ArtJunk
No. 48—2022

Regie: Susanne Regina Meures, Raving Iran, CH 2016, 84 Min./ Arash Shadram / Kertsman / Chris Brid

Info: Die Konzertreihe Beat the System! Festival ist Teil der gleichnamigen, von Myriam Kroll kuratierten Ausstellung, die vom 9. Oktober 2021 bis 30. Januar 2022 im Ludwig Forum Aachen zu sehen war. Die in der Ausstellung präsentierten Künstler*innen, Musiker*innen und Kollektiven – wie u.a. Die Tödliche Doris, Schwabinggrad Ballett, Goldene Zitronen, Pussy Riot, Christoph Schlingensief oder Chicks on Speed – teilten ein Interesse, an der Infragestellung vorherrschender gesellschaftlicher Werte und Normen. Im Vordergrund ihrer Arbeiten und performativen Aktionen standen Überschreitungen, Provokation und das Arbeiten an der Grenze von Performance, Bildender Kunst, Aktionismus und Musik. 21 Uhr: Film Screening Raving Iran / 23 Uhr: Club Night & Party / Ort: Musikbunker Aachen, Goffartstr. 26, 52066 Aachen / zum Ticketkauf →

Ludwig Forum Aachen Ravingiran ArtJunk

Regie: Diek Grobler, Breathe, ZA 2020, 4 Min. / Regie: Rohan McDonald, The designers, US 2018, 4 Min. / Regie: Moïa Jobin-Paré, 4min15 au révélateur, CA 2015, 5 Min. / Regie: Rebecca Blöcher, Quälen (torturing), DE 2013, 4 Min / Regie: Simon Schnellmann, A Comparison, D 2014, 1 Min / Regie: Simon Schnellmann, Fleck, D 2021, 1 Min / Regie: Igor Shin Moromisato, Cachorro Loko, D 2015, 5 Min / Regie: Kerstin Gramberg, Nekropolis, D 2010, 3 Min / Regie: Pengyu Huang, Das kleine Neuron, D 2020, 15 Min.

Info: Veränderungen gehören zum Leben. Je nach Situationen lösen sie in uns unterschiedliche Gefühle von Machtlosigkeit, von Widerstand bis hin zu Neuerfindung aus. Doch wie geht man damit um? Welche Gefühle und Kräfte werden in uns ausgelöst? Wie erfindet man sich neu? Achtung Baustelle erforscht den Begriff Baustelle von architektonischen Momenten ausgehend bis zu der Thematik des Umbruchs und der miteinbezogenen persönlichen Veränderung. Obwohl der künstlerische Animationsfilm mit seiner grenzenlosen Ausdruckskraft sowie stilistischen Vielfalt sich an ein erwachsenes Publikum richtet, befindet er sich noch immer neben dem Mainstream und im Abseits der Kinolandschaft und Filmförderungen. Die Animationskunst hat in der Filmkultur dazu beigetragen, dass avantgardistische Ästhetiken und Erzählformen in den Mainstream eingedrungen sind – deshalb wollen wir mit unserem Kurzfilmprogramm den Animationsfilm wieder etwas in den Mittelpunkt rücken. Kosten 8 € / 6 € ermäßigt / Ort: Filmhaus Köln, Maybachstr. 111, 50670 Köln / zum Ticketkauf →

SK Stiftung Kultur Cachorro Loko ArtJunk

Regie: Ingmar Bergman, SWE 1963, 95 Min.

Info: Der Film handelt von zwei ungleichen Schwestern und deren Erlebnissen auf einer Reise. Der Film löste bei seinem Erscheinen einen kleinen Skandal und eine Debatte über Zensur aus: Die gezeigten Sexszenen wurden als zu drastisch empfunden. Der Film wird im Rahmen der Ausstellung ZERO, Pop und Minimal gezeigt; es gibt eine kurze Einführung durch Dr. Roland Mönig. KMV-Mitglieder erhalten 1 € Rabatt / Ort: Rex-Filmtheater, Kipdorf 29, 42103 Wuppertal.

Regie: Alina Manolache, Lost Kids on the Beach, ROU 2020, 70 Min. / Daniella Géo (Kuratorin, IKOB – Museum für zeitgenössische Kunst)

Info: Am Dienstag, den 29. November 2022, lädt das IKOB zu einem Filmabend ein, welcher sich im Rahmen der aktuellen Gruppenausstellung Redrawing the Lines bewegt. Wir starten um 19 Uhr mit einer Kuratorenführung durch die aktuellen Ausstellungen und zeigen um 20 Uhr den Film Lost Kids On The Beach. Der Film ist ein fesselndes Porträt der in 1990 geborenen Generation Rumäniens und dem Beginn einer hoffnungsvollen, aber turbulenten Ära in Osteuropa — ein Zustand der heute vielleicht relevanter ist denn je. Im Anschluss gibt es Zeit für Austausch, Gespräche und einen Umtrunk. Rumänisch mit deutschen Untertiteln / Kosten Führung 5 € / Film 5 € / Führung & Film 7 € / für IKOB-Mitglieder ist das Programm gratis.

Yuri Yefanov (Künstler, Filmemacher), Anna Brohm (Kuratorin, Folkwang Museum, Essen)

Info: Als Künstler auf den Krieg zu reagieren bedeutet, absorbiert zu werden und sich in dieser Totalität aufzulösen. Unter diesem Eindruck hat sich die Lesart von Yuri Yefanovs (*1990 in Donezk, lebt aktuell in Bochum) Arbeiten, die die mythenbildende Funktion nicht-menschlicher Akteure reflektiert, jäh gewandelt und neue politische Konnotationen erhalten. Das Gespräch zwischen Anna Brohm, Kuratorin am Folkwang Museum in Essen, und Yuri Yefanov sowie das Screening vollziehen eine Revision seiner bisherigen Arbeiten, welche eine Vorahnung der bevorstehende Apokalypse offenbar werden lässt. Ort: Kino Dortmunder U, Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund.

