Langen Foundation


Raketenstation Hombroich 1
41472 Neuss
Di–So & feiertags: 10–18 Uhr
T +49 (0) 2182-57 01 15
F +49 (0) 2182-57 01 10
Exhibitions
Incarnate
Vito Acconci, Ed Atkins, Peggy Ahwesh, Peter Campus, Trisha Donnelly, Matt Calderwood, Jen DeNike, Cao Guimarães, Bruce Nauman, Nam June Paik, Laure Prouvost, Jon Rafman, Lu Yang, nameless masters of the Three Realms, Kanō school, Sui Dynasty, Ayutthaya, Shrivijaya, La Na, Sukhothai u.a. – kuratiert von Nadim Samman
Info: Mit Incarnate präsentieren die Julia Stoschek Foundation → und die Langen Foundation ihre erste institutionelle Kooperation und vereinen zwei der renommiertesten privaten Kunstsammlungen Deutschlands in einer gemeinsamen Ausstellung. Zeitbasierte Medienkunst aus der Julia Stoschek Collection (seit den 1960er-Jahren) wird mit klassischen japanischen und asiatischen Werken aus der Sammlung Viktor und Marianne Langen in Beziehung gesetzt. Mit Arbeiten aus mehr als eintausend Jahren, vom 7. Jahrhundert bis zur Gegenwart, inszeniert Incarnate das Verhältnis zwischen Körper und Bewusstsein, Geist und Maschine, Bild und Wirklichkeit. Incarnate zeigt Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Sichtbarem und Verborgenem und lädt dazu ein, über die Wahrheit von Illusionen zu reflektieren. Die Ausstellung, die sich über das gesamte Gebäude der von Tadao Ando entworfenen Langen Foundation in Neuss erstreckt, untersucht Schnittstellen zwischen Körpern und Bildschirmen, Daten und Metaphysik, Realität und Repräsentation.

Lachen ist verdächtig
Fabian Knecht
Info: Mit Lachen ist verdächtig zeigt die Langen Foundation eine großformatige Installation des deutschen Künstlers Fabian Knecht. Der Künstler verhüllt das Museumsgebäude mit 60 Tarnnetzen aus Kleidung und Alltagsstoffen ukrainischer Zivilist*innen und bringt damit eine materielle Spur von Krieg und zivilem Widerstand nach Neuss. Lachen ist verdächtig (2022–fortlaufend) macht eine bislang wenig bekannte Form des ukrainischen zivilen Widerstands in der Langen Foundation sichtbar. Seit Beginn der groß angelegten russischen Invasion im Jahr 2022 sind handgeknüpfte Tarnnetze zu einem der verbreitetsten Ausdrucksformen zivilen Widerstands in der Ukraine geworden. Sie finden sich landesweit in Städten und Dörfern ebenso wie an Kontrollpunkten, Brücken und Standorten kritischer Infrastruktur und prägen den Alltag im ganzen Land. Obwohl sie in internationalen Medien selten gezeigt werden, ist ihre Präsenz in der Ukraine allgegenwärtig. Die Netze werden überwiegend von Frauen und Kindern in Gemeinschaftseinrichtungen gefertigt, häufig aus gespendeter Kleidung statt aus taktischen Materialien. Die daraus entstehenden Tarnungen sind improvisiert und heterogen. Ihre militärische Wirksamkeit ist begrenzt, ihre symbolische und soziale Bedeutung jedoch unbestreitbar. (…)








