ArtJunk
No. 12—2026

Dr. Klaus Wisotzky (ehem. Stadtarchivar in Ratingen & Leiter des Hauses der Essener Geschichte)

Info: Zum Anlass des 100. Geburtstags des Museums Ratingen, lädt das Museum Ratingen in Kooperation mit den Freunden und Förderern des Museum Ratingen zu einem Vortrag von Historiker und Archivar Dr. Klaus Wisotzky ein. Das Museum Ratingen wurde 1926 als heimatgeschichtliche Sammlung gegründet, die nach den Worten des Bürgermeisters Scheiff in den Herzen der Besucher Ehrfurcht vor unserer heimischen Vergangenheit und Liebe zur Heimat erwecken und stärken sollte. In seinem Vortrag untersucht Dr. Klaus Wisotzky die Geschichte des Museums in den Jahren 1926 bis 1946. Er schildert den Beginn der Sammlungstätigkeit vor dem ersten Weltkrieg, beschreibt die Schwierigkeiten, die der ehrenamtliche Leiter des Museums, Ernst Winternheim, zu überwinden hatte, und zeigt auf, wie stark die NS-Ideologie die Ausstellungspolitik beeinflusst hat.

Museum Ratingen Stadtarchiv Bürgerhaus ArtJunk

Dr. Matthias Mühling (Direktor, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München), Kerstin Brätsch (Künstlerin), Friederike Fast (stellv. Direktorin, Kuratorin der Ausstellung)

Info: Für die Ausstellung verwandelt Kerstin Brätsch das Kunstmuseum Bonn in einen lebendigen malerischen Organismus. Zentraler Ausgangspunkt ist dabei der Bezug zwischen Malerei und Körper auf physischer, psychischer und sozialer Ebene. Wie ein Portal zu einer anderen Welt durchschreiten die Besuchenden eine Art Labyrinth aus Farbe, Licht und Klängen oder treten vor eine suggestive Tapete mit gespiegelten Motiven, die an die Tintenklecks-Tests des Psychiaters Hermann Rorschach erinnern. (…)

Kerstin Brätsch Munch Museet Museum Oslo ArtJunk

Inken Maria Holubec (Gemälderestauratorin), Sabine Schroyen (Kunsthistorikerin)

Info: Zum diesjährigen Tag der Archive begeben sich der Künstlerverein Malkasten und das RED – Restaurierungszentrum Düsseldorf am 10. März 2026 um 19 Uhr gemeinsam auf eine Spurensuche. Der Künstlerverein Malkasten gilt seit seiner Gründung 1848 als zentraler Ort für geselliges Beisammensein von Künstlern und Persönlichkeiten der Stadtgesellschaft. Welche Zeugnisse sprechen heute für die Bedeutung des Vereins als kommunikative Schnittstelle zwischen den Künstlern, Akteuren des Kunstbetriebes sowie Kulturinteressierten in Düsseldorf? Im Mittelpunkt des Vortrages der Gemälderestauratorin Inken Maria Holubec und der Kunsthistorikerin Sabine Schroyen steht der Düsseldorfer Unternehmer Dr. Franz Schoenfeld (1834–1911). Er war international erfolgreicher Hersteller der Schoenfeld/ LUKAS-Künstlerfarben und langjähriges Mitglied im Künstlerverein Malkasten. Durch engen Kontakt mit Düsseldorfer Kunstschaffenden baute er eine umfangreiche Gemäldesammlung auf, von der sich ein Teil heute im Kunstpalast befindet. Ort: Jacobihaus.

