ArtJunk
No. 37—2021

Klara Lidén,

Info: Klara Lidén, eine studierte Architektin, hinterfragt in ihren Arbeiten die Funktionen von privatem und öffentlichem Raum. Sie tritt dabei selbst oft als Akteurin vor der Kamera auf und überschreitet implizite sowie explizite Regeln der Orte ihrer Aktionen. Somit widersetzt sich die Künstlerin mit ihren Arbeiten tradierten Vorstellungen von Architektur und Öffentlichkeit und fordert uns dazu auf, die Möglichkeiten des urbanen Raums zu überdenken sowie seine Freiheiten zu nutzen. Parallel sind die aktuellen Ausstellungen JSC ON VIEW: MYTHOLOGISTS, JEREMY SHAW: QUANTIFICATION TRILOGY und CHRISTOPH SCHLINGENSIEF: MESSAGE IN A BOTTLE geöffnet. Um 14 und 15 Uhr werden außerdem öffentliche deutschsprachige Architekturführungen angeboten: Je 45 Min. / kostenlos / zur Anmeldung →

JSC Julia Stoschek Collection Klara Lidén ArtJunk

Regie: Mitsuo Yanagimachi, JP 1976, 90 Min., OmeU

Info: Die Bar geht aus der Ausstellungsreihe ANT!FOTO hervor, die seit 2010 von Stuke/ Sieber kuratiert wird. Sie versteht sich als Ort des Austauschs und Diskurses über Fotografie und Fotobücher, als Treffpunkt verschiedener Fotografie Akteure – nach dem Vorbild kleiner japanischer Themen-Bars und stellt eine Auswahl an Büchern und Filmen zum Thema Japan, Mode, Musik und Subkultur vor, außerdem das neue ANT!FOTO Magazin. Die Bar wird unterstützt durch die Kunst- und Kulturstiftung der Sparkasse.

Filmwerkstatt Düsseldorf Yanagimachi ArtJunk

Regie: William Klein, F 2002, Dokumentation, DVD 2/3

Info: Filmabend zur Ausstellung Albrecht Fuchs. Album – Portraits 1989–2021. Das Leopold-Hoesch-Museum zeigt regelmäßig Dokumentationen, Spielfilme und Filmreihen, die im Zusammenhang mit den gezeigten Ausstellungen oder aktuellen Themen stehen. Ort: Museumscafé / Eintritt 5 €.

Leopold Hoesch Museum Papiermuseum Dueren Film im Museum ArtJunk Kunst

Artist Talk mit Zuzanna Czebatul und Paul Sochacki (Künstler*innen)

Info: Am letzten Wochenende der Ausstellung, am 28. und 29. August 2021 bieten wir im Rahmen einer ausgedehnten Finissage Künstler*innengespräche (Zuzanna Czebatul und Paul Sochacki: Samstag, 19 Uhr / Franz Erhard Walther: Sonntag, 15 Uhr), Dialog- und Kurator*innenführungen (Sonntag, 13 Uhr), Workshops für Kinder und Jugendliche und ein Screening von Christoph Schlingensiefs Film Chance 2000 im Kino-Format (Samstag, 21 Uhr) an.

Museum Morsbroich Katalysator Christoph Schlingensief ArtJunk

Jonas Mekas, Takahiko Iimura, Akiko Iimura & Takahiko Iimura, Van McElwee, Maki Satake, Noriyuki Kimura

Info: Begleitend zur Ausstellung Shigeko Kubota – Hanae Utamura. Resonances of DiStances Vol.2 zeigen wir am 22. August ein Filmprogramm. Wir danken Pip Chodorov (jonasmekasfilms), der Stiftung IMAI und den Künstlern für ihre Kooperation. Für ausreichend Abstand und Lüftung ist gesorgt.

 

Filmprogramm: 

Jonas Mekas, The Song of Central Park (1966), 4:24 Min.

Takahiko Iimura, John Cage Performs James Joyce (1991), 15 Min.

Akiko Iimura & Takahiko Iimura, I Love You (1973/1987), 4:46 Min,

Van McElwee, Radio Island (1997), 11:40 Min.

