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No. 37—2026

Secondhand-Kaufhaus wird zur begehbaren Installation – mit Darsha Hewitt, Aram Bartholl und HAZ Arbeit + Zukunft e.V.

Info: Auf der 33. Station ihrer Reise durchs Ruhrgebiet besucht die Grand Snail Tour von Urbane Künste Ruhr die Stadt Hattingen. Schauplatz ist der Secondhand-Laden MÄCK Second, den die Künstler*innen Darsha Hewitt und Aram Bartholl gemeinsam mit Teilnehmenden des HAZ Arbeit + Zukunft e.V. für einen Tag in eine raumgreifende Installation und einen Ort für gemeinsames Experimentieren mit Klang, digitalen Bildern sowie alten und neuen Technologien verwandeln. Was passiert, wenn ausrangierte Fernseher, Schallplatten, Möbel und Alltagsgegenstände nicht am Ende, sondern am Anfang einer Geschichte stehen? Fundstücke aus dem Bestand des MÄCK Second werden untersucht, umgebaut und neu kombiniert und treffen auf Arbeiten der Künstler*innen sowie Werke aus der Sammlung der Grand Snail Tour. Aram Bartholl verbindet zum Verkauf stehende Fernseher zu einem Wohnzimmer Gaming Theatre, in dem Besucher*innen klassische Konsolenspiele spielen können. Im 3D-Scanning-Workshop My Painting 3D-Scanning werden Arbeiten von Workshopteilnehmenden digitalisiert und auf einem Bildschirm präsentiert. Die Arbeit Alarm besteht aus drei Kameraglühbirnen, die in einen Kronleuchter aus dem Bestand des Kaufhauses integriert sind. Nähern sich Besucher*innen der Arbeit, lösen die Kameras einen Alarm aus. Darsha Hewitt wiederum lässt mit Bastel-Bass – No Strom Handy Lautsprecher aus Koffern, Gießkannen, Spielzeugen und anderen Fundstücken eine bewegliche Klanglandschaft entstehen. In Listening to Broken Music können Besucher*innen aus Konservendosen, Luftballons und Nadeln einfache Resonanzkörper bauen, die Schallplatten ganz ohne elektronische Verstärkung hörbar machen. (…) Ort: HAZ Arbeit + Zukunft e.V., Am Walzwerk 19, 45527 Hattingen.

Urbane Künste Ruhr Grand Snail Tour Räumen in Hattingen ArtJunk

Ritual im Rahmen der Manifesta+ Ausstellung Reclaiming the Space of Worship

Info: Dieses offene, von Amdrita Jakupi geleitete Ritual versteht den sakralen Raum als Ort individueller und kollektiver Heilung, Erinnerung und spiritueller Rückverbindung. Es findet in Form eines Sacred Circle statt – mit stillen Gesten, Kerzenritualen, Farben, Tönen, Düften und Klängen der Naturwelt. Naturmaterialien, botanische Symbolik und kreisförmige Elemente greifen Vorstellungen von zyklischem Leben, Ahnenverbundenheit und Metanoia auf. Das Ritual lädt Besucher*innen dazu ein, eigene Formen von Spiritualität neu zu begreifen und Orte des Glaubens jenseits institutioneller Grenzen und Dogmen wahrzunehmen. Ort: Heilige Familie, Sadelhof 16, 44379 Dortmund.

Museum Ostwall Amdrita Jakupi ArtJunk

Eine Veranstaltung im Rahmen des Programs Das Ahrtal erblüht 2026 – Offene Gärten der Ahr

Info: Vor hundert Jahren erlebte die Welt eine Zeit, die wir heute als Goldene Zwanziger kennen. Auch damals war keineswegs alles golden – doch nach schweren Jahren der Herausforderungen suchten die Menschen nach Hoffnung, Lebensfreude und einem neuen Aufbruch. Jazz, Tanz, Mut zu Neuem und ein Hauch von Freiheit prägten diese Epoche. Wir sitzen gemeinsam in den geheimen gärten rolandswerth unter alten Bäumen und im Gewächshaus, lauschen Liedern und Melodien, die durch Bertolt Brecht, Helene Weigel und Kurt Weill Teil unseres kulturellen Gedächtnisses geworden sind und bis heute in uns nachklingen. Gleichzeitig fragen wir uns, wie wir heute mit unseren eigenen Herausforderungen und Krisen umgehen können – ganz persönlich, im Dorf, in der Region und vielleicht auch darüber hinaus. (…) Ort: geheime gärten rolandswerth, Parkstraße/Weingärtenstraße, 53424 Remagen/Rolandswerth / Bitte bringt euch selber einen Klappstuhl oder Kissen, Sitzmöglichkeiten sind begrenzt!

