MAKE FACES GREAT AGAIN: My Body Is Not Your Brand – Über das Recht, kein Ideal zu sein
LABOR ProjektgalerieDaria Iuriichuk (Performance), evdokia michailidou (Idee, Text, Kostüm), Isabelle Finou (Komposition)
Info: Ausgehend vom hyperfeminisierten Schönheitsideal des sogenannten Mar-a-Lago Face – benannt nach Donald Trumps Privatresidenz in Palm Beach – untersucht die Performance die enge Verschränkung von Schönheit, Jugendlichkeit und Macht. Das während der Präsidentschaft Trumps popularisierte Erscheinungsbild wird dabei als ästhetische Regierungsform lesbar: Der Körper fungiert als Bühne, das Gesicht als politisches Interface – als Schnittstelle zwischen Selbstoptimierung, Weiblichkeitsnorm und medialer Sichtbarkeit. Im Zentrum steht ein chirurgisch optimiertes Erscheinungsbild, das weniger Ausdruck individueller Entscheidung als vielmehr kulturelle Chiffre ist. Es verkörpert ein normiertes Ideal von Jugend, Kontrolle und Wohlstand sowie eine Form performativer Loyalität. Das Mar-a-Lago Face erscheint so nicht nur als ästhetischer Code, sondern als sichtbarer Ausdruck gesellschaftlicher Machtverhältnisse, in denen Sichtbarkeit, Zugehörigkeit und politische Affiliation über den Körper verhandelt werden.








