ArtJunk
No. 24—2026

Peter Mertes Stipendium: Mira M. Yang. He that plays the king shall be welcome

Mira M. Yang

Info: Mira M. Yangs künstlerische Praxis ist geprägt von einer multiperspektivischen Auseinandersetzung mit Prozessen der Subjektivierung und der kollektiven Erinnerung, vornehmlich im Kontext transkultureller Zugehörigkeiten und diasporischer Erfahrungen. Von besonderem Interesse sind dabei die Brüche, Lücken und Verschiebungen zwischen Ereignis und Erzählung, Erfahrung und Erinnerung, häufig in Bezug auf historische Konstellationen der koreanischen und deutschen Geschichte. Mittels ortsspezifischer Installationen, kinetischen Skulpturen, Film und Performance entwickelt M. Yang bühnenartige Räume, die soziale und politische Prozesse von Identitätskonstruktion und Geschichtsschreibung verhandeln. Im Bonner Kunstverein präsentiert M. Yang neu entstandene kinetische Assemblagen, deren motorisierte Elemente auf die Präsenz der Besucher*innen reagieren und so Körper und Objekt in ein wechselseitig bewegtes und bewegendes Verhältnis setzen. Sie sind Teil einer mehrjährigen Auseinandersetzung mit dem kulturellen und nationalen Erbe visueller und performativer Strategien ideologischer Systeme. Die hier gezeigten Assemblagen verbinden Autoteile des Trabants mit Requisiten und Kostümelementen des koreanischen Sangmo-Hut-Tanzes, eine performative Darbietung, in welcher durch Bewegungen und Kreisen des Kopfes am Hut angebrachte Papierbänder und Federn hypnotisierende Formen in die Luft zeichnen. (…)

Bonner Kunstverein Mira M. Yang ArtJunk