Arp Museum Bahnhof Rolandseck


Hans-Arp-Allee 1
53424 Remagen
Di–So & feiertags: 11–18 Uhr
T +49 (0) 2228-94 25 16
F +49 (0) 2228-94 25 21
Exhibitions
Sammlungspräsentation: Kosmos Arp. Sophie Taeuber-Arp und Hans Arp – ein Künstlerpaar der Avantgarde
Sophie Taeuber-Arp, Hans Arp
Info: Wie kaum ein anderes Paar beeinflussten Sophie Taeuber-Arp und Hans Arp die Kunst ihrer Zeit. Angesichts der großen gesellschaftlichen Fragen des 20. Jahrhunderts suchten sie einen radikalen Neuanfang. Als weltweit einziges Museum widmet sich das Arp Museum Bahnhof Rolandseck auf Grundlage seines hochkarätigen Sammlungsbestandes diesem bahnbrechenden Künstlerpaar. Mehr als 400 Werke sind in der außergewöhnlichen Architektur aus historischem Bahnhofsgebäude und dem lichten Bau Richard Meiers zu Hause. Pazifismus, Gleichberechtigung und Ökologie manifestieren sich außergewöhnlich früh in Leben und Wirken der Beiden. In Auflehnung gegen bestehende gesellschaftliche Werte und Konventionen erfanden sie sich und ihre Werke stets neu, verließen jedoch nie ihre künstlerische sowie gedanklich-konzeptuelle Heimat: die Abstraktion.

Die Verletzlichkeit der Welt
Günther Uecker
Info: Die Ausstellung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck ist die erste nach dem Tod des Künstlers Günther Uecker (Wendorf 1930–2025 Düsseldorf) und dabei die letzte, an der er noch selbst mitgewirkt hat. Sie würdigt den international bekannten Künstler, der mit seinen ikonischen Nagelbildern und -reliefs Kunstgeschichte schrieb und als prägende Persönlichkeit der Künstlergruppe ZERO die Kunst der Nachkriegszeit revolutionierte. Uecker war dem Künstlerbahnhof Rolandseck eng verbunden: Das Nagelrelief Bett zum Aufwachen (1965) befindet sich noch heute in der Museumssammlung. Der performative Film Die Treppe (1964) zeigt Uecker, wie er Bahnhofsvorplatz und -gebäude Nagel für Nagel erobert. Insgesamt werden 55 Werke aus sieben Jahrzehnten gezeigt – von frühen Nagelobjekten über kinetische Installationen bis zu späten Serien, die Ueckers spirituelle Haltung und sein humanistisches Weltbild spiegeln. Im Zentrum stehen Arbeiten, die der Verletzlichkeit der Welt gewidmet sind – Ausdruck eines Lebenswerks, das Frieden, Empathie und menschliche Verantwortung reflektiert.

Wirklich. Kunst und Realität 1400 bis 1900
Adriaen Coorte, Max Liebermann, Klaus Rinke, Carl Eduard Schuch, Jan van Kessel u.a.
Info: In Zeiten von KI und Fake News schwindet das Vertrauen in die Wahrheit der Bilder. Bei historischen Gemälden und Skulpturen hinterfragen wir dagegen oft nicht, was wir sehen. Dabei sind sie oft viel hintergründiger, als wir denken, vermitteln versteckte Botschaften, die wir gar nicht mehr wahrnehmen. Was im Mittelalter und im Barock noch als wahr galt, ist für viele heute irreal – Erkenntnisse der Wissenschaft und ein grundsätzlich anderer Blick auf religiöse und spirituelle Inhalte verändern unsere Wahrnehmung. Rund 70 Gemälde, Skulpturen und Fotografien illustrieren in der neuen Ausstellung in der Kunstkammer Rau, wie sich unsere Vorstellung von Wirklichkeit von 1400 bis 1900 wandelt. (…)

Zu den Sternen! Weltraum und Weltflucht seit der Moderne
Max Ernst, El Lissitzky, Katharina Sieverding, Sophie Taeuber-Arp, Emma Talbot, John Wood & Paul Harrison
Info: Seit jeher dient der Weltraum als mächtige Projektionsfläche für Sehnsüchte und Utopien – angesichts globaler Krisen hält er immer noch die Vision einer alternativen Existenz bereit. Apokalyptisches Erwachen und exzentrischer Grenzverlust werden mit rund 100 Werken von der Moderne bis zur Gegenwart beleuchtet – u.a. mit Max Ernst, El Lissitzky, Katharina Sieverding, Sophie Taeuber-Arp und Emma Talbot. Der Blick in den Weltraum offenbart kosmische Träume und wird zu einer Reflexion über unsere Gegenwart und Zukunft.

Events
Dialogführung »Der entschleunigte Blick«: Günther Uecker. Kunst als Ort menschlicher Begegnung
Judith Graefe (Kunsthistorikerin), Olaf Mextorf (Kunsthistoriker)
Info: Die Kunsthistorikerin Judith Graefe und der Kunsthistoriker Olaf Mextorf begleiten Sie fachkundig bei dieser intensiven Annäherung an die Kunst und laden Sie ein, das vielfältige Ausstellungsprogramm des Arp Museums Bahnhof Rolandseck gemeinsam zu erkunden. (…) Kosten 16,50 € zzgl. Museumseintritt / Treffpunkt: Foyer an der Kasse / Anmeldung unter +49 (0) 2228-36 50 76 oder online →

Öffentliche Führung: »Günther Uecker. Die Verletzlichkeit der Welt« / »Wirklich. Kunst und Realität 1400 bis 1900« / »Kosmos Arp«
Günther Uecker / Adriaen Coorte, Max Liebermann, Klaus Rinke, Carl Eduard Schuch, Jan van Kessel u.a. / Sophie Taeuber-Arp, Hans Arp
Info: An jedem Sonntag nimmt Sie ein*e Kunsthistoriker*in mit auf eine Führung durch das Arp Museum Bahnhof Rolandseck. Hierbei besuchen Sie die aktuellen Ausstellungen und erfahren interessante Hintergründe und Details zur Geschichte und Architektur des Museums. (…) Kosten 5 € zzgl. Museumseintritt / Treffpunkt: Foyer.

Queere Auszeit mit Jan Faber
Jan Faber
Info: Ausgehend von den natürlichen Formen, organischen Linien und wiederkehrenden Mustern bei Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp lädt der Workshop dazu ein, queere Lebenswelten und persönliche Erfahrungen kreativ zu reflektieren. Im geschützten Rahmen eines Safer Spaces entstehen abstrakte Collagen und farb- und formorientierte Selbstporträts, die individuelle Emotionen und Identitäten sichtbar machen. Der Workshop bietet Raum für Vernetzung, Austausch und künstlerische Selbstfindung – offen für queere Menschen und ihre Freund*innen. (…) Kosten 5 € zzgl. Museumseintritt / Anmeldung erforderlich unter faber@arpmuseum.org →








