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No. 04—2026

Dr. Niklas Maak (Schriftsteller, Journalist), Prof.in Donatella Fioretti (Rektorin, Kunstakademie Düsseldorf), Prof.in Andrea von Hülsen-Esch (Kunsthistorikerin, Heinrich-Heine-Universität), Prof. Heinz Mack (Künstler) und Prof. Dr. Robert Fleck (Kunsthistoriker, Kunstakademie Düsseldorf)

Info: Am 8. März 2026 wird Heinz Mack, ZERO-Mitbegründer und Mitbegründer der ZERO foundation, 95 Jahre alt. Ihm zu Ehren ruft die ZERO foundation die Mack Lecture ins Leben – ein jährlich wiederkehrender, wissenschaftlicher Vortrag. Gegenstand der Referate sind Themen aus dem umfangreichen künstlerischen Oeuvre und dem Schaffen von Heinz Mack. Mit Fernlicht. Wahrnehmungsintensivierung im Werk von Heinz Mack eröffnet der Schriftsteller und Journalist Dr. Niklas Maak am 28. April 2026 um 17 Uhr in der Kunstakademie Düsseldorf die erste Mack Lecture. Es begrüßt die Rektorin der Kunstakademie Prof.in Donatella Fioretti. Im Anschluss an den Vortrag moderiert Prof.in Andrea von Hülsen-Esch, Heinrich-Heine-Universität, ein Gespräch zwischen Prof. Heinz Mack und Prof. Dr. Robert Fleck. Die Veranstaltung wird in einer wissenschaftlichen Schriftenreihe festgehalten. In Kooperation mit der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Ort: Kunstakademie Düsseldorf, Eiskellerstr. 1, 40213 Düsseldorf.

ZERO foundation Düsseldorf Heinz Mack Niklas Maak ArtJunk

Tim Berresheim (Künstler) im Gespräch mit Marcus Boxler (Autor, Kurator)

Info: Im Rahmen seiner aktuellen Ausstellung Stille Beugung Diffraction Pattern in der Galerie Judith Andreae spricht Tim Berresheim mit Marcus Boxler über seine künstlerische Praxis. Seit über 20 Jahren erarbeitet Berresheim eine künstlerische Handschrift, die digitale und analoge Mittel systematisch verbindet. Für Stille Beugung Diffraction Pattern, seine erste Solo-Präsentation in der Galerie Judith Andreae, entwickelt Tim Berresheim die Serie Häuser meiner Zeit weiter. Mit den Häusern kehrt Berresheim an Schauplätze einer Biografie zurück, die von Neugier, Aufbruch und Widerständigkeit gegen das Gewöhnliche bestimmt war. Was bleibt von einem Ort, wenn er nur noch als Punktwolke existiert? Berresheim durchwandert diese heterotope Räume, jedoch nicht als nostalgischer Chronist. Er untersucht menschliche und architektonische Körper auf ihre Fähigkeit, Raum, Zeitlichkeit und potenzielle Zukünfte zu beeinflussen. (…)

Galerie Judith Andreae Tim Berresheim ArtJunk

Annette Kelm und Maren Lübbke-Tidow (künstl. Leiterin, EMOP Berlin – European Month of Photography) im Gespräch

Info: Das Gespräch zwischen Maren Lübbke-Tidow und Annette Kelm zu ihrer Ausstellung Die Bücher adressiert eine historische Fehlstelle: Publikationen, die 1933 durch die Nationalsozialisten systematisch aus dem öffentlichen Raum und dem kollektiven Gedächtnis eliminiert werden sollten. Ausgehend von der Recherche diskutieren sie die fotografische Reaktivierung dieser Leerstelle als einen Prozess der Übersetzung – von der Titelauswahl über die bildnerische Entscheidung bis zur Form in Ausstellung und Buch. Dabei geht es um die Frage, wie Fotografie Bedeutung generiert, indem sie Maßstab, Materialität und Medialität neu kalibriert. Der Austausch macht so die künstlerischen Strategien transparent, die für das Verständnis von Annette Kelms fotografischer Praxis grundlegend sind. Annette Kelm wurde 1975 in Stuttgart geboren und lebt und arbeitet in Berlin. Maren Lübbke-Tidow ist Kunsthistorikerin und arbeitet als Autorin und Kuratorin in Berlin. Sie war Chefredakteurin der Zeitschrift Camera Austria International (Graz) und hat zahlreiche Ausstellungen zur zeitgenössischen künstlerischen Fotografie kuratiert. Seit 2021 ist sie künstlerische Leiterin des biennalen Festivals European Month of Photography in Berlin. (…) 16–17 Uhr: Artist Talk / 17–18 Uhr: Finissage.

