Regie: Michel Gondry, Science of Sleep, F, 2006
Info: 19 Uhr: Führung im Kunstverein / 20 Uhr: Film im Kino im U.
Regie: Michel Gondry, Science of Sleep, F, 2006
Info: 19 Uhr: Führung im Kunstverein / 20 Uhr: Film im Kino im U.
Anja Dreschke (Medienethnologin, Filmemacherin, Kuratorin)
Info: Im Rahmen der Kostümwerkstatt stellt die Medienethnologin und Filmemacherin Anja Dreschke ihre ethnografische Langzeitstudie zu den so genannten Kölner Stämmen vor, einem Zusammenschluss von rund 80 Vereinen aus Köln und Umgebung, die in ihrer Freizeit die historischen Lebenswelten ihnen fremder Gesellschaften mimetisch aneignen. Ihre Reenactments spiegeln eine Vielzahl medialer Repräsentationen und Imaginationen vom Anderen oder Primitiven aus dem kolonialen Bildrepertoire, die mehr über das Eigene als über das Fremde zu enthüllen scheinen. Der Vortrag befasst sich mit dem Ursprung der Kölner Stämme im Karneval und betrachtet die ästhetischen, sozialen und politischen Dimensionen ihre vestimentären Praktiken zwischen Verkleidung, Tracht und Uniform. Anja Dreschke ist Medienanthropologin, Filmemacherin und Kuratorin und lebt in Köln. Ihre Filme, Installationen, Fotoessays, Ausstellungen und Texte beschäftigen sich mit liminalen Phänomenen, Imagination und Verkörperung, mimetischen Praktiken und Medien der Fremderfahrung. Aktuell vertritt sie eine Professur für Medienanthropologie und Innovative Methoden an der Universität Siegen. (…) Film: Die Stämme von Köln, D 2011. HD, 90 Min. / Buch: Kölner Stämme. Eine Medienethnografie. Berlin: Reimer Verlag 2024.

Horst Gläsker (Künstler), Kay Heymer (Kurator, Stiftung für Kunst und Kultur e. V., Bonn)
Info: Herzliche Einladung zur Veranstaltung Bargespräche im Rahmen der Ausstellung Licht und Aktion von Horst Gläsker am Dienstag, 27. Januar 2026, um 19 Uhr. Der Künstler Horst Gläsker spricht an dem Abend mit Kay Heymer, Kurator, Stiftung für Kunst und Kultur e. V., Bonn, über sein Werk, über seine Malerei und Performances. Ergänzend wird der Film Vom Rhythmus der Bilder gezeigt. Ort: Appendix (Hentrichhaus).

Rebecca Racine Ramershoven (Künstlerin), Miedya Mahmod (Spoken Word Artist), Dr. Reyhan Şahin (Autorin, Rapperin)
Info: Mit der Arbeit Kiss my Anger setzt sich Rebecca Racine Ramershoven mit weiblicher/FLINTA* Wut, insbesondere bei People of Colour, auseinander. Durch offene Gespräche in einem geschützten Raum wird die Verbindung zwischen Emotionen, Körper und gesellschaftlichen Erwartungen sichtbar gemacht. Die Künstlerin lädt dazu ein, die eigene Stärke zu entdecken, sich gegen stereotype Rollenbilder zu wehren und die eigene Wut als Quelle der Kraft zu nutzen. Du möchtest Teil der Videoarbeit sein? Dann melde Dich jetzt für ein Interview am 20. Februar in Hagen an →. Um 19 Uhr startet in der Bismarckstr. 28 das Abendprogramm: Miedya Mahmod tritt als Spoken Word Artist auf. Anschließend performt Dr. Reyhan Şahin aka Lady Bitch Ray einen eigens für den Abend verfassten Spoken-Word-Text zu ihrem Buch Amazonenbrüste zum Thema Brustkrebs und weiblicher Wut. Don’t miss! Ort: Bismarckstr. 28, 58089 Hagen.
Mika Rottenberg
Info: Am letzten Tag der Ausstellung wollen wir uns noch einmal zusammen ganz und gar in die bunten, skurrilen Welten von Rottenberg begeben. Mit Musik, Getränken und Glitzer lassen wir gemeinsam den Tag ausklingen. Programm u.a.: 15 Uhr: Führung mit dem Drag Queen-Duo Diamond Dust / 17:15 Uhr: Filmvorführung Remote mit Einführung und Popcorn / Für Musik und Getränke ist gesorgt. Teilnahme: Pay What You Want!

Ein surrealer Spielfilm von Mika Rottenberg über vernetzte Einsamkeit (2022, 92 Min.)
Info: Remote schildert den Alltag einer Frau (Okwui Okpokwasili), die unter Quarantäne steht, in ihrer abgeschotteten, hochmodernen Wohnung, einem Paradies aus leuchtenden Farben, blühenden Pflanzen und bunten Bildschirmen. Während sich vor ihrem Fenster eine nicht näher definierte globale Krise abspielt, schließt sie sich einer Gruppe von Frauen aus aller Welt an, die sich eine südkoreanische Hundefrisur-Show ansehen wollen, und stürzt schließlich in ein Kaninchenloch, um mit ihnen ein unerklärliches interaktives Spiel zu spielen. (NYFF) Ort: Lokal Harmonie (Duisburg-Ruhrort), Harmoniestr. 41, 47119 Duisburg / Der Film wird in englischer Sprache gezeigt / Teilnahme kostenfrei / Anmeldung telefonisch unter +49 (0) 203-283 21 95 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de →

