ArtJunk
No. 12—2026

IKOB – Museum für Zeitgenössische Kunst

IKOB – Museum für Zeitgenössische Kunst Eupen ArtJunk

Rotenberg 12b
BE-4700 Eupen

Di–So: 13–18 Uhr

T +32 87 56 01 10

E

www.ikob.be →

Facebook →

Instagram →

Exhibitions

PLAKT

Valérian Goalec, Céline Mathieu, Tine Guns, Michel François, Camille Picquot, Geert Goiris, Peter Downsbrough, Shervin/e Sheikh Rezaei, Mekhitar Garabedian, Gerard Herman, Aline Bouvy, Katja Mater

Info: Für das Projekt PLAKT von Artlead wurden 12 Künstler*innen eingeladen, Plakatmotive zu gestalten, die wie Konzert- oder Theaterplakate auf sogenannte Blueback-Poster gedruckt im öffentlichen Raum plakatiert werden. Die Kunst taucht unerwartet im Stadtraum auf und verschwindet wieder. Das Projekt feiert so Spontaneität und Vergänglichkeit. Seit Dezember 2024 läuft die erste Phase: 300 A1-Plakate von acht Künstler*innen wurden bereits in Brüssel und verschiedenen flämischen Städten verklebt. In dieser Phase von PLAKT werden größere Versionen aller Kunstwerke von verschiedenen Kulturorganisationen in Belgien und den Niederlanden präsentiert: im IKOB in Eupen, im CC Strombeek, im De Warande in Turnhout, in der Kunsthal Mechelen, im NW Aalst, im De Brakke Grond in Amsterdam, im C mine in Genk, in der Kapel Rozenkrans in Oostduinkerke, im Museum Dhondt Dhaenens in Deurle und im Abby in Kortrijk. Jeder Partner entscheidet selbst, in welcher Reihenfolge er diese Kunstwerke zeigt und wie oft er ihre Präsentation wechselt. Die Plakate hängen in einem von Valérian Goalec entworfenen Stahlrahmen, inspiriert von Werbetafeln in der Pariser Metro. Der Rahmen befindet sich gegenüber dem IKOB, an der Treppe zur Straße Loten.

IKOB PLAKT ArtJunk

Videokunst in der IKOB Black Box: soul flashes – 1. Zyklus: Wasser

Eva Claus, Jean Painlevé, Alice dos Reis, Roman Signer

Info: soul flashes [Seelenblitze] ist ein Programm von Künstler*innenfilmen, das im Laufe des Jahres 2026 in der Black Box des IKOB präsentiert wird. Das Programm entfaltet sich über vier Zyklen, die jeweils einem Element entsprechen: Wasser, Luft, Feuer und Erde. Die Vierelementelehre von einfachen Substanzen – das Feste, das Flüssige, das Gasförmige und das glühend Verzehrende – zur Erklärung der Natur und Komplexität aller Materie hat viele Kulturen über Jahrhunderte tiefgreifend beeinflusst. Obwohl die moderne Wissenschaft chemische Verbindungen heute nach der Atomtheorie klassifiziert, hat die symbolische Kraft der klassischen Elemente und ihre Erscheinung in unserem Alltag nach wie vor eine hohe Resonanz. soul flashes ordnet jedem Element auch eine Jahreszeit zu: Wasser für den Winter, Luft für den Frühling, Feuer für den Sommer und Erde für den Herbst, wodurch die narrativen und körperlichen Eigenschaften jedes Elements betont werden. Hinweis: Die Filme werden nacheinander gezeigt und während der Öffnungszeiten kontinuierlich abgespielt. Der Eintritt ist frei.

WERDEFORMEN

Wolfgang Nestler

Info: Wolfgang Nestlers Werk hat die Entwicklung der Skulptur in Deutschland seit den späten 1960er-Jahren maßgeblich geprägt. Sein Œuvre ist Ausdruck einer künstlerischen Position, die Material, Raum und Bewegung auf unverwechselbare Art miteinander verbindet. Seine Skulpturen und Installationen entstehen aus einer Auseinandersetzung mit Prozessen der Formgebung und des Wandels und spiegeln damit zugleich gesellschaftliche wie persönliche Erfahrungen wider.

IKOB Wolfgang Nestler ArtJunk

unsigned untitled undated

Tim Beeby

Info: Die Ausstellung, die sich nur für drei Tage im IKOB präsentiert, zeigt eine Reihe von Arbeiten auf Leinwand, die bewusst unsigniert, unbetitelt und undatiert gezeigt werden. Besucher*innen sind eingeladen, eine der Leinwände auszuwählen und kostenlos mitzunehmen. Alternativ besteht die Möglichkeit, eine ausgewählte Leinwand vom Künstler signieren sowie mit Titel und Datum versehen zu lassen und sie anschließend zum regulären Preis zu erwerben. In diesem Fall wird das Werk fotografisch dokumentiert, und die Käufer erhalten ein Echtheitszertifikat. Zudem werden die entsprechenden Angaben in ein digitales Werkverzeichnis aufgenommen. Unsignierte Werke hingegen bleiben undokumentiert. In Materialität und ästhetischer Erscheinung unterscheiden sich signierte und unsignierte Leinwände nicht voneinander. Allein die Unterschrift und ein Zertifikat machen den Unterschied im Preis. Ist dies gerecht? Kostet eine Unterschrift wirklich soviel Geld? Dieses partizipative Projekt rückt die Frage künstlerischer Wertschöpfung im systemischen, monetären und übertragenen Sinn in den Fokus und möchte die Besucher:innen zum Nachdenken über derlei Zusammenhänge anregen.

IKOB Tim Beeby ArtJunk

Events

Buchvorstellung: Das unverhoffte Glück des Hari Hünerbein

Do. — 26. März 2026 18:30 Uhr

Walter Schulz (Journalist, Lehrer, Buchhändler u.a.), Martin Schulz (Buchhändler, Politiker)

Info: Das unverhoffte Glück des Hari Hünerbein, ein neues Buch von Walter Schulz, erzählt die ungewöhnliche Lebensgeschichte eines jugendlichen Ausreißers, der 1861 in Eupen geboren wurde. Im Zuge des Niedergangs der Eupener Tuchindustrie sieht der junge Hari keine Zukunft in seiner Heimat und macht sich heimlich, abschiedslos davon in das preußische Rheinland. (…) Der Autor liest ausgewählte Stellen aus dem Buch, zeigt Recherchematerial und beantwortet Fragen aus dem Publikum. Martin Schulz wirkt als Gast und Präsentator mit, und das Buch ist selbstverständlich zum Kauf erhältlich. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird bis zum 22. März gebeten via Mail anmeldung@ikob.be →. Wir freuen uns auf einen besonderen Abend!

Vortrag: Die Prinzipien der Kriegspropaganda

Do. — 23. April 2026 19:30 Uhr

Anne Morelli (Historikerin)

Info: Am Donnerstag, dem 23. April 2026, laden Attac DG und das IKOB zu einem Vortrag mit der Historikerin Anne Morelli ein. Im Zentrum der Veranstaltung stehen die Prinzipien der Kriegspropaganda. Der Vortrag richtet sich an alle, die sich für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft interessieren und die Mechanismen hinter Geld, Schulden und Staatsausgaben besser verstehen möchten. Im Anschluss an den Vortrag gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.