ArtJunk
No. 26—2024

Bonner Kunstverein

Bonner Kunstverein ArtJunk Bonn Kunst

Hochstadenring 22
53119 Bonn

Di–So: 12–18 Uhr
Montags & feiertags geschlossen

T +49 (0) 228-69 39 36

E

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Exhibitions

Cosetta

Beatrice Bonino

Info: Die in der Einzelausstellung Cosetta von Beatrice Bonino gezeigten Arbeiten regen zur Auseinandersetzung mit dem Begriff des intrinsischen Wertes, des Eigenwertes, an. Der Begriff impliziert, dass es sich um etwas Seltenes handelt, dass es einen monetären Wert hat und kostbar ist. Wir sind es gewohnt, etwas als wertvoll zu betrachten, das schwer zu finden ist und für das eine große Nachfrage besteht, aber hier haben wir es mit einem Sonderfall zu tun. Die Auswahlkriterien der Künstlerin, so persönlich sie auch sein mögen, entsprechen nicht dem allgemeinen Konzept von Kostbarkeit, sondern schaffen eine neue ästhetische Kategorie. Aus einer Vielzahl scheinbar ähnlicher Materialien ausgewählt, erscheinen sie uns nun als die seltensten. Das Element der Willkür, das durch die unergründlichen Prinzipien der Auswahl wirkt – dieses Blatt Papier unter Hunderten, dieser Kunststoff unter Tausenden – wird zu einer kompositorischen Grundqualität. Werke, die vermeintlich auf Addition beruhen, entstehen unserer Meinung nach durch Subtraktion – je präziser die Aneignung, desto größer die Masse des Nicht-Ausgewählten. (…)

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It is light

Ada Frände, Blalla W. Hallmann, Julia Heyward, James T. Hong, Udo Lefin, Rachel Reupke, Bernard Szajner, Camilla Wills – kuratiert von Fatima Hellberg

Info: It is light ist eine zweiteilige Ausstellung des Bonner Kunstvereins und des Hauses Mödrath – Räume für Kunst. Im Gespräch mit Dr. Eva Zeltner, der Hüterin und Betreuerin des Nachlasses von Blalla W. Hallmann, haben wir die innere Notwendigkeit und Energie dieses Œuvres reflektiert. Zeitweise hat Dr. Eva Zeltner sich auch um Blalla gekümmert: Die Intensität war manchmal schwer zu vereinbaren mit den Anforderungen dessen, was es bedeutet, zu funktionieren, funktional zu sein. Jede der Malereien enthält alles und fällt auf sich selbst zurück – eine zirkuläre Falle, ein Zirkelwitz. Er ist ein wichtiger Anker in dieser Ausstellung: der Wille und die Verzweiflung dieses produktiven Gesamtkunstwerks, das ins Leben, in die Kunst stürzt und in das umgekehrt auch das Leben und die Kunst stürzen. Es handelt sich um aus den Fugen geratene Historienmalerei – die über das Ziel hinausschießt – und die, wie jede gelungene Historienmalerei, eine Science-Fiction der Gegenwart ist. (…)

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