Künstlerverein Malkasten Inken M. Holubec Kunsttechnologisches Archiv RED ArtJunk

Anne Morelli (Historikerin)

Info: Am Donnerstag, dem 23. April 2026, laden Attac DG und das IKOB zu einem Vortrag mit der Historikerin Anne Morelli ein. Im Zentrum der Veranstaltung stehen die Prinzipien der Kriegspropaganda. Der Vortrag richtet sich an alle, die sich für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft interessieren und die Mechanismen hinter Geld, Schulden und Staatsausgaben besser verstehen möchten. Im Anschluss an den Vortrag gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Regie: Robin Hardy, GBR 1973, 101 Min., OmU, mit Christopher Lee, Britt Ekland, Roy Boyd

Info: Ein ungewöhnlicher Horrorfilm ohne grobe Schockeffekte, der eine Atmosphäre des permanenten Schreckens erzeugt und von einer surrealen Tonalität, suggestiver Folk-Musik und bizarren Gesangseinlagen getragen wird. (…) Mit einem Vortrag von Anna Freytag, Kuratorin der Filmreihe, anlässlich des Auftakts der Filmreihe Wyrd Ways. Filmvorführung im Anschluss. (…) Kosten 8 € / 6 € ermäßigt.

Julia Reich & Christoph Schäfer (Mitglieder der Kunstkommission Düsseldorf), Mara-Johanna Kölmel (Kuratorin, Zeppelin Museum Friedrichshafen), Cindy Wegner (Künstlerin), Tina Sauerländer (Künstlerin), Achim Mohné (Künstler), Doina Petrescu (Professor of Architecture and Design Activism, University of Sheffield), Christoph Chwatal (Researcher, University of Vienna/Berlin University of the Arts), Elisabeth von Samsonow (Künstlerin) und Va-Bene Elikem Fiatsi (Künstlern), Christi Knak Tschaikowskaja (Künstlerin) – Moderation: Kay von Keitz (Kunstwissenschaftler)

Info: Wem gehört der öffentliche Raum? Und wer darf ihn gestalten? Ob als Ort des Zusammenkommens, der Reibung oder der Repräsentation: Öffentlicher Raum ist immer Verhandlungssache – sozial, politisch, ästhetisch und symbolisch. Wenn Kunst im Stadtraum auf Abrisspläne, Denkmalschutz oder politische Interessen trifft, werden Machtfragen sichtbar: Wer entscheidet über den Erhalt? Wer hat Zugang? Wer gestaltet mit? Unsere Tagung Zwischen (öffentlichem) Raum und Macht – Kunst in der Stadt öffnet den Diskurs über Bestandskunst, queerfeministische und kollaborative Strategien, ökologische Transformation und digitale Stadträume. (…) Ort: Künstlerverein Malkasten → / Der Eintritt ist frei / Zum vollständigen Tagungsprogramm → / Anmeldung unter kunstkommission@duesseldorf.de →

Kunstkommission Düsseldorf Daniela Georgieva ArtJunk

Johanna Adam (Vorsitzende der Kunstkommission Düsseldorf), Julia Grosse (Kunsthistorikerin, Gropius Bau), Sebastian Freytag (Künstler), Tillmann Terbuyken (Künstler), Max Brück (Künstler), Britta Peters (Urbane Künste Ruhr), Jakob Margit Wirth (Künstler*in), Martin Krenn (HBK Braunschweig), Anne Schülke (Künstlerin), Yvonne P. Doderer (Künstler*in, Architekt*in), Jonas Monka (Künstler), Viron Erol Vert (Künstler), Maximiliane Baumgartner (Künstlerin, Kunsthochschule Mainz) – Moderation: Kay von Keitz (Kunstwissenschaftler)

Info: Wem gehört der öffentliche Raum? Und wer darf ihn gestalten? Ob als Ort des Zusammenkommens, der Reibung oder der Repräsentation: Öffentlicher Raum ist immer Verhandlungssache – sozial, politisch, ästhetisch und symbolisch. Wenn Kunst im Stadtraum auf Abrisspläne, Denkmalschutz oder politische Interessen trifft, werden Machtfragen sichtbar: Wer entscheidet über den Erhalt? Wer hat Zugang? Wer gestaltet mit? Unsere Tagung Zwischen (öffentlichem) Raum und Macht – Kunst in der Stadt öffnet den Diskurs über Bestandskunst, queerfeministische und kollaborative Strategien, ökologische Transformation und digitale Stadträume. (…) Ort: Künstlerverein Malkasten → / Der Eintritt ist frei / Zum vollständigen Tagungsprogramm → / Anmeldung unter kunstkommission@duesseldorf.de →

