Künstlerische Aktivierung durch Renata Lucas, Ricardo Carioba, Renato Custodio, Benjamin Sallum
Info: Ricardo Carioba (*1976, São Paulo) ist ein in Berlin lebender Künstler, der mit visuellen und klanglichen Medien arbeitet. Beeinflusst von der brasilianischen konkretistischen Tradition erforscht er Klang als physikalische und wahrnehmungsbezogene Kraft. Seine Installationen, Performances und skulpturalen Arbeiten verbinden Licht, Video, mechanische Systeme und akustische Phänomene zu immersiven Umgebungen. Renato Custodio (*1981, São Paulo) beschäftigt sich mit urbanen Räumen und deren Aneignung. Ausgehend von über 30 Jahren Skateboard-Erfahrung entwickelt er eine künstlerische Praxis, die öffentliche und private Räume durch Fotografie, Video, Installation, Malerei und Klang untersucht. Renata Lucas (*1971, Ribeirão Preto) ist eine in São Paulo lebende Künstlerin, die mit ortsspezifischen Interventionen, Installationen und konzeptuellen Arbeiten arbeitet. Im Zentrum ihrer Praxis steht die Untersuchung architektonischer, urbaner und institutioneller Räume sowie der sozialen und politischen Dynamiken, die ihnen eingeschrieben sind. Benjamin Sallum ist ein in São Paulo ansässiger DJ und Musikproduzent. Als RBMA-Alumnus und Mitbegründer des Duos sowie Partyformats Pista Quente bewegt er sich zwischen Clubkultur, experimenteller Musik und zeitgenössischen Festivalformaten.
Sowatorini (Landschaftsarchitekturbüro)
Info: Sommer-Wetter und Minigolfbahn – mit der eigens für die Grand Snail Tour gestalteten ultra-flexiblen Anlage Sonne Art Minigolf funktionieren die Bochumer Landschaftsarchitekten Sebastian Sowa und Gianluca Torini urbane Oberflächen in Spielflächen um. Abseits normtypischer Minigolfbahnen schärft der tragbare Parcours der Bochumer Künstler*innen unsere Wahrnehmung für den städtischen Raum: Welche Barrieren und Stolperfallen begegnen uns und anderen im Alltag? Sonne Art Minigolf sensibilisiert spielerisch für Oberflächen, Gefälle und Platz-Geometrien. Statt auf fest installierten Bahnen erspielt ihr euch einen Minigolfparcours im öffentlichen Raum von Wetter. Wer früh kommt, ist herzlich eingeladen, gemeinsam mit Sowatorini ab 14 Uhr die Bahnen aufzubauen, zu erproben und den Parcours mitzugestalten. Das mitgebrachte Tourmobil wird dabei zum Anmeldepoint und zur Ausleihstation für alles, was ihr braucht – kostenlos. Zum dritten Mal laden wir euch ein, Minigolf als die demokratischere Form des Golfens zu entdecken – niedrigschwellig, generationsübergreifend und ohne Dresscode. Ort: Seeplatz, Tiefer Weg 11, 58300 Wetter (Ruhr).
+++ABGESAGT / CANCELLED+++
Achim Mohné
Info: Von dem Film Der Wolf von Königsforst und das Mädchen existiert eine VirtualReality Fassung. An diesem Tag ist es möglich, diese Arbeit mit VR-Brillen zu sehen. Voranmeldung erwünscht unter hallo@galeriegladbeck.de →
Info:Was passiert, wenn nichts passiert? – In Marl. Mit dieser Frage laden das Skulpturenmuseum und die Klangkünstlerin Denise Ritter zu einem Wahrnehmungsexperiment im Marler Stadtraum ein. Der französische Autor Georges Perec setzte sich 1974 auf einen Platz in Paris — und schrieb drei Tage lang auf, was er sah. Keine großen Ereignisse, keine Sehenswürdigkeiten. Nur das, was sonst niemand bemerkt: vorbeifahrende Busse, einen Mann, der Teppiche trägt, die Tauben, das Licht und die Wolken. So verweilen wir an alltäglichen Orten: einer Verkehrsinsel, einem Parkplatz, einer Straßenecke. Was löst ein Ort in uns aus? Was fällt plötzlich auf, wenn wir innehalten — Löwenzahn in einer Betonritze, das Geräusch einer sich schließenden Bustür, die Kälte im Schatten eines Hochhauses? Welche Atmosphäre hat ein Stadtraum, und was macht sie mit uns? Anmeldung unter marl@gegenort.de →
Info:間 | MA – Wo Formentsteht versammelt zeitgenössische Positionen aus Japan, die sich durch eine besondere Sensibilität für Material, Geste und Zwischenräume auszeichnen. In feinen Stoffen, präzisen Zeichnungen, Holzobjekten und stiller Keramik wird Form nicht als abgeschlossenes Objekt verstanden, sondern als Ergebnis von Beziehung, Rhythmus und Wahrnehmung. Im Kontrast zur massiven Architektur des Bilker Bunkers entfalten die Arbeiten eine zurückhaltende Präsenz, in der das Wesentliche im Leisen sichtbar wird. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen letzten Ausstellungstag mit Anwesenheit der Künstler Jimu Kobayashi und Takumi Ogata sowie frischen Sommer-Drinks auf unserer Bunker Terrasse. Jimu Kobayashi wird vor Ort zum Dialog zu seinen Werken einladen, Takumi Ogata ist ab 14 Uhr bei einer live Zeichen-Session zu erleben und hat außerdem einige besondere Kunstdrucke in limitierter Auflage mit im Gepäck. Wir freuen uns auf euren Besuch!
