ArtJunk
No. 20—2024

Info: Am 18. Mai bietet sich von 14 bis 18 Uhr die Gelegenheit, hinter die verschlossenen Türen der Raketenstation zu schauen. Unter dem Motto Alles offen schließen Künstler*innen und Stiftungsmitarbeitende Ateliers, Arbeits- und Veranstaltungsräume auf, die normalerweise für Besuchende nicht zugänglich sind. 1994 erwarb der Stiftungsgründer Karl-Heinrich Müller die Raketenstation und entwickelte sie gemeinsam mit Künstler*innen als Pendant zum Museum Insel Hombroich. Seitdem dient die Raketenstation als Labor- und Experimentierfeld, als Lebens- und Arbeitsort für Künstler*innen aller Disziplinen sowie die Verwaltung der Stiftung. Am gleichen Tag lädt die Stiftung ab 19 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung Gleichklang in Autonomie – Hildegard und Erwin Heerich im Siza-Pavillon auf der Raketenstation ein. Ort: Raketenstation Hombroich.

Stiftung Insel Hombroich Veranstaltungshalle ArtJunk

Evdokia Michailidou (Künstlerin)

Info: Im März begrüßt die Stiftung Insel Hombroich auf Einladung von Ute Langanky die Künstlerin Evdokia Michailidou im One Man House auf der Raketenstation Hombroich. Michailidou arbeitet an Zeichnungen und an Texten zu den Themen Bildlichkeit und Performativität. Die Poeme sprechen über Gesten und die Verschränkung in eine Utopie. Darin verbinden sich Vorstellungen mit der Betrachtung von Wesenhaftem und seine Bewegung und installieren so dichte Worträume. Die Komposition der Zeichnung erschließt sich aus der Vorstellung und den Assoziationsräumen der Abstraktion, die die Sicht auf das Verborgene öffnen. Die Konzeption erschließt sich aus der Vorstellungswelt philosophischer Grundanschauungen, die zur Disposition stehen. Dadurch entstehen Stücke, die Andeutungen von gedanklichen Strukturen beschreiben und Reflexionen über innere Erscheinungswelten geben. Evdokia Michailidou studierte Philosophie und Geschichte an der HHU Düsseldorf. Ort: One Man House, Raketenstation Hombroich.

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Barbara Nicholls (Künstlerin)

Info: Im März begrüßt die Stiftung Insel Hombroich auf Einladung von Georg Schmidt die Künstlerin Barbara Nicholls im Gastatelier auf der Raketenstation Hombroich. Nicholls untersucht in ihren Aquarellen die Materialität des Farbpigments, Wassers und deren prozessuales Zusammentreffen mit dem Papier. Es entstehen scheinbar organisch eindrucksvolle Farbverläufe. Während ihres Gastaufenthalts besuchte Nicholls die verschiedenen Archive und näherte sich der Sammlung der Stiftung Insel Hombroich – dabei fand sie in den Werken von Gotthard Graubner, Paul Cézanne und Jean Fautrier vielgestaltige Anknüpfungspunkte für ihre eigene Arbeit. Während ihres Arbeitsaufenthaltes in Hombroich fomulierte sie konkret: Heute beschäftige ich mich damit, wie das »Außen« von den Rändern her in das Werk eindringt… Barbara Nicholls studierte freie Kunst an der Goldsmiths, University of London sowie an der University of East London. Ort: Gastatelier, Raketenstation Hombroich.

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Tini Aliman (Künstlerin, Stipendiatin Borderland Residencies)

Info: Das Ludwig Forum Aachen freut sich, Sie zu einem Atelierbesuch mit der Borderland Residencies-Stipendiatin Tini Aliman einzuladen. Während ihres dreimonatigen Aufenthalts in Aachen startete die in Singapur lebende Künstlerin und Sounddesignerin ein neues ortsspezifisches Forschungsprojekt mit dem Titel We All Have Been Had, anhand ihres Interesses an Waldnetzwerken, Raumakustik, Biomusik, botanischen Geschichten und den Variablen der Datenübersetzung durch Biodatensonifikation. Am Dienstag, den 28. November 2023 ab 18 Uhr, lädt sie zu einem Atelierbesuch im ersten Stock des Ludwig Forums ein, wo sie das fortlaufende Forschungsprojekt vorstellen wird. In We All Have Been Had erforscht Tini Aliman die miteinander verbundenen Modi der sich (ver-)wandelnden Ökologien von Landschaften und reflektiert dabei das kulturelle, soziale, ökologische und politische Spektrum performativer Ansätze zur Nachhaltigkeit und Rekultivierung. Basierend auf der Idee des Ökotons, durchquert sie die Grenzgebiete der Region und entwirft eine Auseinandersetzung, welche die Beziehungen zwischen Raum, Erinnerung, Zeit, Umwelt und den Sinnen neu interpretiert. Die daraus entstandene Performance ist eine Ansammlung archivierter, ökotonaler Dissonanzen ausgehend von ortsspezifischen, akustischen Signaturen. (…)

