Dortmunder Kunstverein


Rheinische Str. 1
44137 Dortmund
Di–Fr: 15–18 Uhr
Sa & So: 11–18 Uhr
und nach Vereinbarung
T +49 (0) 231-57 87 36
E info@dortmunder-kunstverein.de
Exhibitions
Wendy vs Tinkerbell
Philip Wiegard
Info: Wendy vs Tinkerbell ist der Titel des neuen Bar- und Werkstattraums von Philip Wiegard im Dortmunder Kunstverein: Von 2025 bis 2027 wird er zum Labor für praktischen und interkulturellen Wissenstransfer, mit einem besonderen Fokus auf Kunsthandwerk. Der Künstler Philip Wiegard entwickelte hierfür in Herrenhuther Kleisterpapiertechnik zwei Tapetendesigns, die gemeinsam mit Kindern im Rahmen eines Kids’ Factory-Workshops umgesetzt wurden. Die beiden prägnanten Muster, benannt nach Wendy und Tinkerbell, den beiden weiblichen Figuren der Peter Pan-Geschichte, werden nun zur rhythmischen Szenerie für vielfältige Veranstaltungen in Kooperation mit lokalen Partnern. Mit einem ganzjährigen Programm wird der Raum wird zu einer Werkstatt zur Weitergabe handwerklicher Fähigkeiten und der Vermittlung kultureller Identitäten.

a minor course correction
Renata Lucas
Info: Wie prägen gebaute Umgebungen unsere Wahrnehmung, unser Verhalten und soziale Interaktionen? Die brasilianische Künstlerin Renata Lucas interveniert mit ihren konzeptuellen Arbeiten in bestehende Situationen, gebaute Architektur und soziale Räume, um sich diesen Fragen zu widmen. Ihre neue Ausstellung im Dortmunder Kunstverein, a minor course correction (dt. Eine minimale Kurskorrektur), bezieht sich auf die urbanen und baulichen Veränderungen des ehemaligen Union-Brauerei-Areals rund um die Institution. Bis 2020 befand sich hier der selbstverwaltete Skatepark Utopia, der eine große Dortmunder Skate-Community im kreativen Zentrum der Stadt versammelte. Für die Ausstellung wird Lucas ihre Arbeit Falha (2003/2024) in eine Art Skatelandschaft verwandeln, um – zumindest temporär – ein Stück Gegenkultur auf dem U-Areal wiederherzustellen. Der Architektur des Kunstvereins, immer auf der Schwelle zwischen Innen- und Außenraum, kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

Events
Lesung: handreichung mit Clara Cosima Wolff
Clara Cosima Wolff
Info: Eine Veranstaltung im Rahmen des Jahresprogramms 2026 im Bar-, Begegnungs- und Werkstattraum Wendy vs Tinkerbell. In Kürze erscheint das Lyrik-Debüt handreichung der aktuellen Dortmunder Stadtbeschreiberin. Es geht um Demenz, weibliches Erlernen von Furcht und Care-Arbeit – je im Spannungsfeld von Erinnern und Vergessen. Mit visueller Verspieltheit befragt Wolff das Verhältnis von Literatur und Kunst, Schrift und Bild. In Lesung und Gespräch wird sie Einblicke in ihre Arbeitsweise geben, handreichung wird dabei wörtlich: Sanfte Aufforderung oder Angebot zur Teilnahme am kollektiven Lesen, zum Miterleben zeitgenössischer Lyrik in einem öffentlichen Kontext.

