ArtJunk
No. 30—2026

Andreae

Galerie Judith Andreae Bonn ArtJunk

Paul-Kemp-Str. 7
53173 Bonn

Mi: 10–18 Uhr
Do–Fr: 14–18 Uhr
Sa: 11–15 Uhr
und nach Vereinbarung

T +49 (0) 288–934 908 81

E

www.galerie-andreae.de →

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Exhibitions

Ostrakon Stories

Tiziana Jill Beck

Info: Die neue Werkserie von Tiziana Jill Beck nimmt ihren Ausgangspunkt in einem alten demokratischen Instrument: dem Ostrakon, der Tonscherbe, auf der im antiken Athen über das Exil von Politikern abgestimmt wurde. Was wie ein historischer Verweis klingt, ist für Beck ein dringliches Bild für die Gegenwart, in der demokratische Strukturen zu bröckeln scheinen und das Vertrauen in das Gemeinwesen auf dem Prüfstand steht. Die Frage, die ihre Arbeit durchzieht, ist dabei so einfach wie unausweichlich: Was steckt in einem Bruchstück? Welche Geschichte trägt es in sich? Im Ausstellungsraum präsentiert Beck Scherben aus dem Rhein, deren genaue Herkunft unbekannt bleibt. Unbearbeitet und ohne weitere Eingriffe stehen sie als stumme Platzhalter im Raum: für die Idee, dass etwas Kleines, Gebrochenes einmal politische Schicksale entschieden hat. Jede Papierarbeit ist einer dieser Scherben zugeordnet, ein fortlaufendes Gespräch zwischen Objekt und Bild, das sich durch die gesamte Ausstellung zieht. In Ostrakon Stories entwirft Tiziana Jill Beck ein Bild vom Menschen, das sich nicht in Klarheit auflöst. Die Frage nach dem Sein ist selten ein gerader Weg, sondern ein Geflecht aus Assoziationen und Widersprüchen, und der Mut, verwirrt zu bleiben, ist vielleicht das Menschlichste überhaupt. Bei Beck wird das Bruchstück nicht gekittet, sondern ausgestellt. Weil genau darin sichtbar wird, was uns verbindet. Diese Ordnung ist so fragil wie die Scherben, aus denen sie ihren Namen trägt, und die Frage nach ihrer Stabilität ist heute so relevant wie selten zuvor. Tiziana Jill Beck (*1982) studierte an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, wo sie als Meisterschülerin bei Christoph Ruckhäberle abschloss. Nach längeren Aufenthalten in Paris und in Südkorea lebt und arbeitet Tiziana Jill Beck heute in Berlin.

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Sommersprossen

Max Freund

Info: Max Freunds erste Solo-Präsentation im SALON der Galerie Andreae trägt den Titel Sommersprossen, der seiner Wiederbegegnung mit einer (Anti-)Heldin aus Kindertagen, Pippi Langstrumpf (aus Pippi Långstrump, 1945, von Astrid Lindgren) entlehnt ist. Die Sommersprossen tragende Langstrumpf dient dabei weniger als nostalgische Referenz denn als Modell eines anderen Weltzugangs. Sie hinterfragt Lebensentwürfe und Autorität, ist unabhängig und rebellisch, zugleich aber großzügig und gütig. Sie orientiert sich nicht an Normen, sondern an Potenzial und Vorstellungskraft. Hier setzt auch Freunds künstlerische Forschung an: als Praxis, die Realität und kollektive Erinnerung nicht abbildet, sondern erweitert und neu codiert. Freund begreift Bilder als eigenartige Konstanten unserer Zivilisation, als Speicher von Zeit, kulturellen Echos und persönlichen Erinnerungen, die Vergangenheit und Möglichkeit zugleich verhandeln. In einer Gegenwart permanenter Bildproduktion bestimmt die Malerei nach wie vor den zeitgenössischen Kunstdiskurs. Der in Wien lebende und arbeitende Künstler empfindet seine bildbasierte Praxis als Realitätswiedergabe beziehungsweise -erweiterung, die Fantasie und abstrakte, nichtlineare Denkprozesse in unsere Wirklichkeit einspeist. Max Freund (*1992) lebt und arbeitet in Wien. 2017 schloss er sein Studium an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Prof. Judith Eisler ab. Mit seiner Malerei ist er in zahlreichen internationalen Ausstellungen, Projekten und Sammlungen in Europa vertreten.

