ArtJunk
No. 16—2024

Havîn Al-Sîndy (Künstlerin), Heike Dempster (Künstlerin)

Info: Was passiert mit einer Architektur, die verlassen werden muss? Was passiert in der notwendigen erneuten Begegnung mit ihr? Die mehrteilige Arbeit Ein Bild von einem Tor bringt zwei konkrete physische Orte zusammen, die geographisch weit voneinander entfernt liegen, sich aber mit einem Mal begegnet und nah gekommen sind. Unsere Erinnerung ist fragil, fragmentiert und manipulativ. Im Wissen darum stellt sich die Frage, was in Momenten wie diesen Solidarität in der Erinnerung heißt? Wie verändert sich die Erinnerung durch ihre Entortung oder ihr sich Einfügen in einen neuen Kontext. Welchen Platz können derartige Erinnerungen in einem Land wie Deutschland bekommen? Die Arbeit ist in mehrere Elemente geteilt, die in einer Installation aus Skulptur und Zeichnungen, Videoarbeiten sowie einer live Performance mit 260 Schüler*innen aus NRW zusammenkommen. (…) Zum Online-Talk →

NKR Neuer Kunstraum Havin Al Sindy et al ArtJunk

Havîn Al-Sîndy (Künstlerin), Johab Silva (Künstler)

Info: Was passiert mit einer Architektur, die verlassen werden muss? Was passiert in der notwendigen erneuten Begegnung mit ihr? Die mehrteilige Arbeit Ein Bild von einem Tor bringt zwei konkrete physische Orte zusammen, die geographisch weit voneinander entfernt liegen, sich aber mit einem Mal begegnet und nah gekommen sind. Unsere Erinnerung ist fragil, fragmentiert und manipulativ. Im Wissen darum stellt sich die Frage, was in Momenten wie diesen Solidarität in der Erinnerung heißt? Wie verändert sich die Erinnerung durch ihre Entortung oder ihr sich Einfügen in einen neuen Kontext. Welchen Platz können derartige Erinnerungen in einem Land wie Deutschland bekommen? Die Arbeit ist in mehrere Elemente geteilt, die in einer Installation aus Skulptur und Zeichnungen, Videoarbeiten sowie einer live Performance mit 260 Schüler*innen aus NRW zusammenkommen. (…) Meeting ID: 915 1361 3263 / Passcode: 036821 / zum Online-Talk →

NKR Neuer Kunstraum Havin Al Sindy et al ArtJunk

Dr. Antje-Britt Mählmann (Künstlerische Direktorin, Museum Schloss Moyland), Isaac Chong Wai (Künstler)

Info: Am 4. April findet ab 19 Uhr ein Gespräch zwischen dem Künstler Isaac Chong Wai und der Künstlerischen Direktorin Dr. Antje-Britt Mählmann im Livestream auf dem Instagram-Kanal des Museum Schloss Moyland @museumschlossmoyland → in englischer Sprache statt. Nach einem Austausch über Isaac Chong Wais Einzelausstellung Das Ende des Wachstums / The End of Growth werden Fragen der Teilnehmer*innen beantwortet.

Museum Schloss Moyland Isaac Chong Wai ArtJunk

Ein virtueller Schreibworkshop zu den Ausstellungen Mehr Licht. Die Befreiung der Natur (Kunstpalast) & Out of Sight. Andreas Gefeller. Fotografien (NRW-Forum)

Info: Flüchtige Momente wie wandernde Wolken oder das nuancenreiche Farbspiel eines Sonnenuntergangs – Augenblicke, die wir heute spontan mit der Handykamera speichern – wurden im 19. Jahrhundert in kleinformatigen Ölstudien virtuos mit dem Pinsel festgehalten. Diese wirken auf heutige Betrachter daher frischer und authentischer als die prachtvollen Gemälde, in denen sie als Teil einer Gesamtkomposition ihren Platz fanden. In dem digitalen Workshop wollen wir uns jedoch nicht nur mit dem besonderen Naturerlebnis des 19. Jahrhunderts, sondern auch mit den faszinierenden Natureindrücken des Düsseldorfer Fotokünstlers Andreas Gefeller auseinandersetzen. Im gemeinsamen Austausch versuchen wir die Werke durch witzige, kreative Schreibmethoden zu ergründen. (…) Bitte Folgendes bereithalten: Schreibpapier; einen Schreibstift, mit dem man zügig schreiben kann; Computer/Laptop mit eigenem E-Mail Account, Kamera und Mikro / Anmeldung unter bildung@kunstpalast.de →

