ArtJunk
No. 24—2024

Portraits

Judith Joy Ross, Diane Arbus

Info: Diane Arbus (1923–1971) gilt als Weg­bereiterin eines neuen dokumentarischen Stils, den sie mit Lee Friedlander und Garry Winogrand in der richtungsweisenden Ausstellung New Documents 1967 im New Yorker MoMA geprägt hat. Ihr umfang­reicher Werkkorpus birgt unerbittlich direkte Fotografien von Menschen, die an der Grenze der gesellschaftlichen Akzeptanz leben. Auf der anderen Seite zeigt sie ver­meint­­lich normale Menschen so, dass die Risse in deren öffentlich zur Schau getragenen Masken offen­bar werden. (…) Seit Anfang der 1980er Jahre widmet sich die Fotografin Judith Joy Ross (*1946 in Hazleton, Pennsylvania) Porträts von Menschen aus der Mitte der amerikanischen Gesellschaft: Schulkinder und Lehrer, Jugend­liche an der Schwelle zum Erwachsen­werden, Besuchern des Vietnam Veterans Memorial, Mitgliedern des U.S. Kongresses. Die Aufnahmen bieten sowohl einen ästhetischen wie einen empa­thischen Zugang zur Fotografie. (…)

Galerie Julian Zander Judith Joy Ross ArtJunk