ArtJunk
No. 09—2024

IKOB – Museum für Zeitgenössische Kunst

IKOB – Museum für Zeitgenössische Kunst Eupen ArtJunk

Rotenberg 12b
BE-4700 Eupen

Di–So: 13–18 Uhr

T +32 87 56 01 10

E

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Exhibitions

Experiencia Constante

Cristian Pineda

Info: Experiencia Constante (2023) [Anhaltende Erfahrung] ist eine mixed media Wandarbeit von Cristian Pineda, die eigens für das Erdgeschoss des IKOB konzipiert wurde. Die Arbeit ist die Fortführung von Pinedas Werkreihe Flux, die ein Ausdruck unserer gemeinsamen Verbundenheit als Menschen und als Teil der Welt um uns herum ist – Beziehungen, die von Unterschieden, Gegensätzen und Veränderungen geprägt sind. In Experiencia Constante präsentieren gewundene Linien, farbliche Ausbrüche und überlagerte Materialien diese Spannung als eine produktive Kraft, einen Aufruf, die unvorhersehbaren und jenseits der menschlichen Begreiflichkeit liegenden Dimensionen des Lebens mit offenen Armen zu begrüßen. Im Eingang des Museums platziert – einem Ort für öffentliche Events, Museumspädagogik und zum Entspannen – schafft die Arbeit eine einladende Umgebung für Interaktion und kritische Reflexion.

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Garten sprengen

Veronika Eberhart

Info: Veronika Eberhart präsentiert in dieser Einzelausstellung ihren Film Garten sprengen (2022) zusammen mit einer neuen Reihe von skulpturalen und fotografischen Arbeiten, die als Ausgangspunkt die Biografie des Komponisten Hanns Eislers (1898–1962) haben. Charakteristisch für Eberharts Werk ist ein nach innen gekehrter Blick gepaart mit einer nach außen gerichteten, ausufernden Spurensuche. Die Künstlerin und Musikerin wurde 1982 im österreichischen Bad Radkersburg geboren und lebt und arbeitet in Wien. Eberhart studierte zunächst Soziologie bevor sie ihren Weg in die visuellen Künste fand. Ihr Œuvre basiert auf gründlicher Recherchearbeit, im Zuge derer sie spezifische historische Referenzen zu komplexen Gefügen zusammenführt, die von Videoarbeiten über Skulpturen bis hin zu Installationen reichen. Auch wenn ihre Werke oftmals in konkreten Orten verankert sind, bleibt das in ihnen entwickelte Zeitgefühl uneindeutig. (…)

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Hyperbild

Tanja Mosblech & Andrea Radermacher-Mennicken

Info: Tanja Mosblech (*1970, Köln, DE) und Andrea Radermacher-Mennicken (*1964, Eupen, BE) präsentieren in dieser Ausstellung das Ergebnis ihrer dreijährigen Zusammenarbeit als Künstlerinnen Ostbelgiens 2020–2023. Ihr Projekt Hyperbild entsteht durch ein gegenseitiges Zuspielen von Stichworten, Ideen und Materialien: Einem endlosen Netz aus Assoziationen, die der Frage auf den Grund geht, wie sich Bilder in unserem digitalen Zeitalter verknüpfen lassen.

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Ein Schloss die Lüfte zu verschließen

Wolfgang Nestler

Info: Wolfgang Nestlers Kunstwerke sind zumeist aus Holz und Stahl. Sie sind schwer und wirken dennoch ganz leicht. Ein Paradox, das die Betrachter*innen regelrecht dazu verführt sie zu benutzen, mit ihnen zu interagieren und spielerisch zu begreifen. So wollen seine Objekte gebogen, zurechtgerückt und angestoßen werden, sie rollen und schwingen, sie wippen und knallen. Die Freude an der Interaktion, die sie auslösen erinnert an die Ernsthaftigkeit des Kinderspiels. Können Sie sich vor Augen rufen, wie (fast alle) Kinder auf Unbekanntes reagieren? Scheu werden die Dinge zunächst beäugt, dann vorsichtig angefasst und mit Hemmungen in Bewegung gebracht. Sobald das neue Ding jedoch wippt, schwingt oder sich dreht kennt die Begeisterung keine Grenzen. Das Spiel wird intensiver und jede Wiederholung ist in Sachen Intensität und Energie eigentlich eine Varianz der vorherigen. (…)

