ArtJunk
No. 26—2024

ES GIBT KEINE MAIKÄFER MEHR

Skulpturenmuseum Marl

Thilo Brämer, Bidisha Das, Mathilde Hawkins, Johannes Hoffmann, Helin Sezen Korkmaz, Tatsiana Licheuskaya, Mary Mikaelyan, Alexandra Nikitina, Leila Orth

Info: Der Titel der Ausstellung ES GIBT KEINE MAIKÄFER MEHR ist einem bekannten Musikstück von 1974 des Liedermachers Reinhard Mey entliehen. In dem Lied betrachtet Mey nostalgisch das neu errichtete Parkhaus, das die Häuser einer alten Nachbarschaft ersetzt hat. Ausgehend von diesem Lied thematisiert die Ausstellung, wie utopische Modernisierungs- und Urbanisierungsprojekte in Marl und auf der gesamten Welt aus der Zeit gefallen sind. Obwohl das Bewusstsein über das Vergangene und vielleicht Verlorene präsent ist, ist ES GIBT KEINE MAIKÄFER MEHR keine nostalgische Ausstellung. Vielmehr geht es um die Betonung und das Zelebrieren der Widerstandsfähigkeit und der Kreativität des Lebens, das trotz unerfüllter Versprechen und geplatzter Träume fortbesteht. Mit Skulpturen, Klanginstallationen, Videos, Performances und Workshops, die speziell für die Ausstellung in Marl produziert werden, wird der Ausstellungsraum des Skulpturenmuseums aktiviert und mit der umgebenden Stadtlandschaft verbunden. (…) Zur Eröffnung sprechen Georg Elben (Museumsdirektor, Skulpturenmuseum Marl) und Prof. Mischa Kuball (Künstler).

Skulpturenmuseum Marl Thilo Brämer et al ArtJunk