Chris Reinecke

Chris Reinecke

Hyejin Park


Lea Klein
Info: Herzliche Einladung zur Eröffnung der neuen Fahnen-Präsentation auf dem Vorplatz des Künstlerverein Malkasten am Dienstag, 10. Februar 2026, um 18 Uhr. Digitale Räume, in denen Sichtbarkeit, Vergleich und Bewertung allgegenwärtig sind, haben heute immer mehr Einfluss auf die Selbstwahrnehmung. Das eigene Verhalten wird kontinuierlich angepasst, Identität wird nicht nur gelebt, sondern fortlaufend optimiert und nach außen hin kuratiert. Die Arbeit self-monitoring setzt sich damit auseinander, wie sich gesellschaftliche Machtstrukturen im digitalen Zeitalter auf das Selbst übertragen. Überwachung ist nicht mehr nur zentral organisiert, sondern verinnerlicht. Wir betreiben sie bei uns selbst. Es entsteht ein System gegenseitiger Beobachtung, in dem das Individuum zugleich Beobachtender und Beobachteter ist. Ort: Fahnen auf dem Vorplatz, rund um die Uhr frei zugänglich.

Fee Mai
Info: Herzliche Einladung zur Präsentation der neuen Arbeit im Schaukasten auf dem Vorplatz am Dienstag, 10. Februar 2026, um 18 Uhr. Man in Window ist eine poetische Auseinandersetzung von Fee Mai mit Bewegung, Momenten des Erkennens und der Verarbeitung von Information. Ausgangspunkt der Arbeit ist eine analoge Fotografie, die mittels Negativscan digitalisiert und in einem weiteren Schritt zu einem digitalen Siebdruck weiterentwickelt wurde. Im Verlauf dieses Übersetzungsprozesses werden Informationen schrittweise reduziert. Während das analoge Foto eine scheinbar präzise Abbildung von Realität liefert, führt die Aufsplittung in CMYK zu einem groben, ungenauen Halbtonraster. Erst das Zusammenspiel der einzelnen Farbebenen setzt das Bild erneut zusammen – jedoch nicht als scharfe Reproduktion, sondern als distanzierte Annäherung an das ursprüngliche Motiv. Mit zunehmendem Abstand zur Arbeit wird das Motiv klarer lesbar. Der Vorplatz erlaubt eine freie Bewegung und lädt dazu ein, Wahrnehmung und Bildschärfe aus unterschiedlichen Distanzen zu erforschen. Ort: Schaukasten auf dem Vorplatz, rund um die Uhr frei zugänglich.

Brigitte Dümling
Info: Herzliche Einladung zur Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, 3. Februar 2026, um 19 Uhr. Brigitte Dümling sagte einmal über ihre Arbeiten: »Meine Bilder wachsen aus sich selbst. Sie bauen sich aus der Farbe auf, einem Farbklang, der sich auf eine Assoziation stützt, ein Nachempfinden von Erlebtem, einer Jahreszeit, einer Landschaft, auf ein Wachsendes, Bewegtes und Gehörtes…«. Dieser Farbklang bereichert nun von Februar bis März das Jacobihaus. Zu sehen sind die unterschiedlichen Aspekte von Dümlings Werk: Malereien auf Papier und auf Leinwand, auf Malplatten und auf Keramik-Schilden, ergänzt durch vollplastische Keramikkörper. Der Begriff Raum ist entscheidend für das Schaffen von Brigitte Dümling. Für sie ist der Ausstellungsraum wesentlich. Sie versteht ihn als Dialogpartner ihrer Bilder und Objekte, er erzeugt Spannungen und stiftet Beziehungen. Auf den jeweiligen Ort reagierend, kommen ihre Arbeiten untereinander in Schwingung, korrespondieren und führen zu einem einzigartigen Raumklang. (…) Ort: Jacobihaus.

Selva Amelia Balta, Fabian Friese, Fort, Dominik Geis, Jody Korbach, Kaya Pfaff, Lorenzo Pompa, Katja Tönnissen, Alex Wissel
Info: Herzliche Einladung zur Eröffnung der Ausstellung Dionysisches Denken. Die Kunst der Feste am Karnevalssamstag, 14. Februar 2026, um 15 Uhr. Seit seiner Gründung 1848 spielt das gesellige Zusammenkommen eine wichtige Rolle im Künstlerverein Malkasten. Aufwendig gestaltete Festumzüge und Künstlerfeste im Malkastenpark gehörten ebenso dazu wie die seit 1852 stattfindenden Maskenbälle an Karnevalssamstag, die so genannten Malkasten-Redouten. Bis heute gilt der Malkasten als dionysischer Begegnungsort, an dem fantasievoll, ironisch und ausgelassen gefeiert werden kann – und das weit über die Grenzen Düsseldorfs hinaus. Die Ausstellung Dionysisches Denken. Die Kunst der Feste blickt anhand selten gezeigter Funde aus dem Archiv zurück auf diese Tradition und zeigt zugleich aktuelle künstlerische Positionen, die sie in ein neues Licht stellen. Das freie Spiel unterschiedlicher Medien – von Rauminstallationen, Gemälden, Videoarbeiten und Fotografien – spiegelt die Diversität und die Aufbruchsstimmung, für die der Malkasten 2026 steht. Und im Dialog der Zeiten entsteht ein bunter Parcours, der seinerseits zum Feiern der Kunst und Künste einlädt. Willkommen im Dionysischen Denken! Ort: Malkastenforum.

Wolfgang Schäfer
Info: Eine Überblicksschau im Spannungsfeld von materieller Präsenz und innerer Bewegung. Die Ausstellung folgt Energien, die den Raum durchziehen, Materie definieren, Körper formen und Wahrnehmung verändern.

Yves Bélorgey, Robert Haiss
Info: Eine gemeinsame Leidenschaft der beiden befreundeten Künstler ist die malerische und zeichnerische Erkundung des urbanen Stadtraums. Der Paris Künstler Yves Bélorgey portraitierte beispielsweise in zahlreichen großformatigen Graphit-Zeichnungen die Rue Pyrénées in Paris. Robert Haiss hat sich seit letztem Jahr mit dem Ebertplatz in all seinen Facetten umfassend zeichnerisch auseinandergesetzt. Ihre gemalten Ansichten öffnen die Augen für unsere Umgebung.

Horst Wackerbarth
Info: Horst Wackerbarth (*1950) zählt zu den bekanntesten deutschen Fotografen. Berühmt geworden ist er durch sein ikonisches Projekt The Red Couch – A Gallery of Mankind. Wackerbarth bezeichnet sein Schaffen als soziokulturelles Porträtwerk, inspiriert von August Sander, aber erweitert durch zeitgenössische, globale Themen – Migration, Umweltschutz, soziale Ungleichheit, kulturelle Diversität. Die Gesellschaft in all ihrer Verschiedenheit ist zentrale Motivik – und das Sofa ist das verbindende Element, das Menschen auf eine symbolische Stufe stellt. Horst Wackerbarth hat mit seinem roten Sofa nicht nur ein künstlerisches Signum geschaffen – er hat eine multimediale Galerie der Menschheit, ein lebendiges Archiv des globalen menschlichen Lebens, aufgebaut. Neben ausgewählten und ikonischen Motiven dieser Red Couch-Serie zeigen wir auch andere Arbeiten von Horst Wackerbarth, die bisher ganz selten gezeigt wurden und den Facettenreichtum seines fotografischen Wirkens widerspiegeln.
