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No. 20—2026

Sabine Hegel

Info: Dieser Hör-Spaziergang lädt Besucher*innen dazu ein, ihre Umgebung aktiv wahrzunehmen. Sabine Hegel leitet künstlerische Hörübungen am Beispiel von drei exemplarischen Stationen der mehrteiligen Klanginstallation FOLDS von KMRU an. Ausgehend von KMRUs Untersuchung urbaner Hörordnungen folgen wir im Hör-Spaziergang der Fragestellung nach dem Verhältnis von reproduzierbaren Klängen der Klanginstallationen im Verhältnis zur linearen Wiedergabe von urbanen Geräuschen der Stadt. Teilnehmende benötigen ein gültiges Fahrticket. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt: ATELIER der Kunsthalle Düsseldorf.

Kunsthalle Düsseldorf KMRU ArtJunk

JP Raether (Künstler)

Info: Am letzten Tag der Ausstellung Grund und Boden führt diese Performance des Künstlers JP Raether in einem Reisebus an den Rand des Braunkohletagebaus Hambach, des größten Tagebaus Europas. Dieser Ort andauernder Auseinandersetzungen zwischen der Ausbeutung fossiler Ressourcen und des Widerstands dagegen wird zum Bühnenbild einer fahrenden Lecture Performance über Kohle, Klimawandel, Wärme, Entropie und künstliches Leben. Das Publikum ist via Kopfhörer über die Dauer von vier Stunden mit der Reiseleiter*in verbunden. Diese ist Asche Lützerathi, eins von mehreren sogenannten künstlichen Wesen, in die sich JP Raether in Performances verwandelt. Asche Lützerathi ist benannt nach dem geräumten Protestcamp Lützerath am Braunkohletagebau Garzweiler. Fotos und Relikte einer dortigen Performance von Asche Lützerathi sind in Grund und Boden ausgestellt. (…) 11:30 Uhr: Check-In an der Kasse im K21 / 12 Uhr: Beginn der Performance / 13 Uhr: Abfahrt des Busses / ca. 16:15 Uhr: Ankunft am K21 / Dauer ca. 4,5 Std. / Entgelt 26 € / ermäßigt 19 € / Die Veranstaltung findet auf Englisch statt / zur Anmeldung →

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen NRW K21 Asche Lützerathi ArtJunk

Lisa Klosterkötter (Künstlerin, Kuratorin)

Info: Im Rahmen des Kunstpreises der Kunststiftung NRW – Nam June Paik Award wird auch ein Förderpreis vergeben. Er geht an die Künstlerin und Kuratorin Lisa Klosterkötter. Für das Kunstmuseum Gelsenkirchen gestaltet sie ein mehrteiliges Ausstellungs- und Veranstaltungsformat, das sich mit Formen von Gemeinschaft, Nachbarschaft und öffentlichem Zusammenleben auseinandersetzt. Lesungen, künstlerische Interventionen und performative Formate an unterschiedlichen Orten im Außen- und Innenraum greifen das Selbstverständnis des Hauses als Reflexions- und Erlebnisort für die breite Öffentlichkeit auf. Das Museum wird zum Treffpunkt, an dem gesellschaftliche Erfahrungen, Perspektiven und Bedürfnisse sichtbar und erlebbar werden.

Kunstmuseum Gelsenkirchen Lisa Klosterkötter ArtJunk

Corinna Duschl (Künstlerin)

Info: Wildkräuterspaziergang und Führung durch den Skulpturenpark des Museum Morsbroich. (…) Kosten 12 € inkl. Museumseintritt.

Museum Morsbroich Skulpturenpark ArtJunk

Katja Stuke und Oliver Sieber (BÖHMKOBAYASHI)

Info: Zum Jahresauftakt macht die Grand Snail Tour Station in Schwerte. Treffpunkt rund um die künstlerische Aktion der Künstler*innen Katja Stuke und Oliver Sieber (auch bekannt als BÖHMKOBAYASHI) ist ein Parkplatz in Schwerte. Das Künstler*innenduo widmet vier vorhandene Billboards als Oberflächen für ihre Arbeiten um und tritt so in den Dialog mit der Umgebung. In ihrer Arbeit verschränken sie Fotografie, Publikation, Video und kuratorische Praxismiteinander. In Schwerte begeben sie sich außerdem in den offenen Austausch mit dem Hamburger Künstler Tilman Walther. Mit dabei sind wie immer auch einige Werke aus der Sammlung der Tour und ein heißer Tee. Wir freuen uns darauf, Euch dort zu treffen! (…) Ort: Beckestr. 98, 58239 Schwerte.

Urbane Künste Ruhr Grand Snail Tour Stuke Sieber ArtJunk

Marcus Franken (wastewalk.de), Dotty Wenders (Künstlerin)

Info: Marcus Franken von wastewalk.de organisiert einen besonderen Spaziergang durch den Hafenstadtteil Duisburg-Ruhrort. In geselliger Runde wird ganz nebenbei sauber gemacht, denn jeder Spaziergänger bekommt eine Müllzange und kann nach dem Motto Machen ist wie wollen – nur krasser laufend und plaudernd ein bisschen Müll aufsammeln. Maximal 90 Minuten dauert die Runde. Im Anschluss kann man sich im Umweltlokal bei Kaffee, Tee und Brötchen stärken. Wer keine Lust hat spazieren zu gehen, kann stattdessen im Umweltlokal aus bereits gesammelten, sauberen Verpackungsresten ein fantastisches Müllviech bauen. Die fertigen Müllviecher bekommen besondere Aufmerksamkeit und sollen beleuchtet auf der diesjährigen Ruhrorter Lichterglanz-Parade mitlaufen. Die Kunstaktion wird von der Künstlerin Dotty Wenders geleitet und ist kostenfrei. (…) Begleitprogramm zur Ausstellung Mika Rottenberg. Queer Ecology / Treffpunkt: UMWELT-lokal, Weinhagenstr. 23, 47119 Duisburg / keine Anmeldung erforderlich.