Maki Satake, Pivot (2017), 6 Min.

Noriyuki Kimura, POLINKI (2017), 8:19 Min.

boa basedonart Kimura Jonas Mekas ArtJunk

Regie: Chloé Zhao, USA 2017, 104 Min., OmU, mit Brady Jandreau, Tim Jandreau, Lilly Jandreau

Info: Ein Indianerreservat in South Dakota in der Gegenwart. Für Brady ist Rodeoreiten sein Leben – bis er einen schweren Unfall hat. Plötzlich ist alles anders: Das, wofür er bisher stand, ist ihm abhandengekommen. Er ist auf der Suche nach einer neuen Identität und etwas, das seinem Leben Sinn gibt. Doch damit kann er sich nicht so einfach abfinden. Als er auf ein neues Pferd trifft, wagt er sich doch wieder in den Sattel. Es ist seine Bestimmung und möglicherweise sein Weg zurück in ein neues Leben.

Filmwerkstatt Düsseldorf The Rider ArtJunk

Regie: Muayad Alayan, PAL/NL/D/MEX 2018, 127 Min., OmU, mit Sivane Kretchner, Adeeb Safadi, Maisa Abd Elhad

Info: Eine verheiratete Frau liebt einen verheirateten Mann. Vielleicht ist es auch nur der Sex, der sie verbindet. In Muayad Alayans Film besitzt die alltägliche Konstellation einen explosiven Kern. Die Israelin und Cafébesitzerin Sarah trifft sich in Jerusalem abends mit dem Palästinenser Saleem, der das Café mit Backwaren beliefert. Saleems Frau Bisan ist schwanger, Sarahs Mann David Oberst der israelischen Armee. Nach einem Streit in einer Bar in Bethlehem wird die Affäre öffentlich und zum Politikum.

Filmwerkstatt Düsseldorf Der Fall Sarah und Saleem ArtJunk

Regie: Carmen Losmann, D 2020, 89 Min.

Info: Unser Wirtschaftssystem hat sich unsichtbar gemacht und entzieht sich dem Verstehen. In den letzten Jahren blieb uns oft nicht viel mehr als ein diffuses und unbefriedigendes Gefühl, dass irgendetwas schiefläuft. Aber was? Der Dokumentarfilm Oeconomia legt die Spielregeln des Kapitalismus offen und macht in episodischer Erzählstruktur sichtbar, dass die Wirtschaft nur dann wächst, dass Gewinne nur dann möglich sind, wenn wir uns verschulden. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion →.

Filmwerkstatt Düsseldorf Oeconomia ArtJunk

Regie: Dora García, BEL/NOR 2018, 89 Min., OmeU
Info: Segunda Vez ist ist ein Film- und Analyseprojekt, das die Figur des Autors, Kritikers, Künstlers und Psychoanalytikers Oscar Masotta (1930–1979) zum Anlass nimmt, über Kunst, Politik und Psychoanalyse zu sprechen. Durch elliptische, rekursive Schnittmuster stellt Garcia eine außergewöhnliche Bandbreite an Medien, exkursivem Material und Themen aus Masottas Kosmos zusammen – Peronismus, Lacan, die Entmaterialisierung des Kunstobjekts und zeichnet so ein komplexes Bild seiner Figur.

Filmwerkstatt Düsseldorf Segunda Vez ArtJunk

Regie: Nadav Lapid, F/ISR/D 2019, 123 Min., mit Tom Mercier, Quentin Dolmaire, Louise Chevillotte
Info: Yoav hat keinen guten Start in Paris. Die Wohnung, an deren Tür er klopft, ist leer. Als er dort ein Bad nimmt, werden seine Sachen gestohlen. Dabei ist der junge Israeli mit höchsten Erwartungen hierhergekommen. Er will so schnell wie möglich seine Nationalität loswerden. Israeli zu sein ist für ihn wie ein Tumor, der herausoperiert werden muss. Franzose zu werden, bedeutet dagegen die Erlösung schlechthin. Um seine Herkunft auszulöschen, versucht Yoav zunächst, die Sprache zu ersetzen.

Filmwerkstatt Düsseldorf Synonyms ArtJunk