ArtJunk
No. 21—2024

Tensegrity

Manuel Dück

Info: tension und integrity bilden die linguistische Grundlage für die Bezeichnung eines konstruktiven Prinzips, nachdem sich die einzelnen Elemente eines Stabwerks nicht berühren, sondern durch Zug zusammengehalten werden. Der Begriff wird vielfach mit dem Architekten Richard Buckminster Fuller (1885–1983) sowie dem Künstler Kenneth Snelson (1927–2016) in Verbindung gebracht. Das Experimentieren mit konstruktiven Prinzipien steht bei Manuel Dücks Arbeiten im Zentrum: durch zurückhaltenden Materialeinsatz und ein Spiel mit den spezifischen Materialeigenschaften entstehen minimalistische, archetypische Skulpturen. Sie erkunden Prinzipien der Einheit, des geschlossenen Kreislaufs oder der Unendlichkeit. Dück experimentiert: er plant, skizziert, baut und optimiert bis zur maximalen Abstraktion. Die verwendeten Materialien findet Dück nicht selten zufällig und so wohnt den Arbeiten oft bereits eine gewisse Patina inne. Die entstehende Dialektik aus wiederverwendetem Material und perfektionierter Form, aus (archi)tektonischem Prinzip und seiner künstlerischen Verarbeitung, verleihen seinen Arbeiten eine besondere Relevanz im aktuellen gesellschaftlichen Diskurs. Tensegrity ist die fünfte Ausstellung im Nidus Kosmos. Zum ersten Mal wird eine Einzelausstellung eines Künstlers gezeigt.

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