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Dans l'Empire de l'empereur Tomato Ketchup

Yann Freichels

Info: Yann Freichels (1996) ist einer der vielversprechendsten jungen Talente aus Ostbelgien, der mit dem Blick eines Malers auf die Gegenwart schaut und sich dabei der Malweisen seiner Vorgänger*innen bedient. Ironisch und mit viel Sprachwitz seziert er die deutsche Malereigeschichte des frühen 20. Jahrhunderts. Seine Vorbilder sind die Maler der Neuen Sachlichkeit, wie z.B. George Grosz oder Otto Dix. Anders als viele deutsche Maler*innen kann er sich diesen Künstlern jedoch ohne Ehrfurcht und Pathos nähern. Der Vorteil deutschsprachig aber eben nicht Deutsch zu sein wird bei ihm so deutlich, wie bei keinem anderen Maler seiner Generation. Welche Rolle Ostbelgien bei der Vermittlung zwischen dem frankophonen und dem germanophonen Kulturraum spielt wird in dieser Ausstellung überdeutlich. Freichels schloß 2020 seine Ausbildung in Malerei an der École supérieure des arts de la ville de Liège (ESAVL) ab. Er lebt und arbeitet in Grüfflingen (BE).

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Events

Präsentation des Künstlerinnenbuches »Hyperbild« anlässlich des »Open Art Sunday«

So — 3. März 2024 13:00—18:00 Uhr

Tanja Mosblech, Andrea Radermacher-Mennicken (Künstlerinnen)

Info: Das IKOB und die Künstlerinnen Tanja Mosblech und Andrea Radermacher-Mennicken laden alle Interessierten ein zu einem besonderen Nachmittagsprogramm. Im Rahmen des Open Art Sunday werden die Künstlerinnen ihren Katalog HYPERBILD bei Kaffee und Kuchen präsentieren und stehen den ganzen Nachmittag von 13 bis 18 Uhr für Fragen und Diskussionen bereit. Um 15 Uhr findet ein Gespräch mit den beiden Künstlerinnen statt, moderiert von Chantal Heck. Das Buch enstand anlässlich ihrer IKOB-Ausstellung HYPERBILD, das von den Künstlerinnen zusammen mit Matthieu Litt (Lüttich) gestaltet wurde. Herausgegeben wurde das Künstlerinnenbuch vom IKOB – Museum für Zeitgenössische Kunst mit Texten von Frank-Thorsten Moll, Pauline Salinas Segura, Maren Marzilger und Isabelle Weykmans.

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Finissage, Direktorenführung & Buchpräsentation: »Hyperbild« / »Veronika Eberhart. Garten sprengen«

So — 10. März 2024 15:00 Uhr

Tanja Mosblech & Andrea Radermacher-Mennicken / Veronika Eberhart

Info: Alle sind herzlich eingeladen zur Finissage der Ausstellungen Tanja Mosblech & Andrea Radermacher-Mennicken. Hyperbild und Veronika Eberhart. Garten sprengen in Anwesenheit der Künstlerinnen. (…) 15 Uhr: Direktorenführung / IKOB-Direktor Frank-Thorsten Moll führt am letzten Tag der Ausstellungen durch das Museum. Während des Rundgangs entdecken Sie die Ausstellungen als Ganzes und lernen einzelne Werke vertieft kennen. Zudem erhalten Sie einen Einblick in unser kommendes Programm / 16 Uhr: Buchpräsentation Garten sprengen / Wir freuen uns, die neu erschienene Publikation zur Ausstellung von Veronika Eberhart vorzustellen. Herausgegeben vom Verlag Spector Books, mit Texten von Veronika Eberhart, Brenda Guesnet, Ian F. Svenonius und Kevin Vennemann. Es findet ein informelles Gespräch statt zwischen der Künstlerin Veronika Eberhart und IKOB-Kuratorin Brenda Guesnet, mit Musikeinlagen.