NRW Forum Andreas Gefeller ArtJunk

Online-Diskursreihe im Rahmen des Prologs der Videonale.19

Info: Bei den Vorbereitungen zur VIDEONALE.19 hat sich das Festivalteam selbstkritisch mit seinem Tun als Festivalmacher*innen beschäftigt. Einige der zentralen Fragen sollen nun im Rahmen des Prologs der VIDEONALE.19 in der neuen Online-Diskursreihe Was wir uns fragen diskutiert werden. Somit will das Team der Videonale ab Ende Januar – knapp zwei Monate vor der Eröffnung der Ausstellung im Kunstmuseum Bonn – einen selbstkritischen Blick hinter die Kulissen geben. Anmeldung erforderlich →

Kunstmuseum Bonn Antonia Baehr ArtJunk

Online-Diskursreihe im Rahmen des Prologs der Videonale.19

Info: Bei den Vorbereitungen zur VIDEONALE.19 hat sich das Festivalteam selbstkritisch mit seinem Tun als Festivalmacher*innen beschäftigt. Einige der zentralen Fragen sollen nun im Rahmen des Prologs der VIDEONALE.19 in der neuen Online-Diskursreihe Was wir uns fragen diskutiert werden. Somit will das Team der Videonale ab Ende Januar – knapp zwei Monate vor der Eröffnung der Ausstellung im Kunstmuseum Bonn – einen selbstkritischen Blick hinter die Kulissen geben. Anmeldung erforderlich →

Kunstmuseum Bonn Antonia Baehr ArtJunk

Lucia Pietroiusti (Kuratorin)

Info: Personen in einer Welt von Objekten. Menschen entwerfen und gestalten Welten und Systeme immer wieder neu. Von den Rechtswissenschaften über die Technologie bis hin zur Spiritualität – die Art und Weise, wie wir unsere Welt gestalten, bestimmt, wie wir sie erleben oder ertragen. Kann Kultur uns dabei helfen, diese Systeme so umzugestalten, dass planetarisches Gleichgewicht und Umweltgerechtigkeit im Mittelpunkt stehen? Auf der Grundlage ihrer Erfahrungen im Bereich Kunst und Ökologie stellt die Kuratorin Lucia Pietroiusti Überlegungen dazu an, wie alternative ökologische Visionen und Systeme durch Poetik, Kunst und Kultur entstehen können – und welche Institutionen neu ausgerichtet werden können, um diese zu fördern. In englischer Sprache / Meeting-ID: 827 9871 2440 / zum Zoom-Vortrag →

Museum Ludwig Lucia Pietroiusti ArtJunk

Elvia Wilk (Schriftstellerin) im Gespräch mit Annika Eriksson (Künstlerin) und Fatima Hellberg (Direktorin, Bonner Kunstverein)

Info: Elvia Wilks Sprache birgt Unerwartetes und ist dennoch präzise. Sie schöpft dabei aus dem kollektiven Gefühl, dass sich Verschiebungen der Grundfesten des täglichen Lebens als Warnung vor einem drohenden Systemzusammenbruch erweisen könnten. In ihren Essays und Prosatexten changiert sie zwischen Mikro- und Makroebene, um darüber nachzudenken, wie sich das Individuum zum Planeten verhält, um Hierarchien und Binaritäten umzuschreiben und über das Medium der Sprache und des Schreibens selbst zu reflektieren. In ihrer Arbeit stößt sie immer wieder an die Grenzen des vorherrschenden Paradigmas des Realen und spürt Möglichkeiten oder Brüche auf, die Platz für das Imaginäre schaffen, das sie durch sakrale Räume, Weltenbauprojekte und menschenleere Umgebungen auskundschaftet. Im Rahmen ihres jüngsten Essaybandes Death by Landscape wird Elvia Wilk gemeinsam mit Annika Eriksson und Fatima Hellberg über geteilte Interessen und Themen der aktuellen Ausstellung des Bonner Kunstvereins, In the Shadows of Tall Necessities, sprechen. Dabei wird es um die Politik der Pflege und des Zusammenlebens gehen – auch wie es um das Zusammenleben mit anderen Lebewesen bestellt ist – und um Erzählungen, die uns helfen, die menschliche Perspektive auf unsere Umwelt neu zu überdenken. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt / zum Zoom-Talk →