Dortmunder Kunstverein Yuri Yefanov ArtJunk

Shiri Cohen, Upper Lip, IL 2018, 9 Min. / Jovana Reisinger, Die klaffende Wunde, D 2021, 5 Min. / Hugo Covarrubias, Bestia, CL 2021, 15 Min. / Bruno Manguen Sapiña, No, MX 2020, 15 Min. / Jan Koester, Alexander Lahl, Brand, BR 2019, 5 Min. / AG Rojas, Hunger, USA 2018, 5 Min.

Info: Was bedeutet Freiheit? Tun können, was man will? Gibt es einen Konflikt zwischen persönlicher Freiheit und dem Zusammenleben in einer Gemeinschaft? Was hat Freiheit mit Macht, mit Sicherheit oder mit Verantwortung zu tun? Inwiefern schränken wirtschaftliche Zwänge, gesellschaftliche und soziale Vorstellungen und Denkmuster unsere Freiheit ein? Die ausgewählten Filme thematisieren in unterschiedlicher Weise den Wunsch nach Freiheit, sie stehen für die Komplexität von inneren und äußeren Freiheiten und Unfreiheiten. Sie geben Antworten auf die Fragen, warum persönliche Freiheit nicht gelebt wird oder wo die persönliche Freiheit endet. Und welches Risiko ihre Protagonist*innen auf sich nehmen müssen, um frei zu sein. Die Filmmacher*innen sind anwesend / anschließendes Publikumsgespräch mit Bruno Manguen Sapiña, Moderation: Birgit Hauska / Kosten 8 € / 6 € ermäßigt / Ort: Filmhaus Köln, Maybachstr. 111, 50670 Köln / zum Ticketkauf →

Regie: Lisa Immordino Vreeland, UK 2012, 85 Min. / Dr. Antje-Britt Mählmann (Direktorin, Museum Schloss Moyland), Lisa Immordino Vreeland (Regisseurin), Eugenie Shinkle (Fotografiedozentin, Autorin)

Info: Diana Vreeland (1903–1998) hat die Welt der Mode und des Stils durch ihre extravaganten Kreationen geprägt und nahm zudem als Kolumnistin und Kritikerin Einfluss auf den Lauf der Mode. Die Ehefrau von Vreelands Enkelsohn, Lisa Immordino Vreeland, beschäftigte sich jahrelang mit dem außergewöhnlichen Leben der Ikone. Der Dokumentarfilm The Eye Has to Travel verknüpft private und berufliche Eindrücke, zeigt unter anderem Treffen mit Andy Warhol und befragt zahlreiche Weggefährten und treue Fans dieser außergewöhnlichen Frau. Im Anschluss: Dr. Antje-Britt Mählmann (Direktorin, Museum Schloss Moyland) im Gespräch mit der Regisseurin des Films, Lisa Immordino Vreeland, sowie der Fotografiedozentin und Autorin Eugenie Shinkle / in englischer Sprache / Kosten 7,50 € / Ort: Tichelpark Cinemas, Tichelstr. 12A, 47533 Kleve.

Regie: Federico Fellini, IT 1963, 138 Min.

Info: Der surrealistische Film trägt autobiographische Züge und behandelt Probleme und Bedrängnisse eines Filmregisseurs. Der Film wird im Rahmen der Ausstellung ZERO, Pop und Minimal gezeigt; es gibt eine kurze Einführung durch Dr. Roland Mönig. KMV-Mitglieder erhalten 1 € Rabatt / Ort: Rex-Filmtheater, Kipdorf 29, 42103 Wuppertal.

Julian Rohruber (Musiker), Volker Ossenkopf-Okada (Astrophysiker) / Regie: Johana Ožvold mit S. Goodman, F. Bonnet, J. Rohruber, CS/F/SLO 2019, 68 Min.

Info: Als drehe sie einen Science-Fiction-Film, erforscht Johanna Ožvold die Ursprünge, Entwicklung sowie Gegenwart und Zukunft der elektronischen Musik. Dabei spricht sie mit Musikerpersönlichkeiten, deren Perspektiven philosophische, ästhetische und politische Fragen aufwerfen. Einer der Protagonisten ist Julian Rohruber, der im Anschluss an den Film mit dem Astrophysiker Volker Ossenkopf-Okada über das gemeinsame Projekt Leuchtstoffraum sprechen wird. Die Arbeit beschäftigt sich mit der elektromagnetischen Strahlung von interstellaren Molekülen im Kleinmann-Low-Nebel auf dem Planeten Orion. Werden diese Spektren hörbar gemacht, zeigt sich deren Komplexität als Klangstruktur, die in die wissenschaftliche Arbeit und algorithmische Komposition einfließen. In Kooperation mit Sonische Interferenzen / Kosten 6 € / 4 € ermäßigt.

Regie: E. Puppo mit O. Candeias und R. Santos, BRA 2013, 103 Min.

Info: Der Dokumentarfilm erzählt den Werdegang Ozualdo Candeias´, der vom Lastwagenfahrer und Tagelöhner zu einem der innovativsten Filmemacher Brasiliens wurde. Candeias selbst erzählt die Geschichte und enthüllt nach und nach seinen Stil und seine Arbeitsweise vor dem Hintergrund der verschiedenen Phasen des brasilianischen Kinos und der Boca do Lixo in São Paulo, der wichtigsten Produktionsstätte in den 1970er-Jahren. Europäische Erstaufführung / Kosten 6 € / 4 € ermäßigt.