Kunstkommission Düsseldorf Barbara Wille ArtJunk

Prof. Dr. Sevi Bayraktar (Professorin für Tanz, Musik und Performance in globalen Kontexten, Hochschule für Musik und Tanz, Köln)

Info: Dieser Vortrag versteht indigenen Tanz als verkörpertes Archiv und als dekoloniale Praxis, in der Land, Erinnerung und relationales Wissen im Kontext von Turtle Island miteinander verwoben sind. Im Widerstand gegen siedlerkoloniale Auslöschungen indigener Epistemologien bewahrt Tanz Wissen als lebendiges Reservoir von Ahnengedächtnis, Praktiken relationaler Zugehörigkeit und Fürsorge, das Verbindungen zwischen Territorium, Verwandtschaft und Kosmologie aufrechterhält. (…) Für Mitglieder der freunde kostenfrei, Gäste zahlen 4 €, Studierende 2 €.

Museum Ludwig Marie Watt et al ArtJunk

Hans Ulrich Reck (Kunsthistoriker, Autor) – Einführung von Rebekka Seubert (Kuratorin der Ausstellung)

Info: Der Vortrag von Hans Ulrich Reck im Rahmen der Ausstellung Die Andere Seite der Nacht bietet eine allgemeinverständliche Übersicht über ein nahezu uferloses, komplexes Thema. Besonders gewürdigt werden einige Zäsuren in der Kulturgeschichte des Onirischen sowie die Rolle, die die europäische Romantik für das Thema spielt. Unterschieden werden Nacht- und Tagträume. Letztere sind besonders für die utopische Dimension der Kunst wichtig. Der Vortrag wird auch in ausgewählte Theoriemodelle wie die Traumphilosophien von Sigmund Freud, Ernst Bloch, Georges Devereux einführen.

Dortmunder Kunstverein Hans Ulrich Reck ArtJunk

Anja Dreschke (Medienethnologin, Filmemacherin, Kuratorin)

Info: Im Rahmen der Kostümwerkstatt stellt die Medienethnologin und Filmemacherin Anja Dreschke ihre ethnografische Langzeitstudie zu den so genannten Kölner Stämmen vor, einem Zusammenschluss von rund 80 Vereinen aus Köln und Umgebung, die in ihrer Freizeit die historischen Lebenswelten ihnen fremder Gesellschaften mimetisch aneignen. Ihre Reenactments spiegeln eine Vielzahl medialer Repräsentationen und Imaginationen vom Anderen oder Primitiven aus dem kolonialen Bildrepertoire, die mehr über das Eigene als über das Fremde zu enthüllen scheinen. Der Vortrag befasst sich mit dem Ursprung der Kölner Stämme im Karneval und betrachtet die ästhetischen, sozialen und politischen Dimensionen ihre vestimentären Praktiken zwischen Verkleidung, Tracht und Uniform. Anja Dreschke ist Medienanthropologin, Filmemacherin und Kuratorin und lebt in Köln. Ihre Filme, Installationen, Fotoessays, Ausstellungen und Texte beschäftigen sich mit liminalen Phänomenen, Imagination und Verkörperung, mimetischen Praktiken und Medien der Fremderfahrung. Aktuell vertritt sie eine Professur für Medienanthropologie und Innovative Methoden an der Universität Siegen. (…) Film: Die Stämme von Köln, D 2011. HD, 90 Min. / Buch: Kölner Stämme. Eine Medienethnografie. Berlin: Reimer Verlag 2024.

Temporary Gallery Kostümwerkstatt Anja Dreschke ArtJunk