Heinrich Hermanns, Johan Thorn Prikker, Ludwig ten Hompel u.a.
Info: Mit der Ausstellung für Gesundheitspflege, Soziale Fürsorge und Leibesübungen kurz GeSoLei wurde Düsseldorf 1926 zum Schauplatz der größten Ausstellung der Weimarer Republik. Wenige Jahre nach dem Ersten Weltkrieg propagierte sie das Ideal eines neuen leistungsfähigen Menschen. Themen wie Medizin, Sport, Sozialwesen, Hygiene, Ernährung und Körperkultur standen im Mittelpunkt, ergänzt durch ein breites Kultur- und Unterhaltungsprogramm. Zwischen dem 8. Mai und 15. Oktober 1926 besuchten über 7,5 Millionen Menschen das 400.000 Quadratmeter große Gelände. Für diesen Anlass hatte der Architekt und Akademie-Professor Wilhelm Kreis das Gebäudeensemble am Ehrenhof entworfen, das mit Tonhalle, Ausstellungsbauten und Rheinterrasse das Stadtbild bis heute prägt. Rund 20 Künstler*innen schufen Skulpturen, Mosaiken, Wandbilder und Glasarbeiten. Zahlreiche Werke sind nach wie vor rund um den Ehrenhof erhalten. Die Ausstellung erinnert an dieses bedeutende Kapitel der Stadtgeschichte vor hundert Jahren.
Nadine Karl, Majo Caporaletti
Info: Die Videoarbeit the layers, gezeigt im Hentrichhaus des Künstlerverein Malkasten, gewährt einen Einblick in die kontinentübergreifende Zusammenarbeit der beiden Künstlerinnen Nadine Karl und Majo Caporaletti in Vorbereitung ihrer kommenden Ausstellung in der Vitrine im Hentrichhaus, die am 2. Juni eröffnet wird. Ausschnitte aus den Konzeptions- und Vorbereitungsgesprächen, die aufgrund der räumlichen Distanz zwischen Deutschland und Argentinien ausschließlich in Form von Online-Live-Meetings stattfanden, laufen hier als 12-minütiger Videoloop. Sie sind überlagert von Aufnahmen aus der Atacama-Wüste, eine Landschaft, die beide während ihres Aufenthalts in der dortigen La Wakaya Current Residency stark geprägt hat. Das Video transportiert die unterschiedlichen Denkweisen und Lebensrealitäten aber auch gemeinsame Vorstellungen über Gesellschaft und Erfahrungen des Chile Aufenthaltes der Akteurinnen. Ort: Rotunde im Hentrichhaus.
Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, Gesamtschule am Forstgarten, Joseph Beuys Gesamtschule, Karl Kisters Realschule, Schule Haus Freudenberg, LVR Dietrich-Bonhoeffer Förderschule, Förderzentrum Kreis Kleve, Konrad Adenauer Gymnasium
Info: Das größte niederrheinische Bildungsprojekt Schule Kunst Museum findet dieses Jahr von Samstag, dem 9. Mai bis Dienstag, dem 26. Mai 2026 statt. Es beteiligen sich insgesamt acht Schulen und über 250 Schülerinnen und Schüler. Das gesamte Jahr hindurch besuchen die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern, die Ausstellungen und Sammlungspräsentationen des Museum Kurhaus Kleve. Zurück in den Schulen entstehen eigene Werke, die sie anschließend im Museum Kurhaus Kleve und bei dem Festakt mittendrin der Öffentlichkeit präsentieren. (…) Am Sonntag, dem 10. Mai 2026 um 11:30 Uhr findet im Museum Kurhaus Kleve der Festakt mittendrin statt, mit Reden, Musik, Performances und vielem mehr – aufgeführt durch die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen. Die Dauer der Veranstaltung beträgt ca. 90 Minuten.
