ArtJunk
No. 28—2026

A Sticky Thought

Laura Schawelka

Info: Laura Schawelka beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit der Frage, auf welche Weise Wert entsteht und generiert wird – in Museen, in Archiven oder auch in kommerziellen Bereichen. Dabei hinterfragt sie verschiedene Präsentations- und Display-Modi und deren Fähigkeit, Aufmerksamkeit zu lenken. Während die Autonomie des Kunstwerks in der Kunstgeschichte hervorgehoben wurde, wurde der Blick seit dem Ende des 20. Jahrhunderts auch vermehrt auf die Macht der Präsentation (Mary Anne Staniszewski) gerichtet. Deren Bedeutung geht über Ausstellungsarchitektur und -techniken hinaus, und umfasst zudem visuelle Benutzungsoberflächen als Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine, zwischen Publikum und Ausstellung – und auch zwischen Konsumierenden und Verkaufsflächen. In der Ausstellung A Sticky Thought erinnert die Installation an die reduzierte Ästhetik eines Showroom, einen Raum, den Händler*innen traditionell nutzen, um Waren zu präsentieren. Nur, dass die bei genauerem Hinsehen als Kleiderstangen identifizierbaren Displays keine klassischen Konsumgüter präsentieren, sondern selbst zum Ausstellungsobjekt werden. (…)

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