DFI Annette Kelm Die Bücher ArtJunk

Michael Dekker (Künstler), Mara Sporn (Freie Kuratorin in Düsseldorf und Paris, Gründerin von Empty Spaces)

Info: Der Bildhauer Michael Dekker (*1983 in Ludwigshafen; lebt und arbeitet in Wuppertal und Düsseldorf) verbindet in seiner Praxis natürliche Formprozesse mit architektonischem Denken, bei denen der Raum, das Volumen und die Bewegung in Ort und Zeit wichtige Kategorien darstellen. Aus gefundenen, geschnittenen und gebogenen Materialien entwickelt er großformatige Skulpturen, die gleichermaßen Konstruktion und Bewegung verkörpern. (…) Liquid ist die erste Monografie von Michael Dekker und bietet einen umfassenden Überblick über sein Schaffen der letzten 15 Jahre. Essays von Prof. Dr. Thomas A. Lange, Kay Heymer und Jörg Mascherrek ordnen sein Werk in die Tradition der modernen Bildhauerei ein und heben die Relevanz von Rhythmus und Musik hervor. Am Abend findet ein Künstlergespräch mit Mara Sporn (Freie Kuratorin in Düsseldorf und Paris, Gründerin von Empty Spaces) statt. Zudem erscheint eine Edition zum Buch und ausgewählte Skulpturen werden präsentiert. Eintritt + Imbiss: 2 €.

Kunsthalle Düsseldorf Michael Dekker ArtJunk

Moderation: Anouchka Strunden (forscht zu Geschlecht, Klasse und mentaler Gesundheit im Stadtraum)

Info: Was macht eine Stadt lebenswert und für wen ist sie da? Ausgehend vom Düsseldorfer Grabbeplatz diskutieren wir am Thementag der Kunsthalle Düsseldorf, wie sich Stadträume ökologisch und sozial gerecht gestalten lassen. Das Programm verbindet ökologische Praxis mit gesellschaftspolitischen Fragen: Im Talk Grüne Utopien am Vormittag sprechen Expert*innen über Nachhaltigkeit in Stadt, Architektur und Städtebau und Perspektiven für grüne Zukunftsvisionen. Am Nachmittag widmet sich das Panel Wem gehört die Stadt? der Idee der Commons – einem Verständnis von Wohnen und Kultur als gemeinschaftliche Ressourcen jenseits rein marktwirtschaftlicher Interessen. (…) 11 Uhr: Begrüßung / 11:30–13 Uhr: Grüne Utopien (Talk mit Luca Kohlmetz, Jan Kamensky, Fenna Tinnefeld) / 13–14 Uhr: Mittagspause / 14 Uhr: Performance: Spezies-Streitgespräch mit Wildschwein und ASP-Virus (Künstler*innenkollektiv Club Real) / 15–16:30 Uhr: Wem gehört die Stadt? (Talk mit Sarah Hübscher, Van Bo L-Mentzel, Marianna Sonneck, Wolfgang Sieffert) / 11–18 Uhr: Bildatlas Grüne Utopien & Teilhabe / Materialarchiv Grüne Utopien / 12–15 Uhr: Familienworkshop Mini City – Baut eure eigene Stadt! (ab 4 Jahren).

Kunsthalle Düsseldorf Luca Kohlmetz ArtJunk

Steffen Diemer, Michael Dannenmann (Künstler)

Info: Ein neues Jahr beginnen– mit frischen Ideen, neuen Stimmen und spannenden Perspektiven. Wir starten 2026 mit Austausch und Dialog und laden Sie herzlich zu einem Künstlergespräch anlässlich unserer aktuellen Ausstellung Pursuit of Happiness ein. Steffen Diemer und Michael Dannenmann sprechen über ihre Werke und gewähren spannende Einblicke in ihr Schaffen und vermitteln ihre künstlerische Sichtweise. Wir freuen uns auf Sie am Samstag, den 17. Januar 2026, um 15 Uhr und bitten um Ihre Anmeldung bis Donnerstag, den 15. Januar, an info@galerie-claramariasels.de →

Galerie Clara Maria Sels Michael Dannenmann ArtJunk

AA Bronson (Künstler)

Info: Anlässlich der Ausstellung Grund und Boden wird AA Bronson sich öffentlich für die Taten seines Urgroßvaters in der Kolonialgeschichte Kanadas entschuldigen. John William Tims diente ab 1883 als erster anglikanischer Missionar im Reservat der Siksika in Kanada. Er verbot Sprache, Essen und Rituale der Siksika und trennte Kinder von ihren Familien und indigener medizinischer Betreuung, selbst nachdem viele durch Diptherie und Tuberkulose starben. Ein Aufstand zwang Tims zur Flucht. Als er später Erzbischof von Calgary wurde, löschte die anglikanische Kirche alle Berichte des Aufstands aus ihren Unterlagen. (…) Treffpunkt: Salon 21 / Die Veranstaltung findet auf Englisch statt / Kosten 8 €, ermäßigt 5 € / Anmeldung vor Ort.