Rosilene Luduvico
Info: Die leere Kunsthalle wird zum Ausgangspunkt einer Ausstellung, in der der Raum und seine Wände selbst zu zentralen Akteur*innen werden. Im Rhythmus von jeweils vier Wochen realisieren fünf Künstler*innen nacheinander ortsspezifische Wandmalereien auf den weißen Wandflächen der Kunsthalle. Jede Arbeit ist temporär und wird nach einem Monat wieder weiß überstrichen während bereits die nächste Intervention beginnt. Die Ausstellung ist ein fortlaufender Prozess, bei dem Wandel, Vergänglichkeit und die Spannung zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden in den Fokus rücken. Die Besucher*innen sind eingeladen, diesen Prozess von der leeren, weißen Wand bis zur bemalten Kunsthalle zu begleiten und verschiedene künstlerische Zugänge zur Wandmalerei zu erleben. Jeder Besuch zeigt einen anderen Zustand und offenbart neue Perspektiven auf den Raum. (…) Zeiträume: 10. April – 10. Mai: Navot Miller (*1991, ISR) / 11. Mai – 7. Juni: Rosilene Luduvico (*1969, BRA) / 8. Juni – 5. Juli: Federico Herrero (*1978, CR) / 6. Juli – 2. August: Stefan Marx (*1979, DE) / 3. August – 30. August: Joëlle Dubois (*1990, BE).
Listening Dérive by KMRU
Info: In FOLDS (In tape fields) [Faltungen (in Aufnahmefeldern)] untersucht KMRU, wie urbane Infrastrukturen das Hören im öffentlichen Raum bedingen und strukturieren. Ausgehend von Hörspaziergängen, Umwegen und beiläufigen Aufnahmen nähert er sich Düsseldorf als einem auditiven Feld, in dem sich Routinen, Rhythmen und Erwartungen überlagern. Die Arbeit entfaltet sich über verschiedene Orte und Lautsprechersysteme im Stadtraum. Klangmotive, Schleifen und Feldaufnahmen tauchen versetzt und wiederkehrend auf, ohne sich zu einem geschlossenen Ganzen zu fügen. Zeit wird gedehnt, unterbrochen oder zurückgeführt. Bedeutung entsteht im Vorübergehen, im Verweilen oder auch im Überhören. Statt einer festen Kartografie eröffnet die Arbeit eine offene, vielschichtige Form der Wahrnehmung. In der Filmwerkstatt ist die vierkanalige Klanginstallation FOLDS I zu hören, die gemeinsam von IMAI – Inter Media Art Institute und der Kunsthalle Düsseldorf → beauftragt wurde. Öffnungszeiten: Do–So, 15–19 Uhr (geschlossen am 24. April).
Navot Miller
Info: Die leere Kunsthalle wird zum Ausgangspunkt einer Ausstellung, in der der Raum und seine Wände selbst zu zentralen Akteur*innen werden. Im Rhythmus von jeweils vier Wochen realisieren fünf Künstler*innen nacheinander ortsspezifische Wandmalereien auf den weißen Wandflächen der Kunsthalle. Jede Arbeit ist temporär und wird nach einem Monat wieder weiß überstrichen während bereits die nächste Intervention beginnt. Die Ausstellung ist ein fortlaufender Prozess, bei dem Wandel, Vergänglichkeit und die Spannung zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden in den Fokus rücken. Die Besucher*innen sind eingeladen, diesen Prozess von der leeren, weißen Wand bis zur bemalten Kunsthalle zu begleiten und verschiedene künstlerische Zugänge zur Wandmalerei zu erleben. Jeder Besuch zeigt einen anderen Zustand und offenbart neue Perspektiven auf den Raum. (…) Zeiträume: 10. April – 10. Mai: Navot Miller (*1991, ISR) / 11. Mai – 7. Juni: Rosilene Luduvico (*1969, BRA) / 8. Juni – 5. Juli: Federico Herrero (*1978, CR) / 6. Juli – 2. August: Stefan Marx (*1979, DE) / 3. August – 30. August: Joëlle Dubois (*1990, BE).
