ArtJunk
No. 22—2024

Vom Leben in In­dus­trie­land­schaf­ten II – Den Strukturwandel im Blick

Bernd und Hilla Becher, Prunella Clough, Alice Creischer, Dieter Dressler, Günther Friedrich, Eberhard Göschel, Adolf Erbslöh, Olaf Karnik und Volker Zander, Per Kirkeby, Thomas Kläber, Aglaia Konrad, Carl Lohse, Antje Majewski, Wolfgang Mattheuer, Stephan Mörsch, Olaf Nicolai, Natacha Nisic, Silke Schatz, Carl Schütz, Wilhelm Schürmann, Franz W. Seiwert, Fritz Tröger, Karl Zerbe, Zwetan Zonew u.a.

Info: Vom Leben in Industrielandschaften II – Den Strukturwandel im Blick ist der zweite Teil eines Ausstellungsprojekts, das im Herbst/Winter 2019/2020 mit der Ausstellung Vom Leben in Industrielandschaften – Eine fotografische Bestandsaufnahme begonnen hat. In dieser Präsentation ging es darum, sich mittels der indexikalischen und konzeptuellen Qualitäten von Fotografie den Erscheinungsformen industriell geprägter Landschaften zu nähern. Ausgangsmotiv des zweiteiligen Ausstellungsprojekts ist das für die Sammlung des Leopold-Hoesch-Museums ikonische Gemälde Das Lendersdorfer Walzwerk (1838) von Carl Schütz – ein typisches Beispiel für das ausgeprägte Selbstbewusstsein und die Art der Selbstdarstellung von Industriellenfamilien zur Zeit der frühen Industrialisierung. Bis heute ist die Landschaft um Düren, zwischen Garzweiler und den Stauseen der Eifel, durch ihre industrielle Nutzung geprägt. Das Projekt ist eine Aufforderung, sich mit dieser Landschaft auseinanderzusetzen, mit den widersprüchlichen und komplexen Räumen, die sich zwischen Tagebau, Hochspannungsmasten, Papierfabriken, Zuckerrübenäckern und dem nahen Kernkraftwerk Tihange öffnen.

LHM Leopold-Hoesch-Museum Düren Industrie Carl Schütz ArtJunk