ArtJunk
No. 09—2024

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Julie Oppermann

Info: Julie Oppermanns künstlerische Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und bildender Kunst. Die Begegnung mit ihren Werken ist zunächst eine intensive körperliche Erfahrung, in deren Folge die Reflexion über die eigene Rezeption möglich wird. Mit dem Fokus auf die Wahrnehmung als solche erfasst die studierte Neurowissenschaftlerin die sensorische Tiefenschicht des menschlichen Erlebens und Empfindens. Schon während ihres Bachelor Studiums der Kunst faszinierten Julie Oppermann die Neurowissenschaften, in denen sich das Interesse der jungen Kunststudentin an Psychologie sowie an der Biologie des Gehirns verknüpften. Heute erforscht die Künstlerin in ihren Werken visuelle Phänomene. Mittels Moiré-Mustern gelingt es ihr, die Spannung zwischen Wahrnehmung und Kognition als Teil der visuellen Erfahrung spürbar zu machen. Durch Überlagerung von Wellenlinien, Kreisreihen und anderen sich wiederholenden geometrischen Figuren erzeugt sie ein intensives Gefühl von Tiefe und Bewegung in einem Bild, das im Grunde völlig flach ist.

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