Bonner Kunstverein Elvia Wilk ArtJunk

Karina Kottová (Kuratorin, Theoretikerin für zeitgenössische Kunst), Barbora Ciprová (Kuratorin, Musikerin)

Info: Festhalten – Loslassen. Elternschaft in Zeiten der vielfältigen globalen Krisen wirft viele Fragezeichen auf. Woran können wir uns orientieren und welche Modelle können wir verfolgen oder etablieren, um Kinder mit Zukunft zu erziehen, die in der Lage sind, nachhaltigere und liebevollere Bedingungen für Leben, Bildung, Beziehungen, Arbeit und Erfüllung mitzugestalten? Der Online-Vortrag und das Screening bieten einen Einblick in Texte und Forschungsmaterialien zu verschiedenen Modalitäten der Elternschaft und der Beziehungen zu Kindern, die zur Vorbereitung eines internationalen Ausstellungsprojekts mit dem Titel Beyond Nuclear Family verwendet wurden, das vom Kuratorenkollektiv der Jindřich Chalupecký Society in Prag, Berlin und New York präsentiert wurde. Während des Vortrags und der anschließenden Diskussion werden die beiden Kuratorinnen einige der oft widersprüchlichen Standpunkte und Vorschläge zu Elternschaft und Eltern-Kind-Perspektiven untersuchen, die aus der feministischen Theorie und der belletristischen, psychologischen und anthropologischen Literatur stammen. (…) In englischer Sprache / Anmeldung zum Zoom-Talk →

Temporary Gallery Marketa Magidova ArtJunk

Francisco Trento (Artistic Researcher)

Info: Während der Veranstaltung wird Francisco Trento zwei laufende Projekte zum Thema nicht-neurotypische intime Beziehungen vorstellen, die vom Standpunkt des neurotypischen Privilegs abweichen. Francisco wird ihre Forschungen über die Stigmatisierung von Neurodiversität in Online-Dating-Plattformen vorstellen und Auszüge aus einem Artikel präsentieren, der demnächst in der Zeitschrift Culture Unbound veröffentlicht wird. Im zweiten Teil der Veranstaltung werden sie einen Zine-Prototyp vorstellen, T*nder-bender (entwickelt im Rahmen der UrbanApa Home Residency). Das Zine thematisiert Erfahrungen mit Stigmatisierung in der Online-Dating-Szene als neurodiverse Person. Obwohl dieses Projekt stark mit dem Jammern verbunden ist, betont es den neuroqueere SPASS. Aus diesem Grund enthält der Prototyp auch fiktive, spielerische Dating-App-Profile, die einen freudigen Ansatz für mehr-als-menschliche und neuroqueere Ansätze für Intimität zeigen; Profile, die neurodivergente Eigenschaften wie Stimming, Stottern, Überempfindlichkeit und Überwältigtsein durch Texturen, Geräusche und überfüllte Umgebungen wertschätzen. Das Zine zeigt gegensätzliche Dating-App-Profile aus der Perspektive nicht-menschlicher Subjekte wie Steine, Bäume und Spielzeuge auf der Suche nach einer intimen Beziehung. Die konzeptionellen Verbündeten des Zines sind, neben vielen anderen, Remi Yergeaus Buch Authoring Autism: On Neurological Queerness und Sophie Lewis’ Abolish the Family. Anmeldung zum Zoom-Talk →

Temporary Gallery Francisco Trento ArtJunk