Museumsnacht mit Noise-Workshop & Führung
Rahmenprogramm zur Ausstellung Renata Lucas. a minor course correction
Info: Die DEW21 Museumsnacht Dortmund ist die alljährliche Kulturnacht der Stadt. Am 19. September 2026 öffnen rund 40 Museen, Galerien und Kulturstätten zwischen 16 und 23 Uhr ihre Türen. Wir laden euch ein, uns an diesem Tag zu besuchen und bieten mehrere Führungen durch die aktuelle Ausstellung an (16, 18 & 20 Uhr). Schonmal bei einem Synthesizer Workshop gewesen? Schonmal dort nix verstanden? Schonmal nach Hause gegangen in dem Glauben, dass das einfach zu kompliziert ist und doch nichts für dich sei? Keine Sorge! Die DachDeckende Randgruppe kennt das Gefühl und möchte, dass du Spaß hast mit (elektronischer Noise-) Musik!! Im Rahmen der Museumsnacht präsentiert DDDR einen kinderleichten Musikworkshop für Spaß mit elektronischen Klängen und Geräuschen. (…) 16, 18 & 20 Uhr: Führung / 19–21 Uhr: Niedrigschwelliger Spaß-Noiseworkshops mit DDDR* im Bar- und Werkstattraum Wendy vs Tinkerbell.

Sommer(abschieds)fest
Avanti On Tour Spezial von Frappanz e.V.
Info: Eine Veranstaltung im Rahmen des Jahresprogramms 2026 im Bar-, Begegnungs- und Werkstattraum Wendy vs Tinkerbell. Avanti On Tour Spezial von Frappanz e.V. Am 22. September endet der kalendarische Sommer. Drei Tage danach holen wir ihn uns einfach zurück, schwelgen in Erinnerungen unserer Kindheit sowie den unbeschwerten Sommern unserer Jugend. Die musikalische Zeitreise beginnt in den 60ern und im Mittelpunkt steht die Frage, ob sich die Krisen der letzten Jahrzehnte in unsere Sommerhits eingeschrieben haben?

Langer Donnerstag mit Vortrag von Jacques Heinrich Toussant
Jacques Heinrich Toussaint (Kurator, Kunst im öffentlichen Raum, Dortmund)
Info: Rahmenprogramm zur Ausstellung Renata Lucas. a minor course correction. Was geschieht, wenn eine minimale Verschiebung die Art und Weise verändert, wie ein Raum bewohnt oder angeeignet werden kann? Renata Lucas’ Arbeit Falha (2003/2024) bildet den Ausgangspunkt eines Vortrags, der von der konkreten künstlerischen Geste aus grundlegende Fragen der Kunst im öffentlichen Raum entwickelt: Was bedeutet es, in den Stadtraum einzugreifen? Unter welchen Bedingungen kann Kunst im öffentlichen Raum tatsächlich etwas bewirken — und nicht nur dekorieren? Der Vortrag zeichnet die Geschichte der Kunst im öffentlichen Raum von der Kunst-am-Bau der Weimarer Republik bis in die Gegenwart nach und fragt, welche Voraussetzungen künstlerische Eingriffe im Stadtraum erst ermöglichen. Anhand exemplarischer Projekte zeigt er, wie Kunst als Katalysator städtischer Transformation wirken kann — vorausgesetzt, die Stadt schafft den Rahmen dafür. (…) 18–20 Uhr: Langer Donnerstag / 19 Uhr: Vortrag von Jacques Heinrich Toussaint (Kurator, Kunst im öffentlichen Raum, Dortmund)

Vortrag & Workshop: Kartieren des Möglichen mit Kanade Hamawaki und Nicole Kostezki
Kanade Hamawaki, Nicole Kostezki
Info: Eine Veranstaltung im Rahmen des Jahresprogramms 2026 im Bar-, Begegnungs- und Werkstattraum Wendy vs Tinkerbell. Was fehlt auf den Karten unserer Gegenwart? Welche Qualitäten braucht ein Raum, damit Zukunft denkbar wird? Was möchten wir bewahren, verändern oder ermöglichen? – Mapping als künstlerische und forschende Praxis. Ein Impulsvortrag zu künstlerischen Kartierungspraktiken in Kunst und Forschung stellt anhand ausgewählter Beispiele Karten als offene und experimentelle Formate vor, die über Orientierung und Dokumentation hinausgehen. Im Gespräch werden Mapping-Beispiele aus Hamawakis künstlerischer Praxis vorgestellt und im Anschluss gemeinschaftlich eine kollektive Karte von Möglichkeitsräumen entwickelt, die individuelle Perspektiven mit kollektiven Zukunftsentwürfen verbindet.








