Info: Dieser Talk mit Listening-Session widmet sich Atkinsons Arbeit Juke-Joint von 2023. Im Zentrum steht eine unter US-amerikanischen Kriegsmaterialbeschränkungen gefertigte Wurlitzer42 Victory, die 24 Schellackplatten von Marie Nejar (Bühnenname Leila Negra) abspielt. Zwischen deutschem Schlager und Songs von Paul Robeson feiert ihr Repertoire eine vielschichtige Stimme jenseits des ihr aufgezwungenen Kinderstar-Images. Indem die Arbeit den Juke-Joint als Ort des Widerstands aufgreift, setzt sie Schwarze transatlantische Geschichte in Bezug zur Jim-Crow-Segregation und NS-Rassenpolitik, bricht mit der linearen Zeit und holt Nejars Stimme ins Heute. (…) Kosten 5 € / 3 € ermäßigt / Mitglieder der Freunde kostenfrei / Treffpunkt: Museum Ludwig, Kinosaal.
TonDas
Info: Im Dialog mit der Ausstellung ins Himmelszelt es leuchtet leuchtend rot von Nie Pastille findet das Tape-Konzert von TonDas am 3. Juli ab 19 Uhr statt. Unangenehmes Unwohlsein, greifbare, spürbare negative Energie liegt wie eine Glocke über einem entvölkerten Ort. Eine Walze rollt unbeirrbar, mal hier, mal dort, mal schneller, mal sprunghaft, aber permanent. Wummern, kreischen, sirren. Immer ist unklar was als nächstes passiert, nur das Ziel ist klar. Brutale, menschenverachtende Rücksichtslosigkeit. Dazwischen Spuren und Hinterlassenschaften von verdrängtem Leben, von Glück und Freude. Überrollt, überdeckt, überfahren, überwuchert.
Rubin Henkel & Niklas Bolten (Künstler, Musiker)
Info: Einführung in das Hörerlebnis der Installation FERMATA, die Biodaten aus dem Park in eine Komposition übersetzt; zur Finissage auch speziell für Großeltern & Enkel (und weitere Gäste). Heute leben wir in einer Kultur des oberflächlichen Ereignisses. Durch aufmerksames Zuhören, das Eintauchen unter die Oberfläche, und das Wertschätzen von Kunstwerken als einzigartige Schöpfungen, wird eine neue Art der Musik-Bewegung durch aufmerksames Zuhören gefördert. Die eigene Perspektive auf den zeitlichen Verlauf der Musik wird im Slow Listening neu definiert – eine Perspektive, die sich von einem Hören zum nächsten verändert. Die Biorhythmen von lokalen Pflanzenarten aus dem Jahr 2025 werden in einer einheitlichen Klanglandschaft erfahrbar und verändern subtil die Haltung der Zuhörenden gegenüber der Musik – eine intensive Auseinandersetzung mit der Musik bzw. der dynamischen Pflanzenwelt um uns herum. Die Plätze sind begrenzt; Anmeldung möglich unter +49 (0) 2144-064 500 oder info@morsbroich.de →, Teilnahme im Eintrittsticket inbegriffen, keine zusätzlichen Kosten.
Info: Am Ennepebogen in Gevelsberg laden Liege- und Massagestühle, Picknickdecken und Sonnenschirme rund um den Grand Snail Tour Trailer in frühlingshafter Atmosphäre die ankommenden Spaziergänger*innen und Passant*innen zum Verweilen und Zusammensein ein. Bei einer Listening-Session des DJ- und Live-Duo Kerima & normalmap. aka Jana Kerima Stolzer und Lex Rütten entsteht ein akustisches Naherholungsgebiet, in dem man sich zudem erstmals in das Malbuch des Künstlers Stefan Marx vertiefen kann, das eigens für die Sammlung der Grand Snail Tour gestaltet wurde. Ort: Am Ennepebogen, 58385 Gevelsberg.
Siegfried Saerberg (Disability-Studies-Forscher), Juan Ruiz (Echolocation-Trainer), Dirk Sorge (Medien- und Konzeptkünstler)
Info: In der Hörsession und dem anschließenden Gespräch tauschen sich der Disability-Studies-Forscher Siegfried Saerberg, der Echolocation-Trainer Juan Ruiz und der Medien- und Konzeptkünstler Dirk Sorge aus. Sie reflektieren unterschiedliche Zugänge zur resonanzbasierten Raumwahrnehmung: den ästhetisch-kompositorischen Ansatz des Künstlers, die phänomenologisch-ethnographischen Gedanken des Forschers und die emanzipatorisch-vermittelnden Praktiken des Pädagogen. Ausschnitte verschiedener künstlerischer Arbeiten werden gemeinsam gehört. So wird Echolocation nicht nur als Orientierungstechnik erfahrbar, sondern als ästhetische Praxis und analytische Perspektive auf Klang, Raum und Resonanz. (…) Im Rahmen von Circulating Copies – ein Projekt des IMAI – Inter Media Art Institute.
Radio Broadcast by KMRU
Info: KMRU untersucht, wie urbane Infrastrukturen das Hören im öffentlichen Raum bedingen und strukturieren. Ausgehend von Hörspaziergängen, Umwegen und beiläufigen Aufnahmen nähert er sich Düsseldorf als einem auditiven Feld, in dem sich Routinen, Rhythmen und Erwartungen überlagern. Die vierteilige Soundarbeit FOLDS (in tape fields) entfaltet sich über verschiedene Orte und Lautsprechersysteme im Stadtraum. Klangmotive, Schleifen und Feldaufnahmen tauchen versetzt und wiederkehrend auf, ohne sich zu einem geschlossenen Ganzen zu fügen. Zeit wird gedehnt, unterbrochen oder zurückgeführt. Bedeutung entsteht im Vorübergehen, im Verweilen oder auch im Überhören. Statt einer festen Kartografie eröffnet die Arbeit eine offene, vielschichtige Form der Wahrnehmung. Livestream auf Callshop Radio →