Lehmbruck Museum Duisburg Müllviecher ArtJunk

Lea Weckert (Dozentin, Universität Siegen) / Jessica Schiefer (Museum für Gegenwartskunst Siegen)

Info: Welche kolonialen Spuren finden sich in unserer unmittelbaren Umgebung – in Straßennamen, Denkmälern, Gebäuden oder alltäglichen Routinen? Der antikoloniale Spaziergang durch Siegen lädt dazu ein, die Stadtgeschichte unter antikolonialen Gesichtspunkten zu entdecken und die kolonialen Verflechtungen der Vergangenheit und Gegenwart sichtbar zu machen. Über eine Dauer von etwa 1,5 bis 2 Stunden führen Studierende der Universität Siegen an verschiedene Orte im Stadtraum, an denen sich koloniale Geschichte, Erinnerungskultur und heutige gesellschaftliche Machtverhältnisse überschneiden. Sie stellen eigene Recherchen, Perspektiven und künstlerische Zugänge vor, die zeigen, wie tief koloniale Kontinuitäten bis heute in unseren Alltag eingeschrieben sind – in Sprache, Konsum, Architektur und Machtstrukturen, die wir oft unhinterfragt übernehmen. (…) Treffpunkt: Unterer Schlossplatz, Siegen / Eintritt frei.

MGK Siegen Frank Behnsen Deborah Roth Beck ArtJunk

Lisa Klosterkötter, Paula Erstmann (Künstlerinnen)

Info: Der zum Anfang der Grand Snail Tour in Xanten 2024 eingeführte Snail Kiosk der Künstlerinnen Lisa Klosterkötter und Paula Erstmann verwandelt sich auf dem Wochenmarkt in Fröndenberg zu einem Snail Imbiss. Im Vorfeld der Veranstaltung haben die beiden Künstlerinnen den Markt besucht. Die dabei gesammelten Geschichten, Rezepte, Portraits und fotografische Eindrücke, die von der Stadt, ihren Bewohner*innen und der Umgebung erzählen, werden auf Papier gedruckt und während des Snail Kiosk wieder heraus- und zurückgegeben. Durch die Geste des Herausgebens im doppelten Sinne – als Herausgeberinnen einer Zeitung und als Betreiberinnen des Snail Kiosk – wollen die Künstlerinnen den persönlichen Austausch mit den Besucher*innen, der im Vorfeld stattgefunden hat, vertiefen. Ort: Marktplatz, 58730 Fröndenberg.

Urbane Künste Ruhr Grand Snail Tour Fröndenberg ArtJunk

Laserprojektion von Paul Spengemann, 2-Kanal-Ton, 20 Min. (Loop)

Info: Paul Spengemann (*1987) erschafft Wesen und lässt sie Geschichten erzählen. Für spin jump crawl climb dream bite hunt hat er eine Netze spinnende Figur kreiert. Mit dem scharf gebündelten Licht eines Lasers gibt er die kognitiven und emotionalen Erfahrungen der Kreatur wieder. Sie spinnt, springt, krabbelt, klettert, beißt und jagt nicht nur, sondern sie verfällt auch ins Träumen, offenbart Ängste und Sehnsüchte. Gerade noch ein scharfes Bild, fallen die gesponnenen, wabernden Gebilde aus Licht im nächsten Moment ihrer Fragilität zum Opfer. Alles nur ein Traum? Oder soll hier doch etwas gefangen werden? Das Wesen, das hier nur manchmal zum Vorschein kommt, versucht, sich eine Welt zu bauen – eine Welt aus instabilen Verknüpfungen, in denen sich eine Sehnsucht nach Gemeinschaft offenbart ebenso wie ein Gefühl des Fremdseins an einem Ort, an dem merkwürdige Spielregeln herrschen. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Katharinenkirmes rund ums Rathaus statt. Ort: Bahnhofstr. 33, 59423 Unna.

Urbane Künste Ruhr Grand Snail Tour Unna Paul Spengemann ArtJunk

Anouchka Strunden (Urbanistin, Kulturwissenschaftlerin)

Info: Wir erkunden, was Sichtbarkeit, Utopie und Sorgearbeit mit unserem Alltag in der Stadt zu tun hat. Zum Ausschweifen (sog. dériver nach Guy Debord) bietet unsere städtische Umgebung in jedem Moment die perfekte Grundlage. Das Ziel: das Politische des Alltags zu erkunden. Direkt vor Ort, im sogenannten öffentlichen Raum, können wir ganz nebenbei dann auch Theorien kritischer Stadtforschung und queer-feministischer Geographien in einen konkreten Kontext bringen – ich freue mich auf Eure Teilnahme und Euren Input! In engl. Sprache / Anmeldung unter bildung@kunsthalle-duesseldorf.de →

Kunsthalle Düsseldorf Stadtführung ArtJunk