ArtJunk
No. 48—2022

Filmwerkstatt Düsseldorf

Filmwerkstatt Düsseldorf Juan Antonio Olivares Moleculas ArtJunk

Birkenstr. 47 (Innenhof)
40233 Düsseldorf

Mo–Do: 10–13 Uhr
Mo, Mi, Do: 14–16 Uhr

T +49 (0) 211-40 80 701

E

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Exhibitions

Ozualdo Candeias und der Mund des Mülls

Ozualdo Candeias

Info: Die Reihe bringt das Werk des brasilianischen Filmemachers Ozualdo Candeias (1918–2007) erstmalig nach Deutschland und stellt es im Kontext von zwei weiteren brasilianischen Filmen vor. Nach der Grundschule arbeitete Candeias als Landarbeiter, war Soldat, LKW-Fahrer, Taxifahrer, Bürogehilfe, Möbelpolierer und Metallarbeiter. Seine Karriere als Filmemacher begann 1955 mit dem Kurzfilm TAMBAÚ – CIDADE DOS MILAGRES. Er war ein wichtiger Vertreter des brasilianischen Marginal Cinema – sein Film A MARGEM (Der Spielraum, 1967) nimmt eine zentrale Stellung unter den Filmproduktionen des Viertels Boca do Lixo (Mund des Mülls) in São Paulo ein, wo vom Ende der 60er bis in die 80er-Jahre Low-Budget-Filme produziert wurden, oft aus den Resten der kommerziellen Studioproduktionen, die ebenfalls in dem Viertel ansässig waren.

Filmwerkstatt Düsseldorf Ozualdo Candeias ArtJunk

Events

Screening: Ozualdo Candeias e o cinema

Mo — 28. November 2022 20:00 Uhr

Regie: E. Puppo mit O. Candeias und R. Santos, BRA 2013, 103 Min.

Info: Der Dokumentarfilm erzählt den Werdegang Ozualdo Candeias´, der vom Lastwagenfahrer und Tagelöhner zu einem der innovativsten Filmemacher Brasiliens wurde. Candeias selbst erzählt die Geschichte und enthüllt nach und nach seinen Stil und seine Arbeitsweise vor dem Hintergrund der verschiedenen Phasen des brasilianischen Kinos und der Boca do Lixo in São Paulo, der wichtigsten Produktionsstätte in den 1970er-Jahren. Europäische Erstaufführung / Kosten 6 € / 4 € ermäßigt.

Vortrag: Der Kleinmann-Low-Nebel / Screening: The Sound is innocent

Do — 8. Dezember 2022 20:00 Uhr

Julian Rohruber (Musiker), Volker Ossenkopf-Okada (Astrophysiker) / Regie: Johana Ožvold mit S. Goodman, F. Bonnet, J. Rohruber, CS/F/SLO 2019, 68 Min.

Info: Als drehe sie einen Science-Fiction-Film, erforscht Johanna Ožvold die Ursprünge, Entwicklung sowie Gegenwart und Zukunft der elektronischen Musik. Dabei spricht sie mit Musikerpersönlichkeiten, deren Perspektiven philosophische, ästhetische und politische Fragen aufwerfen. Einer der Protagonisten ist Julian Rohruber, der im Anschluss an den Film mit dem Astrophysiker Volker Ossenkopf-Okada über das gemeinsame Projekt Leuchtstoffraum sprechen wird. Die Arbeit beschäftigt sich mit der elektromagnetischen Strahlung von interstellaren Molekülen im Kleinmann-Low-Nebel auf dem Planeten Orion. Werden diese Spektren hörbar gemacht, zeigt sich deren Komplexität als Klangstruktur, die in die wissenschaftliche Arbeit und algorithmische Komposition einfließen. In Kooperation mit Sonische Interferenzen / Kosten 6 € / 4 € ermäßigt.