Listening-Session mit Christian Skrzypek zur Ausstellung es könnte auch alles ganz anders sein von Andreas Keil & Bert Didillon
Info: Bert Didillon bringt bei seiner Arbeit das Ideale und das Profane zur Kollision. Die dabei freiwerdenden Energien führen zur Entstehung unbekannter Objekte. Andreas Keil betreibt raumgreifende Erkundungen der Malerei, die auch als Metapher für die Suche nach der unerkannten Schönheit verstanden werden können. Zusammen animieren sie das LABOR am Ebertplatz mit ihren Arbeiten zu einem postminimalistischen Erfahrungsfeld. (…) 19–19:45 Uhr: Konkrete Musik, Ambient, Minimalismus; direkt an die Arbeiten von Andreas Keil und Bert Didillon gerichtet / 19:45–20:45 Uhr: futuristischer, Afika-orientierter Sound für die Füße; gerichtet an die benachbarte Kneipe AFRICAN DRUM / 20:45–22 Uhr: Zum Auftakt des dritten Teils ein Fusion-Track von Andreas Keil und Christian Skrzypek, danach Jazz.
Alex, Carla Nadja, Nicole (InBetween)
Info: Ein entleerter Raum schenkt uns keine Ablenkung, er konfrontiert uns mit uns selbst. Mit dem, was wir in ihn hineintragen. Was bleibt, wenn das Äußere reduziert ist und es nichts gibt, woran wir uns orientieren und festhalten können? Ist ein leerer Raum neutral oder wird er zur Projektionsfläche unseres Inneren und füllt sich mit dem, was wir mitbringen? Die Leere der Kunsthalle ist eine Einladung unseren Geist zu leeren. Zurück bleibt unser Körper als ein Raum, der vielfältige Möglichkeiten zulässt. Der Atem dient dabei als Vermittler zwischen Materie und Geist. In der Leere wird spürbar, ob er ruhig fließt oder sich zurückhält, ob er Raum einnimmt oder sich anpasst. Wir laden dich ein, zu spüren, dass Leere kein Mangel ist, sondern Möglichkeit. Wir atmen zwischen Innen und Außen – im kontinuierlichen Austausch mit dem Raum. (…) Die Session wird 2 Stunden dauern. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Als Energieausgleich bitten wir um eine Barspende, die wir einsetzen wollen, um die Gründung von InBetween voranzutreiben / Anmeldung erforderlich →
Ina Weber
Info: Minigolf und Stadtgeschichte treffen aufeinander: Ab April verwandelt die Künstlerin Ina Weber das Museum Ostwall im Dortmunder U in einen ungewöhnlichen Spiel- und Denkraum. Die Ausstellung Trümmerbahnen lädt dazu ein, Betonarchitektur des Ruhrgebiets neu zu entdecken – spielerisch und zugleich reflektierend. Beton, Nachkriegsarchitektur und Spiel: Im Zentrum der Ausstellung stehen zwölf Minigolfbahnen aus Beton. Ihre Hindernisse greifen Formen auf, die im Ruhrgebiet vertraut sind: funktionale Nachkriegsbauten, entstanden in einer Zeit des Wiederaufbaus. Der Titel Trümmerbahnen verweist auf jene Züge, die nach dem Zweiten Weltkrieg Schutt abtransportierten und Platz für neue Architektur schufen. Neue Bahn und Kiosk vor Ort: Für die Präsentation entwickelt Ina Weber eigens eine zusätzliche Bahn, inspiriert vom Dortmunder Gesundheitshaus. Ergänzt wird die Installation durch einen Kiosk: Hier können Schläger und Bälle ausgeliehen werden, zudem stehen gemischte Tüten bereit. (…) Ort: Kino im Dortmunder U / Einlass ab 11 Uhr / Zur Eröffnung sprechen Regina Selter (Direktorin, Museum Ostwall), Alexander Kalouti (Oberbürgermeister, Stadt Dortmund), Stefanie Weißhorn-Ponert (Kuratorin) und Ina Weber (Künstlerin) / Im Anschluss sind die Besucher*innen eingeladen, die Minigolfbahnen zu erkunden und erste Runden zu spielen.
Havîn Al-Sîndy (Künstlerin)
Info: Die Arbeit Worte an den Ohren, an der Haut, an der Zelle der Künstlerin Havîn Al-Sîndy basiert auf mehreren KI-gesteuerten Skulpturen, die das Lästern erlernen und hierbei mit dem Publikum interagieren. Sie wurde erstmals im Sommer 2025 beim dreitägigen Stopp der Grand Snail Tour in Dortmund in mehreren Performances mit Schüler*innen der Anne-Frank-Gesamtschule präsentiert. In Ennepetal laden wir gemeinsam mit der Künstlerin Passant*innen dazu ein, mit den Skulpturen in Interaktion zu treten und dabei spielerisch wie visuell das Lästern als politischen Code zu verhandeln und zu erfahren. Ort: 58256 Ennepetal.
Mona Schulzek (Künstlerin)
Info: Der Outer Space Transmitter ist eine Funkstation, um mit Außerirdischen in Kontakt zu treten. Zu diesem Zweck ließ sich die Künstlerin Mona Schulzek zur Funkerin ausbilden, baute eine Parabolantenne und entwickelte ein extraterrestrisches Alphabet. Breckerfeld eignet sich insofern besonders gut für die Kontaktaufnahme mit intelligentem Leben im Weltall, als es mit dem 441 Meter hohen Wengeberg die höchste Erhebung des Ruhrgebiets besitzt. Der Gipfel diente bereits Mitte des 19. Jahrhunderts als Standort für die Telegrafenlinie zwischen Berlin und der Rheinprovinz. Nun bildet er die Basis für die interaktive Skulptur Outer Space Transmitter, die Botschaften ins All schickt. (…) Ort: Wahnscheider Str. 23, 58339 Breckerfeld.