ArtJunk
No. 29—2024

Grüße zurück

Thomas Rehbein Galerie

Ulrich Pester

Info: Bei der Betrachtung der neuen Arbeiten, Acryl auf Leinwand, von Ulrich Pester, wirft sich die Frage auf, in welche Szenerie beziehungsweise Szene man hineingeraten ist. Die Stückelung und das Wiederaufgreifen eines skizzenhaften, jedoch klar erkennbaren Motivs evozieren den Eindruck eines Filmbands. Die Bilder scheinen in Bewegung zu sein. Eine Bewegung, die eine Fortführung des Gezeigten verlangt, jedoch begrenzt und gerahmt wird vom Ende der Bildfläche. Anfang und Ende sind nur durch das Medium gegeben, der Inhalt spricht gegen Begrenzung. Etwas wird angespielt und hallt dann nach. Durch das Sehen der Sujets Pesters wird das Weiterdenken in uns angestoßen. Dieser Anklang vertieft sich durch das repetitive Moment einer dargestellten Figur. Die Wiederholung eines Motivs im Bild lenkt den Blick auf dessen Details, in dem die Einzelheiten und Unterschiede zu Untersuchungen werden. Die gefühlte Spontaneität der Malerei provoziert akribisches beobachten. Durch die szenische Darstellung beginnt eine subtile Wahrnehmungslenkung. (…)

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