Arp Museum Bittermann und Duka ArtJunk

Ein kollektives Experiment zwischen Urban Foraging und Teekultur

Info: Als erste Veranstaltung der Temporary Kitchen 2026 wird die kulinarisch arbeitende Künstlerin und Designerin Gardy Wu das Format Urban Tea Making realisieren. Es umfasst zwei Veranstaltungen: eine Exkursion in die Wildkräuterei Köln und öffentliche Grünanlagen am 23. August sowie eine Teeverkostung am 29. November im Mauritiusviertel. Urban Tea Making untersucht Tee nicht als fertiges Produkt, sondern als gemeinschaftlichen Prozess. Das Projekt verbindet Urban Foraging, handwerkliche Verarbeitung und gemeinsames Teetrinken zu einem kollektiven Experiment. Die Natur und die derzeitige Saison geben den Rahmen vor: Welche Pflanzen gefunden werden und welche Tees entstehen, bleibt offen. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Erkundung essbarer und für Aufgüsse geeigneter Pflanzen im Kölner Stadtraum. Bei einem geführten Kräuterspaziergang am 23. August erkunden die Teilnehmenden die Wildkräuterei und ihre Umgebung – einen wild bewachsenen Garten mitten in der Stadt Köln sowie die umliegende Stadtnatur. (…) Eine Salat- und Brot-Zeit als kleine Mittagspause wird kostenlos angeboten. In einer zweiten Veranstaltung am 29. November werden die gemeinsam entwickelten Tees serviert. Die Teeverkostung ist für alle unabhängig von der Teilnahme am ersten Teil zugänglich. Treffpunkt: Wildkräuterei, Dürener Str. 420, 50858 Lindenthal, anschließende Verarbeitung in der Temporary Kitchen (mit Anmeldung unter info@temporarygallery.org →

Temporary Gallery Gardy Wu ArtJunk

Künstlerische Aktivierung durch Renata Lucas, Ricardo Carioba, Renato Custodio, Benjamin Sallum

Info: Ricardo Carioba (*1976, São Paulo) ist ein in Berlin lebender Künstler, der mit visuellen und klanglichen Medien arbeitet. Beeinflusst von der brasilianischen konkretistischen Tradition erforscht er Klang als physikalische und wahrnehmungsbezogene Kraft. Seine Installationen, Performances und skulpturalen Arbeiten verbinden Licht, Video, mechanische Systeme und akustische Phänomene zu immersiven Umgebungen. Renato Custodio (*1981, São Paulo) beschäftigt sich mit urbanen Räumen und deren Aneignung. Ausgehend von über 30 Jahren Skateboard-Erfahrung entwickelt er eine künstlerische Praxis, die öffentliche und private Räume durch Fotografie, Video, Installation, Malerei und Klang untersucht. Renata Lucas (*1971, Ribeirão Preto) ist eine in São Paulo lebende Künstlerin, die mit ortsspezifischen Interventionen, Installationen und konzeptuellen Arbeiten arbeitet. Im Zentrum ihrer Praxis steht die Untersuchung architektonischer, urbaner und institutioneller Räume sowie der sozialen und politischen Dynamiken, die ihnen eingeschrieben sind. Benjamin Sallum ist ein in São Paulo ansässiger DJ und Musikproduzent. Als RBMA-Alumnus und Mitbegründer des Duos sowie Partyformats Pista Quente bewegt er sich zwischen Clubkultur, experimenteller Musik und zeitgenössischen Festivalformaten.

Dortmunder Kunstverein Sallum Carioba Lucas Custodio ArtJunk

Sowatorini (Landschaftsarchitekturbüro)

Info: Sommer-Wetter und Minigolfbahn – mit der eigens für die Grand Snail Tour gestalteten ultra-flexiblen Anlage Sonne Art Minigolf funktionieren die Bochumer Landschaftsarchitekten Sebastian Sowa und Gianluca Torini urbane Oberflächen in Spielflächen um. Abseits normtypischer Minigolfbahnen schärft der tragbare Parcours der Bochumer Künstler*innen unsere Wahrnehmung für den städtischen Raum: Welche Barrieren und Stolperfallen begegnen uns und anderen im Alltag? Sonne Art Minigolf sensibilisiert spielerisch für Oberflächen, Gefälle und Platz-Geometrien. Statt auf fest installierten Bahnen erspielt ihr euch einen Minigolfparcours im öffentlichen Raum von Wetter. Wer früh kommt, ist herzlich eingeladen, gemeinsam mit Sowatorini ab 14 Uhr die Bahnen aufzubauen, zu erproben und den Parcours mitzugestalten. Das mitgebrachte Tourmobil wird dabei zum Anmeldepoint und zur Ausleihstation für alles, was ihr braucht – kostenlos. Zum dritten Mal laden wir euch ein, Minigolf als die demokratischere Form des Golfens zu entdecken – niedrigschwellig, generationsübergreifend und ohne Dresscode. Ort: Seeplatz, Tiefer Weg 11, 58300 Wetter (Ruhr).

