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No. 11—2026

Ragnar Kjartansson

Info: Die diesjährige Kunstausstellung der Ruhrfestspiele zeigt den isländischen Künstler Ragnar Kjartansson. Der 1976 geborene Kjartansson gehört zu den einflussreichsten zeitgenössischen Künstler*innen aus dem nordischen Raum. Er ist weltweit für seine humorvollen wie melancholischen Werke bekannt, die auf einzigartige und unterhaltsame Weise große Themen wie die Zeit, Emotionen oder das Scheitern verhandeln. Die Ausstellung umfasst Videoinstallationen, sowie neue Gemälde und bietet damit einen konzentrierten Überblick zu Kjartanssons Werk, geprägt von drei zentralen, eng miteinander verbundenen Themenfeldern: Musik, Feminismus und Kunstgeschichte.

Kunsthalle Recklinghausen Ragnar Kjartansson ArtJunk

Aagje Linssen, Jeroen Vrijsen, Aaron van Erp, Saskia de Marée (Eindhoven School)

BlooEindhovenschule ArtJunk

Info: She was abandoned by her parents and survived illness twice. She was an art star, but is now making feature films. She was happily married – now she is happily dating a man half her age. Location: Sankt-Apern-Str. 26, 50667 Cologne.

Galerie Gisela Capitain Liza Lacroix ArtJunk

Info: Galerie Gisela Capitain is pleased announce the presentation of new works by Wade Guyton. Locations: Kapelle Gereonskloster, Gereonskloster 12, 50670 Cologne & Albertusstr. 9–11, 50667 Cologne.

Galerie Gisela Capitain Wade Guyton ArtJunk

Kim-Camille Kreuz

Info: Kim-Camille Kreuz lebt und arbeitet in Düsseldorf. Ihre Arbeit erforscht Spuren, Abdrücke und die materielle Präsenz von Dingen. Unter Verwendung gefundener Objekte und serieller Anordnungen untersucht sie Konzepte von Reproduktion und Stellvertretung sowie die Beziehung zwischen Original und Kopie. Im Jahr 2025 wurde sie für ihre Serie I can’t tell you right now mit dem Carte Blanche Students Prize der Paris Photo ausgezeichnet.

Parrotta Contemporary Art Kim-Camille Kreuz ArtJunk

Akwasi Bediako Afrane, Ana Alenso, Arman, César Baldaccini, Karimah Ashadu, Kader Attia, Nancy Holt, Allan Kaprow, Krištof Kintera, HA Schult, Tejal Shah, Klaus Staeck

Info: Was passiert mit dem Müll einer globalisierten Konsumgesellschaft – und wer trägt die Folgen? Die Sonderausstellung Müll. Eine Ausstellung über die globalen Wege des Abfalls widmet sich den weltweiten Routen von Abfall und ihren sozialen, ökologischen und politischen Auswirkungen. Gezeigt werden rund 50 internationale Kunstwerke des 20. und 21. Jahrhunderts, darunter zwei eigens für die Ausstellung entwickelte Auftragsarbeiten. Ausgehend von der Sammlung des Museum Ostwall, die früh künstlerische Auseinandersetzungen mit Müll und Konsum in globalen wie regionalen Kontexten aufgriff, bringt die Ausstellung historische Positionen seit den 1960er-Jahren in einen Dialog mit zeitgenössischer Kunst. Künstler*innen untersuchen Müll als materielles Überbleibsel von Wohlstand, als verdrängtes Nebenprodukt moderner Lebensweisen und als Ausdruck globaler Ungleichheiten. (…) Zur Eröffnung legt die DJ medea auf (Resident-DJ, Tresor.West, Dortmund) / Einlass ab 18:30 Uhr / Ort: Ebenen 6 & 7, Dortmunder U.

Museum Ostwall Müll ArtJunk

Helene Kuschnarew

Info: Was geschieht, wenn ein Ort seine gewohnte Ordnung verliert? Welche Bilder entstehen zwischen Masse und Individuum? Die Bildräume von Helene Kuschnarew bleiben bewusst offen: Sie greifen Verschiebungen auf, ohne sie festzulegen. Gesellschaftliche und institutionelle Strukturen werden angedeutet, moralische und kulturelle Normen berührt, Tabuthemen nur gestreift. Wie groß sind 360 Hektar? So groß wie 504 Fußballfelder, siebenmal der Vatikan oder rund 5.000 Tennisplätze – oder eben Wacken. Der Titel 360 Hektar verweist auf das Dorf Wacken, das durch das jährlich stattfindende Heavy-Metal-Festival Wacken Open Air vorübergehend zur Großstadt wird. Zwischen wenigen tausend Einwohner*innen und zehntausenden Besucher*innen entsteht ein Ausnahmezustand, der Fragen nach Gemeinschaft, Ritual und kollektiver Identität aufwirft. Der Ort fungiert dabei zugleich als reale Referenz und als Träger kollektiver wie individueller Erinnerung. Vergänglichkeit und Kurzlebigkeit erscheinen als strukturelle Prinzipien, etwa wenn Pigmentstaub direkt auf die Wand aufgetragen und wieder entfernt wird. Kuschnarews Praxis bewegt sich in einem Spannungsfeld von Archivierung, Spur und Überlagerung, in dem sich Bilder als vorläufige Zustände formieren. Helene Kuschnarew absolvierte 2025 ihren Abschluss als Meisterschülerin an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Peter Piller. (…) Ort: Parkhaus der Kunsthalle Düsseldorf, Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf.

Kunsthalle Düsseldorf Helene Kuschnarew ArtJunk

Esther Rosiny-Wieland

Info: Elektronik, das Schöpfen von Papier, Knoten und Buchbindetechniken bilden in dieser Diplomausstellung die Grundlage für eine Auseinandersetzung mit den Wechselwirkungen von Klang, Bewegung und Schrift. Im Mittelpunkt der Diplomausstellung von Esther Rosiny-Wieland steht das Buch als Medium, um etwas zu sammeln und Verbindungen zu knüpfen. Sie kombiniert zeitgenössische und archaische Technologien, wie Elektronik, das Schöpfen von Papier, Knoten und Buchbindetechniken. Dies bildet die Grundlage für ihre Auseinandersetzung mit den Wechselwirkungen von Klang, Bewegung und Schrift sowie mit der Bedeutung manueller Arbeit und haptischer Erfahrungen für zwischenmenschliche Beziehungen in von digitalen Umgebungen geprägten Lebensrealitäten.

Glasmoog Esther Rosiny-Wieland ArtJunk

Johannes Hoffmann

Info: White socks crowd a clothesline, whispering for quite some time. As you enter on soft feet, they don’t seem to mind you.

Glasmoog Johannes Hoffmann ArtJunk

Elmar Hermann

Info: Was ist Kunst für dich? Diese Frage habe ich in den letzten Wochen sechs mal gestellt und immer wurde sie anders beantwortet. Aber was ist Kunst für jemanden, der sie erschafft und im wahrsten Sinne des Wortes von ihr lebt. Was ist Kunst für einen richtigen Künstler wie Elmar Hermann? Es dat Kunst? (EdK?): Sag uns in etwa 30 Worten wer du bist. Elmar Hermann (EH): Guten Tag, meine Name ist Elmar Hermann und ich interessiere mich für Zeichen, dafür wie Menschen Bilder und Wörter benutzen, um sich untereinander auszutauschen, Witze zu machen, sich gegenseitig zu erschrecken etc. (…)

ICA Cologne Elmar Hermann ArtJunk