ArtJunk
No. 28—2026

Portraits – EDEL SEI DER MENSCH,

Annabelle Agbo Godeau, Jean-Marie Appriou, Anna Blume, Bernhard Blume, Michele Cesaratto, Billy Childish, Kye Christensen-Knowles, Christian Friedrich Deiker, Noah El Hachem, Oscar Enberg, Alberto Giacometti, Penny Goring, Fatma Güdü, Anne Imhof, Ernst Yohji Jaeger, Behrang Karimi, Rebekka Kümmerer, Nika Kutateladze, Else Lasker-Schüler, Johann Caspar Lavater, Jae Yong Lee, Cécile Lempert, Victor Man, Jannis Marwitz, Max Mucha, Yu Nishimura, Murat Önen, Paulina Ołowska, Oliver Osborne, Juliana Paek, Mimmo Paladino, Elizabeth Peyton, Chloe Piene, Cyryl Polaczek, ML Poznanski, Cédric Rivrain, Pauline Rintsch, Giangiacomo Rossetti, Thomas Scheibitz, Lukas Schmenger, Thomas Schütte, Andreas Schulze, Apolonia Sokol, Torsten Slama, Agata Słowak, Hugo Steiner-Prag, Paloma Varga Weisz, Michael Wolgemut

Info: Die unterhaltendste Fläche auf der Erde, behauptete der Spätaufklärer Georg Christoph Lichtenberg, ist die des menschlichen Gesichts. Dem Gesicht wird so viel Aussagekraft zugeschrieben, dass es stellvertretend für die ganze Person steht. Im Englischen ist face ein umgangssprachlicher Ausdruck für Typ – die Bandmitglieder der Small Faces, später einfach The Faces, waren Typen von geringer Körpergröße. Obsessiv werden Gesichter visuell abgetastet und medial fixiert, um Rückschlüsse auf das zu ziehen, was sie aussagen oder was sich hinter ihnen verbergen könnte – ohne das Dilemma der Unterscheidung von Maske und Gesicht jemals ganz überwinden zu können. Vielleicht auch daher das Interesse an Totenmasken: die Neugier auf ein Gesicht ohne Verstellung. Sicher ist, dass die vielen Masken im öffentlichen Raum der vergangenen Jahre ein neues Interesse am Gesicht – und damit auch am Portrait – geweckt haben. Die Gruppenausstellung EDEL SEI DER MENSCH, versammelt Arbeiten von 48 Künstlerinnen und Künstler, die das weit gefasste Genre (Selbst-)Portrait interpretieren, angefangen bei Michael Wolgemuts Holzschnitten aus dem späten 15. Jahrhundert bis in das Jahr 2025.

Braunsfelder Edel sei der Mensch Ausstellungsansicht ArtJunk