Kunstsammlung Nordrhein Westfalen NRW K21 AA Bronson ArtJunk

Claus Goedicke

Info: Mit der Ausstellung Plastik zeigen wir erstmals in der Galerie Haus Schlangeneck Fotografien von Claus Goedicke. Plastik, so Goedicke, ist billig, praktisch, formbar und langlebig – zugleich aber Ausdruck manischen Konsums, globaler Vermüllung und ökologischer Zerstörung. Die zwischen 1989 und 2003 entstandenen Arbeiten sind konsequent aus und mit diesem Material entwickelt: Die Sujets bestehen aus Kunststoff, ebenso der fotografische Träger, das Papier und die eigens gebauten Bildräume. Doch Goedickes Bilder erschöpfen sich nicht in einer Kritik der Materialität. Sie verhandeln Farbe und Volumen, Oberfläche und Haptik, das Stillleben als Bühne, Kontemplation und den Lärm unserer Welt. Aus dem bewussten Umgang mit Material und Medium entstehen Bilder von subtiler Komplexität und sinnlichem Reichtum. Harmonien und Dissonanzen, Reibungen und Spannungen prägen ihre Kompositionen. Vertraute Formen der Konsumwelt werden aus ihrem funktionalen Zusammenhang gelöst und in einen Zustand konzentrierter Betrachtung überführt. Goedickes Werk nimmt dabei eine singuläre Position zwischen Fotografie und Malerei ein. Seine Bilder sind weder Werbung noch Dokumentation, weder reine Fotografie noch Malerei, sondern das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit den Bildsprachen unserer Gegenwart. (…) Einführung um 14 Uhr: Gabriele Conrath-Scholl (Leiterin, Photographische Sammlung, SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn) im Gespräch mit Jeane von Oppenheim und Claus Goedicke.

Galerie Haus Schlangeneck Euskirchen Claus Goedicke ArtJunk

Stephan Reusse

Info: Die Galerie Parrotta Contemporary Art zeigt ab dem 6. Februar bis zum 28. März 2026 Arbeiten des Fotografen und Medienkünstlers Stephan Reusse parallel an ihren Standorten in Köln und Burg Lede in Bonn. Die zweiteilige Ausstellung stellt dabei zwei zentrale Werklinien seines umfangreichen Schaffens in den Fokus: die konzeptuelle Porträtserie Collaborations in Köln und die thermografischen Arbeiten in Bonn. Beide Werkgruppen sind Teil eines multimedialen Œuvres, das seit Jahrzehnten an den Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen fotografischer Bildproduktion arbeitet. Seine Bilder verhandeln dabei stets auch Fragen von Erinnerung und Zeitlichkeit. Insbesondere seine thermografischen Arbeiten bedienen sich der Fotografie als Medium der Spur. Mithilfe von Wärmebildtechnik erfasst Stephan Reusse Zustände, die normalerweise unsichtbar bleiben, und verschiebt den Blick vom Abbild hin zu energetischen Erscheinungen zwischen Darstellung und Abstraktion. Die Serie Wolves zeigt freilebende Wölfe nicht als klassische Tierporträts, sondern als geisterhafte Lichtphänomene. (…) 12 Uhr: Eröffnung / 12:30 Uhr: Künstlergespräch mit Stephan Reusse, Prof. Dr. Dr. Erna Fiorentini (IKB Karslruhe) und Dr. Thomas Elsen (Autor, Kurator).

Parrotta Contemporary Art Stephan Reusse ArtJunk

Stephan Reusse

Info: Die Galerie Parrotta Contemporary Art zeigt ab dem 6. Februar bis zum 28. März 2026 Arbeiten des Fotografen und Medienkünstlers Stephan Reusse parallel an ihren Standorten in Köln und Burg Lede in Bonn. Die zweiteilige Ausstellung stellt dabei zwei zentrale Werklinien seines umfangreichen Schaffens in den Fokus: die konzeptuelle Porträtserie Collaborations in Köln und die thermografischen Arbeiten in Bonn. Beide Werkgruppen sind Teil eines multimedialen Œuvres, das seit Jahrzehnten an den Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen fotografischer Bildproduktion arbeitet. Sein Interesse gilt der Fotografie nicht nur als Abbild, sondern als technisches Verfahren, das in performativen und relationalen Prozessen Bedeutung erzeugt und Übergänge zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, An- und Abwesenheit eröffnet. Die performative Dimension kehrt Stephan Reusse nicht nur vor der Kamera heraus, sondern zuweilen auch im Entwicklungsprozess der Fotografie selbst. Hierzu betrat er zu Beginn der 80er Jahre selbst internationale Bühnen der Performance Art. (…) 18 Uhr: Eröffnung / 18:30 Uhr: Einführung in die Ausstellung im Gespräch mit dem Künstler.

Parrotta Contemporary Art Stephan Reusse John Baldessari ArtJunk