 

+++ABGESAGT / CANCELLED+++

Urbane Künste Ruhr Grand Snail Tour Oer-Erkenschwinck ArtJunk

Achim Mohné

Info: Von dem Film Der Wolf von Königsforst und das Mädchen existiert eine VirtualReality Fassung. An diesem Tag ist es möglich, diese Arbeit mit VR-Brillen zu sehen. Voranmeldung erwünscht unter hallo@galeriegladbeck.de →

Neue Galerie Gladbeck Achim Mohné ArtJunk

Info: Was passiert, wenn nichts passiert? – In Marl. Mit dieser Frage laden das Skulpturenmuseum und die Klangkünstlerin Denise Ritter zu einem Wahrnehmungsexperiment im Marler Stadtraum ein. Der französische Autor Georges Perec setzte sich 1974 auf einen Platz in Paris — und schrieb drei Tage lang auf, was er sah. Keine großen Ereignisse, keine Sehenswürdigkeiten. Nur das, was sonst niemand bemerkt: vorbeifahrende Busse, einen Mann, der Teppiche trägt, die Tauben, das Licht und die Wolken. So verweilen wir an alltäglichen Orten: einer Verkehrsinsel, einem Parkplatz, einer Straßenecke. Was löst ein Ort in uns aus? Was fällt plötzlich auf, wenn wir innehalten — Löwenzahn in einer Betonritze, das Geräusch einer sich schließenden Bustür, die Kälte im Schatten eines Hochhauses? Welche Atmosphäre hat ein Stadtraum, und was macht sie mit uns? Anmeldung unter marl@gegenort.de →

Skulpturenmuseum Marl Denise Ritter ArtJunk

Jimu Kobayashi, Suzusan, Takumi Ogata, Kaoli Mashio, Taiyoh Mori, Kazuki Nakahara, SANSUI, Hiroki Tashiro

Info: 間 | MA – Wo Form entsteht versammelt zeitgenössische Positionen aus Japan, die sich durch eine besondere Sensibilität für Material, Geste und Zwischenräume auszeichnen. In feinen Stoffen, präzisen Zeichnungen, Holzobjekten und stiller Keramik wird Form nicht als abgeschlossenes Objekt verstanden, sondern als Ergebnis von Beziehung, Rhythmus und Wahrnehmung. Im Kontrast zur massiven Architektur des Bilker Bunkers entfalten die Arbeiten eine zurückhaltende Präsenz, in der das Wesentliche im Leisen sichtbar wird. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen letzten Ausstellungstag mit Anwesenheit der Künstler Jimu Kobayashi und Takumi Ogata sowie frischen Sommer-Drinks auf unserer Bunker Terrasse. Jimu Kobayashi wird vor Ort zum Dialog zu seinen Werken einladen, Takumi Ogata ist ab 14 Uhr bei einer live Zeichen-Session zu erleben und hat außerdem einige besondere Kunstdrucke in limitierter Auflage mit im Gepäck. Wir freuen uns auf euren Besuch!

Bilker Bunker MA Wo Form Entsteht ArtJunk

Listening-Session mit Christian Skrzypek zur Ausstellung es könnte auch alles ganz anders sein von Andreas Keil & Bert Didillon

Info: Bert Didillon bringt bei seiner Arbeit das Ideale und das Profane zur Kollision. Die dabei freiwerdenden Energien führen zur Entstehung unbekannter Objekte. Andreas Keil betreibt raumgreifende Erkundungen der Malerei, die auch als Metapher für die Suche nach der unerkannten Schönheit verstanden werden können. Zusammen animieren sie das LABOR am Ebertplatz mit ihren Arbeiten zu einem postminimalistischen Erfahrungsfeld. (…) 19–19:45 Uhr: Konkrete Musik, Ambient, Minimalismus; direkt an die Arbeiten von Andreas Keil und Bert Didillon gerichtet / 19:45–20:45 Uhr: futuristischer, Afika-orientierter Sound für die Füße; gerichtet an die benachbarte Kneipe AFRICAN DRUM / 20:45–22 Uhr: Zum Auftakt des dritten Teils ein Fusion-Track von Andreas Keil und Christian Skrzypek, danach Jazz.

Labor Projektgalerie Christian Skrzypek ArtJunk