ist es, die erlernten Bewegungen selbstbewusst auszuführen und in der Lage zu sein, eigenständig und kreativ im sogenannten Freestyle zu tanzen. Voguing ist ein Tanzstil, der Anfang der 1970er Jahre in Harlem, New York, unter Queer – vor allem transsexuellen BIPOC -, Afroamerikanern und Latinx entstand – in der sogenannten Ballroom Szene. Die Inspiration für den Namen und den Tanzstil stammt vom Modemagazin Vogue, bei der man die Modelposen und dessen Ausdruck imitierte. Ort: OPEN SPACE / Teilnahme kostenlos / Keine Vorkenntnisse notwendig / Bitte bequeme Kleidung mitbringen / Anmeldung erforderlich →

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Figuren bauen als Protestform

Sa — 29. Januar 2022 14:00—15:00 Uhr

Jacques Tilly (Künstler)

Info: Ob Klimawandel- oder Coronaleugner, ob Trump oder Putin – weltweit feiern autoritäre Staatschefs, Parteien und Gruppierungen Erfolge. Eine unbeugsame zivilgesellschaftliche Gegenstimme ist der Künstler Jacques Tilly mit seinen Großplastiken. Bundesweit bekannt wurde er durch seine politischen Mottowagen im Düsseldorfer Rosenmontagszug, die regelmäßig Widerspruch und Diskussion auslösen. Doch Jacques Tilly stattet inzwischen europaweit Protestbewegungen gegen Umweltzerstörung und staatlichen Demokratieabbau mit medienstarken Eyecatchern im XXL-Format aus. In einem 45-minütigen Vortrag zeigt der Künstler seine wirkmächtigen und umstrittenen Projekte. Anschließend stellt er sich für 15 Minuten den Fragen des Publikums. Ort: OPEN SPACE / Teilnahme kostenlos.

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Figuren bauen als Protestform

Sa — 29. Januar 2022 15:00—19:00 Uhr

Jacques Tilly (Künstler)

Info: Alle politischen Großplastiken von Jacques Tilly haben eines gemeinsam: Sie werden in einer umweltfreundlichen Leichtbautechnik aus einem Holzinnengerüst, einer Maschendrahtoberfläche und einer sehr dünnen Leimpapierbeschichtung hergestellt. Im Anschluss an seinen Vortrag führt der Künstler in einem vierstündigen Workshop in seine Bauweise ein. Auch wer keine künstlerischen und handwerklichen Talente oder Vorkenntnisse hat, kann hier in wenigen Stunden erlernen, wie die großformatigen Protestfiguren aus der Tilly-Werkstatt erstellt werden. Gezeigt wird vor allem der Umgang mit dem Maschendraht, mit dem man jede beliebige Form und Biegung erstellen kann – wenn man die richtigen Handgriffe kennt. Jede*r Teilnehmende baut eine eigene kleine Vollplastik in Maschendrahttechnik. Anschließend wird das Kaschieren mit dem Leimpapier und die Überarbeitung der Figuren mit Haftputz demonstriert. Keine Vorkenntnisse erforderlich / Teilnahme am Figuren bauen als Protestform–Talk wird empfohlen / Ort: OPEN SPACE / Teilnahme kostenlos.

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Lebensraum für alle

So — 30. Januar 2022 11:00—13:00 Uhr

Eva von Redecker (Philosophin, Autorin), Andreas Weber (Biologe, Philosoph, Publizist),
Moderation: Amina Aziz (Journalistin, politische Bildnerin)

Info: Wie können wir unser die Umwelt zerstörendes Handeln überwinden und zu neuer Solidarität mit allen Lebewesen gelangen? Wie müssen wir uns verändern, um eine Gemeinschaft zu schaffen, die nicht auf Hierarchien und Verwertung basiert, sondern auf Wertschätzung oder gar Gleichberechtigung von menschlichen und nicht-menschlichen Subjekten? Es reicht nicht, die Natur zu schützen, damit sie dem Menschen als dienendes Territorium erhalten bleibt. Wir müssen lernen, sie – wieder – als Lebensraum für alle zu begreifen. Online-Talk mit Übertragung in den OPEN SPACE / Teilnahme kostenlos.

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Lebensraum für alle – Stadtgespräche

So — 30. Januar 2022 15:00—18:00 Uhr

Hilal Sezgin (Publizistin, Journalistin, Tierrechtlerin), Marianne Ramsay-Sonneck, Georg Reinhardt (Club Real – Künstler*innengruppe, Politikexperiment Organismendemokratie)

Info: Die Stadtgespräche bilden den praxisorientierten Teil der Gesprächsreihe Vom Denken zum Handeln. Nach den Talks am Sonntagvormittag laden sie zu einem Workshop mit interessanten Gästen im kleinen Kreis ein, die einen Einblick in ihre Praxis geben und zum persönlichen Austausch zur Verfügung stehen. Teilnehmer*innenzahl begrenzt / Teilnahme kostenlos.

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Lynette Yiadom-Boakye: 1 Werk – 1 Stunde

Fr — 11. Februar 2022 16:00—17:00 Uhr

Miriam Owusu-Tutu (Kollektiv Schwarzes Haus) und Maria Müller-Schareck (Kuratorin) im Dialog

Info: Malerei ist für Lynette Yiadom-Boakye eine Sprache, ein kraftvolles Mittel, um jenseits der Worte zu kommunizieren. Die Blicke, Gesten, Haltungen ihrer fiktiven Figuren rufen, ebenso wie ihre Malerei selbst, Stimmungen hervor, lösen Assoziationsketten und Erinnerungen aus, erzählen Geschichten. Im Dialog vor einem Bild ebnen die unterschiedlichen Perspektiven den Weg für neue, unerwartete Lesarten. Teilnahme mit Eintrittsticket. Anmeldung erforderlich →

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The Skin of ALL

Sa — 19. März 2022 11:00—18:00 Uhr

Lygia Pape

Info: Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen widmet der brasilianischen Modernistin Lygia Pape (1927 – 2004) die erste Einzelausstellung in Deutschland. Unter dem Titel The Skin of ALL wird das vielseitige, grenzüberschreitende Werk der Künstlerin vorgestellt, das sie auf der Basis von ihrer unbändigen Experimentierfreude über fünf Jahrzehnte fortwährend weiterentwickelte. Es umfasst neben abstrakt-geometrischen Gemälden, Zeichnungen, Reliefs, unikale Holzschnitte, zwei Ballettkompositionen, Skulpturen, Gedichte genauso wie experimentelle Filme, immersive Rauminstallationen oder kollektive Performances und Erkundungen des öffentlichen Raums.

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