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Hannah Schneider

Info: Im Oktober und November begrüßt die Stiftung Insel Hombroich auf Einladung von Ute Langanky die Künstlerin Hannah Schneider im Gastatelier der Raketenstation Hombroich. Hannah Schneider arbeitet genreübergreifend in verschiedenen Medien und Materialien mit den Schwerpunkten Installation, öffentlicher Raum, performative Handlung, Film und Zeichnung. Ihren Arbeiten liegt eine fortwährende Beschäftigung mit zentralen bildhauerischen Themen zugrunde, wie Körper und Raum, Masse und Proportion oder Bewegung und Statik. Sie loten das Verhältnis des Körpers zum Umraum in Objekten, Installationen und performativen Filmarbeiten aus. Architektur und Landschaft haben unmittelbaren Einfluss auf die überwiegend ortsbezogenen Installationen. Aspekte der Zeitlichkeit, die sich beispielsweise im Verdunsten des Wassers oder in der Schattenwanderung über einen Tagesverlauf hinweg zeigen, werden in ihren Arbeiten verhandelt. Zeit und Raum, Licht und Schatten, Bewegung und Schwerkraft spielen eine immer neue Rolle. (…) Ort: Gastatelier, Raketenstation, Raketenstation Hombroich.

Stiftung Insel Hombroich Hannah Schneider ArtJunk

Hilli Hassemer (Künstlerin)

Info: Im März ist die Künstlerin Hilli Hassemer auf Einladung von Ute Langanky zu Gast auf der Raketenstation Hombroich. Am 28. März öffent sie für interessierte Besuchende die Türen des Gastateliers. Die Düsseldorfer Künstlerin setzt sich während ihres Aufenthaltes mit bildhafter Erinnerung auseinander und arbeitet malerisch an Reproduktionen von Zeichnungen, die sie übereinander lagert, bis hin zur Unkenntlichkeit des Motivs. Hilli Hassemer, geboren 1966, lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Düsseldorf. Seit 2001 laden in Hombroich ansässigen Künstler*innen internationale Künstler*innen zu ein- bis zweimonatigen Aufenthalten in das Gastatelier auf der Raketenstation ein. Ort: Gastatelier, Raketenstation Hombroich.

Stiftung Insel Hombroich Gastatelier Raketenstation ArtJunk

Olga Jakob

Info: Im Rahmen unserer aktuellen Ausstellung Olga Jakob. – ma – laden wir Euch am 13. März im kleinen Kreis herzlich in die Galerie ein. Dort wird es eine umfassende Führung durch die Ausstellung geben. Im Anschluss fahren wir in Olga Jakobs Atelier nach Köln-Mülheim (die Fahrt wird organisiert von der Galerie). Dort erwartet uns die Künstlerin persönlich und gibt uns eine Führung durch ihre künstlerische Arbeitswelt sowie exklusive Einblicke in bisher noch nicht gezeigte Werke. Da nur wenige Plätze vorhanden sind, bitten wir um eine feste Zusage. Wir informieren Euch rechtzeitig, ob eine Teilnahme noch möglich ist. Wir freuen uns auf dieses besondere Event mit Euch. Anmeldung unter contact@galeriealber.com →

Galerie Alber Olga Jakob ArtJunk

Thomas Baumgärtel (Künstler)

Info: Eine Veranstaltung der Freunde des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig e.V. Wer kennt sie nicht: die Graffiti-Banane von Thomas Baumgärtel? Seit über 30 Jahren markiert der in Köln lebende und als Bananensprayer bekannte Künstler mit dieser goldgelben, symbolträchtigen Frucht, die aus seiner Sicht interessantesten Kunstorte weltweit. Seine Spraybanane schmückt inzwischen tausendfach die Fassaden von renommierten Museen, Galerien und Ateliers: von New York bis Moskau, von Köln bis Sydney. Damit hat Baumgärtel es lange vor der Erfindung der Online-Rezensionen geschafft, mit Schablone und Sprühdose spannende Kunstorte zu einem globalen Netzwerk zusammenzufügen. Wir treffen den Bananensprayer in seinem Kölner Atelier und haben die Möglichkeit, uns über seine Kunst sowie sein neustes, Corona-bedingstes Projekt, die Impfbanane zu unterhalten. Veranstaltung via Zoom, Teilnahme nach vorheriger Anmeldung →

Museum Ludwig Thomas Baumgärtel ArtJunk

Sarah Szczesny

Info: Eine Veranstaltung der Freunde des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig e.V.: Wir widmen uns mit unserem Atelierbesuch im März der Digitalen Sichtbarkeit – einem branchen- und generationsübergreifenden Thema unseres Alltags. Während uns die digitale Präsenz als Diskurs-Thema an sich momentan allgegenwärtig scheint, gibt es immer noch wichtige Themen, die von Kameralinse, Mikrofon & Tastatur leider nicht genügend repräsentiert werden: In Anlehnung an die mangelnde Sichtbarkeit von Künstlerinnen in der Kulturgeschichte führt uns die Künstlerin Sarah Szczesny deshalb (digital) durch ihr Atelier im Kölner Kwartier Latäng. Im Fokus ihrer aktuellen Werkserie An Invisible History stehen die Pionierinnen der amerikanischen Animationsgeschichte wie Mary Blair, Retta Scott und Bianca Majoli. Zur Anmeldung →

Museum Ludwig Sarah Szczesny ArtJunk