ArtJunk
No. 25—2021

Bundeskunsthalle

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland Bundeskunsthalle Bonn ArtJunk

Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn

Di–Mi: 10–21 Uhr
Do–So: 10–19 Uhr

T +49 (0) 228-91 71 200

F +49 (0) 228-23 41 54

E

www.bundeskunsthalle.de →

Facebook →

Instagram →

Exhibitions

Aby Warburg: Bilderatlas Mnemosyne – Das Original

Aby Warburg

Info: In den 1920er Jahren entwickelte der Kunst- und Kulturwissenschaftler Aby Warburg seinen Bilderatlas Mnemosyne. Für dieses Projekt studierte er die motivischen Wechselwirkungen zwischen Kunstwerken aus der Antike und der Renaissance bis hin zur Gegenwartskultur. Um die historisch immer wiederkehrenden visuellen Themen und Muster erkennbar zu machen, stellte Warburg in seinem Atlas Abbildungen historischer Kunstwerke aus dem Nahen Osten und Europa neben zeitgenössische Zeitungsausschnitte und Werbeanzeigen.

Dress Code. Das Spiel mit der Mode

Mode von Alaïa, Aseedoncloud, Beautiful People, Burberry, Chanel, Comme des Garçons, Dior, Dries Van Noten, Fendi, Giorgio Armani, Gucci, Helmut Lang, Issey Miyake, Jean Paul Gaultier, Louis Vuitton, Marc Jacobs, Martin Margiela, Moschino, Paul Smith, Pierre Cardin, Rogers Peet Company, Seditionaries, Thom Browne, Tokio Kumagaï, Undercover, Uniqlo and Barbara Kruger, Valentino, Vetements, Viktor & Rolf, Yohji Yamamoto, Yves Saint Laurent / Kunst von Chelfitsch, Hans Eijkelboom, Keizo Motoda, Michelangelo Pistoletto, Tom Sachs, Cindy Sherman, Oliver Sieber, Juergen Teller, Kyoichi Tsuzuki

Info: Wie haben Sie die Kleidung ausgewählt, die Sie heute tragen? Ob Designer-Kleid oder Jeans, Anzug, Jogginghose oder Uniform – jede Kultur, Epoche und gesellschaftliche Gruppe hat ihre eigenen Dress Codes. Sie geben den Rahmen vor, aber die Ausgestaltung bestimmt jeder Mensch ganz individuell. Die Erfolgsausstellung aus Japan präsentiert erstmals in Europa Mode als Spiel, das die tägliche Verwandlung als wichtiges Instrument zur Darstellung unserer Persönlichkeit unterstreicht. Gezeigt werden Modeklassiker und ihre Weiterentwicklung als Streetwear. Mode stilbildender Designer*innen wie Armani, Burberry, Chanel, Comme des Garçons, Issey Miyake, Vetements oder Vivianne Westwood wird darüber hinaus mit zeitgenössischer Kunst in einen aufschlussreichen Dialog gebracht.

Beuys – Lehmbruck. Denken ist Plastik

Joseph Beuys, Wilhelm Lehmbruck

Info: Es gibt nicht viele Künstler, die in der Geschichte der Kunst einen so nachhaltigen Umbruch verursacht haben wie Joseph Beuys. Das freiheitliche Potenzial der Kunst auf jeglichen Bereich des Lebens zu übertragen, stand im Zentrum seiner Überlegungen. Im Jahr 1986 erhält Joseph Beuys den Wilhelm-Lehmbruck-Preis. In seiner Dankesrede betont er die Bedeutung, die die Kunst des expressionistischen Bildhauers für ihn hatte. Er beschreibt, wie ihn die Begegnung mit Lehmbrucks Werk überhaupt zur Kunst geführt hat, und zieht eine Verbindungslinie bis hin zur Entwicklung seiner eigenen Theorien. Zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys geht die Ausstellung diesem Gedanken nach und widmet sich dem Werk der beiden Künstler.

Bundeskunsthalle Joseph Beuys Wilhelm Lehmbruck ArtJunk

Events

STUDIO BONN – Listening to the Future: The Common Ground. Kultur und Klassenkampf

Di — 22. Juni 2021 20:15—21:15 Uhr

Henrike Naumann (Künstlerin), Anke Stelling (Schriftstellerin) und Andreas Reckwitz (Soziologe) im Gespräch mit Kolja Reichert (Bundeskunsthalle) in einer Installation von Henrike Naumann

Info: Die Digitalisierung hat den Streit darüber, was kulturell wertvoll ist, aus den Museen in den Alltag getragen. Alle bewerten einander, jede*r ist Künstler*in, Kritiker*in und Werk. Die einen behaupten sich durch originelle Lebensentwürfe, die anderen verteidigen ihre vermeintlich authentischen Wurzeln. Wenn aber alles und jeder Kulturgut werden kann: Was ist dann noch die Rolle des Kunstwerks? Ein Gespräch über die veränderten Dynamiken gesellschaftlicher Wertbildung, den verdeckten Klassenkampf durch Kultur und den Zusammenhang von Kultur und Populismus. Zum Talk →

LIGNA – Zerstreuung überall! Ein internationales Radioballett!

Fr — 25. Juni 2021 19:30—21:00 Uhr

Alejandro Ahmed, Bebe Miller, Bhenji Ra, Edna Jaime, Eisa Jocson, Geumhyung Jeong, Mamela Nyamza, Maryam Bagheri Nesami & Mitra Ziaee Kia, Melati Suryodarmo, Public Movement/ Nir Shauloff and Dana Yahalomi, Raquel Meseguer, Yuya Tsukahara + contact Gonzo, Emilian Gatsov

Info: Zerstreuung überall! reagiert auf die Corona-Pandemie. Die geschlossenen Grenzen und die Unmöglichkeit zu reisen führen zu einer Abwesenheit von choreografischen Positionen und Stimmen. Öffentliche Aufführungen sind nur unter Auflagen möglich. In Zeiten der Abschottungspolitik und der Rückbesinnung auf das Nationale stellt das Stück  – als Antwort auf ein weltweites Ereignis – eine neue Verbundenheit über Ländergrenzen und Kontinente hinweg her: ein Vorschlag für eine andere Art des gesellschaftlichen Zusammenlebens und für mehr Sorge umeinander. (…) Eintritt 19 € / erm. 3 € / Kinder 5 €. Ort: Dach der Bundeskunsthalle.