ArtJunk
No. 11—2026

METAATEM

Kerstin Brätsch

Info: Für die Ausstellung verwandelt Kerstin Brätsch das Kunstmuseum Bonn in einen lebendigen malerischen Organismus. Zentraler Ausgangspunkt ist dabei der Bezug zwischen Malerei und Körper auf physischer, psychischer und sozialer Ebene. Wie ein Portal zu einer anderen Welt durchschreiten die Besuchenden eine Art Labyrinth aus Farbe, Licht und Klängen oder treten vor eine suggestive Tapete mit gespiegelten Motiven, die an die Tintenklecks-Tests des Psychiaters Hermann Rorschach erinnern. Ähnlich dem Mimikry-Prinzip bei Tieren, bei dem sie zum Schutz vor Bedrohungen Muster aus der Umgebung nachahmen, greift die Künstlerin Elemente aus ihren eigenen Werken auf und lässt sie immer wieder in neuer Gestalt und Materialität erscheinen. So versteinert sie ihren eigenen Pinselstrich, indem sie ihn zuerst digitalisiert und dann in plastische Objekte aus Zement überführt. Zugleich arbeitet sie regelmäßig mit anderen Künstler*innen oder Handwerker*innen zusammen und bezieht Faktoren wie Licht und Zufall als gleichberechtigte Elemente in den künstlerischen Prozess ein. (…)

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