Andreae Clement Parrotta

Rosalie Becher, Joscha Bender, Renate Bertelmann, Anna und Bernhard Blume, Esra Gülmen, Georg Herold, Lucia Kempkes, Janis Löhrer, Alex Grein, Lydia Schouten, Clare Strand, Susa Templin u.a.

Info: Die Bonner Galerien Andreae, Gisela Clement und Parrotta Contemporary Art laden 2026 zu ihrem zweiten gemeinsamen Galerienwochenende (ACP) ein. Die zweite Edition des jährlich rotierenden Zusammentreffens findet von 11. bis 26. Juli 2026 in der Galerie Gisela Clement in Bonn statt. Parallel zur Ausstellung Puzzle Solution – Des Rätsels Lösung von Ulrike Rosenbach (4. Mai bis 31. August 2026) eröffnet am 11. & 12. Juli in den beiden unteren Geschossen des Galeriehauses die gemeinsame Ausstellung mit kuratorischen Impulsen und künstlerischen Beiträgen aus den Programmen der drei teilnehmenden Galerien. Präsentiert werden unterschiedlichste künstlerische Positionen, darunter einige die mit Witz, Humor und Absurdität spielen, während andere Erfahrungen von Verletzlichkeit und Widerstandskraft reflektieren. Im Zusammenspiel entsteht ein vielschichtiger Dialog zwischen Leichtigkeit und Ernst, zwischen humorvoller Brechung und existenzieller Reflexion. So individuell die Ausrichtungen der Galerien sind, so feiern sie ihre gemeinsame Schnittmenge in der Auseinandersetzung mit aktuellen Themen der zeitgenössischen Kunst, indem sie sich vernetzen und zugleich ein starkes Zeichen für die kulturelle Bedeutung und den gesellschaftlichen Beitrag ihrer Arbeit in Bonn setzen. Ort: Galerie Gisela Clement, Lotharstr. 104, 53115 Bonn →

Galerie Gisela Clement Andreae Clement Parrotta Mareike Tocha ArtJunk

Events

Andreae Clement Parrotta

So. — 26. Juli 2026 10:00—14:00 Uhr

Rosalie Becher, Joscha Bender, Renate Bertelmann, Anna und Bernhard Blume, Esra Gülmen, Georg Herold, Lucia Kempkes, Janis Löhrer, Alex Grein, Lydia Schouten, Clare Strand, Susa Templin u.a.

Info: Die Bonner Galerien Andreae, Gisela Clement und Parrotta Contemporary Art laden 2026 zu ihrem zweiten gemeinsamen Galerienwochenende (ACP) ein. Die zweite Edition des jährlich rotierenden Zusammentreffens findet von 11. bis 26. Juli 2026 in der Galerie Gisela Clement in Bonn statt. (…) Präsentiert werden unterschiedlichste künstlerische Positionen, darunter einige die mit Witz, Humor und Absurdität spielen, während andere Erfahrungen von Verletzlichkeit und Widerstandskraft reflektieren. Im Zusammenspiel entsteht ein vielschichtiger Dialog zwischen Leichtigkeit und Ernst, zwischen humorvoller Brechung und existenzieller Reflexion. So individuell die Ausrichtungen der Galerien sind, so feiern sie ihre gemeinsame Schnittmenge in der Auseinandersetzung mit aktuellen Themen der zeitgenössischen Kunst, indem sie sich vernetzen und zugleich ein starkes Zeichen für die kulturelle Bedeutung und den gesellschaftlichen Beitrag ihrer Arbeit in Bonn setzen. Ort: Galerie Gisela Clement, Lotharstr. 104, 53115 Bonn →

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