Ruth Biller
Info: Vom 24. April bis 25. Juni 2026 zeigt ANNA LAUDEL Düsseldorf die Einzelausstellung With the Heart of a Sailor der Berliner Künstlerin Ruth Biller und präsentiert neue, für die Ausstellung geschaffene Arbeiten auf Papier und Leinwand, die zwischen Zeichnung und Malerei, Erinnerung und Imagination angesiedelt sind und sich aus einem kontinuierlichen Prozess des Sammelns, Überarbeitens und Weiterentwickelns heraus entfalten. Billers künstlerische Praxis verbindet Zeichnung, Malerei und Mixed-Media-Techniken, in denen sie häufig auf Skizzen und Bildideen zurückgreift, die über viele Jahre entstanden sind. Diese Motive überführt sie in neue malerische Zusammenhänge und navigiert so durch offene, vielschichtige Bildräume. Material und Prozess spielen dabei eine zentrale Rolle. Wachs, Farbstifte, Tusche und Spray kommen ebenso zum Einsatz wie klassische Malerei auf Leinwand. Durch das Überlagern verschiedener Techniken entstehen Arbeiten, in denen Linien, Figuren und Farbflächen miteinander verschmelzen und neue Bildzusammenhänge bilden. (…)
Brigitte Spiegeler
Info: Mit When Time Becomes Image zeigt ANNA LAUDEL Düsseldorf vom 24. April bis 25. Juni 2026 erneut eine Einzelausstellung der niederländischen Künstlerin und Poetin Brigitte Spiegeler. In der Fotoausstellung geht Spiegeler der Frage nach, wie sich urbane Räume in Bilder übersetzen lassen und welche Rolle Zeit, Erinnerung und Wahrnehmung dabei spielen. Ausgangspunkt der Arbeiten ist Düsseldorf: Architektur, Straßenzüge und urbane Situationen dienen Spiegeler als Motive, die sie mit der Camera obscura sowie mit lomografischen Verfahren aufnimmt. Die Fotografien entstehen dabei nicht als direkte Abbildung der Stadt, sondern als Ergebnis eines experimentellen Prozesses, bei dem Licht, Bewegung und Zeit eine zentrale Rolle spielen. (…)
Anni Albers, Josef Albers, Herbert Bayer, Antonio Calderara, Henri Cartier-Bresson, Miles Coolidge, Joseph Egan, Sabine Funke, Rupprecht Geiger, Karl Gerstner, Erwin Heerich, Kenneth Martin, Mary Martin, Dóra Maurer, Bridget Riley, Andreas Karl Schulze, Jesús Rafael Soto, Hans Steinbrenner, Victor Vasarely, Jef Verheyen, Michael Wolf
Info: In diesem Jahr feiert das Museumszentrum Quadrat in Bottrop sein 50-jähriges Bestehen! Was als Bildungszentrum für die Stadtgesellschaft Bottrops begann, hat sich über die Jahrzehnte zu einem Museum mit internationaler Strahlkraft gewandelt. Heute beherbergt es nicht nur die weltweit größte öffentliche Sammlung an Werken von Josef Albers und europaweit herausragende eiszeitliche Objekte, sondern darüber hinaus auch eine Vielzahl bedeutender internationaler künstlerischer Arbeiten mit Schwerpunkten auf geometrischer Abstraktion, Farbmalerei und Fotografie seit 1950. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums lädt das Quadrat in der Moderne Galerie dazu ein, neue Perspektiven auf die reiche Geschichte und die Gegenwart des Museums zu gewinnen, und darüber nachzudenken, wie dessen Zukunft aussehen könnte. (…) Innerhalb von drei Monaten entsteht eine sich wandelnde Präsentation, die am 14. Juni gemeinsam mit den Ausstellungen zu Richard Paul Lohse in der Josef Albers Galerie und Arno Heinrich in dem Museum für Ur- und Ortsgeschichte eröffnet wird. (…) Zum Soft Opening der Ausstellung findet von 14:30–16:30 Uhr ein offener Collageworkshop mit Natalya Matyashek statt.
Martin Hauf mit QBasic 4.5
Info: Als Meisterschüler von Prof. Erwin Heerich der Düsseldorfer Kunstakademie setzt sich Martin Hauf mittels seiner Kunst mit der Welt auseinander, konstruktiv um Lösungen ringend. In der Kontinuität dieser Forschungstätigkeit entsteht Entwicklung. Deren Verlauf verständlich sichtbar aufzuzeichnen und darzustellen, ist sein Bestreben. Hierfür benutzt er, den jeweiligen Anforderungen entsprechend, die Ölmalerei sowie die Computerprogrammierkunst, um seinem Schwerpunkt Das Wesen der Geometrie eine transparente Darstellung zu ermöglichen. Die im Künstlerverein Malkasten präsentierte Arbeit besteht aus einer Zusammenstellung einzelner virtueller 3D-Loops von 2025. Der Künstler hat hierfür ein eigenes 3D-Programm selbst entwickelt, mit dem beliebige Raumkörper erstellt und räumlich in jede Richtung in Bewegung gebracht werden können. Ort: Rotunde im Hentrichhaus.