Regie: Lutz Dammbeck, Das Meisterspiel, 1998, Deutschland, 106 Min.
Info: Am Donnerstag, den 5. Februar, wird ab 19 Uhr in Kooperation mit dem Filmclub 813 Das Meisterspiel (1998) von Lutz Dammbeck gezeigt. Der Künstler wird anwesend sein. Im Anschluss an den Film führen Valérie Knoll (Direktorin, Kölnischer Kunstverein) und Lutz Dammbeck ein kurzes Gespräch. 1994 werden in der Wiener Kunstakademie 27 Bilder des österreichischen Malers Arnulf Rainer von Unbekannten mit schwarzer Farbe übermalt. Auf ein Bild pinseln die Täter den Text UND DA BESCHLOSS ER AKTIONIST ZU SEIN, die Abhandlung eines Zitats von Adolf Hitler. Zur gleichen Zeit erschüttert eine Serie von Bombenanschlägen Österreich, es gibt Verletzte und Tote. Zu den Anschlägen bekennt sich eine Bajuwarische Befreiungsarmee, abgekürzt BBA, die Österreichs deutsche Identität bedroht sieht. Die Anschläge sind als fiktives Historien- und Rollenspiel inszeniert, das die Befreiung Wiens vor den Türkenheeren nachspielt. Kommen die Anschläge also von rechts? Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Anschlag in der Wiener Akademie und den Bomben der BBA, wie von Arnulf Rainer und seinem Umfeld zunächst vermutet wird? (…) Lutz Dammbeck (*1948 in Leipzig) war zuerst als freischaffender Maler und Grafiker tätig und widmete sich ab den späten 1970ern der Produktion von Animations- und Experimentalfilmen sowie Mediencollagen. Später realisierte er außerdem Essay- und Dokumentarfilme sowie Installationen und war Teil von zahlreichen internationalen Ausstellungen. (…) Eintritt gegen Spende / ohne Anmeldung.
Regie: Bernadette Van-Huy, The ADHD Muses, 2024, 68 Min., mit Tessa Gourin und Marika Thunder, Cinematography: Jaxon Ray, engl. Sprache / Regie: Maria Lassnig, Selfportrait, 1971, Österreich, USA, 4:30 Min., engl. Sprache
Info: Am Donnerstag, den 29. Januar, zeigen wir ab 19 Uhr als Vorfilm Maria Lassnigs Selfportrait (1971, 4:30 Min.) und im Anschluss The ADHD Muses (2024, 68 Min.) von der Künstlerin Bernadette Van-Huy, welche anwesend sein wird. Mit einer kurzen Einführung von Bernadette Van-Huy. Während Bernadette Van-Huy bei der Entwicklung ihres Films unter einer Schreibblockade litt und auf Inspiration wartete, stellte die Filmemacherin fest, dass alle Freundinnen, die sie vorhatte zu filmen, ihre sogenannten Musen, ADHS hatten. Sie stellte eine Verbindung zwischen ihren Musen – charismatische Mittelpunkte der Aufmerksamkeit – und dem allgemeinen Angriff auf unsere Aufmerksamkeitszentren her und nutzte ADHS als vorgetäuschtes Thema, um ihre Musen-Freundinnen in Interviews und improvisierten Aktivitäten auf der Grundlage dieser Gespräche zu involvieren und einen sog. Action-Dokumentarfilm zu drehen. Bernadette Van-Huy (*1970 in New York City, lebt in Hudson, NY) ist Mitbegründerin der seit 1994 bestehenden Künstlergruppe Bernadette Corporation. Seit 2018 ist sie außerdem als Solokünstlerin tätig, hauptsächlich als Autorin, Zeichnerin und Filmemacherin. (…) Eintritt frei / ohne Anmeldung.
Regie: Beatrice Minger, E.1027. Eileen Gray und das Haus am Meer, CH 2024, 89 Min.
Info: Ein Haus am Meer, das perfekte Glück. Die Designerin Eileen Gray hat sich diesen Traum erfüllt, als sie 1929 an der Côte d’Azur mit E.1027 eine Ikone der Moderne schuf. Beatrice Minger zaubert in ihrem Film (Schweiz 2024, 89 Min.) die wunderbare, lichterfüllte Atmosphere des Hauses an der Côte d’Azur regelrecht auf die Leinwand. Ein Muss für Architekturfans! (…) Kosten 8 € zzgl. 12 € Mindestverzehr im K+.
Sophia La Mela zeigt den SWR-Film Wanderarbeiter, Fremdarbeiter, Gastarbeiter, D 1989, 26 Min.
Info: »Letztes Jahr, bei einem Besuch meiner Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen in Friedrichshafen, stellte ich ihnen Fragen: Wann genau ist Nonno nach Deutschland zum Arbeiten gekommen, Zio? Wie war dein Leben auf Sizilien, Zia? Bei schwäbischen Spätzle kramte mein Onkel eine DVD hervor, von der mir zuvor noch niemand erzählt hatte. Ein Teil der Geschichte unserer Familie kommt in diesem Film über „die Italiener in Friedrichshafen“ vor. Und das gleich aus Perspektive dreier Generationen: meines Cousins, meiner Tante und meiner Nonni. Nonno sah und hörte ich in diesem Moment zum ersten Mal in Bewegung. Er war ein Jahr vor meiner Geburt gestorben. Diesen Film möchte ich mit euch teilen, da er weit mehr ist als eine Erinnerung unsere Familie. Der Film ist eine zeitgeschichtliche Quelle, wie damals über italienisches Leben und die Geschichte italienischer Arbeiter*innen und ihre Familien berichtet wurde.« – Sophia La Mela ist Tochter von Eltern mit italienischer und polnischer Migrationsgeschichte. (…) Eintritt frei / keine Anmeldung erforderlich.
