Der Paravent ist ein Objekt des Dazwischen
David Douard, Kasia Fudakowski, Georgina Hill
Info: Der Paravent trennt – und verbindet. Er schafft Intimität, ohne abzuschließen, strukturiert Raum, ohne ihn festzulegen. Faltbar, beweglich, durchlässig wird er zum Instrument eines räumlichen Dazwischen. Das Objekt des Paravents steht seit jeher für Schwellen, Übergänge und Möglichkeiten – in Architektur ebenso wie in der Kunstgeschichte. Als mobiles, durchlässiges Element unterläuft er die Idee eines festen, abgeschlossenen Raumes und rückt Prozesse des Teilens, Verschiebens und Neuordnens in den Fokus. Dabei operiert er mit Transparenz und Andeutung: Er verdeckt und zeigt zugleich, weckt Neugier auf das, was sich dahinter verbirgt, und lässt Assoziationen zwischen Intimität und Inszenierung entstehen. Der Kunstverein Siegen konzipiert mit Der Paravent ist ein Objekt des Dazwischen eine Ausstellung, die von einem einfachen, alltäglichen Gebrauchsgegenstand ausgeht. Der Paravent verweist dabei nicht nur auf architektonische, sondern auch auf kunsthistorische Strategien der Raumgliederung und macht sichtbar, dass Raum kein gegebenes Gefüge ist, sondern immer wieder neu interpretiert werden kann.