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Ein Schloss die Lüfte zu verschließen

Di — 12. März 2024 13:00—18:00 Uhr

Wolfgang Nestler

Info: Wolfgang Nestlers Kunstwerke sind zumeist aus Holz und Stahl. Sie sind schwer und wirken dennoch ganz leicht. Ein Paradox, das die Betrachter*innen regelrecht dazu verführt sie zu benutzen, mit ihnen zu interagieren und spielerisch zu begreifen. So wollen seine Objekte gebogen, zurechtgerückt und angestoßen werden, sie rollen und schwingen, sie wippen und knallen. Die Freude an der Interaktion, die sie auslösen erinnert an die Ernsthaftigkeit des Kinderspiels. Können Sie sich vor Augen rufen, wie (fast alle) Kinder auf Unbekanntes reagieren? Scheu werden die Dinge zunächst beäugt, dann vorsichtig angefasst und mit Hemmungen in Bewegung gebracht. Sobald das neue Ding jedoch wippt, schwingt oder sich dreht kennt die Begeisterung keine Grenzen. Das Spiel wird intensiver und jede Wiederholung ist in Sachen Intensität und Energie eigentlich eine Varianz der vorherigen. (…)

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Performance: Ein Schloss die Lüfte zu verschließen

So — 17. März 2024 15:00 Uhr

Wolfgang Nestler, Tanzcompagnie Irene K.

Info: Wolfgang Nestlers Kunstwerke sind zumeist aus Holz und Stahl. Sie sind schwer und wirken dennoch ganz leicht. Ein Paradox, das die Betrachter*innen regelrecht dazu verführt sie zu benutzen, mit ihnen zu interagieren und spielerisch zu begreifen. So wollen seine Objekte gebogen, zurechtgerückt und angestoßen werden, sie rollen und schwingen, sie wippen und knallen. Die Freude an der Interaktion, die sie auslösen erinnert an die Ernsthaftigkeit des Kinderspiels. Die Ausstellung im IKOB mit Werken Wolfgang Nestlers versteht sich als ein Einschub, einen Moment des Innehaltens und Bewegtwerdens. Höhepunkt der Ausstellung ist eine Performance der in Eupen ansässigen Tanzkompagnie Irene K., deren Tänzer*innen am Sonntag, den 17. März um 15 Uhr die Kunstwerke der Ausstellung bewegen und in ihre Tanzimprovisation einbauen werden.

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Dans l’Empire de l’empereur Tomato Ketchup

So — 24. März 2024 15:00 Uhr

Yann Freichels

Info: Yann Freichels (1996) ist einer der vielversprechendsten jungen Talente aus Ostbelgien, der mit dem Blick eines Malers auf die Gegenwart schaut und sich dabei der Malweisen seiner Vorgänger*innen bedient. Ironisch und mit viel Sprachwitz seziert er die deutsche Malereigeschichte des frühen 20. Jahrhunderts. Seine Vorbilder sind die Maler der Neuen Sachlichkeit, wie z.B. George Grosz oder Otto Dix. Anders als viele deutsche Maler*innen kann er sich diesen Künstlern jedoch ohne Ehrfurcht und Pathos nähern. Der Vorteil deutschsprachig aber eben nicht Deutsch zu sein wird bei ihm so deutlich, wie bei keinem anderen Maler seiner Generation. Welche Rolle Ostbelgien bei der Vermittlung zwischen dem frankophonen und dem germanophonen Kulturraum spielt wird in dieser Ausstellung überdeutlich. Freichels schloß 2020 seine Ausbildung in Malerei an der École supérieure des arts de la ville de Liège (ESAVL) ab. Er lebt und arbeitet in Grüfflingen (BE).

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